455 KHz mechanisches Filter DEFEKT??

  • Das ist die Messchaltung:

    Wenn das "RF Voltmeter" nicht hochohmig, sondern der 50 Ohm Eingang eines Netzwerkanalyzers parallel zu R2, der 2 KOhm Terminierung ist, dann wird das Signal dadurch um über 30 dB zusammengedämpft. Das Filter ist in dem Falle nicht mit 2 KOhm belastet, sondern mit weniger als 50 Ohm.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited once, last by DL4ZAO (June 24, 2025 at 4:42 PM).

  • Günter, wäre die Lösung dann am Ausgang ein 2K2 R in Serie mit dem Eingang des VNA zu legen? Oder noch einen höheren Wert?

    73, Michael, DF2OK.
    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~ YouTube ~
    - Morsecode ~ The ART of communication. (DF2OK) - No computer required, just human skill. QRP-Philosophy: "Power is no substitute for skill."

  • Hallo die Runde, es ist, wie Günter schon erklärt hat, jetzt eine Fehlanpassung wenn mit 50Ohm am Ausgang gemessen wird. Ich muss mich dazu entschuldigen, dass ich bei meinen Wobbelkurven nicht angegeben hatte, dass ich mit einem Messkopf mit 100KOhm Eingangswiderstand gemessen habe. Es handelt sich um einen Impedanzwandler mit einem BF245 und anschließendem AD8307. Die Schaltung dazu hatte ich vor Jahren schon mal hier eingestellt. Werde das aber noch mal nachholen. Meine Gedanken zur Messung mit einem 50Ohm System. Speisung aus dem Generator mit 50Ohm in Reihe mit einem 2,2KOhm Widerstand zum Filter - Eingang. Am Ausgang das Gleiche ... vom Filter-Ausgang einen 2,2KOhm Widerstand in Reihe zum 50Ohm Messeingang. Dadurch ist das Filter mit den richtigen Werten am Eingang und am Ausgang abgeschlossen. Der Pegel nun am Eingang des Filters...für das Filter ist der Eingang etwa 2,2KOhm , also korrekt. Am Ausgang ist es der selbe Betrag. Eigentlich sind es nicht 2,2KOhm , sondern jeweils 2250 Ohm. Der Eingangspegel in Richtung Filter bekommt etwa eine Dämpfung von 6dB . Eine Reihenschaltung von 2 gleich großen Widerständen ergibt den halben Pegel am inneren Widerstand des Filters. Der Ausgang sieht etwas anders aus, am 50 Ohm-System wird nur der 45-te Teil der Spannung des Filterausgangspegels gemessen , 2250 zu 50 gleich 45 gleich etwa 33,06dB . Man kann also auch mit 50 Ohm Technik solche Messungen machen. Zusammen fassend die Pegel ... 6dB am Eingang , dazu 33dB am Ausgang, machen so etwa 39dB Pegelabsenkung am Messergebnis ohne die Filterverluste. Nehmen wir mal grob weitere 6dB Dämpfung im Filter an, dann liegen wir so bei 45dB . Voraussetzung für die Genauigkeit einer solchen Messung ist ein korrekter Null-Abgleich des Systems. Ulrich, vergleiche mal deine Messergebnisse mit dem was ich hier so versucht habe zu erklären. Ich suche nach der Schaltung zu meinem hochohmigen Messkopf.

    73 de

    Manfred , dl3arw

  • Ich suche nach der Schaltung zu meinem hochohmigen Messkopf.

    DL3ARW Manfred, ist das der gesuchte Betrag? Hochohmiger Tastkopf mit AD8307 für NWT

    73, Michael, DF2OK.
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    Edited once, last by DF2OK (June 24, 2025 at 11:31 PM).

  • wäre die Lösung dann am Ausgang ein 2K2 R in Serie mit dem Eingang des VNA zu legen?

