Betauung Remote Tuner

  • Hallo,

    ich beschäftige mich gerade mit der Gehäuse Planung für einen remote Tuner. Der Kasten wird ziemlich groß. 45x 30 x25 cm.

    Was habt Ihr gegen die Betauung eingesetzt?

    Ventileinsätze? Heizung? Ich bin mir nicht schlüssig was ich vorsehen soll und brauche mal einen Erfahrungsaustausch.

    Ich habe gesehen das MFJ bei Ihren Tunern nichts gemacht. Ich konnte dort in den Manuals auch nichts finden. Bisher habe ich keine großen Kunststoffgehäuse in Einsatz und meine Gainta Aludruckgussgehäuse IP67 haben dieses Problem nicht. Bei den kleinen Balungehäusen habe ich Bopla Druckausgleichsverschraubungen drin.

    73 de Ingo

  • Hallo Ingo,

    es geht ja wohl um innere Betauung. Lässt sich Dein Gehäuse hermetisch dicht machen (z. B. umlaufende EPDM-Dichtung zwischen Deckel und Gehäusekörper, dichte Kabelverschraubungen und Bolzendurchführungen)? Dann würde ich das nutzen und zur Sicherheit ein Säckchen/Glas mit Trocknungsmittel (gibt es im Web) einlegen. Bei der Gehäusegröße dürfte die temperaturbedingte Ausdehnung der Innenluft durch leichtes An- und Abschwellen der Gehäusewände ausgeglichen werden, ohne dass dann neue, feuchte Frischluft angesaugt wird.

    Das "letztmalige" Öffnen der Box sollte bei möglichst starkem Frost (gibt´s den noch?) erfolgen: die Luft ist dann trocken und im späteren Betrieb stellt sich im Inneren stets Überdruck ein (erhöht auch etwas die innere Spannungsfestigkeit). Falls eine teilgefüllte Kühltruhe verfügbar ist: offene Box einlegen, abkühlen lassen, dann in der Kühltruhe fest verschließen.

    Falls sich das Gehäuse nicht vollständig abdichten lässt: extra Verschraubung vorsehen, in die eine Trocknungspatrone eingesetzt wird. Die kann man selber machen: ca. 10 cm Plexiglasrohr passenden Durchmessers mit Trocknungsmittel füllen und die Enden luftdurchlässig verschließen (z. B. mit Einsätzen aus Wasserhahn-Perlatoren). Ein Teil des Rohres außen regensicher vorstehen lassen, Farbumschlag von Zeit zu Zeit prüfen; das Trocknungsmittel kann im Backofen bei 80 -100° regeneriert werden.

    Gl es 73,
    Tom, DK1IS

  • Bekommt man kostenlos, wenn man die kleinen Tütchen mit Silicagel, die gerne in Verpackungen zu finden sind aufhebt und ggf. zusammenfüllt oder einfach in grösserer Zahl in das Gehäuse gibt. Silicagel lässt sich regenerieren, am Besten vor Gebrauch ein paar Minuten bei 120°C in den Backofen geben, dann hat es wieder maximale Wirkung.

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  • Aus Zeiten von Freifunkroutern und Repeater-Kisten an wilden Standorten:

    es gab immer ein wenig Wärme abzuführen, also warum nicht nutzen? Unten eine Luftzufuhr (mit Filter!) in einer PG-Verschraubung, oben eine PG mit Filter und Wetterkappe. Filter: Spinnen etc. sind schon lustige Gäste. Bei der Repeater-Box waren die Querschnitte größer, es gab einen temperaturgeschalteten Lüfter für den Sommer.

    Die Idee, Stickstoff trocken + Membrane zu verwenden haben wir damals verworfen. Keiner weiß, wann das versagt und wer will dauernd Standorte in der Pampa kontrollieren....

    An den Buchsen / Kabeleinführungen Tropfschutz nicht vergessen.

    Alle Sachen hatten nach zig Jahren etwas Staub und ein paar mini Tierchenreste, an den boards und Komponenten null Korrosion. Die router haben sich sogar selbst abgetaut...

