BBC 198kHz endgültiges Aus

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  • Die AM-Rundfunkhörer unter uns haben es bereits zur Kenntnis genommen. Der letzte AM Sender, den man auf LW/MW rund um die Uhr in ganz Deutschland gut hören kann, die BBC, stellt nach vielen zeitlichen Verlängerungen nun endgültig auf der 198kHz den Betrieb ein (27.06.26 0.00UTC). Schade, war diese QRG doch geeignet für den Test von Empfangsantennen und Empfangstest der Weltempfänger tagsüber auf der LW/MW. Zukünftig gibt es keinen Sender, mit Ausnahme von Caroline auf der 648kHz (in Nord- und Westdeutschland), der sogar hier in Nordwestdeutschland in der Mittagsdämpfung durchkommt, schade, aber verständlich wg. der immensen Betriebskosten bei der aktuell geringen Hörerschaft,

    Closure of Radio 4 on Long Wave (LW) | Help receiving TV and radio


    hier die Übersetzung in Teilauszügen:

    Warum der LW-Dienst geschlossen wird

    Das Unternehmen, das die LW Broadcast-Ausrüstung besitzt und betreibt, hat bestätigt, dass das System das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Da LW eine ältere Rundfunktechnologie ist, haben die Hörerzahlen in den letzten Jahren einen Rückgang der Hörerzahlen verzeichnet, wobei sich die Mehrheit jetzt für digitale FM- und DAB-Plattformen entscheidet. Aufgrund dieser Faktoren wird die Investition in die Modernisierung der LW-Ausrüstung nicht als kostengünstige Lösung für gebührenfinanzierte Lizenzdienstleistungen betrachtet.

    Unterstützung der Zuhörer durch die Veränderung

    Um diesen Übergang weg von LW zu erleichtern und sicherzustellen, dass er so reibungslos wie möglich verläuft, werden wir umfassende Anleitungen zu alternativen Möglichkeiten zum Hören über unsere Website und Helpline erstellen und alternative Methoden für den Zugriff auf BBC Radio 4-Inhalte skizzieren.

    Informationen für Nutzer von RTS-Stromzählern

    Einige ältere Stromzähler verwenden ein System namens Radio Teleswitching Service (RTS), das innerhalb des LW-Signals übertragen wird. Dieser Service wird von der Energiewirtschaft betrieben, nicht von der BBC. Wenn Sie Ratschläge zum Austausch oder Upgrade eines RTS-Zählers benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Energieversorger oder den jeweiligen Energieregler. Die BBC verwaltet oder kontrolliert das RTS-System nicht.


    73, Winni

    Edited 2 times, last by DK6JK (May 17, 2026 at 7:40 PM).

  • Das gruselt mich etwas: Langwelle, Mittelwelle, in Kürze auch UKW, alles abgeschaltet.

    So gar keine Rückfallstruktur zu haben, wenn das Internet mal ausgefallen ist oder "wurde", halte ich für sehr kurzsichtig und aus der Sicht einer Bevölkerung für hochgradig gefährlich.

    Viele Sender, das gilt für UKW wie für DAB, werden über das Internet mit Inhalten versorgt. Wenn aber dieser Weg gestört ist, ist da im Radio Totenstille - oder "ganz andere Leute" sprechen plötzlich zu uns.

    Auf Langewelle reicht ein Sender für ganz Europa.

    Man kann nicht alles finanziell optimieren. Man muss auch mal an unschöne Szenarien denken und entsprechende Strukturen parat halten. Ja, das kostet Geld. Aber diese Strukturen gar nicht parat zu haben, kann noch sehr viel ungünstiger sein...

  • Das gruselt mich etwas: Langwelle, Mittelwelle, in Kürze auch UKW, alles abgeschaltet.

    So gar keine Rückfallstruktur zu haben, wenn das Internet mal ausgefallen ist oder "wurde", halte ich für sehr kurzsichtig und aus der Sicht einer Bevölkerung für hochgradig gefährlich.

