CW lernen - Denke nicht an einen rosa Elefanten

  • Hallo zusammen,

    ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit dem Thema CW und habe hierzu auch eine Menge Beiträge gelesen und auch die Seite von Michael studiert.
    Ohne mir aktuell selbst Druck machen zu wollen es nun durchzuziehen, habe ich mit der App Morse Mania angefangen zu lernen. Diese App gibt mir die Möglichkeit immer mal wieder am Tag 10 Minuten zu investieren.

    Ich weiß, dass ich mir das Klangbild (bei höherer Geschwindigkeit) einprägen soll und ich weiß auch, dass ich dabei besser mit daht und dit arbeite, statt mit kurz und lang . Beim Lernen haben sich nun aber automatisch sowas wie Eselsbrücken gebildet, die nun genau das Gegenteil bewirken. So überlege ich z.B. bei A und N bzw. D und U ob es mit daht oder dit anfängt, um zu sagen, welcher der beiden Buchstaben es ist.

    Ich weiß, dass es nicht richtig ist, aber es ist so, als würde man mir sagen, dass ich NICHT an einen rosa Elefanten denken soll ;)
    Ich möchte nicht das gesate Thema "CW lernen" aufrollen - dazu gibt es wie gesagt mehr als genug Beiträge und Seiten!

    Ich möchte nur wissen, wie ich das "nachdenken" abschalten kann, um mich auf das Hören zu konzentrieren.

    Vielen Dank!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Moin Thorsten,

    wenn Du so viel recherchiert hast, dann frage ich mich, warum Du nicht den Weg gehst, den die meisten Lernenden gehen - via KOCH und den Tools dazu? Bzw. anders bewährtes nutzen?

    Habe ein paar Videos zu der o.g. App angesehen. Allein schon dass dort Eselsbrücken erwähnt werden, hat Dich für lange Zeit vorbelastet bzw. "verdorben". Das wieder wegzubekommen - viel Spaß. || Auf die anderen NoGos gehe ich gar nicht ein.

    Ich habe gesehen, dass Du hier recherchiert hast. Aber warum fragst Du nicht vor Beginn Deiner Aktion? Machst Du doch sonst auch. Verstehe ich nicht und als Ausbilder macht mich das betroffen und ärgerlich. Nun ist das Kind schon im Brunnen. Vielleicht noch nicht ganz unten... Mal eben nebenbei lernen geht nicht. Auch die Online Akademien kann ich Dir ans Herz legen.

    Nutze LCWO oder den Trainer von G4FON und lerne bitte nach der Kochmethode. Und dah wird ohne T geschrieben. ;)

    CW wird über Gehör ohne Eselsbrücken gelernt. Als Sprache auch ein emotionaler Vorgang. Gefühl spielt eine Rolle. Ein ganz anderer Vorgang als beim Lernen und Begreifen von Fakten. Da hat man der Regel etwas Zeit um zu Antworten. Bei CW hat man keine Zeit zum Nachdenken. Hier müssen selbstständige Reflexe gebildet werden. Klangbild hören und automatisch ist das Zeichen da. Erstmal in Schreibschrift ! auf Papier, später bleiben sie als Folge bzw. Wörter im Kopf.

    Das Gehirn wird aber wieder bei der Betriebstechnik mit CW benötigt. Mit dem Lernen der Zeichen alleine ist es nicht getan. Leider wird das Wissen wegen des Wegfalls der Prüfungen nicht mehr gefordert bzw. in Prüfungen abgefragt. Vielleicht finden auch deshalb weniger längere QSO mit Abkürzungen statt? Neben den Zeichen sind u.a. Betriebszeichen, Betriebsabläufe sowie die Q-Gruppen samt Abkürzungen zu lernen. Siehe https://www.qsl.net/dk5ke/abk.html und entpackt https://www.qsl.net/df2ok/download/f1988txt.zip Beispieltexte für qso, die damals mal geprüft wurden. Jeder gute CWist kennt das. Damit waren qso mit allen Fremdsprachen möglich ohne Kenntnis derselben. Natürlich bleibt der Klartext übrig. Deutsch, Englisch und ggf. Französisch oder Spanisch.

    Soweit kurz dazu.

    Idealerweise sollte das Erkennen und dekodieren der Zeichen wie beim vegetativen Nervensystem ablaufen. Selbstständig. Lies bitte auch die bekannten Werke über Zen and the Art of Morsetelegraphy dazu. Links auf meiner Website und natürlich hier im Forum.

    Achja, wie Du das wieder los wirst? Schwer, mein Funkfreund, sehr schwer. Kind und Brunnen. Spreche aus Erfahrung von meinem Beginn damals... Ansonsten - siehe oben. App löschen, KOCH oder Akademie nutzen.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. - (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

    Edited 4 times, last by DF2OK (May 4, 2026 at 11:18 PM).

  • also das mit DAH und DIT ist einfach so, das DAH länger ist als DIT, wenn du es aussprichst. So bekommst du automatisch den Rhytmus. Es gibt auch kleine Eselsbrücken wie "Ich liebe dich" für L oder "Alibaba" für Y.

