Simmulation von eigenen Antennenformen & Anzeige ortsfester Amateurfunkanlagen

  • Hallo zusammen,

    die Erfahrung und der Aufbau von der ersten EndFed-Antenne für 10m über die Auswahl und Aufbau einer Multiband Drahtantenne mit Tuner bis hin zu Organisation und Auswahl von Kabeln und Steckern soll nun in meiner ersten ortsfesten Anlage zusammengeführt werden.

    Mein aktuelles Antennensetup besteht aus einem 13,5m langen Draht, der oben in ca. 5-6m am Balkon gespeist wird, dann durch den garten runter auf ca. 3m geführt wird und von dort senktrecht zu boden geht.
    In diesem Beitrag sind auch noch einige Bilder zufinden: KLICK

    Gerne möchte ich auch gleich einen kleinen Verstärker mit 50 Watt einplanen, den ich bei Bedarf einschalten kann.

    Bevor ich nun Kabel kaufe und verlege, wäre es gut, wenn ich alle notwenigen Optionen berücksichtigt hätte. Nun stehen auf meiner Liste noch folgende Punkte zur Klärug:

    1. Sollte ich die Antenne wie bisher am höchsten Punkt (Balkon) speisen oder macht es mehr Sinn am niedrigsten Punkt zu speisen (im Garten in Bodennähe)? Bei einer inverted L wird ja auch vom niedrigsten Punkt aus gespeist.

    2. Der Wattwächter gibt mir bei einer 12m oder 14m langen Drahtantenne auf Frequenzen bis 28MHz in jeder Betriebsart einen maximalen Abstand vom Speisepunkt mit einer Differenz zur Drahtlänge von rund 1,3m an. Kann ich davon ausgehen, dass wenn ich meinen Mast im Garten 1,5m von jeder Grenze platziere, dass ich damit auch bei meiner Antenne im sicheren Bereich bin? Ich möchte vermeiden, dass ich später den mast nochmal umsetzen muss.

    3. Kann ich, wenn ich mich in entsprechende Antennensoftware eingearbeitet habe, die erstellte NEC-Datei für den Wattwächter nutzen oder ist bei eigenbauten zwingend eine Messung der Feldstäre notwendig (bin kein DARC Mitglied). Ich weiß leider auch nicht, welche Bedeutung bei der Antennensimmulation das Gegengewicht spielt - wie soll ich Dachrinne oder den Balkon mit einberechnen? Oder solte ich mir für den Betrieb mit PA eine Antenne auswählten, die bereits im Wattwächter angegeben ist?

    Vielen Dank!

    73 Thorsten
    DH0TG

    Edited once, last by DH0TG (July 27, 2025 at 2:27 PM).

  • Kann ich, wenn ich mich in entsprechende Antennensoftware eingearbeitet habe, die erstellte NEC-Datei für den Wattwächter nutzen oder ist bei eigenbauten zwingend eine Messung der Feldstäre notwendig

    EFHW Antennen sind wegen der zahlreichen undefinierten Parameter im realen Aufbau nahezu nicht realitätsnah zu erfassen und zu simulieren. Gerade das Gegengewicht und u. U. der Kabelmantel ist strahlender Teil der End-Fed Antenne und muss als solches in der Simulation behandelt werden. Ich denke daher nicht, dass die NEC Datei zu nachvollziehbaren Absolutfeldstärkewerten führt.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Hallo Günter,

    hab vielen Dank für Deine Antwort. Für meinen speziellen Fall hatte ich sowas schon befürchtet. Dennoch wird die Berechnung über den Wattwächter offiziell akzeptiert und dort finden sich auch "Langdrahtantennen". Kannst Du mir sagen, ob es sich bei dieser Bezeichnung prinzipiell um den gleichen Antennenaufbau handelt wie bei mir? Ich wundere mich halt, dass keine 13,5m oder 27m aufgeführt sind, die ja explizit auf keinem Band resonant sind. Im Zweifel würde ich dann nämlich einfach meine Antenne kürzen - auf 12m wenn es geht, sonst auf 10m und hätte damit dann die richtige Antenne in der Auswahl im Wattwächter.

