Virtueller Ortsverband im Distrikt Nordsee (I)

  • Moin,


    vielleicht interessant, aus dem aktuellen Nordsee-Rundspruch:


    Quelle: Nordseerundspruch 2420


    73, Tom

    Ich bin dann mal weg ...

    Edited once, last by DL7BJ ().

  • Bisher hat-

    ten Nordsee-Mitglieder, die einer zu engen OV-Bindung kritisch gegenüberstanden,

    lediglich die Möglichkeit, nach Hessen in den virtuellen OV F76 Baunatal zu wech-

    seln.

    NUR???

    Was ist mit:


    - K26 "RLP Online

    - P62 "Virtuelles Württemberg"

    - C73 "Bayern Süd"

    - U23 "Stiftland"

    - G73 "Köln-Aachen"

    - H60 "Harz und Heide"

    - Y73 "Mark Brandenburg"


    Nicht zu vergessen auch die interessenbezogenen OVs:


    - D23 "Freunde des CCC" (meines Wissens der älteste virtuelle OV)

    - D24 "BIG ATV"

    - D22 "Soziale Medien"

    - A55 "Selbstbau"


    So schön es ist, dass im Distrikt I jetzt endlich auch einen virtuellen OV gibt, aber F76 als einzige Alternative zu nennen ist einfach nur schlampig recherchiert.



    P.S.: Möglicherweise habe ich noch den einen oder anderen virtuellen OV vergessen, falls jemand noch einen lkennt, bitte ergänzen.

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  • War auch so gemeint Tom, dass die RS-Redaktion geschlampt hat.

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  • Diesen von vornherein virtuellen OVs sind noch die faktisch virtuellen Schnitzel-OVs gleichzustellen, die zwar auf dem Papier noch existieren, in denen aber keine nennenswerten Amateurfunk, Bastel oder Ausbildungsaktivitäten mehr stattfinden. Ich persönlich finde die Entwicklung bedauerlich, dass das regionale Miteinander und der Austausch zwischen Menschen zunehmend auf die sogenannten sozialen Medien verlagert wird oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr stattfindet. Der Amateurfunk wird nach meiner Meinung dadurch nicht reicher. Hoffentlich beleben die neuen virtuellen OV-Mitglieder noch die Bänder.


    73, Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 2 times, last by DL4ZAO ().

  • Irgendwie habe ich da was verpasst. Bin ich in einem virtuellen OV, will ich kein Schnitzel nur QSL-Versand und von mir aus noch die CQDL. Aber das habe ich doch auch, wenn ich in einem "normalen" OV bin. Ich muss ja nicht zum Clubabend.


    Also welchen Vorteil hat der virtuelle OV?


    Zudem darf man diese virtuellen OVs nicht wirklich mit einem Standard-OV vergleichen, was die Ausbildung und Sonstiges betrifft, weil genau das wollen ja diese Mitglieder nicht. So richtig verstehen kann ich das nicht...


    Gruß Stefan

    Strengt euch an! Der Tag versaut sich nicht von alleine! :D

  • Zumindest für die interessenorientierten OVs ist das schnell erklärt. Wenn man der einzige Computernerd, ATV-Freak oder ambitionierte Nicht-Steckdosenfunker im OV ist wird der nächste Schnitzelabend schnell langweilig. Da macht es durchaus Sinn, wenn man sich Gleichgesinnte sucht.


    Was virtuelle OVs auf regionaler Ebene (Ich schreibe jetzt bewusst nicht Distrikt) angeht kann ich mir vorstellen, dass sich dort auch Leute treffen, die mobil eingeschränkt sind, sich aber doch mit anderen OMs austauschen wollen - und das eben nicht nur auf irgendwelchen Ortsrunden auf welcher QRG auch immer.


    Um das zu erreichen gibt es ja genügend Möglichkeiten im Internet - von Teamspeak bis Zoom und was man sonst noch nehmen kann.

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  • Mich würde ja mal interessieren ob ihr selber schon Erfahrungen mit virtuellen OVs gemacht habt und wie die aussehen. Das geschriebene kann ich so gar nicht nachvollziehen.