    Damit wäre die Anpassung des Filters zwar gemäß der Spezifikation, was für die Filterkurve wichtig ist, aber das Problem der Spannungsteilung 2000 Ohm / 50 Ohm (ca -32 dB) und der damit verbundenen Einschränkung der Messdynamik bestünde weiter. Um mit einem 50 Ohm-Input VNA oder NA sinnvoll messen zu können, wäre ein breitbandiger aktiver Impedanzwandler, hochohmig auf 50 Ohm, idealerweise mit der Verstärkung 1, nützlich.

    73, Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • wäre ein breitbandiger aktiver Impedanzwandler, hochohmig auf 50 Ohm, idealerweise mit der Verstärkung 1, notwendig.

    Danke für die Erklärung. Klar, Spannungsteilung.

    73, Michael, DF2OK.
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  • Der Ausgang sieht etwas anders aus, am 50 Ohm-System wird nur der 45-te Teil der Spannung des Filterausgangspegels gemessen , 2250 zu 50 gleich 45 gleich etwa 33,06dB . Man kann also auch mit 50 Ohm Technik solche Messungen machen.

    Das sehe ich etwas kritischer. Der Generatorausgang des VNA oder NA hat 50 Ohm Innenwiderstand und wird durch die Serienschaltung von 2200 Ohm in Serie zum Filter gedämpft. Dazu 33 dB nochmal am Filterausgang durch die Spannungsteilung 2200 Ohm/ 50 Ohm. Durch die Zwangsanpassung mit Widerständen gehen also ca 39 dB an Messdynamik zusätzlich zur Durchgangsdämpfung des Filters verloren. Da kommt selbst beim empfindlichsten VNA keine rechte Freude auf.

    73, de Günter

  • Hallo die Runde, es ist, wie Günter schon erklärt hat, jetzt eine Fehlanpassung wenn mit 50Ohm am Ausgang gemessen wird. Ich muss mich dazu entschuldigen, dass ich bei meinen Wobbelkurven nicht angegeben hatte, dass ich mit einem Messkopf mit 100KOhm Eingangswiderstand gemessen habe. Es handelt sich um einen Impedanzwandler mit einem BF245 und anschließendem AD8307. Die Schaltung dazu hatte ich vor Jahren schon mal hier eingestellt. Werde das aber noch mal nachholen. Meine Gedanken zur Messung mit einem 50Ohm System. Speisung aus dem Generator mit 50Ohm in Reihe mit einem 2,2KOhm Widerstand zum Filter - Eingang. Am Ausgang das Gleiche ... vom Filter-Ausgang einen 2,2KOhm Widerstand in Reihe zum 50Ohm Messeingang. Dadurch ist das Filter mit den richtigen Werten am Eingang und am Ausgang abgeschlossen. Der Pegel nun am Eingang des Filters...für das Filter ist der Eingang etwa 2,2KOhm , also korrekt. Am Ausgang ist es der selbe Betrag. Eigentlich sind es nicht 2,2KOhm , sondern jeweils 2250 Ohm. Der Eingangspegel in Richtung Filter bekommt etwa eine Dämpfung von 6dB . Eine Reihenschaltung von 2 gleich großen Widerständen ergibt den halben Pegel am inneren Widerstand des Filters. Der Ausgang sieht etwas anders aus, am 50 Ohm-System wird nur der 45-te Teil der Spannung des Filterausgangspegels gemessen , 2250 zu 50 gleich 45 gleich etwa 33,06dB . Man kann also auch mit 50 Ohm Technik solche Messungen machen. Zusammen fassend die Pegel ... 6dB am Eingang , dazu 33dB am Ausgang, machen so etwa 39dB Pegelabsenkung am Messergebnis ohne die Filterverluste. Nehmen wir mal grob weitere 6dB Dämpfung im Filter an, dann liegen wir so bei 45dB . Voraussetzung für die Genauigkeit einer solchen Messung ist ein korrekter Null-Abgleich des Systems. Ulrich, vergleiche mal deine Messergebnisse mit dem was ich hier so versucht habe zu erklären. Ich suche nach der Schaltung zu meinem hochohmigen Messkopf.

