Micro PA50 Kurzschluss

  • Hallo zusammen,

    irgendwie ist grade der Wurm bei mir drin. Mein Micro PA50, den ich noch nicht wirklich oft in Betrieb hatte, hat die Tage seinen Geist aufgegeben. Ich habe zuerst die Sicherung durchgemessen und die hatte es erwischt. Heute sind die Ersatzsicherungen gekommen und nach dem Auswechseln hat beim Anschließen an das Netzteil die LED vom Netzteil kurz geflackert und dann war wieder die Sicherung der PA durch.

    Ich habe daraufhin einfach mal die beiden MOSFETs gemessen und einer der beiden MOSFETs ist komplett durchgängig über alle Anschlüsse.

    Wer kann mir sagen, ob ich damit die Ursache des Problem gefunden habe und ob ich "einfach" nur den MOSFET wechseln muss, damit die PA wieder funktioniert oder ob vermutlich noch andere Bauteile hin sind und gewechselt werden müssen?



    Vielen Dank!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Hallo Thorsten,

    alle potentiellen Helfer müssen jetzt erst mal die Suchmaschinen anwerfen, um Daten zu deiner Edel-PA zu finden. Du verrätst und nicht den FET-Typ und ein link zum Schaltplan wäre auch prima. Ich bin nicht zu faul, habe aber eigene Baustellen....

    73!

  • Ja, Schaltplan wäre schön, scheint es aber nur über " erst mal freischalten" zu geben. Außerdem gibt es einige Versionen der PA.

    Wenn man nichts findet ( Schaltplan usw.): Nach dem Bild würde ich sagen: Eine Tüte IRFZ 24 kaufen, das teuerste bei 10 Stück ist das Porto. Dann 2 gleiche (eine Charge) raussuchen und wechseln. Sichtprüfung. Ströme einstellen und vorsichtig hochfahren.

    Qualität Output prüfen ( Oberwellen)

    Wenns knallt, Pech gehabt.

    73 Reiner

  • alle potentiellen Helfer müssen jetzt erst mal die Suchmaschinen anwerfen, um Daten zu deiner Edel-PA zu finden. Du verrätst und nicht den FET-Typ und ein link zum Schaltplan wäre auch prima.

    Der FET-Typ ist ja lesbar, aber der Rest.:thumbup:

    Mein Micro PA50, den ich noch nicht wirklich oft in Betrieb hatte, hat die Tage seinen Geist aufgegeben

    In welcher Betriebssituation?

    hat beim Anschließen an das Netzteil die LED vom Netzteil kurz geflackert

    Welche Funktion hat die LED?

    Ja, Schaltplan wäre schön, scheint es aber nur über " erst mal freischalten" zu geben.

    Bei Facebook gibt es zu seinem Problem Lösungshilfen. In Verbindung mit Hermes Lite. Dazu ein freies Schaltbild, aber ob das passt? Wohl nicht, ist Vers. 2.0. Dort befindet sich keine Sicherung in der PA. Und IRF530 in der PA. Ohne passenden! Schaltplan schwierig. 3.03 steht auf der Platine. Aber man kann ohne die PA Transistoren die anderen Betriebsspannungen messen.

    Zur PA 50 und artverwandte gibt es eine geschlossene Facebookgruppe.

    Alle umliegenden Halbleiter, die mit der PA zu tun haben, messen. Ansteuerungs- und Ruhestromsteuerung prüfen. Sinnvollerweise vor dem ersten Austausch der Sicherung.;) Die fliegen nicht ohne Grund raus. Strombegrenzung des Labornetzteils benutzen! Werden Anschlüsse durch Spulen verbunden, misst man auch Kurzschluss. Auch wenn die FET defekt sind, kann das ein Stolperstein sein.

    Es wird von Schwingneigung berichtet. Gibt es Leistunggspitzen beim Hochtasten durch den Hermes? Mit vernünftigem Scope messen.

