Zufrieden mit eurer Antenne für 630m ?

  • Hallo,

    vor einigen Jahren hatte ich eine Magnetische Loop mit 85m Umfang, bestehend aus dem Schirm von TV-Koaxkabel und später RG59 über zwei Masten und einer hohen Birke. Diese Antenne funktioniert für 630m recht gut. Sogar in USA wurde ich gehört. Leider wurden durch die Bewegung des Baumes im Wind die Koaxkabel durchgescheuert, und der Baum selber hatte einen Pilz, so dass er umgemacht wurde und die ganze Sache schon seit einigen Jahren Geschichte ist.
    So sah das mal aus: 472khz.org

    Jetzt möchte ich aber wieder solche eine Antenne Bauen, aus Mehrschichtverbundrohr, und mehrere Masten anstelle von der großen Birke. Dieses Heizugsrohr hat eine Schicht aus Alu, dass ich dafür nutzen möchte.
    Willkürlicher Link: Alu-Verbund Rohr für Heizung 16 mm x 200 m bis 80 °C 6 bar | HORNBACH

    Wie schauen *Eure* 630m Antennen aus, wie seid ihr zufrieden?

    MfG
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    ich habe hier zwar keine Loop für 630 m, nehme aber den Thread-Titel mal wörtlich:

    Ja, ich bin mit meiner Antenne zufrieden und nutze sie als alleinige Allband-Antenne von VLF (8,27 kHz) bis 30 MHz. Es ist eine Marconi, 13 m hoch, mit Topload 4 x 33 m. Die Topload-Drähte sind auf drei Rahen aus 10-mm-Alu-Rohr mit Lötösen aufgelegt; gegenseitiger Abstand der Topload-Drähte je 1 m. Sie wird an der mittleren Rahe mit zwei Drähten y-förmig gespeist; für den Allbandbetrieb sind in der darunter stehenden Gartenhütte 4 umschaltbare Anpassgeräte vorhanden, die über Koax- und Steuerkabel mit dem Shack im ersten Stock unseres Reihenhauses verbunden sind; siehe auch http://www.qrz.com/db/dk1is. Drahtmaterial ist durchgehend ein Stahldraht mit lackiertem Kupfer-Mantel, 1 mm Dmr, von DX-Wire. Die Antenne hängt seit 24 Jahren (!) zwischen einem Rohrmast auf unserem Dachfirst und einem dachnahen Wandhaken eines gegenüber liegenden dreistöckigen Wohnhauses über einem Garten- und Garagenhof und hat unzählige Stürme klaglos überstanden. Hier nochmal ausdrücklicher Dank an die freundlichen Hausbesitzer gegenüber!

    Auf MF konnte ich damit bisher 20 Länder arbeiten (DL, EI, F, G, GM, HA, HB9, I, LA, OH, OK, OM, ON, OZ, PA, S5, SM, SP, YO, 9H1), alles in echtem CW, keine Automaten-Modes. Auf LF brachte sie 24 Länder (DL, F, G, GI, GM, HA, HB9, I, LX, OE, OH, OK, OM, ON, PA, S5, SM, SP, SV, RA6, UW8, YU, Z3, 9A3), die meisten in DFCW. Auf VLF reichte es immerhin für DL, G, I, und SP. Auf HF geht es, je nach Band und Bedingungen, in echtem CW rund um die Welt. Fonie-Betrieb mache ich nicht.

    Die Wirkung einer Marconi steht und fällt mit einer guten Erde; ich habe mit der QTH-Wahl riesiges Glück gehabt: der ganze Untergrund ist von "abgesoffenen" Katakomben einer frühere Fabrik durchzogen und bildet einen sehr guten Spiegel.

    Ein unausweichliches Problem bei Vertikalstrahlern gegen Erde ist der relativ hohe Störpegel beim Empfang. Ich habe hier seit Jahren eine Remote-Lösung mit Aktiv-Antenne in meiner Garage, etwa 100 m Luftlinie vom Haus, solar-gespeist, Datentransfer via privatem 5-GHz-Link. SNR bis zu 30 dB besser als zu Hause.

    Weitere Details siehe ebenfalls http://www.qrz.com/db/dk1is.

