Hallo,
ich habe mir einen 40m LPF für meinen DIY QRP FT8 Transceiver gebaut.
Der Aufbau entspricht dem Filter von QRP Labs. Ebenso die Bauteilwerte für 40m.
Für die Spulen nutze ich T36-6 Kerne mit 0,4mm Kupferlackdraht.
Ich nutze Kondensatoren mit einer Güte von +/- 5%.
Werte laut nanoVNA bei 7.100MHz:
SWR 1:1,6
Dämpfung - 0,26dB
Dämpfung bei 14MHz ca. 41dB.
Passt also alles super.
Nun erfolgte die Leistungsmessung im realen Betrieb.
Von den 3 Watt die ich in den LPF rein gebe kommen nur 1,5W wieder raus ( als Antenne ein 50Ohm Dummyload und als Ton den "Tuning" Ton von WSJTX ).
Meine Vermutung:
Der nanoVNA misst mit einer sehr kleinen Leistung und da scheint alles OK zu sein.
Bei höherer Leistung sind die Verlauste auch höher. Hier habe ich nun die Spulen in Verdacht, speziell die Kerne. Diese scheinen mir doch recht klein zu sein.
Ich denke, das die "fehlende" Leistung im Kern verheizt wird. Im SSB / CW Alltag wird das sicher nicht so auffallen, aber mit dem Dauerton sieht man es nun recht deutlich.
Vllt lieber einen T50-2 Kern ? Dieser sollte geringe Verluste haben.
Was meint ihr ?
Verluste in LPF
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DL1SKD -
January 21, 2026 at 8:51 AM
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Wenn du mal lachen willst, das sagt die KI:
T36-6 Ferritkerne (oft T36-N87 oder ähnliche) können je nach Anwendung, Wicklung, Kühlung und Frequenz deutlich über 1 kW, oft sogar mehrere kW handhaben, sind aber primär für Schaltnetzteile (SMPS) in mittleren Leistungsbereichen (z.B. 100W bis 500W+, oft in Flyback- oder Push-Pull-Trafos) gedacht; die genaue Leistung hängt stark vom Material (z.B. N87 für hohe Frequenzen), der Wicklung (Luftspalt, Drahttyp) und der Wärmeableitung ab, daher müssen spezifische Berechnungen für die jeweilige Applikation durchgeführt werden.
Kann mir aber nicht vorstellen, das die schon in die Sättigung gehen, 10-20 Watt sollten die doch abkönnen...
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Moin,
die üblichen Wattmeter messen die Summe aller Signale. Also nicht nur das Nutzsignal. Wenn Dein TRX viele unerwünschte Signale oberhalb der Nutzfrequenz aussendet wird das Summensignal höher sein als nach der Filterung. Sofern die Durchlaßkurve des LPF-Filters korrekt ist (nicht zu früh begrenzt), wird nun nur das bereinigte Nutzsignal durchgelassen. Welches dann logischerweise geringer ist. Das Filter funktioniert korrekt.
Ein Spektrumsanalyser oder selektiver Leistungsmesser wäre hilfreich.
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Manche Power-Meter können ein Signal mit Oberwellen nicht korrekt messen. Wenn dann ein LPF eingeschleift wird, zeigen sie einen grossen Verlust, der aber nicht der Wahrheit entspricht. Du könntest Dein LPF mit einem anderen TRX messen, welcher ein LPF hat.
Spulenverluste in der von Dir gemessenen Grössenordnung würdest Du als Wärme sofort bemerken.
73, Peter - HB9PJT
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Der nanoVNA misst mit einer sehr kleinen Leistung und da scheint alles OK zu sein.
Bei höherer Leistung sind die Verlauste auch höher. Hier habe ich nun die Spulen in Verdacht, speziell die Kerne. Diese scheinen mir doch recht klein zu sein.T37-6 sind Eisenpulverkerne von 7,8 mm Durchmesser mit einem maximalen Flux von ca 4 mT bei 14 MHz und von 5,7 mT bei 7 MHz, das ist schon eine Menge. Die Kerne sind zwar gefühlt etwas klein, aber die gleichen Kerne werden im QMX Tiefpassfilter für Leistungen über 5 W eingesetzt.