  • Ich hatte beruflich mit Anpassnetzwerken für Antennen zu tun. Daher kann ich aus Erfahrung sagen, dass es keine 100% dichten Gehäuse gibt. Wasser kommt IMMER rein, aber NIE raus. Öffnungen für einen Druckausgleich mit Filter sind sinnvoll, wenn sie wettergeschützt auf der Unterseite angebracht sind. Dann sind Beutel mit Trocknungsmittel sinnvoll, um die eindringende Feuchtigkeit aufzunehmen. Galvanische Elemente, also Stellen, wo unterschiedliche Metalle aufeinander treffen, sollten durch Lack geschützt sein. Die Beutel mit Trocknungsmittel müssen aber von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Wenn man bei Sauwetter das Gehäuse dafür öffnen muss, fragt man sich auch mal, was man da gerate tut...

    Antikondensheizungen sind auch nicht unüblich. Ich habe diese stets umgangen, aber sie können hilfreich sein. Nicht immer reicht die Verlustleistung aus der Schaltung, um als Antikondensheizung zu wirken - schon weil sie nicht immer zu jedem Zeitpunkt auftritt, wo diese Wärme hilfreich wäre. Wir senden ja, wenn wir Lust darauf haben, also nicht 24/7/365. Immer wenn sich Tau oder andere Feuchtigkeit auf dem Gehäuse niederschlägt, wäre sie wohl angebracht, wenigstens für einige Zeit.

    Professionelle ATU-Gehäuse werden nicht selten durch Aufpumpen unter Druck gesetzt, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Ein Druckschalter meldet, wenn der Innendruck zu weit abgefallen ist. Dann muss wieder Gas (Luft, CO2, N2) ins Gehäuse gepumpt werden. Da müssen dann auch die Durchführungen, koaxial und zur Antenne, in Längsrichtung entsprechend druckdicht sein. Die sind nicht so ganz leicht zu finden. Auf PTFE hält auch kein Silikon, aber mehrere Schichten können da hilfreich sein.

    Eine Idee wäre, das Gehäuse ständig mit entfeuchteter Luft zu spülen - oder wenigstens von Zeit zu Zeit. Da ist man wieder in der Nähe der Antikondensheizung...

    73 Andy

    Edited once, last by DH5AK (April 6, 2026 at 6:49 PM).

  • Hallo, zu #4:

    Die Filter gibt es im Web unter "Belüftungsverschraubung" oder "Druckausgleichsverschraubung". Man kann sich so etwas auch selbst bauen als PG-Verschraubung, die man mit Messingwolle füllt (gibt es auch in kleinen Gebinden). Messingwolle rostet nicht, ist bakterizid und fungizid sowie ausreichend fein, um auch kleinste tierische Besucher abzuhalten. Das ist besonders wichtig in waldreicher Umgebung - Mini-Ameisen und Flechten finden die kleinste Lücke!

    Professionelle ATU-Gehäuse werden nicht selten durch Aufpumpen unter Druck gesetzt, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Ein Druckschalter meldet, wenn der Innendruck zu weit abgefallen ist. Dann muss wieder Gas (Luft, CO2, N2) ins Gehäuse gepumpt werden. Da müssen dann auch die Durchführungen, koaxial und zur Antenne, in Längsrichtung entsprechend druckdicht sein. Die sind nicht so ganz leicht zu finden. Auf PTFE hält auch kein Silikon, aber mehrere Schichten können da hilfreich sein.

    So wird das in meinem HF-Autotuner Harris RF-615B ("Kindersarg") gemacht. Vorm Einbau in die Gartenhütte konnte ich ihn im alten QRL mit trockenem Stickstoff füllen und das Manometer zeigt heute, nach 25(!) Jahren, immer noch die geforderten 6 PSIG (0,42 bar) bei 20° C an. Gehäuse-Ober- und Unterteil sind mit 28 Schrauben bei umlaufender EPDM-Dichtung verbunden ... ;)

    Gl es 73,
    Tom, DK1IS

    Edited once, last by DK1IS (April 6, 2026 at 7:25 PM).

