Mantelwellensperre mit Ferriten zum aufstecken/drüberschieben. Frage zum Aufbau

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  • Moin,


    Es gibt ja Mantelwellensperren unterschiedlichster Art.

    Wenn ich mir diese hier https://www.dx-wire.de/mantelwellensp…sperre-2kw.html

    ansehe, kommt mir die Frage, macht es einen unterschied, ob die einzelnen Ferrite direkt hintereinander sind, oder kann ich auch platz zwischen den einzelnen lassen? Bzw, was ist besser, wenn es einen Unterschied gibt?


    Thnx, Jens

    73, Jens

    Telegrafie - die einzige Digitalbetriebsart die Analog besser ist.

  • Theoretischer Ansatz:
    Eine Leitung, die durch einen Ferritring gezogen wird, zählt als eine Spule mit einer Windung und hat, abhängig von den Werten des Ferrits, eine Induktivität L. Für Induktivitäten gilt, schaltet man Spulen in Serie (ohne dass sie aufeinander koppeln), addiert sich ihre Induktivität. Schaltet man n Induktvitäten in Serie, erhöht sich die Gesamtinduktivitäg auf n x L.

    Es sollte also rein von der Theorie her keinen Unterschied machen, ob die Induktivitäten direkt oder mit etwas Abstand in Serie geschaltet werden aka ob die Ferritringe direkt hintereinander oder mit etwas Abstand über die Leitung gezogen werden.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Moin,


    Es gibt ja Mantelwellensperren unterschiedlichster Art.

    Wenn ich mir diese hier https://www.dx-wire.de/mantelwellensp…sperre-2kw.html

    ansehe, kommt mir die Frage, macht es einen unterschied, ob die einzelnen Ferrite direkt hintereinander sind, oder kann ich auch platz zwischen den einzelnen lassen? Bzw, was ist besser, wenn es einen Unterschied gibt?

    Hallo Jens,

    ich hatte mir die Kerne mal vom OM besorgt meinen Aufbau vermessen und hier gepostet.

    Nun ich weiß aber nicht, wie lange das her war, vielleicht 10-12 Jahre.

    73 de Uwe

    Funkamateur Klasse A - 16.05.2013

  • Hallo Jens,

    ich hatte mir die Kerne mal vom OM besorgt meinen Aufbau vermessen und hier gepostet.

    Nun ich weiß aber nicht, wie lange das her war, vielleicht 10-12 Jahre.

    Haste wenigstens noch nen Link? Oder eine Erklärung für das ergebnis?

    73, Jens

    Telegrafie - die einzige Digitalbetriebsart die Analog besser ist.

  • Es sollte also rein von der Theorie her keinen Unterschied machen,

    73, de Günter

    Das denke ich auch, aber denken!=wissen.

    Danke für die Antwort. Ich denke (also weiß ich) das es so passt.

    73, Jens

    Telegrafie - die einzige Digitalbetriebsart die Analog besser ist.

  • Vielleicht hilft die usernamenbezogene Forumsuche. Kommt einiges an Fundstellen zusammen.

    73, Michael, DF2OK.
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  • ich hatte mir die Kerne mal vom OM besorgt meinen Aufbau vermessen und hier gepostet.

    Nun ich weiß aber nicht, wie lange das her war, vielleicht 10-12 Jahre.

    Haste wenigstens noch nen Link?

    de0508
    January 28, 2012 at 9:08 PM

    73,
    Uli DF7SC

  • Ich habe doch noch eine Anmerkung zu Ferritten, insbesondere für HF-Filter, die dann zu einem parallel Schwingkreis werden. Wickelt man Windung auf einen Ferrit, so erhält man höhere Induktivitäten im Quadrat, das ist natürlich bekannt. Auch sind Eingang und Ausgang Wicklung sehr dicht beieinander und bilden so eine Kapazität. Dies bildet dann ein Parallelschwingkreis und kann dann bei Mantelwellensperren zu ungewünschten Nebeneffekten führen. Der gestreckte Aufbau hat somit den entscheidenden Vorteil, dass ein- und Ausgang sehr weit voneinander entfernt sind und so nur geringe Kapazitäten entstehen können. Wir haben sicherlich alle noch die Formel im Kopf, wie sich in Reihe geschaltete Kapazitäten Verhalten. Dies können wir natürlich auf jeden Ringkern übertragen, indem wir jeden Ringkern mit seiner parallelkapazität betrachten und wir erkennen sehr schnell, dass die Parallelen Kapazitäten sich durch die Anzahl der Ringkerne verringern. Deshalb ist dann auch diese Art von Mantelwellensperre so breitbandig, wie ich denke in meiner damaligen Messung aufgezeigt habe. Die vom Om dx-wire ausgewählten Ringkerne sorgen natürlich auch dafür, dass sie im 80 m Bereich wie gewünscht funktioniert.

    73 de Uwe

    Funkamateur Klasse A - 16.05.2013

  • Eine Mantelwellensperre/BALUN mit diesen Ferritperlen hat schon eher eine mässige Dämpfung, welche von einem geeigneten Ringkern deutlich übertroffen wird.

    Man sieht das, wenn man die Grafiken vergleicht, welche ich spontan im Web gefunden habe.