    Viel Erfolg

    Martin

    DK3UW

  • Hallo Martin,

    Es gibt auch kleine Eselsbrücken wie "Ich liebe dich" für L oder "Alibaba" für Y

    Als ich vor gut 30 Jahren vor der Aufgabe stand an der OPD München meine CW-Prüfung abzulegen, hatte ich ähnlich wie Thorsten versucht herauszufinden, was die nachhaltigste Lernmethode ist. Den "Tipp" mit den Eselsbrücken bekam ich ebenfalls genannt, dauerte aber wenige Pikosekunden bis mir klar war, dass das keine Hilfe ist, im Gegenteil. Grundsätzlich muss man bei einer Eselsbrücke nachdenken und dann hast du schon verloren. Weiterhin fand ich die "melodischen" Eselsbrücken nicht wirklich gut, teilweise passten die dann auch noch auf andere Zeichen, wenn man die Betonung anders legte. Michael hat ja schon alles gesagt dazu.

  • Hallo Michael,

    zunächst einmal verwendet die genannte App keine Eselsbrücken- die sind automatisch bei mir im Kopf entstanden und ich habe gefragt, wie man das verhindern kann. Und dann beschränkgt sich die App auf hören & verstehen bei höherer Geschwindigkeitk die man einstellen kann - somit weiß ich nicht, was das Problem mit dieser App sein soll! Vielleicht kannst Du das ja nochmal erklären.

    Dass man nicht "nebenbei" lernen kann, dazu muss ich Dir widersprechen. Du schreibst selbst, dass man lieber mehrmals am Tag kurz, statt 2 Stunden am Stück lernen soll. Und die App gibt mir im Gegensatz zum PC die Option hierzu. In der Mittagspause oder so mal 15 Minuten zu üben ist kein Problem. Jeden Abend nach der Arbeit, wenn die Familie Zeit mit einem verbringen möchte ,sich rauszunehmen und an den PC zu setzen, ist einfach nicht drin! So habe ich seinerzeit auch den Großteil der Fragen für Klasse A gelernt (neben dem Vorbereitungskurs 1x die Woche 2h und ausgenommen Berechnungen).

    Ist es also mit so einer App und dem erwähnten Zeitaufwand nicht möglich, ist für mich das Fazit bei FT8/FT4 als Alternative zu CW für QRP und POTA zubleiben - schade.

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Sprechfunk geht auch noch. 8)

    Als App https://www.iz2uuf.net/cw/ Die kann später auch Dateien geben. Wäre meine Empfehlung, wenn es denn per App sein soll. Damit habe ich u.a. mein Tempo gesteigert. Aber ich kannte da schon alle Zeichen. Ein kleiner aber wesentlicher Unterschied.:)

    Du schreibst selbst, dass man lieber mehrmals am Tag kurz, statt 2 Stunden am Stück lernen soll.

    Richtig. Das heißt aber nicht nebenbei. Vollkommen falsche Interpretation. Bei dem Text geht es die Einteilung von Übungseinheiten. Morsen lernt man eben nicht nebenbei. Weder damals noch heute. Sollte sich 'rumgesprochen haben... Da hilft nicht mehr Software und Co.

    Wie wird sinnvoll und zielgerichtet gelernt? Konzentriert, abgeschieden von dem Rest der Welt. Sich durch nichts ablenken lassen. Jeden Tag, am besten daheim. 15 Minuten. Plus Minus. Gut für 2 Koch-Durchgänge. Das muss gehen, sonst wird das nix. Also mit der Zeit für sich. Klare Ansage, warum sollte ich jemandem was vormachen? Langjährige Erfahrungen und Austausch zeigen, dass es ohne dem beim Morsen nicht geht. Morsen ist ein anderer Lernprozess als Fragen zu AFU. Beim Morsen geht es um Prägung via Ohr und die Bildung von Reflexen. Mal eben nebenbei geht bei CW lernen nicht. Wenn man es bereits gut kann, geht Fortschrittstrainung auch nebenher. Gehörlesen bspw.. Aber keine Bildung von Grundlagen.

    Wenn Du meine Texte hier und auf meiner Website gelesen hast - gut. Was da steht sollte dann auch verinnerlicht werden. Hat Hand und Fuß und nicht nur meine Meinung, sondern gebündelt Erfahrung. Erfahrung auch anderer, die u.a. hier im Form zu finden sind. Die "beklagen", dass sie nicht weiterkommen. Aber eben auch die Gründe kennen und bennen. Daher von mir in den Fällen keine Kritik. ZEIT haben zum Hören üben, wenn schon die nötigen Zeichen da sind. Und natürlich praktischer Betrieb, später.

    In Details diskutierte man teils heftig, aber die Grundsätze sind einheitlich. ZEIT und Ruhe zum täglichen Üben nehmen. Auch daheim. Und das geht immer. 15 Minuten für sich selbst sollten täglich drin sein. Morsen ist anders als das Parametrieren einer Software.

