Kurzwelle -- Dämpfung durch Thermo-Isolierfenster

  • Gerade Vermieter sind an die Energiesparverordnungen gebunden und müssen Nachweise vorlegen. Ich glaube kaum, daß Energieberater bei den Fenstern sich den Hinweis auf Wärmeschutz etc. verkneifen. Der Mieter kann den Nachweis verlangen. Ich glaube nicht, daß Neubauten und Energiesparhäuser ohne solche Wärmeschutzfenster überhaupt noch eine Baugenehmigung bekommen.

    Ja eben, heutzutage, Neubauten usw. Wessen Wohnung schon etwas älter ist hat solchen Luxus dann eben nicht.


    M.W. erkennt man Beschichtungen an leicht violetten/bräunlichen Farbtom bei schrägen Sicht mit Gegenlicht.

    Na dann ist klar, dass wir sowas nicht haben. Fenster sind übrigens knapp 15 Jahre alt, damals scheint das also noch kein Standard gewesen zu sein.

  • Nur noch Nachtrag - OT: Wir haben jetzt ~45 Jahre alte "Schreiner"-Fenster, d.h. Handarbeit mit ~7cm dickem Holzrahmen mit Lasur (anstelle Lackierung). Da müßten wir maximal die reinen Scheiben tauschen. Die heutigen Alu-Isolier-Fensterrahmen sind nicht besser als 7 cm trockenes Massivholz. Muß zwar regelmäßig gepflegt (nachgestrichen) werden, aber ...... sehr haltbar.


    Der reine Scheibenrahmen stört zumindest im normalen Funkbetrieb (Handfunke in der Wohnung) nicht. Die größeren Antennen sind auf dem Dach oder Dachboden - damit habe ich noch nie Tests von innen gemacht. Wenn man Metall-Fensterrahmen hat, wird das wohl ziemlich anders aussehen. Die Glasbeschichtung selbst ....... laut einige ICE-Berichten ist da wohl trotzdem noch Funk durch die Scheiben möglich. Vielleicht findet sich mal jemand mit HF-Sonde für Berichte von zu Hause durch solche hochwertigen Glasscheiben..


    73 Peter

  • Moin,

    M.W. erkennt man Beschichtungen an leicht violetten/bräunlichen Farbtom bei schrägen Sicht mit Gegenlicht. Bei uns (EFH) sind noch alte Thermopen Scheiben drin

    Die erkennt man eher nicht an Verfärbungen des Glases, das sieht man so nicht. Wenn Du eine Kerze davor hälst und die spiegelnde Flamme im Glas verändert leicht die Farbe, dann ist es eine Wärmeschutzverglasung. Im Scheibenzwischenraum sollte der U-Wert in dem Metallrahmen eingestanzt sein. Daran ist es auch zu erkennen. Thermopen ist nur eine eingedeutschte Variante der amerikanischen Thermopane-Scheiben der Libbey-Owens-Ford Glass Company. Die haben das erste Isolierglas noch vor dem Flug zum Mond herausgebracht ;)

    Ja eben, heutzutage, Neubauten usw. Wessen Wohnung schon etwas älter ist hat solchen Luxus dann eben nicht.


    Na dann ist klar, dass wir sowas nicht haben. Fenster sind übrigens knapp 15 Jahre alt, damals scheint das also noch kein Standard gewesen zu sein.

    Wärmeschutzverglasung ist bei Neubauten seit 1995 in der EnEV vorgeschrieben. 2016 wurde der U-Wert nochmals gesenkt, auf 1,3W/m²K. Wie es seit 2020 mit der jetzt gültigen GEG aussieht, weiß ich nicht, wird sich aber sicher im Netz finden lassen. Wer mehr als 10% tauscht, muss alles auf den Stand bringen, steht auch irgendwo. Auf einen Wert unter 1,0W/m²K kommt man nur mit einer 3-fach Verglasung. Meine Fenster sind von 2008 mit einem U-Wert von 1,1W/m²K, einer Kombi aus 7-Kammer Profilen mit Stahleinlagen, WSG (Wärmeschutzverglasung) und VSG (Verbund-Sicherheitsglas). Damals saß ich halt noch an der Quelle und konnte den Mitarbeiterrabatt inkl. Einbau durch Kollegen mitnehmen. Zu der Zeit waren Werte zwischen 1,3W/m²K und 1,5W/m² üblich. Aber auch die sind nur mit einer Wärmeschutzverglasung zu erreichen, nicht mit den einfachen Isolierglasscheiben - ergo Metallbedampfung.


