E-Mail Adressen in Foren

  • Moin,

    jo, ChatGPT ist extrem stark in der Mustererkennung, egal ob Bild oder Text. Man kann sich auch nach Vorgaben ein Bild zeichnen lassen. Beispiele gibt es genug im Netz.

    Hab gerade gestern gelesen, dass die Windows Copilot+ Recall-Funktion wenn sie auf dem PC aktiviert ist, alle 5 s regelmäßig Screenshots des Bildschirms macht und lokal verschlüsselt zum Training der KI speichert.

    Ja, das kam schon vor ein paar Wochen in den einschlägigen Security-Newslettern. Wer die Entwicklung näher verfolgt, das wird noch spannend mit Windows, Microsoft strebt wohl ein Hybrid Modell zwischen lokaler Installation und Cloud an. Windows 11 Home erfordert bereits ein Microsoft Benutzerkonto, voreingestellt ist One Drive als Datenspeicher. Bei der Pro Version geht es noch. Keine Ahnung wie lange noch die Umgehungsmassnahmen, die aber den normalen Anwender bereits jetzt überfordern werden, noch funktionieren werden. Der normale Anwender müsste sich in Zukunft sehr mit dem System beschäftigen, um die Copilot+ Funktionen, die Installation mit Zwangskonto, zu deaktivieren. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich, dass sich jemand großartig Gedanken darüber macht und seine Daten dann in der Cloud Umgebung landen werden, weil es einfach zu kompliziert sein wird. Und das ist dann kein Bug, sondern ein Feature, für das erweiterte Benutzererlebnis.

    Quote

    "Wir entfernen das Skript bypassnro.cmd aus dem Build, um die Sicherheit und das Benutzererlebnis von Windows 11 zu verbessern. Diese Änderung stellt sicher, dass alle Benutzer das Setup mit Internetverbindung und einem Microsoft-Konto beenden."

    Aber es gibt genügend Alternativen.

    73, Tom

  • Moin Guenter,

    Und jetzt, wo die Big Player alle persönlichen Chats uns Posts als Trainingsdaten für ihre KI verwenden dürfen, wird sich die Erkennungsfähigkeit noch auf ganz andere Algorithmen stützen können

    Manchmal scheint das aber in die Hose zu gehen. Seit einigen Monaten bekomme ich etliches der (recht geringen) Werbung in Spanisch, obwohl ich <20% in Spanisch aus dem Web konsumiere, Rest weitgehend Englisch. Ich habe auch den Eindruck, dass die Marketing-Schlapphuete nicht mehr so genau wissen, wo ich wohne.

    73, Joerg

  • Hallo,

    ich bin auf Linux umgestiegen weil mich Windows nur noch genervt hat.

    Wie schätzt ihr den Datenhunger von Linux ein?

    Vielen Dank Tom für die interessanten Einblicke bis hierher!

    vy 73, Arno

  • Moin,

    ich antworte mal etwas allgemeingültiger, Datenhunger bzgl. Hardwareanforderungen und Netzwerkverbindungen ...

    Wie schätzt ihr den Datenhunger von Linux ein?

    wenn Du Linux installierst, für den Desktop empfehle ich immer MX-Linux, eine auf Debian GNU/Linux basierende Version die wir und die meisten anderen auf Servern einsetzen, ist erst mal gar nichts an Remote/Cloud oder sonstigen Sachen vorhanden. Wenn man Debian auf einem Server installiert, ist alles, was Netzwerk angeht nicht vorhanden und wenn man bei der Installation vergisst, ssh einzuschalten (für den Remote Shell Zugang), dann muss man laufen und an die Console gehen - da aber meist nur virtuelle Maschinen eingesetzt werden, läuft man auch nur virtuell in die Verwaltungsconsole der Cluster-Hosts.

    Kurz gesagt, es gibt keine Dinge, die irgendwelche Dinge ins Netz schicken. Das einzige, was aus dem Netz geholt wird, ist die Software über das jeweilige Repository für die Installation, für Updates. Alles andere muss man installieren und gegebenfalls einrichten, ob das der Sync im Firefox über mehrere Geräte ist oder eine Cloud Lösung oder sonstige Software mit Internet Bezug. Einzig Ubuntu ist da etwas anders, weil da steckt auch ein Unternehmen dahinter. Das geht aber eher so in die Richtung, wie Apple es macht, mit GNOME Desktop. Ubuntu ist auch nicht schlecht, ebenfalls Debian basierend, für manche Anwender ein Allround Paket. Aber ich bevorzuge die unabhängigen Distributionen und da ich immer auf Servern mit Debian arbeite, eben auf dem Desktop-PC MX-Linux. Ich könnte auch Debian für den Desktop PC verwenden, aber MX-Linux hat bzgl. Desktop die größte Schnittmenge mit meinen Anforderungen, ohne das ich selbst noch dran basteln muss.