    Viele Sender, das gilt für UKW wie für DAB, werden über das Internet mit Inhalten versorgt. Wenn aber dieser Weg gestört ist, ist da im Radio Totenstille - oder "ganz andere Leute" sprechen plötzlich zu uns.

    Auf Langewelle reicht ein Sender für ganz Europa.

    Man kann nicht alles finanziell optimieren. Man muss auch mal an unschöne Szenarien denken und entsprechende Strukturen parat halten. Ja, das kostet Geld. Aber diese Strukturen gar nicht parat zu haben, kann noch sehr viel ungünstiger sein...

    :thumbup:

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. - (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

  • Rückfallebenen als Sender machen nur Sinn, wenn User in der Breite auch Empfangsgeräte vorhalten und wenn jedermann klar ist, welche wichtigen Botschaften über diesen Übertragungsweg verbreitet werden sollen. Sonst verhallt die vermeintlich segenspendende gesendete Information weitgehend ungehort. Das ist bei AM außer ein paar verstreuten DXern und Funkamateuren nicht mehr der Fall. Die Generation Z nutzt fast keine linearen Medien. AM schon gar nicht. Nostalgie hilft nicht, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

    Außerdem stellt sich die Frage, welche essentiell wichtigen Informationen an welche Adressaten als One Way Kommunikation übermittelt werden sollen? Das konnte mir noch keiner der schlussig begründen. Die Technik ist doch nur Mittel zum Zweck, die Botschaft ist maßgeblich. Und da möchte ich gerne wissen, was denn da per Broadcast mitgeteilt oder verbreitet werden soll was auf anderen Wegen nicht besser geht. Eines sollte klar sein: Rundfunk ist kein Ersatz für eine Zweiweg-Kommunikation oder das Internet. Und Langwellenrundfunk schon gar nicht. Den gibt es sowieso nur in Teilen der Region 1. Auch wenn es schmerzt, die Zeiten sind vorbei. Der Zug ist abgefahren.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 6 times, last by DL4ZAO (May 19, 2026 at 5:04 PM).

  • Eines sollte klar sein: Rundfunk ist kein Ersatz für eine Zweiweg-Kommunikation oder das Internet.

    Hallo Günter,

    klar die Einweg Kommunikation über Radio hat Schwächen, Ich war dennoch schon mal sehr dankbar für den Service der BBC auf Kurzwelle,
    als lokale Medien noch mit Vernebelung beschäftigt waren (Tsunami 2004).

    Aber Internet/Handynetz als Alternative?! Bei Stromausfall ist da ganz schnell Essig. Das Handynetz ist schon bei räumlich begrenzten Notfällen
    schnell überfordert und selbst wenn es noch irgendwo Internet gibt, reichen deren Notstromversorgungen nicht allzu lange.

    Sorry, aber da wäre mir die Einweg Kommunikation immer noch lieber als gar keine.

    73

    Peter/DL3PB

  • Den gibt es sowieso nur in Teilen der Region 1. Auch wenn es schmerzt, die Zeiten sind vorbei. Der Zug ist abgefahren.

    Volle Zustimmung, Günter, es wurde in den letzten Jahren auch immer schwerer, Kurzwellentransceiver zu erwerben, die RX mäßig LW hatten und auf der LW vernünftig empfangen, ich hab mich da z.B. beim 7300 sehr vertan. Auch denke ich jetzt darüber nach, ob ich meine 3 Konverter (0-2MHz), der vom Stampfl ist übrigens der beste, ist super klein und macht ne tolle Performance (da kommt DK6JL und DD3ZE nicht dran), also, ich hab sie aktuell kaum noch in Benutzung, demnächst für Polen 225, Algerien 252 und Marokko 171, ach ja Rumänien 153, da lohnt sich das alles nicht mehr, wie du schreibst.....der Zug ist abgefahren.....damals, als dort noch Island und Irland sendeten, da war ich täglich dabei und wenn jetzt Radio 4 auch noch verschwindet...