    Mit dem Gegengewicht müsste ich mir natürlich was überlegen, aber gemäß dem Fall, dass die aufgeführte Langdrahtantenne meinem Setup entspricht, wie wäre dann der offizielle Aufbau für das Gegengewicht? Wie gesagt, könnte ich nun auch die Antenne vom Garten aus speisen und hätte Zugriff auf die "Erde", sofern ich das auch als Gegengewicht nehmen kann - oder das Metallgestell des Trampolins. Ansonsten müsste ich auf jeden Fall die Dachrinne abkoppeln und mich alternativ an einem Kaninchendraht auf dem Balkon versuchen.

    Vielen Dank

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Hallo Thorsten,

    ich wollte mich eigentlich raus halten, möchte aber Günter ausdrücklich zu stimmen. Wenn ich zu Deinem früheren Post die Fotos dort sehe [KLICK], sehe ich eine für KW sehr engmaschige Bebauung. Ich bezweifele, daß Du dort eine sinnvolle NEC-Simulation hin kriegst, die für BEMFV reicht. Falle es Dir nur um die Erklärung geht, würde ich an Deiner Stelle eine verträgliche Wattwächter-Version aufbauen (die i.d.R. akzeptiert wird). Damit wäre BEMFV erst mal vom Tisch und Du kannst später per Messungen (Feldmessungen) optimieren. Für BEMFV selbst würden Messungen vermutlich nicht funktionieren bzw. anerkannt, weil zu viele Reflektionspunkte vorhanden sind.

    Zum 1. Punkt wäre etwas spontan (und noch nach zu prüfen): Es sollte bei einer End-Feed eigentlich egal sein, welches Ende eingespeist wird. Ausgenommen natürlich der Feeder-Führung, wenn der auch noch durch das reaktive Nahfeld läuft.

    73 Peter

    PS: Dachrinne abkoppeln / Fliegengitter Balkon ...... :) ...... Du müßtest schon alles metallische in Plastik verwandeln, ansonsten reflektiert oder leitet alles aus Metall, außerdem auch noch als Sekundärstrahler, je nach Erdung ....... Abschirmen und (R)Umkoppeln.... is' nich'.... :) , kommt gleich nach dem Alu-Hut, sorry, ich hoffe Du hast Humor genug ...(sonst schieß' zurück).

  • Hallo Peter,

    hab vielen Dank für Deine Antwort - nein wirklich alles gut und ich freue mich auch über jeglichen Hinweis zum Thema, weil mir einfach noch die Erfahrung fehlt!
    Ok, ich halte fest, dass es für realistische Messungen zu viele Störeinflüsse gibt. Ich habe mir aber auch sehr viele Beispiele für Einreichungen angesehen und hier wird in der Regel auf den Bebauungsplan zurück gegriffen. Somit ist es, wie Du sagst, dass Antennen über den Wattwächter berechnet und korrekt auf einem Plan eingezeichnet werden, von der BNA akzeptiert werden.

    Bevor ich mich nun darum kümmere, welche Länge ich nutzen soll, würde ich gerne noch wissen, wie nach dem "Wattwächter-Ideal" das Gegengewicht bei einer nicht resonanten Antenne ausschaut, damit ich mich auch da dran halten kann.

    Vielen Dank!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Für BEMFV selbst würden Messungen vermutlich nicht funktionieren bzw. anerkannt, weil zu viele Reflektionspunkte vorhanden sind.

    Messungen zeigen real vorhandene Feldstärke. Auch wenn Reflexionen vorhanden sind, werden trotzdem die am Messort tatsächlich vorhandenen Feldstärkern gemessen. Und nur auf die kommt es der Bundesnetzagentur an. Die Personenschutz-Grenzwerte vor Ort sollen eingehalten werden. Egal ob sie durch direkte oder indirekte Strahlung oder der Überlagerung von Beidem erzeugt werden. Messungen sind der BNetzAG am liebsten.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited once, last by DL4ZAO (July 27, 2025 at 8:03 PM).

  • Hallo Thorsten,

    ich kneife, sorry ... :) . Zu meiner BEMFV-Einreich-Zeit gab es Wattwächter noch nicht, bzw. war in Entwicklung. Watt32 vom DARC war vorhanden (wurde zum Vergleich benutzt). Es sind nur "Standard"-Dipole auf und unter dem Dach und eine noch nicht montierte FD3 (Windom), L-Antennen als Draht unter dem Dach (nicht ausgebaut), aber nur für RX.