    Wegen dem Datenhunger an sich, also was das Betriebssystem vom Rechner fordert bzgl. CPU Leistung und Speicher, gibt es Unterschiede, bedingt durch die freie Wahl der Benutzeroberfläche. Grob kann man sagen, alles was in Richtung KDE als Desktop geht, benötigt schon etwas mehr Grafikleistung, als ein Xfce basierender Desktop wie beim MX-Linux. Dazwischen bzgl. den Hardware-Anforderungen liegen die Systeme mit dem GNOME Desktop. Xfce ist eher so Richtung XP/Win7, KDE eher in Richtung Win 10/11 oder Apple.

    Das ist auch ein Punkt, der viele Umsteiger irritiert, das man die freie Wahl des Desktop Systems hat. Linux selbst ist eigentlich nur der Kernel, dann kommen die GNU Tools dazu, deswegen eigentlich GNU/Linux. Das ist nur eine Textkonsole und dann kann man den Desktop seiner Wahl installieren. Oder man nimmt eine Distritbution, die als Standard den Desktop den man möchte, hat. Ich hänge mal 2 Screenshots an, akt. habe ich einen Monitor hochkant für mein Audiodesk, PDF, Bücher usw. und einen normal. Ich denke allerdings gerade über einen 3. Monitor nach ;) Aber das auf den Screenshots ist MX-Linux mit Xfce Desktop.

    Linux selbst kann man von Embedded Devices mit ARM Controller (Raspberry wäre ein Beispiel, aber auch Router, SAT Receiver, Fernseher, Smartphones (Android Geräte) bis zu den weltgrößten Supercomputern (auf denen das auch Standard ist) installieren, es ist extrem skalierbar, vom Mini-Rechner bis riesig großen Cluster-Systemen.

    Entsprechend ist der Datenhunger grundsätzlich sehr gering und steigert sich nur mit dem was man selbst installiert, ebenso wie die Daten, die ins Netz gesendet werden. Frei, flexibel, sicher und man hat 100% Kontrolle über das System.

    Wer es einfach probieren möchte, die meisten Distributionen kann man einfach von USB-Stick (was unter Umständen nicht besonders schnell ist, je nach Stick/USB-Port, USB 1.0 sollte man nicht verwenden) starten ohne das an der Windows Installation irgendwas passiert.

    73, Tom

    PS: Der Vollständigkeit halber, ich hatte hier mal einen Artikel geschrieben, wie man nötige Windows Software trotzdem verwenden kann und hier gibt es eine Aufstellung der Software, die ich verwende. Fällt mir gerade ein, weil ich gleich für die Steuererklärung eine VM mit Windows fürs WISO SteuerOffice starten muss ;)

    Edited 2 times, last by DL7BJ (July 13, 2025 at 12:40 PM).

  • Danke für den Überblick, der Hinweis bzgl. der Desktopauswahl, war mir so nicht bewußt/bekannt...

    Aber ich mache jetzt erst mal die ersten Schritte mit Linux.

    Habe keinen Dunst von IT, aber was MS da abzieht, no, damit quäle ich mich nicht mehr rum!

    vy 73, Arno

  • Hallo,

    ich bin auf Linux umgestiegen weil mich Windows nur noch genervt hat.

    Wie schätzt ihr den Datenhunger von Linux ein?

    Vielen Dank Tom für die interessanten Einblicke bis hierher!

    Kommt auf die Distro an.

    Ubuntu will etliche Daten, aber es gibt keine Zwangsabgabe wie beim ÖRR Windows. Bei Debian kann man auch absagen, daß man angeben will was man installiert hat. Alles was übern Browser geht ist OS unabhängig. Da gibts aber auch genug und viele Blocker.


    Bei MS nervt mich bisher nicht die Datensammelwut sondern die Benutzbarkeit.

    73, Jens

    Telegrafie - die einzige Digitalbetriebsart die Analog besser ist.

  • Moin,

    ich antworte mal etwas allgemeingültiger, Datenhunger bzgl. Hardwareanforderungen und Netzwerkverbindungen ...

    wenn Du Linux installierst, für den Desktop empfehle ich immer MX-Linux, eine auf Debian GNU/Linux basierende Version die wir und die meisten anderen auf Servern einsetzen, ist erst mal gar nichts an Remote/Cloud oder sonstigen Sachen vorhanden. Wenn man Debian auf einem Server installiert, ist alles, was Netzwerk angeht nicht vorhanden und wenn man bei der Installation vergisst, ssh einzuschalten (für den Remote Shell Zugang), dann muss man laufen und an die Console gehen - da aber meist nur virtuelle Maschinen eingesetzt werden, läuft man auch nur virtuell in die Verwaltungsconsole der Cluster-Hosts.