    Im SOTA Reflector wird das bekannte SWR-Problem behandelt, was Arthur schon anspricht. Aber das soll durch die neueste Software behoben sein. Gleichwohl gibt es Tips für die Einstellung des Ruhestromes. Allerdings für 2er Versionen.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

    Edited 15 times, last by DF2OK (March 19, 2026 at 10:20 PM).

  • Habt vielen Dank für Eure Antworten!

    Ja, Schaltplan wäre schön,

    Ich habe leider nichts zur aktuellen Version gefunden

    Eine Tüte IRFZ 24 kaufen, das teuerste bei 10 Stück ist das Porto. Dann 2 gleiche (eine Charge) raussuchen und wechseln. Sichtprüfung. Ströme einstellen und vorsichtig hochfahren.

    Aktuell mah eich nur das hier empfohlene Netzteil von MAAS - das kann ich weder einstellen, noch begrenzen - müsste mir also erstmal ein Labornetzteil besorgen :-/

    In welcher Betriebssituation?

    Bisher mache ich nur FT8

    Bei Facebook gibt es zu seinem Problem Lösungshilfen. In Verbindung mit Hermes Lite.

    Das war ein guter Tipp - ich habe auch einen Post auf Facebook gesehen nachdem es wohl nicht mehr möglich war, durch Austausch der MOSFETs den PA wieder zu reparieren, sofern diese bereits durchgebrannt sind. Scheinbar wird dadurch noch weitere Komponenten zerstört.


    Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass der PA die beste Qualität hatte, wenn ich einfach mal die Response mit FT8 mit und ohne PA vergleiche ...
    Welche PA könnt Ihr denn empfehlen (ich weiß, ist eigenlich ein anderes Thema). Aktuell habe ich nur den Hermes und die QMX und mache nur FT8. SSB ist aber geplant.

    Vielen Dank!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Bei der Erwähnung von FT8 klingelt es, welche Leistung wurde denn entnommen?. Die Leistungsangabe dieser PA in chinesischen Watt bezieht sich auf SSB und einem angenommenen Duty Cycle von 25% max. Bei einer Dauerstrich Betriebsart wie FM oder FT8 sollte man maximal ein Viertel oder ein Fünftel der Nennleistung entnehmen.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Bei der Erwähnung von FT8 klingelt es, welche Leistung wurde denn entnommen?. Die Leistungsangabe dieser PA in chinesischen Watt bezieht sich auf SSB und einem angenommenen Duty Cycle von 25% max. Bei einer Dauerstrich Betriebsart wie FM oder FT8 sollte man maximal ein Viertel oder ein Fünftel der Nennleistung entnehmen.

    Ja ich weiß - ich vermute, dass es bei der KOnfiguration neuer Software passiert ist -Umstieg von SparkSDR auf LinHPSDR auf piHPSDR ... dachte da ist ein ausreichender Schutz drin ... die nächste PA sollte auf jeden Fall einen Schutz drin haben ;)

    73 Thorsten
    DH0TG

  • die nächste PA sollte auf jeden Fall einen Schutz drin haben

    Für 12V dann bspw. so eine. Ganz robust von einem altbekannten deutsche Hersteller, Dressler PA. Er hatte noch größere Teile. Damit läßt sich die EMV-VerträgIichkeit sämtlicher sog. "Lustelektronik". im Umfeld testen. :D Okay, der Ringkern im UnUn wird streiken, aber irgendwas ist ja immer. :saint: Jaja, mein Schelm im Nacken macht wieder Spaß.

    Ob es für 12V / 50 Watt herum 'schußfeste' Halbleiter PA geben wird - sicher nur im Eigenbau. Oder den gleichen Typ kaufen und aufpassen.

