"Effizientestes" Antennenanpassgerät gesucht (das Prinzip, bzw. Schaltung, keine Geräte)

  • Jepp, mir geht es einmal um das Wissen/Verständnis, und das will ich dann Anwenden um mein Setup etwas zu Optimieren.


    Verstehen ist wichtig, da kann man schließlich auch die Fehler besser finden, und mitbekommen, wer Mist erzählt.

    73, Jens


    Und immer schön locker bleiben.

  • Woher weis ich aber, welche Einstellkombination dann die dämpfungsärmste ist?


    Das habe ich doch in #8 schon geschrieben. Bein L/C-Glied gibt es nur einen Punkt der Abstimmung.

    Vy 73, Roger

  • Online Rechner zum Thema, wo man erkennen kann, dass es bei einem L-Anpassglied aus L und C nur eine zielführende Kombination gibt, während bei Pi- oder T-Gliedern mit drei Reaktanzen beliebig viele Kombination mit unterschiedlichen Verlusten möglich sind.


    Online Matching network designer


    Ein Pi oder T-Glied kann man sich aus zwei L Gliedern zusammengesetzt vorstellen. Das erste L-Glied transformiert auf einen Imoedanz-Zwischenwert, das zweite L-Glied auf den Zielwert der Impedanz. Es handelt sich also um zwei Impedanztransformationen. Einleuchtend, dass eine einfache Impedanztransformation effizienter ist, als eine zweifache Transformation.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Quote

    Woher weis ich aber, welche Einstellkombination dann die dämpfungsärmste ist?

    Das erkennt man daran, dass am Ausgang des Antennenkopplers die maximale Leistung in die Antenne gespeist wird. Klar, nun kommt die Frage: "Und wie erkenne ich das???"


    Beispielsweise mit einer primitiven Feldstärkeanzeige. Die darf auch auf dem Stationstisch stehen. Soetwas kann man aber auch in den Koppler einrüsten. Früher war soetwas mal üblich, ein Relativ-Output-Meter. Annecke hatte es früher in seinen Kopplern, Dentron hatte es im "Jr. Monitor", ich habe den im Shack. Ein simpler kleiner Diodendetektor zeigt auf einem uA-Meter die Spannung am Antennenausgang an. Man könnte auch dort den Strom zur Anzeige bringen, was aber etwas komplizierter ist, aber auch nicht mehr Erkenntnis bringt.


    Ein SWR-Meter ist in vielen Transceivern oder Kopplern eingerüstet, sagt eben nur etwas über den Grad der Anpassung aus, nicht abet wieviel aus dem Koppler herauskommt. Das Relativ-Output-Meter ist bei vielen OMs leider in Vergessenheit geraten. Diese hübsch anzusehenden Koppler werden ja trotzdem gekauft...


    Wer soetwas in einem vorhandenen Koppler nachrüsten möchte, könnte das ggf. im Koppler vorhandene Kreuzzeigerinstrument dafür mitbenutzen!!! Die vorlaufende Leistung ist beim Abstimmen des Kopplers ja gar nicht so besonders von Interesse. Den Ausgang des Diodendetektors vom Relativ-Output-Meter könnte man über einen kleinen Umschalter von der Vorlaufanzeige anzeigen lassen. Ein kleines Poti mit 100kOhm ermöglicht die Einstellung der Empfindlichkeit. Für diese beiden winzigen Bedienelemente findet eigentlich auf jeder Frontplatte noch ein Plätzchen.


    In meinem selbstgebauten "impedanzvariablen Fuchskoppler" habe ich ebenfalls solch ein Schätzeisen eingebaut. Ich weiß somit immer, dass ich auf das Maximum abgestimmt habe - und nicht wegen des besonders schönen SWRs auf eine der Flanken, wo wesentlich weniger Leistung in die Antenne geschoben wird...


    73 Andy

    Edited 2 times, last by DH5AK ().

  • Hallo Andy,


    alternativ zu der Strommessung nutze ich auch ein Relativfeldstärkemessgerät. Das ist eine einfache, aber sehr nützliche Methode. Mit einem solch einfachem Relativfeldstärkemessgerät lassen darüberhinaus noch einige andere interessante Messungen durchführen.


    Hier noch eine Frage, die vielleicht jemand beantworten kann:


    Stimmt folgende Behauptung: Die größte Feldstärke, die beim Senden von eine Antenne erzeugt wird, stimmt nicht mit dem geringsten VSWR (gemessen im Shack) überein. Wenn ja warum und wenn nein warum.


    Lässt sich das auch mathematisch beweisen? Und falls ja, wie?


    Aber bitte kein allgemeines Geschwofe, Vermutungen usw. sondern seriös (evtl. mathe. wissenschaftlich).


    73 de Dieter

  • Die größte Feldstärke, die beim Senden von eine Antenne erzeugt wird, stimmt nicht mit dem geringsten VSWR (gemessen im Shack) überein.