    Zum Teil wurde das Original NEC2 Fortran benutzt (DOS Source, unter OS/2, kenne Fortran beruflich aus dem FF), aber zum Einreichen per Lotus123 (=EXCEL) manuell gerechnet und in den Grundriß eingezeichnet. Die Antennendiagramme waren Standard und bekannt. Den Grundstücksplan liefern heute die Vermessungsämter via https://geoportal.bayern.de/ oder anderes Bundesland. Ich habe bei der Gemeinde "geschnorrt" ...

    Nur als Info, falls bekannt, überlesen: Es wird nur der Fragebogen plus Lageskizze eingereicht. Alles andere bleibt bei Dir für Nachfragen der BNetzA vor Ort. Bei mir 2 Anlagen (Skizzen) ohne die Berechnungen. Die Kontrollberechnung von Watt32 habe ich bei mir aufgehoben, spart mir meine Programm-Doc. Hintergrund: einmal weniger Papier, ist die BNetzA nicht sooooo scharf drauf, und zum anderen wegen dem UIG (Umwelt-Info-Gesetz). Darauf weist die BNetzA auch hin: alles, was Du einreichst muß sie nach dem UIG bei Nachfrage von Nachbarn (Betroffenen) raus rücken. Da mußt Du deshalb nicht mehr hin schicken, als gefordert. Der Nachbar muß nicht Deine Schuhgröße wissen :) .

    Hab ich so formuliert, wegen dem "Gegengewicht". Ich weiß nicht, mangels Wattwächter-Kenntnis, was der da wissen will. Im Prinzip hast Du Antenne und HF-Erde. Ob "die Erde" ein Goldbarren auf dem Balkon oder in der Schatztruhe vergraben ist, will Wattwächter das denn wissen ?? Sorry, etwas Humor, aber dazu fehlt mir jetzt Deine Installation. Vielleicht kann Dir im Umfeld ein anderer Funkamateur vor Ort helfen.

    73 Peter

    Edited once, last by DB6ZH (July 28, 2025 at 10:05 AM).

  • Ich habe grade nochmal im Wattwächter nachgeschaut und nirgendwo scheint ein Gegengewicht berücksichtigt zu sein. Es wird nur vom Speisepunkt die Antenne sowie das berechnete Feld drumherum angezeit.
    Ich habe mich dann auch nochmal angeschaut, was zur Auswahl steht und das sind bei den Drahtantennen nur resonante Längen. Somit wäre die schlechte Nachricht, dass ich eigene Antennendateien benötige bzw. selbst erstellen muss, die Gute Nachricht aber, dass hierfür weder die Umgebung (Reflektionen usw.) noch ein Gegengewicht berücksicht werden (muß).

    Ich platziere jetzt mal für meinen Aufbau den Mast im Garten ca. 1,50m von jeder Grenze undhoffe, dass es später mit der Brechnung mit den 50 Watt passt. Ich kann dann ja noch ein wenig mit der Platzirung der 13,5, testen, beispielsweiese wenn ich diese am Einspeisepunkt senkrecht hoch führe, statt am Ende senkrecht runter.

    Mal eine ganz andere Frage ... mit welchem Gewinn rechne ich eigentlich bei meiner Antenne, um innerhalb der 10w EIRP zu bleiben?

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Hallo Thorsten,

    bekomme mal keinen Schreck, aber befasse dich zusätzlich mal mit den " Schutzabständen " um die Antenne herum. Dazu noch mit dem Begriff öffentlich zugänglich. Du musst sicherstellen, dass niemand in den Bereich der Strahlung kommt. In den Erklärungen zu dem Antennenprogramm sollte dazu etwas ausgesagt sein. Ich bin dazu nicht genau auf dem Laufenden, ist schon gute 25 Jahre her mit der Konstruktion meiner Antennenanlage. Aber Sicherheitsabstände sollten schon eingehalten werden. Lieber vorher schlau machen , das macht weniger Ärger hinterher. Man kann auch beruhigter schlafen.