    Ich würde an Deiner Stelle der kleinen PA noch eine Chance geben. Allerdings zusätzlich zu den FET die anderen Halbleiter identifizieren und überprüfen. Ein gutes Labornetzteil mit einstellbaren Begrenzungen von U und I braucht man inmer, wenn man bastelt. Wäre vor einer Reparatur die nächste Anschaffung. Das MAAS-Gerät liefert viel Energie. Wenn das schon die LED flackert, floß viel Strom.

    Wann ist die PA gestorben - beim Senden? Also Zeitpunkt vor dem Auswechseln der Sicherung. Hast Du auch mal die Wärme im Betrieb an den Halbleitern erfühlt? Wie war das Setup? Daheim mit gewohnter Antenne? War das ZM im Spiel?

    Ist die PA die Version 50 plus? Müsste eigentlich sein, weil die Temperatursensoren an den FET fehlen. Sicherlich aucauch das neueste Update mit der Beseitigung des SWR-Problems...

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 5 times, last by DF2OK (March 20, 2026 at 2:06 PM).

  • IRFZ24 mit V_ds max 55V, da wird die 10er Tüte ruckzuck alle...

    Warum meinst Du das? Die PA wird mit maximal 17.5 VDC betrieben. RD100HHF1C, welche in vielen Funkgeräten verwendet werden, haben eine VDS von 50 Volt.

    73, Peter - HB9PJT

  • Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass der PA die beste Qualität hatte, wenn ich einfach mal die Response mit FT8 mit und ohne PA vergleiche ...

    Mag auch an folgendem Problem liegen, Stichwort Linearität. Link > https://hamradio.bzsax.de/2023/11/29/mic…irmware-update/ Mit einem Verweis auf ein Schaltbild, allerdings < Version 3. Und zur Linearität noch lesenswert https://hamradio.bzsax.de/2024/08/29/her…-predistortion/

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited 2 times, last by DF2OK (March 20, 2026 at 7:20 PM).

  • Vielen Dank für Eure Antworten!


    Für 12V dann bspw. so eine.

    Abgesehen davon, dass sie überall ausverkauft ist, kann ich mir für das Geld auch einen gebrauchten Transceiver mit integrierter PA kaufen - für FT8 reichen ja schon 20W.


    Ich würde an Deiner Stelle der kleinen PA noch eine Chance geben. Allerdings zusätzlich zu den FET die anderen Halbleiter identifizieren und überprüfen. Ein gutes Labornetzteil mit einstellbaren Begrenzungen von U und I braucht man inmer, wenn man bastelt. Wäre vor einer Reparatur die nächste Anschaffung.

    Das werde ich auf jeden Fall machen - mit oder ohne Labornetzteil ;) Aber Du hast Recht, ich sollte mir mal eines anschaffen!


    Wann ist die PA gestorben - beim Senden? Also Zeitpunkt vor dem Auswechseln der Sicherung. Hast Du auch mal die Wärme im Betrieb an den Halbleitern erfühlt? Wie war das Setup? Daheim mit gewohnter Antenne? War das ZM im Spiel?

    Ich sitze im Wohnzimmer und Transceiver und PA steht im Keller ... ich habe neue Software installiert und getestet und beim nächsten mal im Keller habe ich gesehen, dass sie tot ist ... ;)

    Ist die PA die Version 50 plus? Müsste eigentlich sein, weil die Temperatursensoren an den FET fehlen. Sicherlich aucauch das neueste Update mit der Beseitigung des SWR-Problems..

    Ja, ist die Plus-Version mit aktueller Firmware ...

    Mag auch an folgendem Problem liegen, Stichwort Linearität. Link > https://hamradio.bzsax.de/2023/11/29/mic…irmware-update/

    Guter HInweis zum Thema EInstellung des BIAS :)

    Hier lohnt es sich, mal zu stöbern. Suchbegriff PA hilft weiter. https://hamradio.bzsax.de/

    Hier scheint noch der Neptune in Frage zu kommen - praktisch die gleiche Leistung wie die MicroPA50 - nur teurer? Lohnt sich der Mehrpreis?
    Ansonsten erwähnt er auch Bausätze ... darum habe ich mal geschaut ...