    73 de

    OK Manfred! Vielen Dank für eure Ausfühtungen - ich berichte euch ! 😃

  • Wenn ich hochohmige Messungen mit Impedanzwandlung auf 50 Ohm vornehme, greife ich meist auf diesen sehr nütztliche Selbstbautool zurück. Leiste zuverlässig gute Dienste:

    Poor Mans active FET Probe mit OPA 659

    Wenn man, so wie ich, keine >1 MOhm Eingangswiderstand und keine 500 MHz Messbandbreite braucht und sich 100 kOhm zufrieden gibt, kann man sich die Eingangsbeschaltung mit der 1:10 Teilung sparen und statt R4 + R5 einen 100 kOhm Widerstand vom nichtinvertierenden Eingang des OP nach Masse schalten. Dann wird die Schaltung noch einfacher. Und wenn man keine DC-Kopplung braucht, sondern nur Wechselspannungen messen möchte kann man auf die plus-minus Betriebsspannung verzichten und den nichtinvertierenden Eingang des Opamp auf halbe Betriebsspannung von 10 V legen. An den Eingang und an den Ausgang muss dann noch ein Trennkondensator.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 3 times, last by DL4ZAO (June 26, 2025 at 6:16 PM).

  • Hallo die Runde, es ist, wie Günter schon erklärt hat, jetzt eine Fehlanpassung wenn mit 50Ohm am Ausgang gemessen wird. Ich muss mich dazu entschuldigen, dass ich bei meinen Wobbelkurven nicht angegeben hatte, dass ich mit einem Messkopf mit 100KOhm Eingangswiderstand gemessen habe. Es handelt sich um einen Impedanzwandler mit einem BF245 und anschließendem AD8307. Die Schaltung dazu hatte ich vor Jahren schon mal hier eingestellt. Werde das aber noch mal nachholen. Meine Gedanken zur Messung mit einem 50Ohm System. Speisung aus dem Generator mit 50Ohm in Reihe mit einem 2,2KOhm Widerstand zum Filter - Eingang. Am Ausgang das Gleiche ... vom Filter-Ausgang einen 2,2KOhm Widerstand in Reihe zum 50Ohm Messeingang. Dadurch ist das Filter mit den richtigen Werten am Eingang und am Ausgang abgeschlossen. Der Pegel nun am Eingang des Filters...für das Filter ist der Eingang etwa 2,2KOhm , also korrekt. Am Ausgang ist es der selbe Betrag. Eigentlich sind es nicht 2,2KOhm , sondern jeweils 2250 Ohm. Der Eingangspegel in Richtung Filter bekommt etwa eine Dämpfung von 6dB . Eine Reihenschaltung von 2 gleich großen Widerständen ergibt den halben Pegel am inneren Widerstand des Filters. Der Ausgang sieht etwas anders aus, am 50 Ohm-System wird nur der 45-te Teil der Spannung des Filterausgangspegels gemessen , 2250 zu 50 gleich 45 gleich etwa 33,06dB . Man kann also auch mit 50 Ohm Technik solche Messungen machen. Zusammen fassend die Pegel ... 6dB am Eingang , dazu 33dB am Ausgang, machen so etwa 39dB Pegelabsenkung am Messergebnis ohne die Filterverluste. Nehmen wir mal grob weitere 6dB Dämpfung im Filter an, dann liegen wir so bei 45dB . Voraussetzung für die Genauigkeit einer solchen Messung ist ein korrekter Null-Abgleich des Systems. Ulrich, vergleiche mal deine Messergebnisse mit dem was ich hier so versucht habe zu erklären. Ich suche nach der Schaltung zu meinem hochohmigen Messkopf.

    73 de

    Hallo Manfred !

    So einen Messkopf habe ich hier auch - 10 MO / 0,1 pF am Eingang. Soll ich jetzt am EINGANG des Filters einen Widerstand mit 2,2 KO schalten und am AUSGANG den Messkopf anschließen . Oder soll ich am Ausgang auch noch einen 2,2 KO in Reihe mit einschleifen ?

  • Genau so. Das Filter mit 2200 Ohm gegen Masse abschließen, dann kannst du deinen sehr hochohmigen Messkopf anschließen. Der spielt dann als Belastung keine Rolle mehr.