    Man könnte also davon ausgehen, dass alle Fenster seit 1995 eine Wärmeschutzverglasung haben, mit Werten zwischen 1,1W/m²K (aber noch nicht 1995) und 1,5W/m²K bei 2-fach Verglasung.


    Der Link, den ich bzgl. der Indoor Antennenfrage für UHF/VHF von Hajo gepostet hatte, bezieht sich bei der Dämpfung auf Frequenzen von Mobiltelefonen. Ob da bei KW noch eine Dämpfung durch die Metallbeschichtung zu bemerken ist, möchte ich bezweifeln. Ich denke, da hat eher der Metallrahmen der Einzelscheiben einen größeren Einfluss, wenn eine MagLoop direkt vorm Fenster steht. So wie Günter es bereits andeutete.


    73, Tom

  • Wärmeschutzverglasung ist bei Neubauten seit 1995 in der EnEV vorgeschrieben.

    Aber nicht zwangsläufig mit solcher Metallbedampfung, dazu zählen doch bestimmt schon die üblichen Doppelscheiben-Fenster.

    Und Vorschriften sind das eine, was die Baufirmen am Ende machen sicher noch was anderes. Deshalb gehen die doch auch regelmäßig in Konkurs um Regressansprüche loszuwerden, werden dann einfach eine Woche später mit neuem Namen und neuen Gesellschaftern neu gegründet. Zumindest hier nicht unüblich.

  • Wir schauen uns auch grad nach neuen Fenstern um.


    Schau dir mal die Profile von Fenstern mit Kunststoffrahmen auf den Seiten der verschiedenen Hersteller an. Sehr oft ist im Kunststoff ein Metallprofil zur Stabilität eingearbeitet. Ich nehme mal an, dass das ein Stahl ist.


    Das kann natürlich dann auch zu Problemem führen.


    Viele Grüße - Armin

  • Moin,

    Aber nicht zwangsläufig mit solcher Metallbedampfung, dazu zählen doch bestimmt schon die üblichen Doppelscheiben-Fenster.

    Klar, wenn Du welche gefunden hättest, die U Werte unter 1,8W/m²K haben. Meines Wissens nach gab es die als Isolierglas nicht, die lagen immer über 2W/m²K.

    Und Vorschriften sind das eine, was die Baufirmen am Ende machen sicher noch was anderes. Deshalb gehen die doch auch regelmäßig in Konkurs um Regressansprüche loszuwerden, werden dann einfach eine Woche später mit neuem Namen und neuen Gesellschaftern neu gegründet. Zumindest hier nicht unüblich.

    Interessante These, aber ohne Beweise ohne jeglichen Wert und nicht diskussionswürdig.


    73, Tom

  • Moin Armin,

    Schau dir mal die Profile von Fenstern mit Kunststoffrahmen auf den Seiten der verschiedenen Hersteller an. Sehr oft ist im Kunststoff ein Metallprofil zur Stabilität eingearbeitet. Ich nehme mal an, dass das ein Stahl ist.

    Das kann natürlich dann auch zu Problemem führen.

    Das erwähnte ich bereits. Und die Beschläge (Ecklager, Getriebe, Zapfen, Achserlager, Achserstulp usw.) sind zum Teil in den Stahl verschraubt, so dass diese die einzelnen Stahlstäbe elektrisch durchaus verbinden könnten. Dann hat man elektrisch gesehen zum Scheibenzwischenrahmen noch einen Stahlrahmen.


    73, Tom

  • Moin Tom,

    Du kannst Dich gerne ans ift Rosenheim oder anderen Instituten wenden, dass diese seit über 30 Jahren sinnlosen Kram entwickeln und das alle Forschungsarbeiten auf dem Gebiet total falsch sind und warum man Dich nicht gefragt hast ;)

    Aehnlich, wie die Funkamateure in den USA vor gut 100 Jahren auf 200m verbannt wurden, weil Regierungskommissionen, Forschungsinstitute und andere Hochwohlgeborene auf die unsinnige These kamen, dass solch hohe Frequenzen unbrauchbar seien und so wuerde man diese Hams endlich los :)


    Nicht immer sind die Erkenntnisse edler Forschungsinstitute auch der Weisheit letzter Schluss. Ueber meine 40 Jahre in der Elektronik gab es etliche Beispiele.