  • Ja, auch Flechten haben es gerne schön. Zwei Mini-Heizwiderstände aus Keramik und ein doofes Bimetall...

    Gasfüllung halte ich für Afu für zu speziell / nicht wirklich beherrschbar. Und wenn Du zwischendrin wg. Fehlersuche die Büchse mal aufmachen mußt: Du bist der Profi - viel Spaß + Glückwunsch.

  • Ich würde auch Heizwiderstand und Bimetall verwenden. Und eine Ventilationsöffnung. mit Filter.

    Werden ausser Metall und Glas noch andere Materialien eingesetzt, wird es nie dicht. Bei Kunststoff diffundiert Feuchtigkeit. Wenn etwas hermetisch dicht ist und die Temperatur fällt, entsteht Feuchtigkeit. Wenn da die Silicagel nicht regelmässig gewartet werden, kann man sich nicht darauf verlassen, dass die Feuchtigkeit aufgenommen wird.

    73, Peter - HB9PJT

  • Hallo Ingo,

    Was habt Ihr gegen die Betauung eingesetzt?

    Ventileinsätze? Heizung? Ich bin mir nicht schlüssig was ich vorsehen soll und brauche mal einen Erfahrungsaustausch.

    Ich habe gesehen das MFJ bei Ihren Tunern nichts gemacht. Ich konnte dort in den Manuals auch nichts finden. Bisher habe ich keine großen Kunststoffgehäuse in Einsatz und meine Gainta Aludruckgussgehäuse IP67 haben dieses Problem nicht. Bei den kleinen Balungehäusen habe ich Bopla Druckausgleichsverschraubungen drin.

    gegen Kondenswasser kannst Du prinzipiell nichts machen, denn es gibt immer (!) einen Temperaturunterschied zwischen Innenraum und Umgebung, der die unvermeidliche Luftfeuchtigkeit kondensieren lässt. Wenn der Innenraum "dicht" sein soll, hilft nur Silicagel, wie schon in den Post vorher geschrieben. Wenn die Luft jedoch zirkulieren kann, werden Temperaturunterschiede schnell ausgeglichen. Dann sparst Du Dir auch das Silicagel. Ob Du dazu ein Lüfter verwendest, musst Du selbst entscheiden. Ein simples Druckausgleichsventil wird aber wahrscheinlich zu klein sein. Die passive Variante mit zwei größeren Durchbrüchen an der Unterseite des Gehäuses, die jeweils mit einem feinen Gitter als Insektenschutz versehen sind, dürfte die bessere Wahl sein. Um die Leiterplatten zu schützen, empfiehlt sich, diese mit einem Schutzlack zu versehen.

    Kurzer Erfahrungsbericht: Ich hatte über mehrere Jahre einen Antennenkoppler in einem massiven, mit einer umlaufenden Dichtung versehenen Metallgehäuse auf dem Balkon installiert. Da musste ich ständig Wasser aus der am tiefsten hängenden Ecke "abpumpen". Nachdem ich zwei 10-mm-Bohrungen (ohne dichtes Gitter) angebracht hatte, musste ich nur noch in größeren Abständen die Insekten aus dem ansonsten trockenen Gehäuse fegen.

    73/72 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!

  • Morgen

    Zu #7 nach Notöffnung kann man die Abstimmeinheit mit Luft füllen dafür gibt es sogar eine
    passende Luftpumpe die ich habe.


    Wurde halt fürs Militär gebaut und z.Z des kalten Krieges mußte soetwas auch mal im Feld instandgesetzt werden.
    Ich habe von den Anlagen zwei Stück einziges Manko dort werkeln noch Germanen drinne.

    73 Bernd DL3BLA

    Amateurfunk und Selbstbau , Flugmodellbau

  • Tja, dann ist es nicht so einfach zu lösen.

    Die Verschraubungen kenne ich ja bereits. Ich denke sie funktionieren in einem Gehäuse das eine Abzweigdosengröße hat recht gut. Bei Bobla konnte ich das sogar rechnen. So recht trauen will ich der Berechnung jedoch nicht.