Eisenpulverkerne sind im Gegensatz zu Ferriten recht linear und vertragen einen viel höheren Flux, bevor sie sättigen. Der vermutete Zusammenhang zwischen Verlusten und Aussteuerung würde IMHO erst bei der Sättigung, der Überschreitung des maximal erlaubten Flusses ganz abrupt einsetzen. Da bin ich bei Arno, das sehe ich bei 3 W und 7 MHz noch nicht erreicht.
73, de Günter
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Hm... OK....
Da die Werte von meinem LPF sehr gut aussehen mit dem nanoVNA könnte es tatsächlich am Messgerät ( PWR Meter ) liegen.
Ich erzeuge mit einem Si5351 mein Signal und schicke es dann in einen chinesischen Breitbandverstärker ( NWDZ RF_PA 2.0 ).
Ich nutze bewusst den chinesischen Breitbandverstärker um diesen für solche kleinen Projekte zu testen.
Jetzt sehe ich natürlich nicht wieviele Oberwellen da raus kommen, aber ich könnte mir vorstellen, das da kein schönes Signal raus kommt
Dann nehme ich diese Leistung einfach mal hin. Interessant wäre es trotzdem mal zu sehen wieviel Leistung die PA auf 7.100MHz tatsächlich raus schmeisst. -
Hallo,
ich sehe es anhand der Beobachtungen an meinem QMx/QMX+ so:
Die Ausgangsleistung aus dem Trafo ist insbesondere auf den unteren Bändern sehr oberwellenhaltig, faktisch Rechteck. Dadurch sinkt die Leistung nach dem Filter auf Werte bis um 2 Drittel der Eingangsleistung. Dieser Unterschied reduziert sich zu höheren Frequenzen hin. Weiterhin sollten die Filter im Zusammenspiel mit der Endstufe abgeglichen werden, insbesondere ab 14MHz aufwärts. Ein Wobbeln nur der Filter mit einem Generator und dann Nutzung im QMX hat bei mir nie optimale Ergebnisse gebracht.
Insgesamt sind also die QMX-Filter an die Eigenheiten der Endstufe (Gegentakt, Schaltbetrieb) angepasst, und das scheint mir (?) nicht in jedem Fall 50 Ohm - 50 Ohm zu sein. Es besteht eine deutliche Beeinflussung der Filter durch die Endstufe.
Habe inzwischen mitbekommen, dass es ein HM-TRX ist. Das könnte Einfluß haben, falls der Eigenbau-TRX eine andere Endstufe benutzt.73 Reiner
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Ich könnte doch den LPF einfach brücken, an der Antennenbuchse einen 50Ohm widerstand anschließen und dann mit meinem Oszi die Vpp spannung messen.
Damit könnte ich doch dann berechnen welche Leistung aus der PA an sich kommt, oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler ? -
Damit könnte ich doch dann berechnen welche Leistung aus der PA an sich kommt, oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler ?
Nur wenn du bei der Leistungsberechnung auch die Kurvenform berücksichtigst. Die einfache Formel für rein sinusförmige Signale gelten nicht für oberwellenhaltige Kurvenformen. Ein weiterer Punkt wurde bereits angesprochen. Bei den einfachen Schaltendstufen ist das Tiefpassfilter Teil der Lastimpedanz der Endstufe. Wird die verändert, gelten auch veränderte Bedingungen für die Leistung, die die PA abgibt.
In Ermangelung eines Spektrum Analyzers tut es auch ein einfacher SDR mit dem man die Harmonischen untersucht. Dessen relative Skalengenauigkeit ist meist sehr hoch und reicht aus, um dem Leistungsverlust durch Harmonische auf die Spur zu kommen.
Habe inzwischen mitbekommen, dass es ein HM-TRX ist
Das sagt mir nichts, gibt es dazu Info?
73, de Günter
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Habe inzwischen mitbekommen, dass es ein HM-TRX ist.
Das sagt mir nichts, gibt es dazu Info?