    Ich war selber eine Zeit lang im virtuellen OV D22 und habe den OV als eine sehr lebendige aktive Gemeinschaft erlebt. 1x im Monat online ein OV Abend. 1x in der Woche ein Onlinetreffen zusätzlich. Viele Aktivitäten der OMs. Gute Vernetzung.


    Es kommt doch immer darauf an was man daraus macht. Aber vorher schon das System in Frage zu stellen finde ich nicht gut.


    Uli kann ich da auch nur zustimmen. Es gibt genug Menschen die aus verschiedensten Gründen ein OV Lokal nicht erreichen können. Mit einem virtuellen Angebot gibt es hier noch immer die Chance auf Teilhabe.

    DK2NB Thomas JN59NI DOK D22 - MA12 - RockMite 14MHz - Elecraft T1 - Yaesu FT-818ND - Green Mountain GM30
    DL-QRP-AG #1131 AGCW #2109 G-QRP-Club #10385 GTC #256 EPC #2020 GM25

  • Zumindest für die interessenorientierten OVs ist das schnell erklärt. Wenn man der einzige Computernerd, ATV-Freak oder ambitionierte Nicht-Steckdosenfunker im OV ist wird der nächste Schnitzelabend schnell langweilig. Da macht es durchaus Sinn, wenn man sich Gleichgesinnte sucht.


    Was virtuelle OVs auf regionaler Ebene (Ich schreibe jetzt bewusst nicht Distrikt) angeht kann ich mir vorstellen, dass sich dort auch Leute treffen, die mobil eingeschränkt sind, sich aber doch mit anderen OMs austauschen wollen - und das eben nicht nur auf irgendwelchen Ortsrunden auf welcher QRG auch immer.


    Um das zu erreichen gibt es ja genügend Möglichkeiten im Internet - von Teamspeak bis Zoom und was man sonst noch nehmen kann.

    Hallo zusammen,

    Ich sehe dass mit den virtuellen OV's genauso wie DG4SFS. Leider gibt es nicht in jedem Landkreis oder in Wohnortnähe einen OV den ich erreichen kann, will mich aber trotzdem mit anderen Funkamateuren (m/w) austauschen. Dann ist so ein virtueller OV bestimmt eine gute Möglichkeit, zumal dann auch die Mitglieder beim Darc oder anderen Funkvereinen bleiben und nicht kündigen. Allerdings habe ich damit selbst keine Erfahrungen gesammelt. Vy 73 de Dc4kjs (Stefan)

  • Der virtuelle OV Selbstbau A55 ist mit viel Elan, auch hier im QRP Forum ausgiebig diskutiert, gestartet. Da ist es recht still geworden. Wie es um die Aktivitäten der restlichen virtuellen OVs steht, würde mich auch interessieren. Ich wüsste auch nicht, was man in einem virtuellen OV anders oder besser kann als in einem realen OV. Niemand wird ja gezwungen auf irgendewelchen Veranstaltungen zu erscheinen. und virtuelle OV haben nur m. E. dann einen Vorteil, wenn tatsächlich virtuelle Aktivitäten auf regelmäßgier Basis angeboten werden. Wo ist das der Fall?


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Ich persönlich finde die Entwicklung bedauerlich, dass das regionale Miteinander und der Austausch zwischen Menschen zunehmend auf die sogenannten sozialen Medien verlagert wird oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr stattfindet.

    Günter,


    es sind nicht diese Medien, die das Verschulden. Verfolgt man den Werdegang des einen oder anderen virtuellen OV, so sind es zum Teil lokale bzw. regionale / distriktsbezogene arge menschliche Differenzen untereinander und speziell zum jeweiligen DARC OV, DV bzw. zum Vorstand. Gerade bei F76. Oder das jahrelange in meinen Augen absolut unmögliche Geschehen bei und um Q05.


    Neben schon im Thread genannten Gründen sind es leider menschliche Differenzen, die oft ein Miteinander unmöglich machen. Ohne DARC Bashing treiben zuweilen, aber der Fisch beginnt...