    Zu dem Aneignen von Eselsbrücken habe ich ebenfalls was geschrieben. Mit der richtigen Herangehensweise vermeidbar. Nun sind sie da und, wie gesagt, sie loszuwerden ist sehr sehr mühsam, also zeitaufwändig. Bremst einen aus, selbst bei gängigem Tempo.

    Beim fixen Koch gibt's keine Zeit dazu. IZ2UUF, Koch, Tempo 65, kein Farnsworth (lässt nämlich wieder Zeit zum Nachdenken), K und M und los gehts. Der Rest ist bekannt.

    Zeit und Ruhe sowie den festen Willen dazu zu haben nach den Vorgaben das Ziel zu erreichen, sind die Schlüssel zum Morsen lernen. Ansonsten wird das nix. Oder auf später verschieben, wenn bspw. das Familienleben ruhiger wird, das geht auch.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
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    Edited 9 times, last by DF2OK (May 4, 2026 at 11:23 PM).

  • Hallo Thorsten,

    Warum so schnell "die Flinte ins Korn werfen" ? Ist es tatsächlich so schwer fast jeden Tag mal 5-15 min mit Mobiltelefon, Bleistift und Papier zu finden?

    Ich hab auch verschiedenes durchprobiert und bin am Ende (nach Jahren immer mal wieder) über die Koch Methode mit G4FON zum Ziel (Schweizer Prüfung mit 12 bzw. 60) gekommen. Nur dass ich jetzt keine Zeit mehr finde, es wieder aufzufrischen und weiterzumachen, aber das ist ein anderes Thema.

    Wenn Bleistift und Papier möglich sind, kann ich die "Morse Elmer" App mit Kopfhörer als Ersatz für G4FON empfehlen. Im Default Set die Buchstaben auf 2 begrenzen (erst unter 10% Fehler steigern) und, falls es Farnsworth (20) sein soll, nicht unter 12 effektiv gehen. Das braucht zwar am Anfang etwas länger, aber dafür wird das Überlegen gleich von Anfang an unterbunden und man lernt nicht erkannte Buchstaben zu ignorieren, anstatt durch Nachdenken noch 2-3 weitere zu verlieren.

    In der ganzen App gibt es keine Dits und Dahs und auch keine Punkte und Striche. Nur Anhören des neu hinzugefügten Zeichens ist möglich. Und so soll es auch sein. Ich benutze die App auch immer mal wieder zwischendurch um einfach mal (ohne Kontrolle, Anfangs maximal als Ausnahme kurzzeitig zu empfehlen) reinzuhören. (Normalerweise merkt man schon beim Hören, ob man die Zeichen kennt, aber um Verwechselungen auszuschließen muss man regelmäßig aufschreiben und prüfen)

    Ich finde es immer noch gut, am Anfang den Reflex mit dem Schreiben auf Papier zu üben. Das ist einfacher als gleichzeitig auch noch die Tastatur (falls eine da ist) richtig zu treffen. Und wenn man später die ersten QSOs mitschreibt, hat man die Infos, die man braucht, auf Papier. Gehörlesen, Merken und dann "nebenher" das wichtigste Aufschreiben sollte man sich als spätere Herausforderung aufheben.

    Also noch einmal drüber nachdenken und dann entscheiden. Viel Erfolg

    vy73 de Karsten

  • Moin,

    Koch ist eine etablierte Methode. Aber eben nicht für Jedermann. Ich habe bei E13/Eddi, damals DK3UZ, einen Lehrgang besucht und dann auch tatsächlich die Prüfung gemacht und in der Pappe verewigen lassen. Bei dem Kurs lief es schön langsam. In 5er-Gruppen beginnend bei K und M. Eddis Motto: No Pain, no Gain. Alles mit der guten Junker.

    Leider bin ich kaum zum Funkbetrieb gekommen. Eher zufällig habe ich auf treff.darc.de dann das Angebot der CW Academy gesehen und bin einfach ganz unten bei Beginner eingestiegen. Zwei mal pro Woche gibt es ein Online-Treffen mit der Gruppe und je nach Größe der Gruppe ein bis zwei Trainern. Neben Übungen in der Gruppe gibt es jede Menge Tipps und Unterstützung. Niemand wird zurückgelassen.

    Es ist ein amerikanisches Programm. Mit Ein- oder Zweihebeltasten, keine Klopfer. Es arbeitet mit der Farnsworth Methode. Die Zeichen werden schnell gegeben, damit das Mitzählen verhindert wird, aber die Pausen sind groß. Am Anfang werden die Zeichen mit Tempo 25 gegeben, aber durch die Pausen sind es effektiv 6 WPM. Hier ist das frei zugängliche Curriculum. Es sind pro Kurseinheit acht Wochen. Ersatztrainer stehen bereit.

    Ja ich weiß, dass viele dieses Methode nicht mögen, aber wie eingangs geschrieben ist Koch nicht die Methode für Jedermann.