    Kurze Anmerkung noch zu Deinem geplanten Einsatz von Verbundrohr für eine Horizontal-Loop: Die Alu-Schicht ist nach früheren Diskussionen etwa 0,2 mm dick. Von der Eindringtiefe her reicht das zwar so gerade für 630 m; die sichere Kontaktierung ist aber eine Herausforderung und der minimale Krümmungsradius ist zu beachten, sonst reißt die Folie. Soweit ich erinnere, gab es hier oder auf einem anderen Forum vor ein paar Jahren eine umfangreiche Diskussion zur Verwendung von Pexal-Rohr für HF-Loops. Joe, DF2JP, brachte etliche Erfahrungen ein; vielleicht solltest Du ihn mal kontaktieren.

    Gl es 73,
    Tom, DK1IS

    Edited 2 times, last by DK1IS: Tippfehler beseitigt. Verbundrohrmaterial heißt Pexal, nicht Perspex - sri! (October 21, 2025 at 6:39 PM).

  • Hallo Tom,
    danke für Deine Ausführungen. 24 Jahre für eine Antenne ist schon eine Hausnummer. Bisher baute ich die Antennen immer nach dem Motto: Wenn der erstbeste Sturm die Antenne nicht kaputtgeweht hat, war Sie zu klein ;) Auch erinnere ich mich, dass wir schon mal miteinander getüdelt haben. Wir haben uns über Deinen Wandel & Goltermann Gerät unterhalten.

    Geplant ist, dass die Loop stehen soll. Also ca. 35m Lang und ca. 10m Hoch. Mit den "runden Ecken", auf dass das Aluminium nicht reißt, hoffe ich dann auf ca. 85m Umfang zu kommen.
    Zur Kontaktierung habe ich mir gedacht, 0,1mm Kupferfolie (Sollte passen bei ca. 90µm Eindringtiefe) rund um das Rohr zu wickeln und dann mit ein oder zwei Edelstahl Schlauchschellen das anzuziehen. Das Alu kann man dann falten und zweimal um den Ferritkernstapel Wickeln. Bei der ersten Antenne aus Koaxkabel brauchte ich dazu 2 Windungen, und vier Windungen zum Auskoppeln.
    Zum Schluss dann noch Darüberlackieren, wegen dem Luftabschluss.

    Was hälst Du davon?

    73, Wolfgang
    DL6RCN

  • Hallo zurück, Wolfgang,

    Geplant ist, dass die Loop stehen soll. Also ca. 35m Lang und ca. 10m Hoch. Mit den "runden Ecken", auf dass das Aluminium nicht reißt, hoffe ich dann auf ca. 85m Umfang zu kommen.

    Gegenüber der alten "horizontalen" Loop bekommst Du aber eine deutliche Richtwirkung. In welche Richtung soll´s denn gehen bzw. was gibt das Grundstück her? Weiterer Punkt: Auf dem unteren 35-m-Stück dürfte schon erhebliche Spannung anstehen - das gibt kräftige Erdverluste, wenn Du diesen Loopzweig nicht wenigstens ein paar Meter über Grund aufbauen kannst. Mögliche Abhilfe: ein paar Bahnen Kückendraht in Längsrichtung am Boden unter der Loop auslegen und mit der TX- bzw. Tuner-Masse verbinden; das trägt zum Abstimm-C bei und der Wirk-Anteil des Erd-Rückstroms wird kleiner.

    Zur Kontaktierung habe ich mir gedacht, 0,1mm Kupferfolie (Sollte passen bei ca. 90µm Eindringtiefe) rund um das Rohr zu wickeln und dann mit ein oder zwei Edelstahl Schlauchschellen das anzuziehen. Das Alu kann man dann falten und zweimal um den Ferritkernstapel Wickeln. Bei der ersten Antenne aus Koaxkabel brauchte ich dazu 2 Windungen, und vier Windungen zum Auskoppeln.
    Zum Schluss dann noch Darüberlackieren, wegen dem Luftabschluss.

    Bei 3 Metallen und Al-Beteiligung ist mehrfache Lackschicht unumgänglich, auch wenn die Verbindungspunkte in einem Klemmenkasten liegen (würde ich sowieso empfehlen). Wenn Du ohnehin einen Übergang Alu-Kupfer-Edelstahl planst, würde ich dort je einen dicken Cu-Draht (hieß früher NYA) anschließen/unterklemmen und den um den Ferrit-Ringkern wickeln. Er könnte dann gleich zu den Abstimm-Kondensatoren weiterführen, die mit einem weiteren Cu-Draht an das zweite Loop-Ende gehen.