    Im Schnitzel-OV findet wenigstens noch Begegnung statt. Vermutlich friedlich.


    A55 - mehr nur auf dem Papier. Im Forum regungslos, wenns hoch kommt, einmal im Jahr eine Email vom OVV. Es war mal viel los. Aber auch hier menschelte es...


    Bin assoziiertes Mitglied in A55.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Lege keinen Wert auf diejenigen, die dich nicht zu schätzen wissen."

    Edited 2 times, last by DF2OK ().

  • Na da hab ich ja das Glück in einem recht aktiven OV zu sein. Da wir jedes Jahr die UKW-Tagung veranstalten sind die aktiven Mitglieder viel zu beschäftigt, um Energie für persönliche Differenzen zu verschwenden. :)


    So bei der Gelegenheit hab ich auch gleich Werbung für die diesjährige Tagung am 7. September in Weinheim gemacht. Ohne Messegesellschaft oder Dachverband, nur von einem kleinen OV initiert und veranstaltet - und das ununterbrochen seit 1956..


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Moin,


    ich kann Uli und Thomas nur zustimmen :thumbup:


    Ich bin seit Beginn der Pandemie auf keinem realen OV-Abend mehr gewesen, aber die virtuellen OV Abende über die Server des DARC waren super. Man muss für einen Vortrag kein Geraffel mitschleppen (Beamer, Notebook, Leinwand usw.) und hat alles parat, kann auch schnell mal was improvisieren und muss nicht aus dem Haus, spart Fahrtkosten und was heute noch viel wichtiger ist, Zeit! Eine zeitlang gab es noch beides, OV Abend in der Kneipe und über den DARC Server, jetzt nur noch Kneipe. Der OV ist schon sehr aktiv, mit diversen Veranstaltungen im Jahr, nur interessieren mich Funkwettbewerbe nun absolut gar nicht und da liegt halt der Schwerpunkt.


    Wir betreiben ein Hobby, zu dem die drahtlose und auch drahtgebundene Kommunikation gehören. Die Relaisverbünde sind übers HamNet oder Internet gekoppelt, wenn man manches Foto von Shacks anschaut, stehen da 3-4 27" Displays, für Logging, QRZ, Cluster, FT8, Funkwetter und bei manchen läuft ein Chat für Skeds parallel.


    Warum dann nicht die gesamten Möglichkeiten ausschöpfen und OV Abende über den Treff-Server parallel mit dem OV Relais, soweit vorhanden?


    Da die CQ DL hier auch genannt wurde, die beziehe ich schon länger nicht mehr auf Papier, sondern nur per Download, wie auch Modellbahnzeitschriften. Ich muss nicht in eine Kneipe gehen, mit vielen Menschen auf einem Haufen und schlechter Luft und Schnitzel esse ich nicht.


    Weinheim, die fast 6h mit dem Auto tue ich mir für solche Veranstaltungen auch nicht an. Nur weil hier gerade die Werbung lief :) Trifft aber ebenso auf die HamRadio oder ein QRP Treffen in Thüringen zu. Wie ich schon schrieb, Zeit ist wertvoll und ich kann mir mit den heutigen Möglichkeiten was besseres vorstellen, als an einem Wochenende für ein paar Vorträge > 10h im Auto zu verbringen.


    Noch als Nachtrag:


    Was ich beim zu gründenden virtuellen OV I73 kritisch sehe, das als einziger Grund für den OV eine zu enge OV Bindung genannt wird. Denn die hat man eher bei einem virtuellen OV, so viele gibt es nicht, durch die Ortsunabhängigkeit und die Zeitersparnis, nicht jeder ist im Ruhestand und zu OV Abenden auch vor Ort. Bevor ich wechseln würde, müsste der OV schon mehr auf seine zukünftigen Fahnen schreiben, als diesen einen Grund.


    73, Tom

    Ich bin dann mal weg ...

    Edited once, last by DL7BJ ().