    73

    Winni

  • Peter, so ist es.

    Anmerkung: Langweile ist ungünstig. Die meisten Kurbelradios sind mit MW und UKW RX versehen.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
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  • Der BBC-Sender in Droitwich hat eine Sendeleistung von 500 kW. Ich bin froh, dass ich keine Stromrechnung bezahlen muss.

    In den Niederlanden, wo Mittelwelle schrittweise abgeschaltet wurde, gibt es nun die Möglichkeit für Privatpersonen, eine Lizenz für Mittelwellensendungen zu erwerben. Die Sendeleistung beträgt 100 W. Es gibt eine ganze Reihe von Hobbyisten mit – leider – sehr unterschiedlichen Musikgeschmäckern, die diese Lizenz aktiv nutzen.

    Notfallsendungen: In den Niederlanden riet die Regierung, sich auf drei Tage Selbstversorgung vorzubereiten: Lebensmittel, Wasser, Radio. „Benutzen Sie ein batteriebetriebenes Radio.“ Angesichts der Umstellung auf DAB und dem dafür notwendigen, eng synchronisierten Sendernetz frage ich mich, wie viel vom DAB-Netz im Notfall noch funktionieren wird...

    73, Geert Jan PE1HZG

  • Die Gründe, warum die BBC die Langwellenausstrahlung von Radio 4 auf Droitwich 198 kHz und den Gleichwellenstationen Burghead und Westerglen beendet, sind nachvollziehbar und vernünftig. Es gab schlichtweg keine messbare Anzahl von Hörern mehr, die den kostspieligen Weiterbetrieb gerechtfertigt hätten. Und ohne Hörer nutzt der schönste Sender nichts, seine Leistung erwärmt nur noch den Äther. Und darum geht auch das stereotyp immer wieder angebrachte Argument, man könne eventuell so etwas für Katastrophen bruachen, an der Lebenswirklichkeit vorbei. Man erreicht niemand auf LW.

    Die Sender wären schon vor Jahren abgeschaltet worden, aber die Energieversorger brauchten die Stationen, weil darüber die Schaltsignale für die Tarifumschaltung und das fern-Einschalten der häuslichen Warmwasserboiler in der lastarmen Niedertarifzeit gesteuert wurden. Das Programm von Radio 4 lief quasi für die BBC kostenlos auf der Langwelle weiter, da die Ausstrahlung überwiegend von den EVUs bezahlt wurde. Die haben mittlerweile auf Mobilfunk Smart-Zähler umgestellt und das besiegelte das Aus für die historisch bedeutsame Station, die als freie Stimme gegen den gleichgeschalteten Großdeutschen Rundfunks im Nazi-Deutschland ansendete.

    Das Aus dauert mich auch, Droitwich ist an meinem QTH tags als auch Nachts störungsfrei und glasklar zu empfangen. Ein Highlight war die Sendung "Yesterday in Parliament", wo in fünf Minuten das Wichtigste der Parlamentsdebatten des Unterhauses gekonnt zusammengefasst wurden. Dazu muss man wissen, dass die Sitzungen des britischen Unterhauses viel unterhaltsamer sind, als die drögen Debatten des deutschen Bundestages. Ein Stück Großbritannien zum Hören. Die Sendung gibt es zwar weiterhin, aber nicht mehr auf Langwelle. Interessant war die Zeit mit der LW, aber nun ist sie vorbei.


    73,de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited once, last by DL4ZAO (May 20, 2026 at 6:57 AM).

  • Angesichts der Umstellung auf DAB und dem dafür notwendigen, eng synchronisierten Sendernetz frage ich mich, wie viel vom DAB-Netz im Notfall noch funktionieren wird...