    Zum Kontaktieren gibt es alternativ auch blockförmige zweiteilige Edelstahl-Klemmen mit unterschiedlichen Lochdurchmessern, die mit zwei durchgehenden Schrauben ein rundes Objekt festspannen können. Ich finde aber den alten Link nicht mehr; Google oder notfalls DF2JP fragen!

    Ja dann: viel Erfolg bei Bau und Betrieb Deiner neuen Loop!

    Gl es 73,
    Tom, DK1IS

  • Gegenüber der alten "horizontalen" Loop bekommst Du aber eine deutliche Richtwirkung. I

    Tom, wenn ich das Foto aus Beitrag 1 richtig deute, war die Loop von Wolfgang bereits stehend aufgebaut worden. https://472khz.org/media/DL6RCN_Antenna.pdf

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

  • Moin Michael und Wofgang,,

    ja, habe ich auch schon gemerkt - vorm Schreiben sollte man alle Bilder ansehen und nicht aus falscher Erinnerung argumentieren ;). Aber zum Rest stehe ich :saint: !

    73,
    Tom, DK1IS

  • Gegenüber der alten "horizontalen" Loop bekommst Du aber eine deutliche Richtwirkung. In welche Richtung soll´s denn gehen bzw. was gibt das Grundstück her? Weiterer Punkt: Auf dem unteren 35-m-Stück dürfte schon erhebliche Spannung anstehen - das gibt kräftige Erdverluste, wenn Du diesen Loopzweig nicht wenigstens ein paar Meter über Grund aufbauen kannst. Mögliche Abhilfe: ein paar Bahnen Kückendraht in Längsrichtung am Boden unter der Loop auslegen und mit der TX- bzw. Tuner-Masse verbinden; das trägt zum Abstimm-C bei und der Wirk-Anteil des Erd-Rückstroms wird kleiner.

    Das Grundstück geht von Ost nach West, dann geht die Strahlung der vertikalen Loop zum Glück auch so. Das ist auch meine gewünschte Richtung. Davon abgesehen, afaik die Abstrahlung einer Loop hat nur "wenig" Richtcharakteristik, sondern eher eine ausgeprägte Nullstelle. Ich habe mir mal sagen lassen, diese Nullstelle wird beim Funkpeilen benutzt. Kann das jemand bestätigen?

    Die untere Hälfte des Rohrs wird wohl ca. 20cm überhalb eines Maschendrahtzaunes gehen (Siehe PDF) , etwa auf Brusthöhe. Ich hoffe, das reicht aus.

    Bei 3 Metallen und Al-Beteiligung ist mehrfache Lackschicht unumgänglich, auch wenn die Verbindungspunkte in einem Klemmenkasten liegen (würde ich sowieso empfehlen). Wenn Du ohnehin einen Übergang Alu-Kupfer-Edelstahl planst, würde ich dort je einen dicken Cu-Draht (hieß früher NYA) anschließen/unterklemmen und den um den Ferrit-Ringkern wickeln. Er könnte dann gleich zu den Abstimm-Kondensatoren weiterführen, die mit einem weiteren Cu-Draht an das zweite Loop-Ende gehen.

    Ich denke, ich nehme doch lieber Kupferfolie mit 0,1mm, da habe ich mehr Fläche und das verträgt sich besser mit der Klemmung. Evtl. aber mache ich an jeder Seite zwei, einmal zur Wicklung zum Übertrager und einmal zu den Kondensatoren. Evtl könnte man dann Kondensatoren zuschalten, um auf 2200m Resonant zu werden. Einen 10nF Essteller großen Keramik-Kondensator habe ich dafür schon auf Lager ;)

    Jetzt fällt mir gerade ein: Warum nicht einfach mehrfach gefaltete handelsübliche Küchen-Aluminiumfolie? Sollte sich das nicht auch mit der Stahlschlauchschelle vertragen?

    Zum Kontaktieren gibt es alternativ auch blockförmige zweiteilige Edelstahl-Klemmen mit unterschiedlichen Lochdurchmessern, die mit zwei durchgehenden Schrauben ein rundes Objekt festspannen können. Ich finde aber den alten Link nicht mehr; Google oder notfalls DF2JP fragen!