Vielleicht könnte das HomeMade heißen? https://github.com/StefanKDS/FT8_Transceiver_QRP Anfang Jannuar gefunden.

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Bei den einfachen Schaltendstufen ist das Tiefpassfilter Teil der Lastimpedanz der Endstufe. Wird die verändert, gelten auch veränderte Bedingungen für die Leistung, die die PA abgibt.
Habe mich heute mittag gewundert, warum eine Mini-Endstufe (nom.100mW@3.3V) plötzlich fast 200mW lieferte statt der 140mW, die ich vor
wenigen Monaten gemessen hatte - gleiche DC-Versorgung, Dummy-load und Scope.
Dann kam mir Günter's post in den Kopf. Da ich die Endstufe für einen anderen OM entworfen hatte (für einen pico-Ballon) hatte ich seinerzeit
die Ausgangsleistung mit einem Standard 5-pole Tiefpass gemessen. Zu Hause benutze ich zusätzlich einen 6m-Band Tiefpass, um UKW BCI
zu vermeiden. Gerade nachgemessen macht +1.7 dB Unterschied!73
Peter/DL3PB
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Hätte kleine Buchstaben nehmen sollen. hm - homemade
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So... jetzt mal ein paar Werte.
So sieht der LPF mit dem nanoVNA gemessen aus.
LPF.bmp
Mit dem SDR habe ich nun Messungen gemacht.
Ich habe einmal mit und einmal ohne LPF gemessen.
Rauschen bei ~ -78dBFS
Bei 7.074 MHz : ohne -51dbFS und mit -55dbFS
Bei 14.150 MHz : ohne -56dbFS und mit -67dbFS
Bei 21.225 MHz : ohne -70dbFS und mit -70dbFS ( was komisch ist, vllt. ein Messfehler )
Kann da jemand was mit anfangen ? -
Hallo Stefan,
Von den 3 Watt die ich in den LPF rein gebe kommen nur 1,5W wieder raus ( als Antenne ein 50Ohm Dummyload und als Ton den "Tuning" Ton von WSJTX ).
das Filter wird wie gewünscht funktionieren. In den 3 W Sendeleistung sind diverse Oberwellen enthalten, die am Dummyload eine Summenleistung ergeben. Nach dem Filter sind am Dummyload nur die Grundwelle und die stark gedämpften Oberwellen als Summenleistung messbar.
Es wäre günstig, wenn Du einen Spektrumanalysator nutzen kannst. Dann misst Du zuerst an einem nachgeschalteten entsprechend belastbaren Dämpfungsglied den Leistungspegel des gewünschten Ausgangssignals. Wenn Du dann das Filter am Senderausgang einfügst, sollte der Leistungspegel des gewünschten Ausgangssignals nur um die mit dem VNA messbaren 0,23 dB niedriger sein.
73/72 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!
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Hallo Stefan,
Du müsstest die mit dem Leistungsmesser am Dummyload gemessene Leistung von 1,5 W auch mithilfe des VNA nachvollziehen können, wenn auch nicht nach einer einzelnen Messung und mit etwas rechnen. Dazu müsstest Du neben der Dämpfung der Grundwelle (0,23 dB) auch die einer möglichst großen Anzahl von Oberwellen messen.
Die Dämpfung der 1. Oberwelle (14 MHz) beträgt laut Deiner Messung 41 dB, sodass diese Oberwelle kaum zum Ergebnis beiträgt. Noch höhere Dämpfungen und somit noch weniger werden die anderen ungeradzahligen Oberwellen zum Ergebnis beitragen.
Ich vermute, dass die geradzahligen Oberwellen wesentlich weniger gedämpft sind. Ich nehme hier einfach einmal folgende Werte an:
Die Dämpfung der 2. Oberwelle (21 MHz) beträgt nur etwa 5 dB.
Die Dämpfung der 4. Oberwelle (35 MHz) beträgt nur etwa 10 dB.