    Bekanntlich ist ein Netzwerk aus vielen verteilten Knoten immer resilienter als ein zentraler Knoten. Im Falle eine Langewellensenders reicht es, eine Abspannung zu kappen und so den Sendemast umzulegen und aus die Maus.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass alle DAB Sender ausfallen ist ähnlich gering, wie die Wahrscheinlichkeit, dass alle UKW-Sender und Programme flächig ausfallen. Nimmt man noch die Redundanz der vorhandenen anderen Verbreitungswege wie Fernsehen, Mobilfunk, leitungsgebundenes Internet, SAT-TV und Radio etc. hinzu, ergibt das in der Gesamtheit eine sehr robuste Kommunikation. Die Situation bei zivilen Katastrophen und auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen der neueren Zeit haben gezeigt, dass die Verfügbarkeit des Rundfunks nie ein entscheidendes Problem war. Für die Katatstrophenschutzplaner gibt es kein Szenario, das die Vorhaltung eines Langwellensenders rechtfertigen oder sinnvoll machen würde. Wenn es im Katastrophenfall (z. B. Ahrtalhochwasser) an etwas mangelte, dann war es die helfende Botschaft, die übermittelt werden sollte, nicht die Verfügbarkeit des Übertragungswegs.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Ich sehe das etwas anders: Quasi jeder hat Interesse an Nachrichten über Dinge, die ihn und seine Familie betreffen. Jede Regierung hat Interesse daran, die Bevölkerung zu informieren. Da gibt es grundsätzlich schon mal den Bedarf - auch für eine Einwegekommunikation, insbesondere im Kriesenfall.

    Ob die Bevölkerung in der Lage ist, solchen Broadcastaussendungen zuzuhören, also über die geeigneten Geräte verfügt, liegt in den Händen der Regierung. Die kann für Vorgaben sorgen, die beispielsweise jedes DAB+-fähige Empfangsgerät (Standalone-Gerät, Autoradio, etc.) erfüllen muss, um hier in den Vertrieb gebracht werden zu dürfen. Ein paar winzige Bauteile und etwas Software würden den Empfang ermöglichen und die Kosten nicht merklich steigern.

    Welcher Wellenlängenbereich dazu taugt, das gesamte Gebiet der jeweiligen Nation abzudecken, ergibt sich aus dem Aufwand, den man für ein Sendernetz treiben will. Soll ein einziger Sender ausreichen, auch tagsüber, ist Langwelle keine schlechte Wahl.

    Mich persönlich befremdet, dass diese Aspekte scheinbar nicht berücksichtigt werden, als gäbe es keinen Bedarf dafür. Wenn dieser aber "urplötzlich" entstanden ist, ist keine Zeit mehr vorhanden, für solche Strukturen zu sorgen. Davon darf man ausgehen.

    Ein chinesisches Sprichwort geht in etwa so: "Auch wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt der Hintern zu sehen."

    73 Andy

  • Mich persönlich befremdet, dass diese Aspekte scheinbar nicht berücksichtigt werden, als gäbe es keinen Bedarf dafür

    Wenn es einen maßgeblichen Bedarf gäbe, würde Droitwich nicht abgeschaltet.

    Für den individuellen Bedarf gibt es einen Vorschlag:

    LW-MW Heimsender für Vintage Radios

    73 de Günter

    P.S. Sender und Antenne des damaligen Reservesenders für Donebach auf 158 kHz stehen meines Wissens noch betriebsfähig in Mainflingen.

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 11 times, last by DL4ZAO (May 20, 2026 at 9:32 AM).

  • Post by DF2OK (May 20, 2026 at 11:18 AM).

    This post was deleted by the author themselves (May 20, 2026 at 11:47 AM).
  • Noch niemand konnte mir bis jetzt plausibel erklären, welche wichtige Krisenfall-Botschaft über Einwegkommunikation auf Langwelle an Leute, die dafür gar kein Empfangsgerät besitzen, gesendet werden soll?