    Vermutlich diese da. Gefällt mir ;)
    Pneumatik-Hydraulik-Industriebedarf Atlas9

    Danke fürs Mitdenken

    73, Wolfgang

    DL6RCN

  • Hallo Wolfgang,

    Loop-Nullstelle: ja, die ist deutlich stärker ausgeprägt als das Maximum und wird/wurde deshalb zum Peilen genutzt.

    Maschendrahtzaun: wenn der blank ist: zwar viele kleine Kurzschlussloops, aber wohl akzeptabel - an Tuner-Masse legen. Wenn er isoliert ist (grüne Beschichtung): fragwürdig, kein klares Potenzial definiert. An freien Drahtenden könnte man sich die Finger verbrennen - aber das ist ja bei Dir wohl "kontrolliertes Gebiet" ;) Insgesamt ist der nahe Maschendrahtzaun nicht schön, aber so sind eben die Randbedingungen. Der vorgeschlagene Kükendraht unter der Loop hätte seine Maschen parallel zu ihrem Magnetfeld und würde nur kapazitiv abschirmend gegen Erdverluste wirken.

    Reine Alu-Kontaktierung: wäre sicher ein Weg. Auf der Landefeld-Seite findet man aber auch Klemmen aus Aluminium;
    https://www.landefeld.de/gruppe/de/rohrschellen-klemmbackenpaare-leichte-baureihe-din-3015-t1/GR06LKP/suche/Rohrschelle%2520leicht?filterpath=1&10=Aluminium&30=18%2C16&page=
    Nicht besonders teuer und gut abgestimmte Lochdurchmesser; den sollte man aber knapp wählen, da Alu-Kontaktierungen eine möglichst hohe Kontaktkraft erfordern. Mit angeklemmtem Alu-Schweißdraht (z. B. 2,4 mm Dmr, ohne Mn-Anteil, ggf. im Isolier-/Schrumpfschlauch) wärest Du dann sogar sortenrein!

    Betrieb auf anderen Bändern: LF wird sicher gehen; evtl. aber auch mal auf 160 m testen. Dafür den Vakuum-Kondensator zur Verkürzung in Reihe zur Loop schalten und das Ganze dann ohne Ferrit-Trafo direkt aus dem 50-Ohm-Kabel speisen, ggf. via Tuner - einen Versuch wäre das wert.

    Gl es 73,
    Tom, DK1IS

  • Ich habe mir mal sagen lassen, diese Nullstelle wird beim Funkpeilen benutzt. Kann das jemand bestätigen?

    Ja, stimmt. Es sind zwei scharfe Nullstellen. Mit einer Hilfsantenne, deren Signal in der Phase richtig zugeführt wird, kann man eine eindeutige Richtung bestimmen. Ist noch u.a. bei 80m Fuchjagd Peil-RX zu finden. Wobei heute eher Ferritantennenstäbe benutzt werden.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

  • Zur Kontaktierung habe ich mir gedacht, 0,1mm Kupferfolie (Sollte passen bei ca. 90µm Eindringtiefe) rund um das Rohr zu wickeln

    Wolfgang, für mein Verständnis - wie sieht das rein mechanisch aus? Wickelt man dort bspw. einen 1cm breiten Kupferfolienstreifen mit Überlappung wie ein Wundverband um das Trägerrohr der gesamten Loop? Wenn ja, wie gut ist die Kontaktgabe der einzelnen Windungen? Bei Bewegung und Biegungen? Stelle ich mir schwierig vor. Wie lange wickelt man dran rum, wie verbindet man das über die Länge? Denke mal, dass ein Streifen zum Rumwickeln nicht reicht. Wie stabil ist das ganze Ding in Wind und Wetter?

    Die Idee, Koaxkabel bzw. dessen Abschirmung zu nehmen, kann ich nachvollziehen und wäre meine Wahl. Einfach und hält fast ewig.

    Noch ein Gedankengang - drei unterschiedliche Metalle > elektrochemische Spannungsreihe > Probleme damit?