Die Dämpfung der 6. Oberwelle (49 MHz) beträgt nur etwa 15 dB.Wenn der VNA angenommen 0 dBm (1 mW) abgibt, dann ergibt sich folgende Rechnung:
Grundwelle (7 MHz): 1 mW (0 dBm) um rund 0 dB gedämpft ergibt 0 dBm = 1 mW
2. Oberwelle (21 MHz): 1 mW (0 dB) um 5 dB gedämpft ergibt -5 dBm = 0,316 mW
4. Oberwelle (35 MHz): 1 mW (0 dBm) um 10 dB gedämpft ergibt -10 dBm = 0,1 mW
6. Oberwelle (49 MHz): 1 mW (0 dBm) um 15 dB gedämpft ergibt -15 dBm = 0,0316 mWDer nachfolgend verwendete Faktor 750 ist das Verhältnis der Sendeleistung (3 W) zur Summe der 4 berücksichtigten Signale des VNA (4 x 1 mW = 4 mW).
Summe der zugeführten Signale = 4 x 1 mW = 4 mW x 750 = 3 W
Summe der gemessene Signale = rund 1,5 mW x 750 = 1,125 WDie berechneten 1,125 W liegen schon recht nahe an den von Dir am Dummyload gemessenen 1,5 W.
Dieser Wert entsteht aber nur, wenn die geradzahligen Oberwellen nur wenig gedämpft an den Filterausgang gelangen. Ich kann Dir daher nur raten, nicht nur die Dämpfung der 1. Oberwelle zu beachten, sondern zumindest auch die 2. Oberwelle (21 MHz) wesentlich stärker zu dämpfen. Die Pegel der anderen geradzahligen Oberwellen rutschen dann automatisch weiter nach unten.
73/72 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!
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Hätte kleine Buchstaben nehmen sollen. hm - homemade
Keine Sorge Reiner, dann hätte ich es auch nicht verstanden. Mir war einfach die Abkürzung nicht geläufig. Das ist oft ein Problem bei Abkürzungen, man kann nicht davon ausgehen, dass sie allgemein geläufig sind. Ich kenne Home-Made z.B. als DIY für "do it yourself". Das ist im angelsächsischen Sprachraum üblich, in Deutschland oft unbekannt.
73 de Günter
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Richtig, Günter. Als ich hier ind Forum einstieg, schrieb man allgemein von hm, DIY kannte kaum einer. Seit aber preisgünstige Bauelemente zunehmend aus CN kommen, ist es offensichtlich umgedreht, seitdem kenne ich das DIY. Außerdem gab es durchs Internet auch zunehmend Bauanleitungen aus dem englischen.
Übrigens hat Hans mal geschrieben, dass die Filter der QMX auf Unterdrückung der 2. Oberwelle ausgelegt sind, da die erste OW von der Gegentaktendstufe weitgehend unterdrückt wird.
73 Reiner
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Übrigens hat Hans mal geschrieben, dass die Filter der QMX auf Unterdrückung der 2. Oberwelle ausgelegt sind, da die erste OW von der Gegentaktendstufe weitgehend unterdrückt wird.
Ja, das ist eine erwünschte Eigenschaft von symmetrisch angesteuerten Gegentaktendstufen, dass sich die geradzahligen Oberwellen gegenseitig aufheben. Abhängig vom Grad der Symmetrie kann das viele dB ausmachen.
73, de Günter
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Das ist bei meinem "China Günstig Breitbandsverstärker" natürlich nicht der Fall

Das ist ein einfacher Einstufiger Verstärker und bestimmt nicht dafür ausgelegt ein besonders sauberes Signal raus zu geben. -
Hallo Ingo,
ich habe jetzt mal den LPF mit dem VNA bis 42MHz durchgemessen
7.080 MHz -0,25dB
14.280 MHz -43dB
21.480 MHz -46dB
28.680 MHz -48dB
35.880 MHz -50dB
42.000 MHz -51dB
Also für mich sieht das TipTop aus.
Ich nehme jetzt die Differenz der Leistung von vor zu nach LPF einfach mal hin.
Wenn mein PWR Meter immer alle Oberwellen mit misst, dann wäre das durchaus eine Erklärung für die Differenz.
Aber schon mal vielen Dank für die ganzen Erklärungen. Ich bin zwar Elektroniker, aber so HF Technik ist schon was anderes. -