Eine etwas andere Antenne für 40m

  • Hallo Antennenbastler,

    ich plane gerade die Vermessung einer Antenne für 40m und suche dazu... eine Antenne! Also folgendes: Eine Antenne wird am Boden aufgebaut, so kann ich in einer bestimmten Distanz einen Sender um die Antenne führen und den Pegel messen und somit ein horizonlates Diagramm erstellen. Weiter will ich mit einer Drohne einen kleinen Sender (modifizierter Pixie) mit einer Leistung von rund 200mW in einem Halbkreis über die Antenne bewegen, um so ein Vertikaldiagramm zu erstellen.

    Ein Lambda 1/4-langer Draht ist dafür ungeeignet. Was für eine Antenne (möglichst leicht) kann ich dafür am Besten verwenden? Sie sollte natürlich leicht sein, weil die Drohne auch an ihre Grenzen kommt. Ich bin gespannt, was für einen Vorschlag kommt. Vielen Dank dafür jetzt schon mal.

    Gruß Stefan

    Man darf nicht alles glauben, was man denkt! ;)

  • Hallo Stefan,
    ich glaube, dass ist halb so kritisch wie man denkt. Selbst wenn man die Drohne im Abstand von acht Wellenlängen um die Antenne kreisen läßt (Fernfeld!),,
    liegt der Pfadloss bei rund 40dB. Nimmt man mal -40dBi für ein 30cm langes Drähtchen an, bleibt noch genug Dynamikbereich (23-40-40=-57dBm d.h. >S9)
    Kann man einfach mal am Boden ausprobieren - wenn das funktioniert, sollte es erst recht bei Sichtverbindung (LOS) langen.
    73
    Peter/DL3PB

  • Ich stimme Peter zu und würde auch eine aperiodische, ggf. mit einem Widerstand terminierte Antenne nehmen. Die darf ruhig elektrisch kurz sein, auf Wirkungsgrad kommt es nicht an.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited once, last by DL4ZAO (May 5, 2026 at 5:48 PM).

  • Ja, da bin ich auch dabei, die muss nicht lang sein. Aber meine "Endstufe" ist jetzt nicht so stabil gegenüber einer Antenne, die daneben liegt. Daher dann die Folgefrage: Wenn ich den Ausgang mit 50 ohm kurzschließe und dann 30cm Draht auf der heissen Seite anlöte, könnte das reichen? Oder wie würdet ihr das machen?

    Gruß Stefan

    Man darf nicht alles glauben, was man denkt! ;)

  • Wenn ich den Ausgang mit 50 ohm kurzschließe und dann 30cm Draht auf der heissen Seite anlöte, könnte das reichen? Oder wie würdet ihr das machen?

    Ähm... <räusper> Du hast Günters Beitrag über Deinem gelesen?

    73, Michael, DF2OK.
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  • ich plane gerade die Vermessung einer Antenne für 40m und suche dazu... eine Antenne! Also folgendes: Eine Antenne wird am Boden aufgebaut, so kann ich in einer bestimmten Distanz einen Sender um die Antenne führen und den Pegel messen und somit ein horizonlates Diagramm erstellen.

    Zum Verständnis. Du möchtest das horizontale Richtdiagramm einer 40m Kurzwellenantenne ermitteln, die du am Boden aufgebaut hast? Um welche Art Antenne handelt es sich? Was bedeutet "am Boden aufgebaut"?

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • @ Michael

    Oh, sorry, den hab ich tatsächlich inhaltlich vergessen. Wollte was nachfragen, aber war dann abgelenkt. Entschuldigung.

    @ Günter

    Entspräche das meinem angedachten 50-Ohm-Widerstand mit dem Drahtzipfel?

    Zur Erklärung der zu vermessenden Antenne:

    Ich habe mir eine stark verkürzte Antenne gebaut, die letztendlich aus einer Spule und einem kleinen Körper als Dachkapazität besteht. Handlich kurz, klein und unauffällig. Diese Antenne funktioniert überraschend gut und daher möchte ich sie austesten. Sie wird dazu einmal in voraussichtlich 3m Höhe senkrecht aufgebaut und einmal waagrecht. Der Flug mit der Drohne über die Antenne soll zeigen, wie jeweils das Strahlungsdiagramm aussieht.