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

  • Hallo, in einem DDR-"Funkamateur" wurde mal ein Trick "verraten" wie man Alu weichlöten kann: etwas dünnes Öl auf die zu lötende Fläche und dann mit einem Messer vorsichtig schaben, danach nicht zu gründlich abwischen. Die Lötflächen sehen nicht allzu schön aus, geht aber. Hab früher mal Schmetterlingsdipole aus Alu erfolgreich gelötet und vor nicht allzulanger Zeit ein altes Fahrrad- Rücklicht repariert.

    73, Bernd, dk1rt

  • Hallo Bernd und Kollegen,

    ja, der Trick ist bekannt: durch das Kratzen/Schmirgeln/Feilen unter Öl wird die ziemlich beständige Oxidschicht auf dem unedlen Aluminium zerrieben und kann sich wegen des Luftabschlusses durch das Öl nicht neu bilden; damit wird das Weichlöten möglich. Bei "solidem" Material geht das wirklich, aber bei dem Mehrschichtverbundrohr wird es problematisch: Die Folie zwischen dem äußeren und dem inneren PE-Rohr ist nur 0,2 mm dick und sie ist mit dem inneren PE-Rohr verklebt, das ein Löten mit der nötigen höheren Temperatur nicht mag. Natürlich könnte man versuchen, die verklebte Alu-Folie über ein größeres Stück freizulegen und vom Rohr abzuziehen, aber bei 0,2 mm Dicke ist der entstehende "Folien-Zopf" mehr als sensibel.

    Ich würde eine direkte Klemmung mit den Aluschellen aus #8 (dort im Auswahlmenü "Aluminium" wählen) ohne weitere Zwischenlagen bevorzugen. Dabei sollte man die inneren Klemmflächen mit einer Feile ganz leicht aufrauen, um so die immer vorhandenen Oxidschichten auf der Folienoberfläche sicher zu durchdringen.

    73,
    Tom, DK1IS

  • Schönen Guten Abend

    Wie schon im ersten Post angekündigt, habe ich heute die Loop aus Heizungsverbundrohr (20mm) mit einigen Funkkammeraden aufgebaut. Leider noch etwas schlampig weil die Zeit fehlte, aber Abends konnten noch mit Krokoklemmen die beiden Enden mit dem Koaxkabel verbunen werden. Mit dieser Schleife hört man schon 630m WSPR Sigbnale, die man mit der 20m 49:1 oder der KW-Vertikalen nicht hört :)

    Als nächsten wird die Anpassung gebaut und eingebaut, damit erwarte ich eine erhebliche Verbesserung des Empfangs.
    Ich werde weiter Berichten ...

    MfG

    Wolfgang

  • Maschendrahtzaun: wenn der blank ist: zwar viele kleine Kurzschlussloops, aber wohl akzeptabel - an Tuner-Masse legen. Wenn er isoliert ist (grüne Beschichtung): fragwürdig, kein klares Potenzial definiert. An freien Drahtenden könnte man sich die Finger verbrennen - aber das ist ja bei Dir wohl "kontrolliertes Gebiet" ;) Insgesamt ist der nahe Maschendrahtzaun nicht schön, aber so sind eben die Randbedingungen. Der vorgeschlagene Kükendraht unter der Loop hätte seine Maschen parallel zu ihrem Magnetfeld und würde nur kapazitiv abschirmend gegen Erdverluste wirken.

    Hallo Tom,

    darf ich an dieser Stelle nochmal Einhaken.
    Der Zaun ist ein grüner, also Isolierter Maschendrahtzaun. Ich könnte da einen leitenden Sechseckzaun anbringen.
    Willkürlicher Link:

    Mir ist noch nicht ganz klar, wie ich das leitenden Geflecht mit der Antenne verbinden soll, oder ist einfache Erdung des Sechseckzauns ausreichend? Eine passende Erde ist in der Hütte vorhanden (2m Kreuzstaberde im Boden).
    Anbei ein Bild, wie die Antenne verschaltet ist.

    Frage1 : Wie die Antenne mit dem geerdeten Zaun verbinden?

    Frage 2: Wenn das erledigt ist, verbessert sich dadurch der Empfang?