    Ob es etwas aussagt, die Feldstärke (im Fernfeld?) mit dem VSWR am Messpunkt im Shack zu koppeln.


    Zutreffend ist:

    - eine Last nimmt bei Leistungsanpassung Ri = Rl die meiste Leistung auf

    - das VSWR im Shack ist ein Indikator für die Reflexion auf der Leitung, also für die Anpassung an die Leitung am Leitungseingang

    - was die Antenne daraus macht und wie effizient ihre Abstrahlung ist, hat mit dem VSWRam Leitungseingang nur mittelbar zu tun.


    Ich denke mal, das Zitat so alleine, ohne erklärende Zusammenhänge, ist wenig nützlich.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Entgegen der Theorie mit dem Innenwiderstand bei der Quelle, ist bei einem normalen Sender kein Innenwiderstand von 50 Ohm vorhanden. Wenn der Sender mit 25 Ohm belastet wird, gibt er mehr Leistung ab, wenn der SWR-Schutz nicht eingreift und die Stromversorgung den Strom liefern kann. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Effekt bei Dieter zutreffen könnte.


    73, Peter - HB9PJT

  • Hallo Günter,


    1. wenn du mich zitierst, dann zitiere mich richtig!!!

    2. Ich habe KEINE!! Aussage getroffen, sondern eine Frage gestellt!!! Deshalb ist dein Kommentar genau das, was ich befüchtet habe, nämlich "Geschwofe".

    3. Mein Tipp für Dich: Erst genau lesen, dann darüber nachdenken und dann eventuell antworten.


    Vorsorglich: Wenn du nochmal einen Kommentar von mir zitierst, dann bitte VOLLSTÄNDIG. Das wäre in dem Fall "Stimmt folgende Behauptung: die größte Feldstärke ...usw. " Mit anderen Worten: Wenn du eine Frage von mir nicht beantworten kannst oder willst (oder beides), dann spar´ dir das Tippen auf der Tastatur (das ersapart die Blasen auf den Fingerkuppen).


    Im Übrigen habe ich den Eindruck, das die Frage nicht von jedem verstanden worden ist.


    Auf meine Frage: Stimmt folgende Behauptung: Die größte Feldstärke ... gibt nur 2 Möglichkeiten zu antworten


    1. Ja, weil.... oder

    2. Nein, weil .....


    alles andere ist Gelaber


    73 de Dieter

  • Ich finde ein gekürztes Zitat mit dem Wesentlichen meist hilfreich und ich komme mit Günters Zitat klar. Offenbar siehst Du das anders. Ich verstehe Deinen Punkt nicht.


    Im übrigen ist dies hier ein Diskussionsforum. Wenn ich Lust habe, ein Thema zu diskutieren, dann tue ich das hier. Wenn Du das als Gelaber verstehst, dann ist das für mich ok.


    73, Peter - HB9PJT

  • 1. wenn du mich zitierst, dann zitiere mich richtig!!!

    Ich habe nicht Dich zitiert, sondern deinen Text, und zwar wortgetreu. Da helfen auch keine drei Ausrufezeichen, also bitte nicht labern, um in deinem Jargon zu bleiben.

    Und ich versuchte, mich dem Thema grundlegend zu nähern. Es tut mir leid, wenn die Antwort nicht deinem eng gesteckten Erwartungshorizont entspricht.


    Ansonsten bin ich damit fertig, der Umgangston passt mir nicht.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • "Ich habe nicht Dich zitiert, sondern deinen Text, und zwar wortgetrue. Das wollen wir mal klarstellen."


    Das ist falsch, weil du den wichtigen Teil "Stimmt die Behauptung ..." unterschlagen hast und damit den Sinn verdreht hast und aus einer Frage eine Aussage gemacht hast.


    Ein Zitat ist eine "wörtlich angführte Belegstelle" (kannst im Duden nachlesen), da darf kein Wort unterschlagen werden. Dann noch zu behaupten es sei "wortgetreu" ist ungheuerlich ...


    73 de Dieter

  • Moin,


    gleich in zwei Threads Hick-Hack, was'n hier los? Dabei ist es noch gar nicht so richtig heiß draussen...


    Es ist mal wieder Zeit für diesen Link. Dazu passt fast auf ein Jahr genau noch dieser Thread.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist."

    Edited once, last by DF2OK ().

  • Das stimmt so nicht.

    Solange der Aufbau unbekannt ist, kann man nicht 100% 1 (exklusiv)oder 2 sagen.

    Z.B. es gab schon Fälle, da war das SWR Topp, aber das Antennenkabel an der "richtigen" Stelle Kaputt. Da strahlte nix an der Antenne, ausser der Sonnenschein.

    Letztens hatte ich mit Top SWR, kein Ausschlag im TRX, keine Abstrahlung, erst als ich das SWR "Hochgedreht" hatte, wurde ich gehört.