    73, Peter - HB9PJT

    https://www.darc.de/fileadmin/filemounts/distrikte/o/ortsverbaende/38/Downloads/Bericht_Mantelwellensperren.pdf

    https://www.dl7apo.de/mantelwellensperre-nach-dg0sa-sk.html

    de0508
    January 28, 2012 at 9:08 PM
  • Das hat aber jetzt alles nichts mehr mit der Eingangsfrage zu tun. Die bezog sich auf den von Walt Maxwell, W2DU bekanntgemachten "W2DU Balun" auch "Maxwell Choke" genannt , bei dem viele Ferrithülsen über den Mantel des Koaxialkabels gezogen und mit Schrumpfschlauch befestigt werden:

    macht es einen unterschied, ob die einzelnen Ferrite direkt hintereinander sind, oder kann ich auch platz zwischen den einzelnen lassen?

    Wie Peter und ich schon schrieben, wird das wohl keinen Unterschied machen, da es sich um eine Serienschaltung von n Induktivitäten handelt. Das ist aber leicht zu verifizieren, man muss nur einige Kerne über ein Stück Schaltdraht ziehen und die Induktivität des Drahtes messen, wenn die Kerne eng zusammen oder etwas weiter auseinander sind. Nur die Höhe der Gesamtinduktivität ist für die Sperrwirkung als Mantelwellensperre in dB verantwortlich.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 9 times, last by DL4ZAO (October 1, 2025 at 7:28 AM).

  • Bei den MWS von DX-Wire z.B. sind 3 Ferrit Pakete mit einem Abstand von etwa 3cm angeordnet. Grund ist lediglich das man die Mantelwellensperre auch biegen kann. Das ist bei direkt hintereinander gesteckten Ferritkernen unmöglich.

    73 de Volker https://dl3lk.darc.de/

    DOK M19 / Feld Hell Club #6008 (Zum Avatar: Hatte ich beruflich mit zu tun)

    Edited 2 times, last by DL3LK: Was geändert (October 1, 2025 at 9:07 AM).

  • Das beantwortet auch nicht die Frage ob der Abstand eine Auswirkung hat, sondern erklärt nur warum dx- wire überhaupt einen Abstand lässt.

    Ob die Theorie stimmt, dass auch wie ich glaube, es nichts ausmacht, lässt sich durch Messung der Induktivität einfach verifizieren.

    73, Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Das beantwortet auch nicht die Frage ob der Abstand eine Auswirkung hat, sondern erklärt nur warum dx- wire überhaupt einen Abstand lässt.

    Mann Mann ... NEE macht auch nichts aus, denn dann wäre die Standart MWS auch "gestückelt". Lediglich die mechanisch langen sind mit Abständen. Meine Antwort bezog sich auch auf das mechanische warum. Das elektrische hattest du ja beantwortet. Oder war das sooo schwer zu verstehen?

    73 de Volker https://dl3lk.darc.de/

    DOK M19 / Feld Hell Club #6008 (Zum Avatar: Hatte ich beruflich mit zu tun)

  • Wenn dir meine "Standard" Behauptung reicht, anstatt einer Messung, dann ist das OK.

    73, Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Bei den MWS von DX-Wire z.B. sind 3 Ferrit Pakete mit einem Abstand von etwa 3cm angeordnet. Grund ist lediglich das man die Mantelwellensperre auch biegen kann. Das ist bei direkt hintereinander gesteckten Ferritkernen unmöglich.

    Nicht bei allen. Die erste hat nur 1 Paket.


    DL4ZAO Was gehört jetzt nicht mehr dazu?

    Bisher fand ich ich nichts schlechtes an den Antworten, außer das übliche, unterschiedliche Aussagen.

    Dafür gibt es eine unmenge Stoff um mich selber weiterzubilden :P

    Wenn es nur ums biegen geht, dann kann man auch etwas mehr Schlumpfschlauch verwenden und zwischen jedem Kern 1cm Abstand lassen.

    Ich werd mal schauen, ob ich was gemessen bekomme.

    73, Jens

    Telegrafie - die einzige Digitalbetriebsart die Analog besser ist.

  • DL4ZAO Was gehört jetzt nicht mehr dazu?

    Gemeint war, dass der Link zu den Daten eines Multiturn Ringkern Balun nach Art von DG0SA nicht direkt mit deiner Eingangsfrage mit der W2DU Maxwell Choke (Ferrithülsen über Koax) zu tun hat, nach dem du explizit im Eingangspost gefragt hast. Weil beide unterschiedlichen Mechanismen bei der Sperrinduktivität folgen. Eine Maxwell Choke erhöht ihre Sperrinduktivität mit n x Anzahl der Hülsen, ein gewickelter Ringkernbalun erhöht seine Sperrinduktivität mit n^2 der Windungen auf dem Ringkern.

    Nur als Info: es gibt auch eine hybride Lösung für eine wirksame Mantelwellensperre, die beide Konzepte kombiniert, in dem gewickelten Ringkernbalun/MWS wie bei der Maxwell Choke in Serie geschaltet und dadurch recht hohe Sperrdämpfungen und gute Breitbandigkeit erreicht wird. Das ist der sogenannte Kellermann Balun. Der ist allerdings recht klobig. Uwe hat den hier schon mal gemessen und vorgestellt.

    de0508
    March 21, 2010 at 2:56 PM


    Das von Uwe vorher schon verlinkte Papier von DL6PI und DL6DCA gibt einen sehr guten Überblick über die Eigenschaften der Varianten von Mantelwellenperrenohne ohne viel theoretischen Ballast.

    https://www.darc.de/fileadmin/filemounts/distrikte/o/ortsverbaende/38/Downloads/Bericht_Mantelwellensperren.pdf

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 7 times, last by DL4ZAO (October 2, 2025 at 9:58 AM).