    Ich finde, dass die CW Academy sehr viel Abwechslung bietet. Es wird mit LCWO, Morse-Runner und auch morsecode.world gearbeitet. Mit letzterem komme ich aber nicht richtig zurecht ... und es gibt natürlich Übungsfiles jeglicher Art als MP3. Allerdings soll man den Aufwand nicht unterschätzen. Mindestens 6x pro Woche eine Stunde + die beiden Onlinetreffen. Zum Abschluss gibt es eine kleine Prüfung.

    Und jede Woche gibt es auf treff.darc.de CW lernen und Spass haben mit Frank, DL6FKK. Wegen QRL kann ich allerdings nicht teilnehmen und auch nichts dazu sagen.

    Ansonsten arbeite ich gerne mit dem Echo-Trainer der Morserinos. 50 Gruppen, 2-6 Zeichen, Tempo 25. Da kann ich noch gerade mitschrieben. Dauert dann so 10-15 Minuten.


    73, Holger DL9HDA

  • Moin Holger,

    bei uns ging es damals 1976 ebenfalls gemütlich mit Fünfergruppen los. EISH5 Methode (schon grausam, nur dit, aber wenn man es damals nicht besser weiß) und 5 BpM, nicht WpM. Einige hatten Spickzettel unterm Heft, was denen aber später bei den geforderten 60 BpM /12 WpM "das Genick gebrochen hat." Und natürlich hatte der alte Eisenbahnfunker (mit Call aber schon sk) die Zeichen an die Tafel geschrieben und natürlich auch die Merkwörter. L und F (F Inhalt eigentlich nur für über FSK 18, hi), Q, Bruchstrich etc.

    Zur Prüfung war dann das Tempo bei 70 BpM, wegen der Angstreserve. Und auch Junker-Taste, alle. Gut, fehlerfrei geschafft, aber danach Pause mit aktivem CW. Mal Contest oder via RS-5 bis RS-7. LEO-Satelliten damals, von 2m Uplink auf 10m Downlink. Und Telemetrie aufnehmen, nur Zahlenkolonnen. Die waren dann perfekt trainiert. Kursdauer rund ein Jahr. Im OV-Heim mit fachlicher Anleitung, die spätestens beim sauberen Geben wichtig war und ist. Wegen Starttempo 5 BpM / 1 WpM habe ich keinerlei Probleme, extrem langsamere Stationen zu lesen. Auch der einzige Vorteil...

    Aber ich sprach vom gemeinsamen Lernen. Weiter oben habe ich kurz die Wahl des Lernens via Akademien erwähnt. Holger hat das dankenswerterweise näher erläutert. Mein Favorit wäre allerdings https://longislandcwclub.org/ Die Videos dazu und das Konzept würden mir gefallen, kommt meinem späteren Weg am nächsten. Aber die Wahl besteht und einige sind mit cwops sehr gut bedient. Zumal es deutsche Mentoren gibt.

    Ich komme gut mit cw klar, auch mal mit eigenwilligen Handschriften. Manche qrq Station liest besser als langsamere.

    Was mir beim schneller werden einige Zeit im Weg stand, waren die verflixte Merkwörter. Das hat echt gebraucht. Aber ab einem gewissen Tempo bleibt dafür einfach keine Zeit mehr, weil cw nun automatisch gelesen wird. Gehörlesen können hilft dabei schon. Dekoder waren nie ein ernstes Thema. Immer mal wieder geschaut, was für Fehler die nun wieder machen. Nie zuverlässig, nerven nur, lenken ab. Sind im Grunde Krücken, die stören.

    Aber es braucht seine Zeit und Willen. Ich muss kein qrqq können, höre aber bei einigen Stationen, die sauber wie Dieter DL2LE und eine Handvoll Gleichgesinnter geben, einiges (nie alles) heraus als bei so manch einem langsamerer OP, der selbst bei qrqq noch Farnsworth hackt und kein melodisch klingendes CW gibt.

    Ich denke in den Postings wurden nochmal Wege zum Ziel aufgezeigt. Den Rest entscheidet jeder selbst. Erfahrungsberichte über das Lernen via Akademie, wo man eben NICHT allein im Kämmerlein sitzt, sind im Forum zu finden. Wie sehr vieles andere auch.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited once, last by DF2OK (May 3, 2026 at 7:32 PM).

  • Angewohnheiten sind Gewohnheiten, die man sich angewöhnt hat. Sie lassen sich auch wieder abgewöhnen, ist aber etwas annstrengend.

    Ich hatte damals auch so ein paar blöde Angewohnheiten von Wörtern, die die Melodie des Buchstabens wiedergeben. Völliger Blödsinn, wenn man sowas im Kopf hat. Dagegen hat eine "Zwangsumgewöhnung" geholfen: Ich habe mir die Buchstaben, die ich mir selber versaut hatte, in LCWO in eine Datei gepackt und diese bis zum Erbrechen heruntergeschrieben. Dabei immer das Zeichen gehört und beim Schreiben den Buchstaben nachgesprochen. Es hat eine Weile gedauert, aber so konnte ich die vermeintliche Eselsbrücke überspringen. Und dann gleich weiter mit erhöhter Geschwindigkeit, die ein Nachdenken unmöglich macht. Heute sind es die Buchstaben, die ich am besten beherrsche.