    Ich kam drauf, weil ich die den Manuals von MFJ, die hatten ja remote Tuner, rein gar nichts diesbezüglich fand und mich immer frage wie machen die das? Bauen das Gehäuse sonst wo hin und haben keine Probleme mit Betauung. (Vielleicht hält der Tuner nicht lange genug?)

    Wenn ich meine Kunststoffkästen, wo die Koaxkabel mit den remote Antennenumschaltern zusammen kommen aufmache, habe ich regelmäßig Betauung im Kasten. Allerdings ist der Kasten auch nicht dicht da ich die Koaxkabel durch ein verpressen in Verschraubungen nicht schädigen wollte.:)

    Wenn ich also keine reichtige Durchführung mit Flanschen vorsehe werde ich auch keine Dichtigkeit im Tuner Gehäuse bekommen. Überdruck im Gehäuse? Gefällt mir. Nächste Frage: woher bekommt man eine Luftdichte UHF/PL oder N Flanscheinbau Kupplung? Da wird wohl mal wieder eine besondere Lösung her müssen....:D

  • Ja, danke. Über den wasserdichten Flansch hatte ich mir keine Gedanken gemacht, weil man den an besten ohnehin mit Kleber einsetzt (man möchte es ja nicht mehr entfernen) aber ob das Mittelteil mit dem Teflon Einsatz dicht ist muss ich klären oder probieren.

    Herzlichen Dank Michael.

  • Die professionellen Antennenkoppler haben als Koaxanschluss oft eine N-Buchse mit Glasisolation, die dann längswasserdicht ist. Wenn es ohnehin Öffnungen für eine Belüftung gibt, ist das nicht erforderlich. Trotzdem würde ich die Buchse von innen mit säurefreiem (!, gibt's im Baumarkt, Silikon für Naturstein) Silikon abdichten und auch den gesamten koaxialen Anschluss mit selbstvulkanisierendem Wickelband bis auf's Kabel abdichten.

    73 Andy

  • Hallo Andy,

    ich benutze anstatt Silikon (schlechte Erfahrungen) in solchen Fällen immer Uhu plus Endfest. Das ist ein klarer 2 Komponenten 2K Epoxid Kleber der in 20 Minuten fest ist. Er behält eine gewisse Zähigkeit und wird nicht brüchig. Damit habe ich über die Jahre sogar im Tauchsport, einkleben von Verschraubungen am Rebreather etc. die dicht sein sollten und nicht gewartet werden, beste Erfahrungen gesammelt. Ich nehme Uhu Plus Immer dann, wenn ich die Dinge nicht mehr lösen und vergessen möchte. :) Anstatt selbst vulkanisierendem Wickelband kann ich wärmstens Plasti Dip empfehlen. Ich habe alle meine Außenverbindungen an den Antennen damit behandelt. Die sind jetzt absolut wasserdicht und Plasti Dip lässt sich später wieder rückstandslos entfernen. Beim aufstreichen des Zeugs ist ein Pinsel vernichtet aber das weiß man ja vorher. Dafür ist es wirklich dicht.-

    73 de Ingo

  • ich benutze anstatt Silikon (schlechte Erfahrungen) in solchen Fällen immer Uhu plus Endfest.

    Von diesem Kleber gibt es zwei Versionen: die Profi Version UHU-Endfest 300, die nur an gewerbliche Verbraucher abgegeben wird und die UHU-Endfest Version für den Privatverbraucher, wie man sie im Baumarkt bekommt. Der Grund für die Trennung liegt in einer EU-Verordnung, die das Lösungsmittel von UHU-Endfest als Gefahrstoff einstufte. Daraufhin hat UHU eine EU-konforme Version mit geänderter Formel für Privatverbraucher eingeführt: UHU-Endfest 90Min. Die alte Version, mit den bisherigen Inhaltsstoffen, die bis 300 kG Klebekraft aufweist hat den Produktnamen UHU-Endfest 300 bekommen. Letztere (offiziell) nur noch für Gewerbekunden.