    Also, ganz so einfach ist es nicht.

    73, Jens


    Und immer schön locker bleiben.

  • Auf meine Frage: Stimmt folgende Behauptung: Die größte Feldstärke ... gibt nur 2 Möglichkeiten zu antworten

    1. Ja, weil.... oder


    2. Nein, weil .....

    und

    Das stimmt so nicht.

    Eben. Ich habe beides erlebt. Es ist beides möglich. Die Anlagenkombination kann ein nicht optimales SWR haben und die Abstrahlung der Antenne ist gut. Und eben umgekehrt - das SWR ist super und es gibt keine Abstrahlung. Wie Jens das hier und in einem anderen Thread beschrieben hat.


    Und ich verkeife es mir nicht: Optimales SWR und minimale Abstrahlung gibts ja schon beim Dummyload. Und ich habe bewusst minimale statt keine geschrieben. Habe schon mit Dummyload am TRX QSOs gefahren.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist."

  • Moin,


    ich habe ja schon den Christian-Koppler angesprochen. Also nur C/L oder L/C.


    Bei unserer letzten Aktion auf der Hallig Hooge mit DA0DFF haben wir eine Inverted-L mit 12 m vertikal und 12 m horizontal verwendet. Dazu vier Radials mit jeweils 20 m.


    Und da gibt es tatsächlich bei einigen Bändern (nicht allen) mehrere Kombinationen, bei denen man das SWR auf ein Minimum einstellen kann. Egal ob als Hochpass oder Tiefpass geschaltet. Da bleibt eigentlich nur eben die Feldstärke zu messen oder RBN zu verwenden.


    Häufig ist es aber so, wenn man zwei Abtimmungen findet, dass eine breitbandiger ist, während die andere ziemlich Spitz ist.


    Die Einstellungen erscheinen häufig nicht logisch. So haben wir für obige Antenne die Bänder 80, 60, 40, 30, 20 und 10 m in Tiefpassschaltung und 12 und 15 m in Hochpasschaltung anpassen müssen. Bei 60 m benötigten wird fast doppelt so viel L als bei 80 m. Und auf 80 m deutlich mehr C als bei 60 m.


    Da bei einem Christian-Koppler eine Relaisspule (ja tatsächlich kein Kontaktproblem) abgefackelt war, kam ein zweiter Christian-Koppler zum Einsatz. Die Werte für die Anpassungen passten meistens 1:1. Sind also validiert.


    73, Holger DL9HDA

  • Weißt Du auch warum es 2 Punkte gibt?



    Sind Luftspulen zu bevorzugen bei einem Anpassgerät?

    73, Jens


    Und immer schön locker bleiben.

  • Tut mir leid, aber das ist doch keine Antort auf eine einfache Frage, wenn ständig argumentiert wird "ja aber" oder "ich ich hatte mal" oder "ja aber wenn der Himmel herunter fällt".


    Damit zeigt man nur, dass man die Frage nicht seriös (mathem. wissenschaftlich) beantworten kann, aber seinen Kommentar dazu sagen muss.


    Noch eine persöliche Anmerkung: Wenn ich bei meinem Prof. in der Vorlesung HF-Technik solche Antworten wie "ja aber" oder "ich hatte mal" usw gegeben hätte, dann hätte man mich vor die Tür gesetzt und mir empfohlen besser eine Pommes Bude zu eröffnen, statt Hoch- und Höchstfrequenz zu studieren.


    Es ist keine Schande eine Frage nicht beantworten zu können und mathematisch korrekt zu belegen. Aber dann sollte man sich besser zurückhalten.


    73 de Dieter

  • Es ist keine Schande eine Frage nicht beantworten zu können und mathematisch korrekt zu belegen. Aber dann sollte man sich besser zurückhalten.


    73 de Dieter

    Es wurde aufgezeigt, daß man die Frage nicht ohne weiteres mit ja/nein beantworten kann.

    Und sogar mit Angabe von Gründen.

    73, Jens


    Und immer schön locker bleiben.

  • Moin,

    Es ist keine Schande eine Frage nicht beantworten zu können und mathematisch korrekt zu belegen. Aber dann sollte man sich besser zurückhalten

    Deine Frage gehört aber nicht in diesen Thread, sondern in einen der Theorie Bereiche, wenn es Dir nur um die Mathematik geht. Hier geht es ums praktische Basteln für das optimale Anpasspassgerät fürs (Portabel) Equipment. Mache doch einfach einen eigenen Thread dazu auf, Du musst dazu nicht diesen hier kapern.


    73,Tom

  • Weißt Du auch warum es 2 Punkte gibt?



    Sind Luftspulen zu bevorzugen bei einem Anpassgerät?


    Man findet oft eine in Tiefpasskonfiguration und auch eine in Hochpasskonfiguration. Ich würde Luftspulen verwenden.


    73, Holger DL9HDA