  • ...Wie haben wir es bloß vor den Internetzeitalter geschafft, Amateurfunk rein menschlich zu (er)leben...

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Lege keinen Wert auf diejenigen, die dich nicht zu schätzen wissen."

  • Moin Michael,

    ...Wie haben wir es bloß vor den Internetzeitalter geschafft, Amateurfunk rein menschlich zu (er)leben...

    bevor ich mit Amateurfunk anfing (1997), hatte ich schon über 10 Jahre Internet hinter mir und ich weiß nicht, was daran nun nicht menschlich gewesen sein soll.


    73, Tom

    Ich bin dann mal weg ...

  • Moin Michael,

    ...Wie haben wir es bloß vor den Internetzeitalter geschafft, Amateurfunk rein menschlich zu (er)leben...

    Mit Pielsener, woll! ... haetten wir in Westfalen gesagt :)


    Ich fand die OV-Abende in R08 und spaeter R25 immer gut. Da kamen wir zwanglos zusammen. Dann gab es die OV-Frequenz auf 2m, wo wir fast taeglich miteinander kloenten. 70er, da gab es zumindest fuer Otto Normalfunker kein Internet. Dann weit wichtiger, unsere abendliche 80m Runde, aber das war ganz DL und umliegende Laender, nicht nur OV.


    Doch ein OM aus LX fasste es mal so zusammen: Wir Funkamateure haben oft irgendwie einen sozialen Knacks und verstecken uns gern hinter der Taste oder hinter dem Mikrofon :)


    73, Joerg

  • Diesen von vornherein virtuellen OVs sind noch die faktisch virtuellen Schnitzel-OVs gleichzustellen, die zwar auf dem Papier noch existieren, in denen aber keine nennenswerten Amateurfunk, Bastel oder Ausbildungsaktivitäten mehr stattfinden. Ich persönlich finde die Entwicklung bedauerlich, dass das regionale Miteinander und der Austausch zwischen Menschen zunehmend auf die sogenannten sozialen Medien verlagert wird oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr stattfindet. Der Amateurfunk wird nach meiner Meinung dadurch nicht reicher. Hoffentlich beleben die neuen virtuellen OV-Mitglieder noch die Bänder.


    73, Günter

    Genau.


    Moin,


    wie in der Signatur ersichtlich bin ich 1975 zum Amateurfunk gekommen. Ohne Internet. Es wurde sich zum OV Abend persönlich getroffen und alle !waren dabei. Es gab bzw. gibt die OV Frequenz, ein Relsis für 2 und 70 recht nah und hoch. DB0ZL und jetzt DB0NDS. Damals an der Grenze zu DM gelegen, wir waren Zonenrandgebiet. Es gab regelmäßige Kontakte zu Nachbar-OVen. Diverse regelmässige Veranstaltungen wie Schulungen, Fielday UKW und KW sowie die großen beiden weltweiten 48h Conteste in Fonie und CW. Mehr gab's zum Glück noch nicht, die Contestinflation wuchs später. WARC-Bänder ebenfalls nicht. Fuchsjagden auf 2 und 80 waren an der Tagesordnung sowie deren Empfängerbau. Nicht virtuell, vor Ort. So konnte man sich handwerklich helfen. Einzelne brachten spezielle Maschinen mit; wir profiterten alle davon. Lötkurse, Antennenbau und viele Bastelaktionen mit handwerklichrm Austausch und sofortiger Hilfe u.v.m.


    Per Videokonferenz nicht möglich. Stadtfeste und Eröffnungen einiger Einrichtungen und Anlagen machten unser Hobby bekannt. Ich war u.a. Pressewart. Persönliches Erscheinen bei den Pressevertretern war und ist wichtig.


    Wöchentliche Treffs für alle Aktionen im OV Heim, wo wir nie Antennen aufbauen durften - historisches Zentrum - sorgten für direkten und engen Kontakt. Jeder war qrv. Daheim, mobil, portabel. Verabredet wurde sich über Funk und Telefon. Zeitversetzte Nachrichtenspeicher waren bestenfalls der AB bei Geschäftsleuten.