    Was ist denn mit sowas hier: https://kn-electronic.de/Bausaetze/FET-PA50.html
    Vielleicht gibt es ja auch noch was mit Umschalter usw. ?

    Vielen Dank!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • KN ist erprobt, auch hier gilt: mit den IRFs sind 24..30V Ub zu empfehlen - eben NICHT 12V. Ich habe übrigens den umschaltbaren Tiefpass von KN für meine Zwecke aufgebaut. Auch prima. Zu den (PJT) Fragen Schadenspotential bei Fehlanpassung und fehlenden Schutzelementen wurden schon alles mehrfach umfassend dargeboten....

    Wers toll machen will, kompensiert noch die Gate-Kapazität etwas oder koppelt bei richtigen HF-Transistoren etwas gegen. Aber erst mal: KISS.

    73! TF

  • Zu den (PJT) Fragen Schadenspotential bei Fehlanpassung und fehlenden Schutzelementen wurden schon alles mehrfach umfassend dargeboten....

    Und wie steht das im Zusammenhang mit VDS 55 Volt, wie Du oben geschrieben hast?

    73, Peter - HB9PJT

  • Und wie steht das im Zusammenhang mit VDS 55 Volt

    Es ist einleuchtend, dass die DC-Betriebsspannung nicht allein als Kriterium für die max. Drain-Gate und Drain-Source Spannungsfestigkeit des HF-Fets gelten kann. Schließlich stehen am Drain bei 50 W eine Wechselspannung mit einem Peak-Peak Wert, der höher sein kann, als die Betriebsspannung. Unter diesen Umständen muss man schon darauf achten, dass im Arbeitspunkt die Datenblatt-Grenzwerte zwischen den FET Elektroden nicht überschritten werden. Das gilt insbesondere auch für die max. Drain-Gate Spannung. Die bei HF-MOSFets ultradünne Gate MOS-Isolierschicht schlägt schnell durch.

    Zitat: "As a rule of thumb for Class-A, B, AB, and C operations, the operating voltage is generally kept around one third of V(BR)DSS"

    https://www.microchip.com/content/dam/mchp/documents/PSDS/ApplicationNotes/ApplicationNotes/1823-A.pdf

    MOSFET-Ausfälle unter Betriebsbedingungen sind oft darauf zurückzuführen, dass die erlaubte Drain-Spannung während einer Überspannungssituation nicht aufrechterhalten werden kann: wenn beispielsweise ein hohes VSWR bei einer fehl-angepassten Last hohe Peak-Spannungen am Drain-Anschluss verursacht. Wird dann der FET dem kritischen Wert der Drain-Source-Spannung ausgesetzt, ensteht ein Lawinendurchbruch der internen body-Diode der den Transistor zerstört.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 10 times, last by DL4ZAO (March 21, 2026 at 11:41 AM).

  • Wenn es nicht unbedingt 50 W sein müssen, kommt vielleicht auch eine MX-P 50 in Frage.

    Ich setze sie bei einzelnen Events gern potrtabel ein. Mit einem Eremit Akku macht sie ca 30 W auf CW im 10m Band.. darunter etwas mehr.


    Ich glaube das man sanft angesteuert bei 13,8 V bequem 15 -20 Watt bei digimodes machen kann


    73 Armin

  • Ok Günter, auch Dein Link bestätigt, dass der Einsatz von FET mit 55 Volt V DS, wie bei den IRFZ24, kein Problem ist bei einer Betriebsspannung unter 17.5 VDC. Der Hinweis, dass eine 10er Tüte ruckzuck alle sei, ist unbegründet. Die Besitzer der Micro PA50 wissen, dass die Maximalspannung der eingesetzten Transistoren nicht ein Problem ist.

    73, Peter - HB9PJT