Funktechnik im Fluggepäck?

  • Ich bin gerade aus den USA (Nevada, Arizona) zurück und habe folgende Erfahrung mit meinem Funkkrempel im Handgepäck gemacht:


    Ausrüstung im Handgepäck: K2, Notebook, Schurr portabel, Netzteile, und Kleinkram
    Ausrüstung im Koffer: Angelrute (70cm), Koax, div. Dipole, etc.


    Hinflug: In Hamburg gar kein Problem, beim Umsteigen in New Jersey mußte der K2 zusammen mit dem Notebook in eine Wanne gelegt und separat gescannt werden. Keine Fragen - reine Routine.


    Rückflug: In Phoenix wurde der K2 nach dem Scannen noch einmal extra untersucht. Anschließend fragte mich der freundliche Herr, auf welchen Bändern ich denn damit Betrieb machen würde. Währendessen ging ein Flugkapitän durch die Sicherheitskontrolle und tickte mir auf die Schulter und stellte sich mir mit Rufzeichen vor. Die Dame am Scanner, die die extra Untersuchung veranlasste, guckte etwas irritiert ;) und ihr Kollege klärte sie auf, daß es sich um ein HF Funkgerät handle und das alles ok sei. Weitere Kontrollen fanden nicht mehr statt.


    Fazit: K2, K1, o.ä. nehme ich nur im Handgepäck mit.


    BTW: Meine XYL hatte sich ein Tütchen metallisches Konfetti für Partys o.ä. beim Dollar Tree gekauft. Das hatte offenbar zur Folge, das der Koffer geöffnet und das Konfetti untersucht wurde. Jedenfalls war ein freundlicher Zettel im Koffer, daß die Untersuchung stattfand und das Konfetti war nicht mehr in der Tüte, sondern im Koffer verteilt ... :-/


    Nun viel Spaß bei euren Urlaubsaktivitäten!

  • Hallo QRPer,


    war letzten November 14 Tage auf KH6 mit FT817, ZM4 und eine Handvool Draht.
    Meine Erfahrung auf den Flügen Dresden-Frankfurt-San Francisco-Hawaii (inkl. 6 Inselflüge) und das Ganze auf der gleichen Strecke wieder zurück, waren folgende.
    Hatte FT817, ZM4 und kleine Morsetaste aus Messing im Rucksack (Handgepäck). Klar blieb mein Rucksack in jedem Eincecken "hängen". Aber ich hatte absichtlich immer die Morsetaste ganz oben drauf, so dass diese als erstes zum Vorschein kam. Auf die Frage was dies sein, erzählt ich ganz aufgeschlossen, dass dies für "morsecode" wäre, ich das könnte und dass ich dafür eine internal gültige Lizenz habe, die sie gern sehen könnten, indem ich sie ihnen hinhielt. Durchgängige (!!) Reaktion war immer Erstauen, dass ich sowas könnte und alles war ok. Niemals wurde dann der Rucksack weiter ausgepackt, um nach dem FT817 und ZM4, die ja auf dem Röntgenbild auch zu sehen waren, zu schauen. Das interessierte garnicht mehr. Es blieb dann immer wieder bei einem nettem und interessierten Wortwechsel, woher ich dies könnte usw. Nach dem Rest in der großen Reisetasche hat nie jemand gefragt.
    Also ich war positiv überrascht wie problemlos das bei den Amis ging, denn ich hatte auch einige Befürchtungen.


    72!
    Frank, DH0JAE
    QRV nur in QRP

    72! Frank, DH0JAE
    QRV oft mit QRP, G-QRP-C 6807

  • Die Amis haben alle den Film "Independence Day" gesehen...
    also ist "morsecode" gut für den Heimatschutz.... 8)

  • Hallo Leute,


    ich transportiere mein Equipment immer gut gepolstert im Koffer....nie im Handgepäck. Ich habe einfach keine Lust auf evtl. Diskussionen mit unkopetenten "Durchleuchtern" oder evtl. wieder zurückgehen zu müssen und den Krempel einzuchecken, hi !


    In einigen Airports (insbesondere in DL und natürlich USA!) wird das aufgegebene Gepäck allerdings vor dem einchecken bereits durchleuchtet (im benachbarten Ausland geschieht dies meist im "Hintergrund" nach dem Einchecken).....bei meinem EA8 Urlaub im Dezember 2006 wurde mein Gepäck durchleuchtet und da fiel sofort der Bleiakku auf (der ließ sich wegen des Bleis nämlich nicht durchleuchten).


    Die Funkgeräte interessierten niemandem, nur der 4Ah Bleiakku war verdächtig (könnte ja ein Bleikasten sein, in dem etwas versteckt ist)......ich wurde an die Seite gebeten und sollte meinen Koffer öffnen. Ich wurde gefragt wofür ich so einen großen Akku bräuchte (meine Antwort: "für mein Funkgerät") Der 4 Ah Bleiakku wurde dann mit dem Tuch abgetupft und im Chromatograph auf Sprengstoffspuren untersucht.....nach 3 Minuten warten kam der freundliche Sicherheitsbeamte zurück und sagte es sei alles in Ordnung und ich konnte einchecken.


    Vy 73 de Oscar DJ0MY

  • Hallo Oscar,


    Quote

    Original von dj0my
    ich transportiere mein Equipment immer gut gepolstert im Koffer....nie im Handgepäck. Ich habe einfach keine Lust auf evtl. Diskussionen mit unkopetenten "Durchleuchtern" oder evtl. wieder zurückgehen zu müssen und den Krempel einzuchecken, hi !


    Das ist mir noch nie passiert. Weder Diskussionen noch zurückgehen zu müssen. Die evt. Sonderuntersuchung auf Sprengstoff dauert keine 5 Min.


    Mich schreckt beim aufgegebenen Gepäck die hohe Verlustrate (Tendenz steigend, habe ich gerade in den USA in der Zeitung gelesen) gepaart mit niedrigen Versicherungsleistungen. Vom unsanften Umgang mit dem Gepäck mal abgesehen.


    Quote

    In einigen Airports (insbesondere in DL und natürlich USA!) wird das aufgegebene Gepäck allerdings vor dem einchecken bereits durchleuchtet (im


    Das war genau anders herum. Weder in Hamburg, noch in Phoenix, wurde mein Koffer vor dem einchecken gescannt. Sonst wäre das mit dem "Konfetti" auch nicht passiert!


    Quote

    ... Der 4 Ah Bleiakku wurde dann mit dem Tuch abgetupft und im Chromatograph auf Sprengstoffspuren untersucht.....nach 3 Minuten warten kam der freundliche Sicherheitsbeamte zurück und sagte es sei alles in Ordnung und ich konnte einchecken.


    Nicht mehr passiert mit dem TRX im Handgepäck (siehe oben).


    Da die Airlines (in meinem Fall Continental) sogar selbst ausdrücklich empfehlen teures, empfindliches elektronisches Equipment im Handgepäck zu befördern (siehe Links im Thread), sollte man auch entsprechend verfahren.