    73, Joerg

  • Bei dieser ganzen Diskusson frage ich mich schon, weshalb mein Transistorradio indoor noch einen Radiosender empfängt, vom als Monitorempfänger im Wohnzimmer (mit ATX8010 dran) misbrauchten FT-817 ganz zu schweigen...🤔

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  • Moin Uli,

    Bei dieser ganzen Diskusson frage ich mich schon, weshalb mein Transistorradio indoor noch einen Radiosender empfängt, vom als Monitorempfänger im Wohnzimmer (mit ATX8010 dran) misbrauchten FT-817 ganz zu schweigen...🤔

    das habe ich in #23 bereits angemerkt, dass der Hinweis im Link sich auf Handynetze, also Frequenzen im GHz Bereich bezieht und die Vermutung geäussert, dass sich bei KW wohl kaum etwas bemerkbar machen wird. Außer die Stahlprofile / der Rahmen im Scheibenzwischenraum treten in Wechselwirkung mit einer MagLoop. Es kann natürlich sein, dass im 70cm Band eine Beinflussung bemerkbar ist. Mit einer Yagi vorm geschlossenen / offenen Fenster sollte sich das relativ leicht ermitteln lassen. Versuch macht kluch ;)


    73, Tom

  • Selbst WLAN geht durchs Mauerwerk, mit entspr. Dämpfung, aber immer noch ausreichend zur Nutzung. Ich kann per Handfunke mit kleinster Leistung im hintersten Kellereck immer noch Relais-QSOs fahren. Außer zu Resonanzen bzw. Sekundärstrahlern können wir über Dämpfung reden, aber nicht über Abschirmung, auch nicht bei Metallbedampfung der im gesamten Hausvergleich "kleinen Gucklöcher".


    Ich habe mir zur Zeit der Energiepaßdiskussionen mit einigen Gesetzesänderung zwecks "Energiesparen" einen dicken Wälzer zur WSVO95 ausgeliehen (Bibliothek, Titel/ISBN finde ich nicht mehr) und mir dort die Berechnungstabellen für unser Haus zurecht geschneidert nach EXCEL eingetippt. Das war im Buch gut erklärt und hat uns geholfen, wo Energiesparmaßnahmen von Kosten/Nutzen sinnvoll waren. Bei einer kompletten Außendämmung hätten wir auch abreißen und neu bauen können :) .


    Unsere Fenstergläser waren nach damaliger Recherche (wir hatten fast fertig einen aufgegebenen Neubau übernommen) ISV Gruppe 1 mit U-Wert 2,80 (2 Scheiben "thermopane"). Metallbedampfung war zur Bauzeit Ende der 70er noch nicht üblich. Zur Energiepaßzeit (unserer 2008) hätten wir die neu nicht mehr einbauen dürfen. Das ganze hat ja auch Einzug in Baunormen gehalten, insofern ist von den Instituten einiges dort eingeflossen. Die Glasgeschichten sind eigentlich gut abgesichert. Probleme sehe ich persönlich (bautechnisch als Laie) bei den Fensterrahmen, wo es immer wieder Murks und zweifelhafte Werbeversprechen gibt. M.W. machen die Fenster und Türen nicht die "Baufirmen", sondern spezialisierte Betriebe. Maler- und Elektroarbeit macht ja i.d.R. auch nicht die "Baufirma", die lediglich oft als Generalunternehmer auftritt und diese Firmen beauftragt.


    Vor 100 Jahren in USA ....... da waren private Steinhäuser eine Seltenheit und werden heute per Führungen durch alte Familiensitze besichtigt. Ich habe mal bei einer Führung in den 70ern im Fettnapf gestanden, als ich bei einer Rückfrage wegen fehlender Bewunderung zu einem "Altertumsteil" anmerkte, daß ich das von meinen Großeltern her kenne. Vor 500 Jahren war die Erde auch noch ein Scheibe, wissenschaftlich bewiesen.


    So, genug OT, 73 Peter