    Wenn bei Debian alles was Netzwerk angeht nicht vorhanden wäre, dann könnte man mit debian gar nicht ins netz.

    Ich gebe Dir zwar recht, aber weise auch auf eine schlechte/komische Beschreibung hin ^^

    Was an MX so toll sein soll, hättest Du auch angeben können. Ich hab davon noch nie was gehört.


    PS: Debian testing user seit langem.

    @Arno Wenn Du einen 2trechner hast, teste rum mit was Du am besten klarkommst. Und überlegen was Du willst. Bei GNU/Linux gibt es viele Distries mit unterschiedlichen Ansprüchen und aktualität. Für einen N00B ist es schwer gleich das richtige zu finden. Aber die Probleme sind nach kurzer Zeit eh nur:

    -wie aktualisiere ich?

    -wie finde ich die software?

    -find ich das ganze benutzbar?


    Mit SuSE 4.0 angefangen, aber mittels Anleitung nicht installieren können, über SuSe 5.1(afair) Gentoo, BSD, und anderen verwirrungen bin ich jetzt bei Debian und das ist auch gut so.

    73, Jens

    Telegrafie - die einzige Digitalbetriebsart die Analog besser ist.

  • Wenn bei Debian alles was Netzwerk angeht nicht vorhanden wäre, dann könnte man mit debian gar nicht ins netz.

    Ach!? Wie das wohl kommt und was hatte ich geschrieben?

    Was an MX so toll sein soll, hättest Du auch angeben können. Ich hab davon noch nie was gehört.

    Ich habe nirgends geschrieben das MX toll ist! Aber meine Gründe für die Auswahl stehen schon im Text.

    Mit SuSE 4.0 angefangen, aber mittels Anleitung nicht installieren können, über SuSe 5.1(afair) Gentoo, BSD, und anderen verwirrungen bin ich jetzt bei Debian und das ist auch gut so.

    SuSE 4.0 gab es nie. Die erste veröffentlichte Version war die 4.2 - rate mal warum ;)

    73, Tom

    PS: Eine Übersicht aktueller Distributionen mit Beschreibung gibt es hier

    Edited 2 times, last by DL7BJ (July 15, 2025 at 10:36 PM).

  • Es ging um Emailadressen im Forum und jetzt gibt es einen Systemvergleich Windows Linux und wer hat mehr Datenhunger....seltsam

    Roland, OM4VK

  • Vielleicht kann der Admin das "umhängen" und neuen Titel. DL7BJ ich habe schon interessiert mit gelesen, falls ich doch mal ...... müssen sollte würde .... :) . Wäre dann Dein thread mit neuem Titel, den man dann besser findet. Kannst Du mal fragen und weitermachen ??

    73 Peter

  • Cool, jetzt folgt womöglich noch eine Diskussion darüber, was alles in diesen Thread nicht rein gehört samt Vorschläge an den Admin. Aber auch das werde ich mit Interesse lesen. Nehmts mit Humor, es war schon spät! ;)

    Beste Grüße in die Runde,

    72, Ingo

  • Moin,

    ich werde nicht mehr als allgemeine Infos zu Linux geben. Auf die Diskussionen habe ich keine grosse Lust, vor allem nicht Richtung OS War.

    Bei fast allen Distributionen kann man sich das Image auf einen USB Stick oder eine externe Platte schreiben und davon booten. Was es alles gibt, findet man bei distrowatch.

    GUI, da sind die Geschmäcker so verschieden, das muss jeder selbst entscheiden.

    Möglichkeiten für einen Test gibt es genug und man muss auch schauen, ob es die nötige Software gibt oder eine Alternative. Das gilt auch für MacOS. Linux/MacOS ist definitiv keine Allzwecklösung, wenn es manche Software nur für Windows gibt. Aber eine VM mit Windows kann eine Lösung sein, andere setzen lieber Wine ein, ich habe keine Lust auf den Frickelkram, der aber meist nur mit neuer Software entsteht, alte Sachen wie Morserunner z.B. laufen damit, aber ein WISO MeinGeld oder Steuer Office möchte ich damit nicht betreiben, da ist eine VM mit Windows zielführender.

    Wer einen Umstieg ins Auge fasst, sollte seine Software prüfen, Alternativen ermitteln und mit einem System vom Stick erstmal testen. Die Vorteile, die man mit einer Windows VM hat, hatte ich oben schon verlinkt.

    73, Tom