    73 de

    Manfred , dl3arw

  • Hallo Thorsten, noch eine Bemerkung wegen deiner Frage zum 10w EIRP . Du machst dir eine Zeichnung oder so etwas ähnliches. Dann deinen Sender , gefolgt vom Antennenkabel , zur Antenne. Je Verbinder rechnest du etwa 0,5dB als Verlust ein. Deine Antenne und deren Gewinn musst du schon mittels eines Programmes bestimmen. Ich nutze dazu seit vielen Jahren MMANA. Es gibt mir den Gewinn im Speisepunkt der Antenne an. Das verwendete Kabel hat laut Tabelle eine Dämpfung und auch die vorgenannten Verbinder. Nun alles zusammen rechnen , die erzeugte Leistung minus den Verlusten muss nun unter den 10w EIRP bleiben. Diese Berechnung und die Skizze zum Aufbau musst du immer bereit halten, falls mal die Behörde vor der Tür steht.

    73 de

    Manfred , dl3arw

  • Versuche doch einfach mal mit Wattwächter die nächst passende Länge (notfalls eine Länge darüber und eine Länge darunter) und mit gerader Aufhängung (Höhe via Daumen oder Freiraumberechnung). Einfachen Draht, Endfeed, Anpassung ignorieren. Dann sollte Wattwächter Dir zu unterschiedlicher Leistung und QRG die Sicherheitsabstände auswerfen. (Ich habe leider EZNEC noch nicht in Betrieb, das alte Zeugs nie auf Win10 umgestellt, sonst würde ich damit helfen).

    Was bisher nicht angesprochen wurde: Dein ganzes Bauwerk sollte im "kontrollierten Raum" operieren. DL3ARW hat es angeschnitten: Nachsehen in der Beschreibung, ob die dann ausgewiesenen Schutzabstände ab Antennenmitte oder den Enden zählen. Du ziehst dann um Antennenmitte oder -ende (den Referenzpunkt der Programm-Berechnung) einen Kreis, der komplett innerhalb Deiner kontrollierten Zone liegt (Richtantenne oder mit Antennenfeld geht anders, aber erst mal als Orientierung schrittweise). In einem Umfeld, wo Du nicht mehr den Aufenthalt von Personen bestimmen kannst, hat dieser Umkreis nichts verloren. Öffentlich ..... wenn Du mehr Familien auf dem Grundstück hast, gibt es ein Problem. Dann geht nur noch über 3m Höhe, wo keiner mehr hinkommen kann. Aber..

    erst einmal GN, morgen wird bei mir umgestellt, FTTH mit Modem und altem Router, mal sehen wann alles wieder geht. Mir läuft im Moment die Zeit weg ......

    73 Peter

    PS über Gewinn würde ich mir im Moment wenig Hoffnung machen ..... :) , vergiß es mal vorerst. Im Wattwächter Leistung reduziern, bis es paßt.

  • Thorsten, ist nahe bei Dir noch ein Antennensysten eines Mobilfunkanbieters vorhanden?

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. (DF2OK) - No computer required, just human skill. QRP-Philosophy: "Power is no substitute for skill."

  • Habt vielen Dank für Eure Beiträge - ich habe das Gefühl, dass es nun spannend wird und ich etwas lernen kann!

    bekomme mal keinen Schreck, aber befasse dich zusätzlich mal mit den " Schutzabständen " um die Antenne herum. Dazu noch mit dem Begriff öffentlich zugänglich. Du musst sicherstellen, dass niemand in den Bereich der Strahlung kommt.

    Da ich quasi frisch aus der Prüfung bekomme, sind mir natürlich diese Begriffe bekannt, allerdings wird dort nur mit vorgegebenem Gewinn oder Dipol mit 2,15dBi gerechnet ;)

    Du machst dir eine Zeichnung oder so etwas ähnliches. Dann deinen Sender , gefolgt vom Antennenkabel , zur Antenne. Je Verbinder rechnest du etwa 0,5dB als Verlust ein. Deine Antenne und deren Gewinn musst du schon mittels eines Programmes bestimmen. Ich nutze dazu seit vielen Jahren MMANA. Es gibt mir den Gewinn im Speisepunkt der Antenne an. Das verwendete Kabel hat laut Tabelle eine Dämpfung und auch die vorgenannten Verbinder. Nun alles zusammen rechnen , die erzeugte Leistung minus den Verlusten muss nun unter den 10w EIRP bleiben.

    Versuche doch einfach mal mit Wattwächter die nächst passende Länge (notfalls eine Länge darüber und eine Länge darunter) und mit gerader Aufhängung (Höhe via Daumen oder Freiraumberechnung). Einfachen Draht, Endfeed, Anpassung ignorieren. Dann sollte Wattwächter Dir zu unterschiedlicher Leistung und QRG die Sicherheitsabstände auswerfen.