    Allerdings hat ein FET-Sourcefolger eine negative Verstärkung (Dämpfung), die von der Steilheit des FET und vom Sourcewiderstand (47 Ohm parallel 50 Ohm) bestimmt wird. Die wird nach meiner Schätzung mehr als -6 dB betragen. Die Durchgangsdämpfung deines Messaufbaus kannst du aber einfach ermitteln, in dem du das Filter durch einen 2200 Widerstand ersetzt und durchwobbelst. Das ist dann deine Referenzlinie.

    Günter

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  • Hallo Ulrich, der Messkopf passt genau. Filter am Ausgang mit 2k2 abschließen. Versuch mal dass du am Eingang des Filters auch messen kannst , das Ergebnis als Null-Linie setzen. Dann am Ausgang messen und die Differenz stellt die Dämpfung im Filter dar. Im Ergebnis deiner Darlegung werde ich mir so einen Messkopf wie von dir vorgestellt auch noch zu legen. Messtechnik kann man nie genug haben, irgend wann kommt der Zeitpunkt an dem man diese anwendet und dann zum Erfolg kommt.


    73 de

    Manfred , dl3arw

  • Gibt es hier eigentlich Neuigkeiten?

    73, Michael, DF2OK.
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  • Hallo Michael !

    Ein Empfänger läuft ❗😃 Hauptgrund für dieUnempfindlichkeit des RX war ein zu geringer Pegel vom Oszillator das an der 2. Mischstufe anliegt um auf die 455 KHz zu mischen. Hier war ein Spule restlos verdreht worden. Ich kam dem auf die Spur nachdem ich einen Messender bekommen hatte, mit dem ich die exakte Empfindlichkeit bestimmen konnte. In einem Artikel vom Radiomuseum las ich dann, dass die Mischer mit 6U8 regelrecht verhungern, wenn nicht genug Mischerpegel anliegt und dann die Ausgangsleistung zu gering ist. Da wurde ich hellhörig! Denn das war der Punkt: Die Empfindlichkeit war im Vergleich zum FT1000mp gut, aber die Gesamtverstärkung zu gering. Irgenwas fehlte da immer. Des weiteren war der Empfänger falsch abgeglichen worden. Hier muss man sich genau an die Vorgaben halten. Der Vorbesitzer hatte hier nur ein Band auf höchste Empfindlichkeit getrimmt, es muss aber eine bestimmte Reihenfolge der Bänder eingehalten werden. Danach stellte sich dann auch noch raus das in der Regelung Widerstände vom Wert her hoch gelaufen waren. 40 KOhm auf 60 KO usw. Am Filterausgang stimmte der Eingangswiderstand der ersten Stufe auch nicht. Hier war auch der Gitterwiderstand von 10 KO auf fast 20 KO hochgelaufen. Alles in allem waren das so die Einzelfehler die zum Gesamtfehler führten. Nachdem nun der RX funktionierte hatte ich mich erstmal dem Sender zugewandt und einige QSO`s fahren können - aber es gibt noch Verbesserungsbedarf. Ja soweit die Odysse "FRDX500" 😃 Da ich aber noch einen zweiten RX davon habe ist die Story noch nicht zu Ende. Da will ich mich dann im Winter mit beschäftigen. Auch da ist Mischer und Filter wieder der Hauptverdächtige.

    Nochmals Michael vielen Dank für Deine vielen Tipps und ich denke wir hören noch voneinander. Viele73 Ulli, DF5LM

  • Moin Ulli,

    Danke für den ausführlichen Bericht. Eine kleine Abenteuerreise :) Mit weiterem Potential für viele Arbeitsstunden. Die "dezenten" Veränderungen von alten Widerständen - besonders die mit dem braunen Körper - können extrem nerven. Aber Kondensatoren sind in den Fehlfunktionen noch vielfältiger.

    Weiterhin ein gutes Händchen für die Restauration. Und den Betrieb damit. :thumbup:

    73, Michael, DF2OK.
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