    Mach dieses als erstes, bevor du weitermachst. Das zeichen hören und vor den Augen den Buchstaben sehen, aufschreiben. So lange, bis er sitzt. Das geht!

    Ich kann alle Zeichen, die man fürs QSO braucht, aber leider bin ich immer noch sehr langsam und es fehlt gerade am Sitzfleisch, das zu verbessern.

    Gruß Stefan

    Man darf nicht alles glauben, was man denkt! ;)

  • Nur zur Ergänzung.

    Nach ein wenig Recherche (Sucheingabe: psychologie des morsen lernens) kann ich noch weitere Infoquellen präsentieren: AKAFunk Braunschweig. Ludwig Koch war damals in BS.

    Von hier aus https://akafunk-bs.de/home/morsen-lernen

    weiter zu https://www.12db.de/lernen/morsen/

    Läuft via Browser auf allen Geräten. Stefan und ich hatten uns noch über kleine Feinheiten bei seinem Kurs erfolgreich ausgetauscht. Neben Morsen gibt es Kurse für alle Lizenzklassen.

    Die Verlinkung zur App von IZ2UUF gibt's weiter oben schon, wird also hier und sehr viel andernorts empfohlen. Und das nicht ohne Grund, sie ist halt top und kein "Telespiel". Hier die Features.

    Nach den bekannten Lernregeln auf der Seite von BS kann ich wärmstens zum einen die Texte von OM Moltrecht empfehlen, der schon sehr lange online seinen Kurs anbietet. Eckhart hat über Jahrzehnte mit seinen Kursen und Bücher die Amateurfunkausbildung gefördert. Aber dss nur am Rande.

    Morselehrgang

    Interessierte können mal mit Kopfhörer (wichtig beim Lernen) Schreibblock und Stift die Lektion 0 (Einleitung) und dann Lektion 1 bei Eckart bis zum Ende derselben mitmachen. Habe mir das mal angehört, damit ich auch hier weiß, wovon ich schreibe.

    Die ruhige Art gefällt mir zumindest. So war das bei uns im OV-Heim auch. Gegen Ende ein kurzes Speed-Up und dahinter wieder langsamer. Erfahrungsgemäß macht man nach einem kurzen Speed-Up danach beim Langsamen weniger Fehler.

    So lief das bei uns im OV damals auch. Nur mit wesentlich mehr Gruppen je Durchgang. Und vorgelesen haben abwechselnd wir, die Schülerinnen und Schüler.

    Bei Eckart hat es den Charme, dass man nix tippen muss. Oder mitschreiben, dann mühsam in ein Programm nachträglich eingeben (womöglich noch mit Übernahmefehlern) und auswerten lassen. Der gemorste Text wird von ihm vorgelesen und man kann sich sofort selbst freuen. Just in time.

    Am Ende der Site von BS der sehr gute Buchtipp https://www.qsl.net/ik0ygj/enu/index.html Und das nicht nur lesen, sondern verinnerlichen. Den dort vorgeschlagenen Kurs kann man nehmen, aber ich finde den Rest des Textes weitaus wichtiger.

    Diese Informationen ergänzen die bereits im Thread aufgelisteten Möglichkeiten.

    DJ4UF ist entspannt und ruhig. Wer bereits CW kann, hört sich mal in die letzte Lektion an. 8) Feine Sache.

    Zum Kennenlernen bitte dem Textinhalt vorweg und den ersten beiden Soundfiles von OM Eckart komplett anhören. Bei längeren Files lassen sich Pausen einlegen und startet dann später dort wieder. Oder editiert mit Audacity passende Clips in kleinen Zeiteinheiten zurecht.

    Threadbezug: Vielleicht werden bei dieser klassischen Art des Lernens gewisse Angewohnheiten verjagt.

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 25 times, last by DF2OK (May 4, 2026 at 11:08 PM).

  • Hallo zusammen,

    habt vielen Dank für die zahlreichen Tipps und Erfahrungsberichte, die ich ich aufmerksam durchgelesen habe.

    Warum so schnell "die Flinte ins Korn werfen" ?

    Nein, ich habe nicht schnell die Flinte ins Korn geschmissen. Allerdings habe ich deutlich versucht zu erklären, dass die aktuellen Lebensumstände nicht kompatibel mit einem optimalen Setup sind. Ich gehe früh zur Arbeit und komme spät zurück. Dann warten Frau Kinder auf mich, denen ich gerne meine Zeit widme - ohne den zwingenden Versuch, mich jeden Tag "konzentriert" raus ziehen zu müssen. Und die täglichen Pflichen, Garten usw. sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt!