    Unterschied UHU plus endfest 300 und UHU plus endfest 90min
    Nachfolgend möchten wir Sie über die neuen gesetzlichen Bestimmungen für UHU PLUS ENDFEST 300, sowie die damit verbundenen Veränderungen für das UHU…
    www.gluemaxx.de

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 2 times, last by DL4ZAO (April 8, 2026 at 5:38 PM).

  • Ich verstehe das nicht. Ich habe meinen Tuner schon 10 Jahre in der Garage mit Fernsteuerung gesteuert. Da ist noch nie etwas negatives aufgetreten, wass mit Feuchtigkeit zu tun hätte. Man kann es auch übertreiben.

    Mein Dipol. Die Hühnerleiter führt in die Garage durch die Wand zum Tuner.

    Dieser ATU verträgt bis 1kW und mehr. Dieser ATU steht in der Garage. Das Gehäuse ist: Bodenplatte Pertinax 10mm, Seitenteile 2mm ALU und die Abdeckung ist Plexiglas 5mm. Das Display mit Tastatur ist nur beim Service angesteckt. Das Weißblechgehäuse Eurokarten-Größe ist sonst geschlossen.

    Ansicht von hinten. 30m Koax und eine Fernsteuerleitung 2 Leitungspaare führen ins Shack.

    73 Andreas

    73 Andreas, DL4JAL

  • Hallo Andreas,

    in deiner Garage ists eindeutig zu schön. Für Dinge, die wirklich draußen sind kann man nicht genug übertreiben...

    Zur Abdichtung empfehle ich einen Blick zu den Sika-Produkten für den Schiffsbereich.

    ahoi & 73 de Jochen

  • Hallo Andres,

    bei einer Garage würde ich mir auch keine Gedanken machen. Der Tuner soll aber im Garten, direkt 60 cm über dem Boden auf einem Spieß platziert werden und ist Temperaturen von -20° C bis 50°C, Schnee und Regen ausgesetzt. Da ich in meinen Kunststoffkästen für die Antennenumschalter Betrauung habe, wollte ich das hier mal diskutieren.

    Dein Tuner sieht übrigens fein aus. Welches Prinzip verwendest Du? Ich sehe einen L Tuner mit Symmetrierung nach DL3LH ist das richtig?

    HG es 73 de Ingo

  • Hallo Ingo,

    Der Tuner ist meine Eigenentwicklung. Eigentlich alles auf meiner Internetseite zu finden.

    Das ist das Blockschaltbild. Die Fernsteuerung ist nicht mehr per DTMF sondern seriell mit Hin- und Rückweg UART RS232 Stromschleife.

    Einzelheiten wie gesagt auf meiner Seite.

    Noch mal zum Außeneinsatz des Tuners. Der Vorgänger von diesem Tuner war mehrere Jahre im Freien montiert. Ich hatte ein Wetterschutzgehäuse. Alle Einführungen waren von unten. Man darf das nicht Luftdicht verschließen. Das ist der größte Fehler den man machen kann. Nur so dicht, dass wenig Insekten herein kommen. Ich habe noch ein altes Bild dazu gefunden.

    Ich habe zu DDR-Zeiten mehere Jahre lang Kurzwellen-Antennenanlagen bis 1kW Sendeleistung aufgebaut. Das waren meistens Breitband-Dipole und in der Mitte ein Symmertierglied 1kW. Am Symmetrieglied wurde unten an eine 7/16 HF-Buchse ein starkes Koaxkabel angeschlossen. Das Symmetrieglied war sehr groß und immer nach unten offen, damit sich kein Kondenswasser staut. Das alles hat bis zur Wende gehalten, also viele Jahre lang. Nach der Wende habe ich wieder Telefonanlagen (Siemens) aufgebaut. Das hatte ich eigentlich gelernt in Dresden im Fernmeldeanlagenbau.

    73 Andreas, DL4JAL

    Edited once, last by dl4jal (April 9, 2026 at 10:13 AM).