Bundesnetzagentur Amateurfunk Gebuehren 2025

  • Es ist schon beim Papier nicht einfach. Ich mußte mal dazu lernen, daß Gerichts-sicher nur manuelle Übergabe (händisch an den Empfänger) mit Zeugen oder per Gerichtsvollzieher ist. (Empfehlung des Rechtsanwalts, der auch den Brief aufsetzte.) Alles andere kann in Zweifel gezogen werden. Es war eine Terminsache, wir haben den Gerichtsvollzieher gewählt. Etwas teuerer, aber eben 100pro. (Der Empfänger war bei einem Wiedersehen völlig entgeistert, hat aber unsere Begründung akzeptiert. Die Gebühr war ja sowieso unsere Sache).

    Wie soll das je elektronisch laufen ?? Dazu noch zu KI-Fake-Zeiten. Es ist ja sehr sehr selten und in unserem Fall das erste Mal im Leben gewesen, aber ........ In der Regel bitten wir höflich um Bestätigung (bei wichtigen Dingen), was in aller Regel auch gemacht wird. Das geht natürlich dann auch per EMail. Daß die Antwort "faked" wird, haben wir jedenfalls noch nicht erlebt.

    Bei der Ablage ...... Papiere können selbst Archäologen noch verwerten. Wenn ich also etwas für die Ewigkeit produziere, (wie z.B. Forenbeiträge, hi), drucke ich es aus (9-Nadler s/w) und verwahre die Papiere wasser- und feuerfest im Keller .............................................................

    73 Peter

    Nachtrag: .... und werfe sie dann später wieder weg, seit 3 Wochen am Papiervernichten (Neujahrsvorsatz, immer noch... :) )

    Edited once, last by DB6ZH (February 3, 2026 at 12:19 PM).

  • Wie schon geschrieben, E-Mails kommen evtl. nicht an (landen in irgend einem Spam-Filter oder was auch immer)

    "was auch immer" trifft für Briefe genauso zu.

    73, de Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Moin Peter,

    Wie soll das je elektronisch laufen ??

    es ist irgendwie etwas mühselig hier :/

    Das SMTP Protokoll gibt schon seit Jahrzehnten zwei Arten der Eingangsbestätigung her. Dazu kommt noch eine dritte Möglichkeit, die Message Disposition Notification aus dem Mailclient heraus mit den Stati: displayed, read, deleted und denied. Während der Anwender über den Mailclient und dessen Antworten herrscht, tut er das beim Mailserver mit dem SMTP Status 250 Message accepted for delivery und der Delivery Status Notification nicht. Message accepted for delivery gibt es, wenn der empfangende Mailserver die Nachricht akzeptiert und die Delivery Status Notification, wenn die Mail beim Empfänger ins "Postfach" geworfen wurde. Bei unbekannten Empfänger gibt es ein SMTP 550 5.1.1 User unknown. Wenn ein Mailserver eine Mail nicht zustellen kann, dann versucht dieser das in den Standardeinstellungen der meisten Mailserver Software 24h lang, beim postfix gibt es nach 4h eine Rückmeldung, das die Mail nicht zugestellt werden konnte, es aber weiter versucht wird. Nach 24h gibt es dann die Meldung, das die Mail nicht zustellbar ist. Den Fall E-Mails kommen nicht an, gibt es ohne Rückmeldung bei SMTP nicht, außer der Admin hat ganz viel Mist gebaut. Manche konfigurieren aber ihre SPAM Filter auf den Servern mit einem DROP statt REJECT, dann ist die Mail verschwunden. Macht man aber eigentlich nicht, bzw. nur sehr differenziert. Entweder löst man einen REJECT aus, d.h. der SMTP Server verweigert die Annahme oder man stellt zu. Wenn es keinen REJECT gibt erfolgt noch das Scoring der Mail, da wird die dann durchaus mal als SPAM getaggt, aber dem Empfänger ins Postfach geworfen.

    Bei richtig konfigurierten Mailserver und SPAM-Filtern gibt es den Fall "Mail ist weg" nicht. Und es ist auch nicht so, das eine Mail erst ein halbes Jahrhundert durchs Internet geistert, denn zugestellt wird die immer direkt an den Mail Exchanger für eine Domäne. Welcher Server das ist, kann man am MX-Record im DNS erkennen:

    tom@amarok:~$ dig MX dl7bj.de

    ; <<>> DiG 9.18.41-1~deb12u1-Debian <<>> MX dl7bj.de
    ;; global options: +cmd
    ;; Got answer:
    ;; ->>HEADER<<- opcode: QUERY, status: NOERROR, id: 11075
    ;; flags: qr rd ra; QUERY: 1, ANSWER: 1, AUTHORITY: 0, ADDITIONAL: 1

    ;; OPT PSEUDOSECTION:
    ; EDNS: version: 0, flags:; udp: 1232
    ;; QUESTION SECTION:
    ;dl7bj.de.            IN    MX

    ;; ANSWER SECTION:
    dl7bj.de.        21600    IN    MX    10 mx.isnix.de.

    Jede Mail für einen Empfänger @dl7bj.de wird an den Mailserver mx.isnix.de zugestellt. So kann man für jede Domäne den Mail Exchanger abfragen.

    73, Tom

  • es ist irgendwie etwas mühselig hier :/

    Hallo Tom, jetzt bist Du etwas zu technisch aufgestellt. Du vergißt den "OSI Layer 8" :) .

    Es geht nicht darum, nachzuweisen, daß eine Nachricht am Ort mit den Koordinate x,y,z angekommen ist, weder im Briefkasten, noch im Haus, noch im Computer. Du mußt nachweisen können, daß die "Zielperson" (keine Vertretung oder sonst wer) die Nachricht zumindest physisch in die leiblichen Hände bekommen hat. Ob sie die auch liest, versteht usw. ist dann deren Problem.

    IT-Protokolle mit Empfangsbestätigung gibt es genügend, reicht aber im Zweifelsfall nicht. Außer Du stehst neben dem Empfänger, mit einem Zeugen und siehst, daß der gewünschte Empfänger diese Nachricht am Bildschirm liest, möglichst auch noch laut vorliest :) . Das ist juristische Erbsenzählerei, aber ist eben so.

    Gott sei Dank sind solche Notwendigkeiten äußerst selten. (... aber mühsam, da hast Du recht)

    73 Peter

    (ich glaube, die Gebühr Gerichtsvollzieher damals lag bei 30-40 Euro, bin aber nicht sicher und schau nicht nach)