    Wenn ich dann mehrfach gesagt bekomme, dass es nur einen einzigen und unumstößlichen Weg gibt zu lernen, mit voller Konzentration und zwar ohne Ausnahme, weil es sonst keinen Sinn macht usw,. dann macht es an dieser Stelle für mich wenig Sinn weiter zu diskutieren. Das erinnert mich an die Zeit, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe und mir jeder erzählt hat, dass es nur eine richtige und nachhaltige Methode gibt ;)

    Ich bin froh, dass sich das Thema nun doch weiter entwickelt hat und bin dankbar für jede geteilte Erfahrung im Forum oder als persönliche Zuschrift, die ich hierzu erhalten habe.

    Ich habe mir nun alle Optionen angeschaut und grundsätzlich finde ich die begleiteten "Kursgeschichten" schon sehr spannend und vielversprechend. Leider lassen sie sich aktuell nicht wirklich integrieren. Auch auch die anderen Online-Angebote, die somit nicht an einen PC gebunden sind, finde ich spannend.

    Die Verlinkung zur App von IZ2UUF gibt's weiter oben schon, wird also hier und sehr viel andernorts empfohlen.

    Das ist jetzt die Wahl, die ich vorerst getrofen habe. Die App habe ich auf 20WPM eingestellt. Da ich mit K und M beginne, also mit anderen Buchstaben, also mit der App mit der ich zuvor gearbeitet habe, hoffe ich einfach mal, dass ich damit den bisherigen Gewöhnungseffekt automatisch austrickse und ohne aktives umgewöhnen wieder verliere - wir werden sehen!

    Als schwierig habe ich in den ersten Duchgängen nicht empfunden die Buchstaben zu erkennen, sondern diese aufzuschreiben und gleichzeitig neue und ggf. andere Buchstaben zu erkenne als ich grade schreibe. Aber ich vermute, dass genau das auch zum Lernen dazu gehört.

    Meine Vorgaben beim lernen sind:
    - dann zu lernen, wenn es passt - auch zwischendurch und nicht zwingend jeden Tag
    - ohne zeitliches Ziel, wann ich fertig sein will
    - nur so lange zu lernen, wie es mir Spaß macht

    Ich sehe hier wirklich den Weg als Teil des Ziels und nicht als notwendiges Übel und darum darf es ruhig auch länger dauern. Und sollte es doch nicht klappen, hat es wenigstens Spaß gemacht!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Wenn ich dann mehrfach gesagt bekomme, dass es nur einen einzigen und unumstößlichen Weg gibt zu lernen, mit voller Konzentration und zwar ohne Ausnahme, weil es sonst keinen Sinn macht usw,. dann macht es an dieser Stelle für mich wenig Sinn weiter zu diskutieren.

    Hallo Thorsten,

    ja genau das kenne ich auch. Ich bin auch schon jahrelang am CW lernen und könnte schon viel weiter sein, wenn ich das so machen würde wie die Experten schreiben. Aber wie dir geht es mir auch: der Tag hat nur 24 Stunden, oft ist man geschafft von Arbeit und Familie und das Hobby soll in erster Linie Spaß machen. Und faul bin ich noch dazu.

    Aber trotzdem mache ich CW - in meinem Tempo und auf meine Art. Ich hab erst mal für mich definiert was mein Ziel ist. Da ich gerne draußen funke und vor allem POTA (etwas SOTA u.a.) mache will ich das auch in CW machen können. Dazu braucht man nicht viel, muss Rufzeichen erkennen und einen Rapport geben können. Das krieg ich hin, nicht in High-Speed und nicht immer gleich gut aber es reicht für erfolgreiche Aktivierungen. Wenn ich mich sehr konzentriere und mitschreiben kann (was irgendwo draußen im Wald oft nicht geht) kann ich auch Infos aus einem Standard-QSO aufnehmen (geben sowieso, das ist einfach), vor allem wenn mein QSO-Partner so toll gibt wie DF2OK. Aber das ist kein Muss.

    Wenn ich Zeit habe übe ich am Computer (meistens mit der Morsemaschine von LCWO - da kommt bestimmt gleich der große Aufschrei aber damit macht es mir Spaß oder mit Morsewalker wo man prima genau die Art Betrieb üben kann die ich mache). Hab ich keine Zeit oder Lust mach ich halt eine Weile nichts (und ich merke, dass diese Ruhepausen auch wichtig sind, oft habe ich den Eindruck danach klappt es viel besser als nach längeren Übungsrunden).

    Nur so meine Gedanken - von der Experten wird sicher gleich Kritik kommen hi.

    73 de Haiko DF9HC

  • Die Suche nach einem Weg Morsen ohne Anstrengung zu lernen hat für mich was von der Suche nach dem Lapis philosophorum.

    Man muss heute kein CW mehr können. Wenn man aber den Willen hat CW zu lernen ist das nur mit persönlichem Einsatz zu erreichen. Egal welche APP, welcher Kurs ohne üben, üben und nochmals üben geht es nicht. Wer dazu keine Zeit, Lust oder Muße hat sollte es sein lassen, es endet nur im Frust.

    Ich habe übrigens mit dieser „App“ gelernt, ganz ohne Strom und Internet :P

    73 Joe

  • Post by dl1sdz (May 5, 2026 at 12:42 PM).