    "Hallo Hallo, hier ist die fröhliche Langewelle vom Krisenfunkstab. Bei Aldi gibt es Ravioli und Bohnentopf zum Einlagern mit Treuerabatt, 10 % auf Alles außer Tiernahrung"

    etwas so?

    Die Fachleute in den Kristenstäben von Land und Bund und Bundeswehr sind doch nicht alles inkompetente Deppen, die in den Szenarien die Notwendigkeit des Weiterbetriebes von AM-Rundfunksendern nicht in Betracht gezogen und als nicht zielführend befunden hätten.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 7 times, last by DL4ZAO (May 20, 2026 at 12:28 PM).

  • "Hallo Hallo, hier ist die fröhliche Langewelle vom Krisenfunkstab. Bei Aldi gibt es Ravioli und Bohnentopf zum Einlagern mit Treuerabatt, 10 % auf Alles außer Tiernahrung"

    Ganz falsch, der Deutsche hortet im Krisenfall traditionell Toilettenpapier und Nudeln - in der Reihenfolge.
    Außerdem fehlt natürlich ein Angebot für ein überteuertes LW-Radio :)

    Die Fachleute in den Kristenstäben von Land und Bund und Bundeswehr sind doch nicht alles inkompetente Deppen, die in den Szenarien die Notwendigkeit des Weiterbetriebes von AM-Rundfunksendern nicht in Betracht gezogen und als nicht zielführend befunden hätten.

    Ich hoffe, das stimmt. Meine Erfahrungen im Katastrophenschutz liegen schon etwas zurück. Seinerzeit war es eher die Ausnahme denn die Regel,
    dass die Akkus für die Funkgeräte rechtzeitig zur Übung(!) geladen waren.

    73

    Peter/DL3PB

    Edited once, last by DL3PB (May 20, 2026 at 2:25 PM).

  • Außerdem fehlt natürlich ein Angebot für ein überteuertes LW-Radio

    Wenn der Erhalt der AM-Langwelle für den Krisenfall so wertvoll sein soll, aber wie wir wissen es an Empfangsgeräten in der Breite der Bevölkerung mangelt, könnten sich Funkamateure doch sehr um den Zivilschutz verdient machen. Mit breit angelegten Selbstbauaktionen von günstigen einfachen solarbetriebenen oder gekurbelten LW-Katastrophenradios. Als betreutes Löten im Prepair-Cafe. So eine Art Radiomann-Volksempfänger-reloaded: "Vom Gebirg zum Ozean, alles hört der Radiomann" (Arbeitstitel: Doomsday-Schnauze). Finanziell gefördert vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz, das ja wie ich gestern in den Nachrichten las, jetzt 10 Milliarden Euro zusätzlich für Zivilschutz erhalten soll. Mit diesem ehrenamtlichen Einsatz könnten doch Funkamateure immens an Ansehen in der Bevölkerung gewinnen?

    73, de Günter

    Gefahrenhinweis - kann Spuren von Satire enthalten!

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 9 times, last by DL4ZAO (May 21, 2026 at 11:11 AM).

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass alle DAB Sender ausfallen ist ähnlich gering, wie die Wahrscheinlichkeit, dass alle UKW-Sender und Programme flächig ausfallen.

    DAB-Sender nutzen dieselbe Frequenz und eine präzise abgestimmte Phasenbeziehung zwischen den Sendern auf demselben Kanal.

    Zwar ist es schwieriger, mehrere Sender zu stören, doch wenn die präzise abgestimmte Phasenbeziehung nicht aufrechterhalten werden kann, ist die Übertragung beendet.

    Daher gelten meine Anmerkungen zur höheren Empfindlichkeit eines DAB-Netzwerks im Vergleich zu einem analogen System mit nur einem Sender weiterhin.


    73, Geert Jan PE1HZG