    Genau so bin ich auch zur Ermittlung der 10W EIRP vorgegangen, aber lass uns das auch mal gemeinsam machen, bitte!


    Aktuell arbeite ich mit einem 13,5m langen Stück Draht. Der Wattwächter bietet mir mit einem 14m Langdraht eine Antenne an, die meinem Drah am Nächsten kommt. Der Antennengewinn liegt je nach Frequenz zwischen 1,8dBi bei 3,65MHz und 4,37dBi bei 28,85MHz, womit ich mich für 28,85MHz entscheide, um mit dem maximalen Gewinn zu rechnen.

    Dann geb eich die Höhe über Boden an. Spannend ist, dass ich eine Änderung des Gewinns bei unterschiedlichen Höhen erwartet hätte, da ich bei geringerem Bodenabstand eine Stärkere Reflexion und steilere Abstrahlung erwartet hätte aber bei meinen Tests von unterschiedlichen Höhen macht es keinen Unterschied in der Software. Somit bin ich vom minimalen Bodenabstand der horizontalen Leitung ausgegangen und die liegt bei rund 3m.

    Sendearten habe ich alle ausgewählt, um auch hier das Maximum zu erhaten, ebenso das Sende-Empfangintervall mit 100% Senden.

    Als Leistung habe ich 4.5Watt angegeben, da ich auf diesem Band mit meiner nach Anleitung durchgeführten Kalibrierung der PA des Hermes Light 2 nicht drüber kommen kann.

    Als Dämpfung habe ich 10m RG58 angegeben, was 0,8dB ausmacht. Die Stecker hatte ich gar nicht mitberechnetaber mit der Info von Manfred hätte ich Antenne - Kabel + Kabel - Tuner + Tuner - Kabel + Kabel - Transceiver, richtig? Somit könte ich nochmal 2 dB abziehen? Hier machen wir aber erstmal ohne diesen verlust weiter, weil ich das in meiner originalen Berechnung auch nicht gemacht habe.

    Damit berechnet mir der Wattwächter dann genau 10W EIRP (ohne Verluste durch Verbindungen). Mit weiteren 2dB Dämpfung komme ich nur auf 6W EIRP.

    Der Schutzbereich ab Speisebunkt beträgt 14,53m, also abzüglich der Antennenlänge von 14m bleiben noch 0,53m.




    Dann habe ich nochmal den Gegentest gemacht, da ich bei den niedringen Bändern bis 6,5W aus dem Hermes Light 2 bekomme. Ich habe mir also von den unteren Bändern das Band mit dem höchsten Gewinn genommen und der liegt bei 10,125MHz bei 2,13dBi. Das Ergebnis ist identisch!

    Somit habe ich bisher ohne aktive begrenzung mit dem Hermes LIght 2 gearbeitet und hoffe, dass dies korrekt war. Der Sicherheitsabstand bzw. der Kontrollierte Bereich deckt auf jeden Fall die 0,53m ab.


    Nun bin ich nochmal meinen Beitrag zur Auswahl der KW-Antenne durchgegangen und habe mir erneut jede Antwort durchlesen inkl. Links.
    Dabei habe ich mir auch diesen Link nochmal angeschaut: https://www.hamuniverse.com/randomwireantennalengths.html
    Nach dieser Ausarbeitung sind das die opimalen Längen, die am wenigsten mit den Wellenlängen korrelieren. Habe sie auch mal in Meter umgerechnet:

    |Feet | Meter
    | --------- | --------- |
    | 29 | 8,8392
    | 35.5 | 10,8204
    | 41 | 12,497
    | 58 | 17,6784
    | 71 | 21,6408
    | 84 | 25,6032
    | 107 | 32,6126
    | 119 | 36,2712
    | 148 | 45,1104
    | 203 | 61,8734
    | 347 | 105,7656
    | 407 | 124,0546
    | 423 | 128,9304

    Somit sollten (auch) 12,5m bei mir gut funktionieren. Dabei würde ich die Antenne im Garten am Mast auf 3m Enden lassen. Da ich auf dem Balkon nun einen etwas höheren Mast habe, sollte ich dadurch auch noch etwas Länge rausholen können, sodass ich maximal 1,5m am Balkon senkrecht den Mast runter führen müsste.