    This post was deleted by the author themselves (May 8, 2026 at 3:24 PM).
  • Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Chuzpe allein selig machende Wege zur Selbstoptimierung verordnet werden.

    Tja, Hajo, das mag den Anschein haben. Hier wird allerdings nichts verordnet. Nur ausdrücklich empfohlen. Weil sich gewisse Sachverhalte bewährt haben. Jeder darf frei entscheiden, was er wie macht. Allerdings dann nicht meckern, wenn es dann doch nicht geklappt hat. Alles schon dagewesen.

    Abgesehen davon hat Thorsten seinen Weg definiert und geschildert. So sei es denn für ihn.

    Selbstoptimierung. Damit habe ich mich auch beim Morsen befasst. BTW: Cello spielen klappte auch sofort? Jeder Bogenstrich, Bogenhaltung, jedes Zupfen und jeder Griff ein voller Erfolg? Ohne fleißiges üben?? Andere Methode, vielleicht vor dem Cello sitzen statt dahinter? :S Spielte selbst ein Instrument. Ohne gewisse gleichbleibende Grundlagen samt Übung bis zum Abwinken geht halt nix. Dafür brauchte ich später zum Spielen bekannter Stücke keine Noten mehr. Fiel mir gerade ein, das mit dem Cello.

    Und Morsen, richtig gespielt, ist wie schöne harmonische Musik. Die geht gut ins Ohr.

    ***

    Generell lassen sich ein paar Dinge in der Morseausbildung vom Grundsatz her nicht ändern. Gras wächst halt nicht schneller, wenn man daran zieht. Die u.a. in diesem Thread genannten Basics bleiben. Text, Ziffern und Zeichen kommen beim Morsen recht fix seriell daher und müssen durch'n Kopp erstmal 1:1 auf's Papier. Ohne Nachdenken. Später irgendwann ohne Papier, dann nur Randnotizen. Da gibt es nicht viel Raum für Experimente und Neuerungen.

    Wenn man aber den Willen hat CW zu lernen ist das nur mit persönlichem Einsatz zu erreichen. Egal welche APP, welcher Kurs ohne üben, üben und nochmals üben geht es nicht. Wer dazu keine Zeit, Lust oder Muße hat sollte es sein lassen, es endet nur im Frust.

    Der letzte Satz ist sehr wichtig und daher sind meine Ansagen auch sehr direkt. Schönreden bringt nix.

    von der Experten wird sicher gleich Kritik kommen hi.

    Nicht von mir, denn Deine Selbstreflektion ist schlüssig und stimmig. Über Jahre hinweg. Kritik, aber positive: Wie die von Bert, DF7DJ im Thread des qrs net. Dranbleiben, Deine Handschrift mit der Hubtaste ist gut lesbar. Das kann man nicht von jedem recht neuen OP behaupten. Habe schon lange darauf gehofft, ein QSO mit Dir zu fahren. Kannte Deine Vorlieben und stellte mich darauf ein. Wie bei jedem QSO-Partner.

    mach ich halt eine Weile nichts (und ich merke, dass diese Ruhepausen auch wichtig sind, oft habe ich den Eindruck danach klappt es viel besser als nach längeren Übungsrunden).

    Das ist richtig beobachtet. Das Gelernte benötigt seine Zeit um vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu gelangen. Klingt paradox, auch eine gewisse Müdigkeit erleichtert das Aufnehmen der Zeichen. Das Gehirn mag dann nicht mehr nachdenken wollen. Hat Eckart, DJ4UF in seinem Text weiter oben ebenfalls beschrieben.

    Zurück zu Hajos Anmerkung.

    Die Basisausbildung bleibt. Gleichwohl habe ich im Rahmen von Selbstoptimierung für CW nach weitern Lehr- und Lernmethoden gesucht, die mich weiterbringen. War beruflich nicht umsonst in einem Teilbereich der (Medien)pädagogik sowie als Ausbilder tätig. Wobei - wie ich bereits weiter oben geschrieben habe - schon alle Buchstaben, Ziffern, Zeichen und Betriebszeichen konnte. Der oft zitierte Basisausbildungsweg bleibt.

    Für Übungen im Stadium Fortgeschrittene ! habe ich einen Literaturtipp erhalten und vieles daraus für mich zur Weiterbildung (Gehörlesen, Temposteigerung) umgewandelt und hervorragend für mich adaptiert.

    Klappte prima, Erläuterungen zu den Anpassungen würden aber hier im Forum den Rahmen sprengen. Allerdings sind Erkenntnisse daraus über Jahre in Beiträgen von mir zu CW eingeflossen. Diese Frau hat es eh drauf > Vera F. Birkenbihl. Youtube hat sehr viele sehenswerte Vor - und Beiträge mit ihr, aber das nur am Rande. Habe Stunden damit verbracht. Leider ist sie viel zu früh verstorben. Bei Wikipedia ist kurz die Lernmethode in vier Schritten beschrieben. Nur ein Video genau dazu. Kurzer Zusammenhang zu CW aus ihrem Film: Ich höre "Table" und lese "Tisch." Ersetze Table durch ein Morsewort. Dann passives Hören. "Wir können nicht sprechen, was wir vorher nicht gehört haben." Also CW erst hören (lernen), sonst können wir nicht CW sprechen.