    Man kannte sich und seine Vorlieben und Macken. Alle waren bzw. sind vom Virus AFU befallen. Alles wurde persönlich abgekaspert, wie wir hier sagen. Die Mitgliedsrate im DARC lag in DL noch bei fast 100%. Was sich positiv in Sachen Nachwuchs, Ausbildung und somit Kenntnisse von zumindest rudimentären technischen und vor allen betriebstechnischen Kenntnissen auswirkte.


    Kurz: Es sind die direkten menschlichen Begegnungen die zu einem tiefen Miteinander führen. Körpersprache, Tonfall etc. spielen eine wesentliche Rolle im Umgang miteinander.


    Videokonferenzen sind sicherlich heute für vieles gut und sinnvoll. Aber nicht alles lässt sich damit abdecken. Allein der handwerkliche Bereich.


    Die anderen sogenannten sozialen Medien rufen neben dem eigentlichen Zweck Probleme anderer Art hervor. Jeder, der halbwegs mit Verstand, offenen Ohren und Augen diese multimedialen Möglichkeiten betrachtet, sollte die potentiellen Gefahren kennen. Die Medien sind voll davon. Nicht jeder möchte das mitmachen.


    Zudem eine zwangsweise Nutzung bestimmter Kommunikationsplattformen wie im Rundspruch gefordert wird, nicht diskriminierungsfrei ist.


    Unabhängig vom Thema virtueller gibt es Menschen, die ausser Radio, TV, Telefon und Funkstation nichts weiter haben und altgediente Funkamateure sind. Wo bleiben diese Menschen?


    Auf einem OV Abend vor Ort sind sie dabei.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Lege keinen Wert auf diejenigen, die dich nicht zu schätzen wissen."

    Edited 2 times, last by DF2OK ().

  • Auf irgendeine (nicht negative Art) ist der Funkamateur zwangsläufig ein "Nesthocker" (selbst outdoor alleine :) ). QSOs sind halt p2p-Gespräche - bereits genügend "virtuell". Insofern fuchst mich manchmal die Verdammnis der "Schnitzel-OV-Abende". Nicht jeder OV-Abend muß gleich eine Lehrveranstaltung sein. Einmal vis-a-vis zu reden hat auch was für sich (das Schnitzel ist nur nette Beigabe).


    Ich habe es im QRL angenehm empfunden, wenn ich bei vielen Support-Reisen andere OMs getroffen habe. Teilweise bei einigen Strecken, wo oft die gleichen OMs unterwegs waren, auch per kurzen "Kneipenstop" als persönliche Ratschpause oder am Zielort zum OV-Abend. Wir hatten im QRL auch Clubstationen, wo man sich treffen konnte oder auch beim Kunden (IT) saßen immer wieder Funkamateure (mit OV-Abend Angeboten).


    Das Problem der virtuellen OVs ist zum Teil das gleiche wie in den realen OVs: mindestens 2 Personen (OVV+Stellvertreter) müssen zur "Vereins-Arbeit" bestimmt werden, oder es bleibt am DV hängen. Im übrigen gibt es selbst in den "normalen" und auch den "Supervorzeige"-OVs OMs, die so gut wie nie den OV-Abend besuchen -- und die trotzdem aktiv sind und sich nicht "virtualisieren".


    Die Interessen-OVs wie speziell dann auch noch Medien-OVs wie D22 kann man mit den übrigen reinen "nirgends hinfahren müssen" virtuellen OVs nicht vergleichen.( DK2NB) In manchen Fällen hat man eher den Eindruck, daß sich dort die "ewig Unzufriedenen" (ich bin ich und will nichts mitmachen müssen) treffen und diese OVs verschwinden auch nach einiger Zeit wieder. (war jetzt etwas überspitzt, gönne jedem seinen virtuellen OV, wenn er damit glücklich ist und ich nicht dort mit machen muß :) ).


    73 Peter

  • Gibts eigentlich virtuelle Gesangvereine oder Fußballclubs?


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)