    Ähnliches soll dann auch noch mit einer Inverted V gemacht werden, bei der der Spitzenwinkel variiert wird.

    Und wer jetzt an die Simulation glaubt: Ja, man kann diese Antennen simulieren, aber nicht mit Mmanagal, Eznec und Co, weil diese Programme nur mit Drähten arbeiten und nicht mit flächigen Elementen. Solche Programme, die das können, haben z.B. Mobilfunktechniker und militärische Antennenbauer und stehen eben dem Funkamateur nicht zur Verfügung. Und selbst wenn, kann ich nur den Praxistest machen, solche Programme sind nämlich sehr teuer.

    Gruß Stefan

    Man darf nicht alles glauben, was man denkt! ;)

  • Und wer jetzt an die Simulation glaubt: Ja, man kann diese Antennen simulieren, aber nicht mit Mmanagal, Eznec und Co, weil diese Programme nur mit Drähten arbeiten und nicht mit flächigen Elementen. Solche Programme, die das können, haben z.B. Mobilfunktechniker und militärische Antennenbauer und stehen eben dem Funkamateur nicht zur Verfügung

    Stefan, Amateure und auch Profis simulieren Flächen wie Dachkapazitäten durch Drahtgitter oder radiale Speichen. Das ist im Ergebnis ebenbürtig, wenn die Gittermaschen klein sind, im Verhältnis zur Wellenlänge und genügend Segmente haben. Was den Abschluss deiner (unbekannten) Endstufe betrifft, so müssen das nicht 50 Ohm sein. 50 Ohm sind keine Naturkonstante. Jede Terminierung, die dafür sorgt, dass die PA stabil arbeitet und nicht schwingt oder abraucht ist möglich. Ein verkürztes Stäbchen (dicker ist besser als dünner) als Referenzantenne wäre sowieso absolut fehlangepasst und strahlt nur einen kleinen Bruchteil der zugeführten Energie ab. Solche Tests ergeben natürlich keine genauen Ergebnisse, denn neben den Eigenschaften der zu messenden Antenne spielt auch das nicht-ideale Abstrahldiagramm der Referenzantenne eine Rolle. Aber für relative Tests, sollte das aufschlussreich genug sein.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 7 times, last by DL4ZAO (May 6, 2026 at 9:54 AM).

  • Ich möchte hier nicht vom Thema abweichen, dazu dann eher ein extra Thema.

    Weil der kleine Sender so konzipiert wurde, dass man ihn mit Koax und Dipol betreiben kann, werde ich die benannten 50 Ohm (oder auch 47 Ohm) verwenden. Aufgrund des geringen Abstands reicht ja wirklich kleine Leistung.

    Ich dachte halt zuerst an irgendwelche Konstruktionen von Antennen, die hier besser geeignet wären. Sei mir recht, wenn es so einfach geht.

    Danke und Gruß

    Stefan

    Man darf nicht alles glauben, was man denkt! ;)

  • Aufgrund des geringen Abstands reicht ja wirklich kleine Leistung

    Die Leistung, die der Sender erzeugen kann ist hier in diesem Zusammenhang unwesentlich, denn sie wird sowieso nicht effektiv abgestrahlt. Ein Stab als kurze Antenne hat im Ersatzschaltbild einen Strahlungswiderstand von unter 1 Ohm in Serie zu einem Kondensator von einigen Picofarad, abhängig von den Strahlerabmessungen. Es herrscht also eine Art "Spannungsanpassung". Die tatsächlich abgestrahlte Leistung wird deswegen sehr gering sein aber hoffentlich ausreichen, um im Fernfeldabstand ein ausreichend starkes Empfangssignal zu erzeugen.

    73 de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited once, last by DL4ZAO (May 6, 2026 at 1:18 PM).