    Danke + 73

    Wolfgang




  • Hallo Wolfgang,

    erstmal Anerkennung für die Loop-Konstruktion - eindrucksvoll! - Zu Deinen Fragen:

    • Betreibst Du die Loop ohne Erdverbindung? Das würde ich nicht machen; bei den großen Abmessungen können sich erhebliche elektrostatische Spannungen aufbauen, die letztlich die Isolation des Koppeltrafos gefährden und bei zufälliger Berührung auch bei Nichtbenutzung unangenehme Stromschläge verursachen können. Vorschlag: am Koppeltrafo Erdung der "kurzen" Verbindung zu den Kondensatoren. Für diesen Zweck reicht ein längerer Zelthering vor Ort.
    • Hasendraht-Schirm: Wenn Du den Hasendraht parallel und berührend zum grünen Maschendraht montierst, würde ich ihn auch an den Erdpunkt zwischen Trafo und Kondensatoren legen. Über kapazitive Spannungsteilung wird er einen Großteil der Feldlinien Richtung Erde auf sich ziehen und damit die Erdverluste verringern. Die resultierenden Ströme bleiben überwiegend im System, die Abstimmung wird sich aber etwas verändern, weil mehr C resultiert.
      Vorteil Deines Ansatzes: Wegen der engen kapazitven Kopplung zwischen Hasen- und grünem Draht liegt letzterer auf einer geerdeten Äquipotenzialfläche; damit unterbleibt eine undefinierte Aufladung des grünen Zauns.
    • Ob Du den Mantel des Koax-Kabels zur Station bei der Loop auch an die neue Erdung legst (direkt oder erst hinter der einen Hälfte der MWS) musst Du anhand eventuell beobachteter Empfangsstörungen beurteilen.

    Na denn: viel Erfolg! Gl es 73,
    Tom, DK1IS

  • Moin,

    mal vom mechanischen Aufwand abgesehen - ist es für die Funktion nicht besser den Kondensator (Bereich der höchsten Spannung) nach oben zu montieren? So sehe ich bislang die meisten MagLoops montiert. Hier wäre dann das Problem mit dem Zaun geringer, denke ich.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. (DF2OK) - No computer required, just human skill. And: Real pilots don't need engines.

  • Dieser mechanische Aufwand hieße also auch ein Abstimmelement in 10m Höhe...

    IMHO ist das C in magLoops im Spannungsmaximum regelmäßig gegenüber der Einspeisung im Strommaximum,
    das ließe sich, sofern sinnvoll, in Wolfgangs Konstruktion näherungsweise im unteren Drittel/ nahe der unteren Ecke eines vertikalen Abschnitts realisieren.

    Ebenfalls aus genau diesen mechanischen Gründen ist das Abstimm-C gerade bei manuell bedienten Lösungen (zB OM0ET) oft unten und die Koppelschleife oben.

    Mit so großen Loops kenne ich mich aber nicht aus, daher nur eine theoretische Idee.

    72/73, Tom 4 . .-

    Das schöne an einheitlichen Standards ist, dass man so viele verschiedene zur Auswahl hat.

  • Hallo nochmal,

    die Loop ist zwar groß, aber doch klein gegen die Wellenlänge. Damit ist der Strom im Leiter annähernd konstant; Resonanz bedeutet lediglich, dass der induktive Blindwiderstand der Leiterschleife vom kapazitiven Blindwiderstand der Kondensatoren kompensiert wird. Die Spannung pro Längeneinheit auf der Leiterschleife ist damit gleich ihrem Blindwiderstand pro Längeneinheit mal dem fließenden Strom (bei vernachlässigten Wirkwiderständen). Legt man den Erdpunkt wie vorgeschlagen fest, steigt das Potenzial auf der Schleife von Null an der rechten Seite des Einspeisetrafos linear im Uhrzeigersinn an, um an der anderen Kondensatorseite das Maximum zu erreichen. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass Einspeisung und Abstimmung in einer unteren Ecke erfolgen; damit steigt das Potenzial auf dem unteren, in Zaunnähe liegenden Leitungsteil von Null auf etwa 39% des Maximalwertes an (=35 m / 90 m) - das erscheint beherrschbar.
    In der Realität wird der Spannungsanstieg im unteren Leitungsteil sogar geringer sein, da dort die kapazitive Belastung wegen der Zaunnähe größer ist als beim Rest der Leitung. Damit ist dort der resultierende induktive Blindwiderstand pro Länge kleiner.

    73,
    Tom, DK1IS

    Edited 2 times, last by DK1IS: Ergänzung (December 13, 2025 at 9:50 AM).