CW in USB oder LSB?

  • HAllo zusammen,

    ich habe in der Suche nichts gefunden, deswegen die sicher schon oft gestellte Frage: CW in USB oder LSB?

    Wie komme ich auf die Frage? Mein FTDX101D kann beides einstellen. Meine früheren Geräte konnten das nicht, da gab es halt CW und gut wars. Daher die Frage. Wird das da etwas genauso gehalten wie bei SSB mit USB und LSB oder wozu gibt es diese Einstellung?

    Danke fürs Erklären!

    Gruß Stefan

    Man darf nicht alles glauben, was man denkt! ;)

  • Moin Stefan,

    als Signal hat CW nur ein einziges Signal mit idealerweise sehr geringer Bandbreite. Anders als bei SSB gibt es keine Zuordnung der verwendeten Seitenbandlage zum verwendeten Band. Eine Umschaltung des Seitenbandes hat den Vorteil, dass bei Störungen auf einem Seitenband einfach das andere genommen werden kann. Es gibt dazu auch andere Bezeichnungen. CW, CW-N (CW normal), CW-R (CW reverse), CWU (CW upper sideband), CWL (CW lower sideband).

    Dass das Seitenband bei cw im Grunde keine Rolle spielt, sollte aus den extrem vielen einfachen TX-Schaltungen bspw. mit Quarzen etc. klar sein. Man sollte sich nur innerhalb der Bandgrenzen aufhalten.

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
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    Edited 3 times, last by DF2OK (August 15, 2025 at 5:12 PM).

  • Moin,

    Dass das Seitenband bei cw im Grunde keine Rolle spielt, sollte aus den extrem vielen einfachen TX-Schaltungen bspw. mit Quarzen etc. klar sein. Man sollte sich nur innerhalb der Bandgrenzen aufhalten.

    eigentlich ist Seitenband auch nicht die richtige Terminologie, auch wenn wir da umgangssprachlich von sprechen. Der Ton wird durch Versatz des BFO zum Träger erzeugt und CW-U und CW-L legen fest, ob der BFO über oder unter dem Trägersignal läuft. Bei 700Hz CW Ton z.B. 3560+700Hz oder 3560-700Hz. Der Ton bleibt gleich, es sind immer die 700Hz, der Träger bleibt gleich auf der 3560, aber man kann mit den Filtern Störungen die knapp über dem Träger liegen einfacher "entsorgen", wenn der BFO unter dem Träger läuft. Einfach mal mit einem CW Signal ausprobieren, wo über oder unter der Sendefrequenz eine Störung ist, den Effekt kann man deutlich hören.

    Die Bandgrenzen dürften dabei keine Rolle spielen, weil der VFO nicht verändert wird, nur der BFO.

    73, Tom

  • Hallo Stefan,


    das hat auch viel mit Gewöhnung zu tun ;)

    Der K2 kann ja auch CW und CW-R und ich hab mir angewöhnt, die Betriebsart auszuwählen, bei der die hörbare Tonfrequenz steigt, wenn ich die VFO-Frequenz erhöhe. Nur ganz selten drehe ich das rum, was aber auch damit zu tun hat, dass der BFO für CW und CW-R bei mir leicht unterschiedliche Einstellungen hat und ich daher ein leicht neben dem Nutzsignal liegende störende Signale auch bei etwas breiteren Filtern in der einen BFO-Lage besser ausblenden kann als in der anderen.

    vy 72 de DH8DAP, Frank aus Schwelm nr Wuppertal, JO31PG

    Ich bin Westfale von Geburt und Europäer aus Überzeugung!

    http://www.golf19.de

  • Hallo zusammen,

    Danke, jetzt verstehe ich das. Also kein Unterschied im Signal, jedoch eventuell bessere Voraussetzung zum eliminieren von Störungen!

    Gruß Stefan

    Man darf nicht alles glauben, was man denkt! ;)

  • Moin Stefan,

    Also kein Unterschied im Signal, jedoch eventuell bessere Voraussetzung zum eliminieren von Störungen!

    Auch das weniger, jedenfalls im heutigen Zeitalter, wo so gut wie alle juengeren TRX einen DSP haben. Da spielt CW oder CW-R keine Rolle, die Stoerungen holt man per Filter raus. Man kann heutzutage auf 50Hz herunterdrehen, plus Notch Filter, Audio Peaking und so weiter. Schon deshalb ist CW fuer mich die schoenste Betriebsart, weil es da so ruhig ist.

    73, Joerg

  • Es spielt natürlich dann eine Rolle, wenn man in CW eine SSB-Station anruft :)

    73!

    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW

    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

    In QRP the challenge is to "break" the pile-up...................in QRO the challenge is NOT to break components! (Zitat DL5RBW)

  • entweder transceive oder split... :D

    Im Ernst: das schöne ist, wenn man lieber 650Hz statt 800Hz hört, TX da lassen wo sie ist, der Gegner hat ja schon gewählt. f_RX beliebig. Blöd ist, wenn ein festes NF-Schmalband-Filter verbaut ist, mit SSB-Bandbreite unerheblich.

  • Moin Tom,

    Mit CW-L und CW-U kann man einen besseren Ton erzielen, als mit den Filtern alleine. Einfach mal praktisch machen!

    Habe ich probiert, jedoch nie einen Vorteil dabei gesehen und bei mir sind >95% aller QSO in CW. Meist lange Kloens.

    73, Joerg

  • Im Ernst: das schöne ist, wenn man lieber 650Hz statt 800Hz hört, TX da lassen wo sie ist, der Gegner hat ja schon gewählt. f_RX beliebig. Blöd ist, wenn ein festes NF-Schmalband-Filter verbaut ist, mit SSB-Bandbreite unerheblich.

    Moderne TRX machen das alles automatisch. Man muss nur den "Pitch" aendern. RIT, PBT und dergleichen braucht man dazu nicht mehr verstellen.

    73, Joerg

  • text mit den paddles geschrieben =
    daher alles klein =
    =
    es kann in der praxis nicht ausgschlossen werden , dass sich ein stoerer inner halb des durchlass bereichs befindet. =
    fuer mein gehoer macht es einen unterschied , ob der stoerer hoeher oder tiefer als das nutz signal klingt . oft kann ich einen tieferen stoerton leichter ignorieren . mit der cw cwr umschaltung kann ich waehlen. =
    =
    73 john

  • Moin John,

    text mit den paddles geschrieben =
    daher alles klein =

    Sauber! Ich habe hier zum Test gerade den Keyer von Conor N5XR, der u.a. das kann. Er emuliert ein Keybard, wenn man diese Funktion aktiviert hat. Das geht echt gut.

    Mit CW oder CW-R macht mir das nichts aus, ob der Stoerer drueber oder drunter sitzt. Ich ziehe dann eh das Filter zu, notfalls auf 50Hz oder bei flotteren QSOs etwas mehr. Dann ist immer Ruhe. Per Default steht das bei mir auf 200Hz, ausser bei CQ Rufen, weil Leute manchmal danebenliegen.

    73, Joerg