    Im Wattwächter wähle ich nun 12m Langdraht aus und habe bei 28,85MHz mit 3,56dBi den größten Gewinn. Als Sendeleistung gebe ich 50W an, auch wenn ich die PA nicht an der Leistungsgrenze betreiben werde - erst Recht nicht bei digitalen Betriebsmodes. Den Rest der Einstellungen lasse ich gleich.

    Als Schutzabstand werden mir 13,24m ab Speisepunkt angegeben. Also abzüglich der 12m bleiben noch 1,24m. Somit wäre ich mit 1,5m kontrollierter Raum im sicheren Bereich. Nun ist leider die Antenne nicht 12, sondern 12,5m lang und geht rund 1,5m in ca. 6m Höhe senkrecht den Mast runter und hängt nicht horizontal. Allerdings habe ich in diesem Bereich einen kontrollierbaren Berich von über 3m und machen die 1,5m senkrechter Führung wirklich einen gravierenden Unterschied? Aber vermutlich brauche ich genau diesen Unterschied für die BNA, oder?



    Bin auf Eure Antworten gespannt! Vielen Dank!

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Ich habe auch mal eine Übersicht über die Verkabelung gemacht. Bedeutet es, dass ich 5,5dB Verust abziehen kann? Ich rechne zusätzlich noch mit rund 25m Hyperlex 5 Kabel Klick

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Jetzt mal weiter gedacht ... wenn ich das neue Setup mit der Station im Keller, dem langen Kabeln und den Adaptern berücksichtige (ca. 6dB Dämpfung), dann kann ich je nach Frequenz mit 18W bis 25W arbeiten und überschreite dennoch nicht die 10W EIRP. Wie gesagt, vorausgesetzt, dass die 0,5m vernachlässigbar iist, ebenso wie die 1,5m senkrechter Führung am Mast am Balkon.

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Hallo Thorsten, gut gemacht, dies alles in einem Dokument zusammen gefasst mit bildlicher Dokumentation, dann ist doch alles in Ordnung. Werde mir deine Rechnung morgen nochmal genauer ansehen. Beim Sicherheitsabstand musst du beachten, dass die fremde Person nicht auf der Erde liegt, sie hat eine gewisse Körpergröße und ich würde sagen sicherheitshalber mal den Kopf der Person in 2mtr Höhe annehmen.

    Ich suche auch noch mal , woher meine Aussage kommt mit den 0,5dB an Dämpfung je Klemmstelle/Kontaktstelle. Man meint etwas zu wissen, aber woher und ist es auch richtig...

    73 de

    Manfred , dl3arw

  • Hallo Thorsten, gut gemacht, dies alles in einem Dokument zusammen gefasst mit bildlicher Dokumentation, dann ist doch alles in Ordnung. Werde mir deine Rechnung morgen nochmal genauer ansehen. Beim Sicherheitsabstand musst du beachten, dass die fremde Person nicht auf der Erde liegt, sie hat eine gewisse Körpergröße und ich würde sagen sicherheitshalber mal den Kopf der Person in 2mtr Höhe annehmen.

    Ich suche auch noch mal , woher meine Aussage kommt mit den 0,5dB an Dämpfung je Klemmstelle/Kontaktstelle. Man meint etwas zu wissen, aber woher und ist es auch richtig...

    Hab vielen Dank Manfred :)

    Ja, der Wattwächter zeigt den Sicherheitsbereich standardmäßig in der Höhe der Antennenleitung an. Somit rechte ich den Abstand nur in 2D zu den Grundstücksgrenzen.

    73 Thorsten
    DH0TG

  • Hallo Thorsten,

    Wo misst du deine Leistung ??? Ich würde meinen , du musst messen laut deiner Zeichnung am Ausgang des Filters , dort wo die 50 Ohm zu hause sind. Dann die Verluste der einzelnen Teile addieren. Du wirst das schon machen.

    73 de

    Manfred , dl3arw

  • Hallo Manfred,

    die Leistung, die ich zur Berechnung der 10W EIRP hergenommen habe, kommen vom Hermes Light 2 selbst, die ich in der SDR Software auslesen kann. Messen kann ich noch nichts, da ja noch nichts aufgebaut ist und ich Kabel und Co erst kaufen möchte, wenn das grundsätzliche Setzup steht.

    73 Thorsten
    DH0TG