    Das ist das Buch, das neben dem ZEN-Werk klasse und lesenswert ist. Schon älter, das Buch: vielleicht gibt es eine Neuauflage. Mit hoffentlich nicht verschlimmbesserten Inhalten.

    Aber wie gesagt, Fortschrittstraining. Und auch dazu benötigt man wieder den festen Willen. Jetzt sind es sogar zwei Bücher zu lesen... :saint:

    Mitmenschliches. Und ja, auch ich habe Familie, Kinder, Eltern, häusliche Angelegenheiten und andere Verpflichtungen. Der Weg zur damals klassischen KW-Lizenz lief neben der Lehrzeit, 70iger Jahre. Zu dem Zeitpunkt der Schwerpunktverlagerung zu CW hin Mitte/Ende der 90iger damals noch mehr Verpflichtungen gehabt als jetzt. Ich wollte es also ging es. Punkt. Meine Funkerecke und Teilwerkstatt sind eh im Wohnzimmer. Siehe QRZ.com.

    Freiräume in der Familie sind für alle wichtig. Aber das ist jedermanns eigene Entscheidung. Meine Frau und ich sind seit 1979 ununterbrochen zusammen, hat mich mit meinem Funkhobby etc. kennengelernt und ist zum Glück keine "HF-Bremse". Bei allen Hobbys gibt es immer Gemeinsamkeiten miteinander. Auch mit ihren Aktivitäten. Dafür bin ich ihr sehr dankbar, denn ich kenne andere Konstellationen.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. - (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

    Edited 32 times, last by DF2OK (May 5, 2026 at 9:47 PM).

  • Die Suche nach einem Weg Morsen ohne Anstrengung zu lernen hat für mich was von der Suche nach dem Lapis philosophorum.

    Man muss heute kein CW mehr können. Wenn man aber den Willen hat CW zu lernen ist das nur mit persönlichem Einsatz zu erreichen. Egal welche APP, welcher Kurs ohne üben, üben und nochmals üben geht es nicht. Wer dazu keine Zeit, Lust oder Muße hat sollte es sein lassen

    Und ganz genau das soll nicht das Fazit aus dieser Diskussion sein! ;)

    Niemand streitet ab, dass man CW nur lernen kann, wenn man entsprechende Zeit in die Übung steckt. Im Umkehrschluss bedeutet es aber nicht, dass man CW nicht lernen kann, wenn man nur wenig Zeit hat, die man hierfür investieren kann. Richtiger Weise muss es heißen, dass es in diesem Fall einfach länger dauert!

    ja genau das kenne ich auch. Ich bin auch schon jahrelang am CW lernen und könnte schon viel weiter sein, wenn ich das so machen würde wie die Experten schreiben. Aber wie dir geht es mir auch: der Tag hat nur 24 Stunden, oft ist man geschafft von Arbeit und Familie und das Hobby soll in erster Linie Spaß machen. Und faul bin ich noch dazu.

    Vielen Dank, das würde ich ganz genau so auch für mich unterschreiben! Hauptsache ist, dass es Spaß macht und nicht zu einer lästigen Pflicht wird! Ich bin also absolut nicht alleine :)

    Abgesehen davon hat Thorsten seinen Weg definiert und geschildert. So sei es denn für ihn.

    Absolut richtig :)


    Alleine aus den wirklich vielfältigen Angeboten, die Ihr hier zitiert und verlinkt habt, ist klar zu erkennen, wie umfangreich man so ein Thema mit seinen Facetten betrachten kann.
    Und auch wenn wir nicht alle einer Meinung sind - und das müssen wir gar nicht - sind dieser Beitrag zu einem tollen Sammelsorium geworden, dass ich mir in Zukunft mich sicherheit noch ein paar mal anschauen werde!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • / OT (oder vielleicht doch gar nicht so stark...)

    - Lutz Jäncke: Von Synapsen und Symphonien: Musik neuropsychologisch betrachtet

    Danke für den Tipp, Hajo! Der Autor war vor ein paar Wochen Gast in einer SWR-Sendung, die hochspannend war. Noch nachzuhören unter

    Gast im Studio: Der Neuropsychologe Lutz Jäncke
    Am Mikrofon: Jörg Lengersdorf
    www.swr.de

    Ich denke, man kann es nicht 1:1 für Telegrafie übertragen, aber es gibt interessante Impulse.

    73!
    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW

    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

    In QRP the challenge is to "break" the pile-up...................in QRO the challenge is NOT to break components! (Zitat DL5RBW)

  • Post by dl1sdz (May 7, 2026 at 11:49 AM).

    This post was deleted by the author themselves (May 8, 2026 at 3:24 PM).