LiFePo4 12V/50Ah und Solarladung

  • Hallo Forum

    ich tendiere zu einem 12V/50Ah LiFePo4 Akku von Eremit für den Portabelbetrieb mit etwas mehr Equipment. Dazu passend würde ich mir gerne ein Solarpanel und evtl. einen passenden Laderegler zulegen.
    Lt. Eremit kann man das Solarpanel direkt an den Akku anschließen, deren BMS regelt das wohl. Da habe ich aber ein komisches Gefühl?!


    Hat jemand so eine Kombi (Panel direkt am Akku) in Betrieb und kann von seinen Erfahrungen berichten?

    Wenn nicht direkt, welchen Regler würder Ihr empfehlen?

  • DL2SBA

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  • Hallo Dietmar,


    habe ich so seit einem Jahr in Betrieb. Allerdings 2 Nummern kleiner (10W Solarpanel, 3A LiFePO von Eremit). Betreibe damit meine Balkonbeleuchtung. Bisher ohne Probleme. Ich habe da einen kleinen Strom/Spannungsmesser verbaut. Wenn die Spannung plötzlich von 14,xx auf 23 V hochgeht hat das BMS abgeschaltet.


    73 de Bernd

    DF7LX



  • Danke Bernd für die schnelle Antwort - daran habe ich gar nicht gedacht: Wenn das BMS abschaltet, dann liegt vmtl. bei kleiner Last die Panelspannung an den Klemmen. Über die >>15V freut sich dann kein Funkgerät.


    Da muss dann so was die das hier dazwischen, wenn man Parallelbetrieb machen möchte: http://www.westmountainradio.c…?products_id=epic-pwrgate


    Kennt jemand das EPIC-PWRGATE von WMR? oder eine vergleichbare Lösung?


    Was mich bei dem schon wieder wundert "Epic has an MPPT charge controller, there is a possibility of RFI" - bekommt das der Hersteller mit etwas Mühe nicht weg?!

  • Hallo Dietmar


    Ich nutzte zuerst das PowerGate PG40S von WMR

    Da ich aber schon vor einiger Zeit auf eine übergebliebene 100Ah LiFePo4 von einer Solaranlage umstieg, benötigte ich eine andere Schnittstelle.


    Nach Rückfrage bei WMR empfahl man mir das Epic PWRGate.

    Das Teil hat eine USB Schnittstelle und WMR liefert Upgrades für Ihre Geräte, gerade letzthin kam die Version 1.32 (Ein paar Stunden nach dem Bug in 1.31)

    Hier wird "von HAM für HAM" gelebt!


    Der Wirkungsgrad ist der Hammer, so sind keine Kühlkörper mehr vorhanden.

    Einzig werden die Power-Pole warm wenn man volle Kanne zieht. :)


    Vorletzte Woche habe ich die BSL durch eine 100Ah LiFePo4 "deep cold" von Eremit ersetzt.

    Ich habe mir zuvor von WMR und Herrn Beck (Eremit) versichern lassen, dass das BMS der Eremit damit zurechtkommt.


    Heute war zum ersten Mal die Eremit auf 11V unten und sie hängt nun über das Epic PWRgate an einem 50A SNT.
    Ladebetrieb und 100W senden in A1A, absolut kein Problem, das Gate lädt mit 10A und der FT hier, braucht 21A.


    Alles zusammen mit meine grossen Faltsolar-Panele habe ich noch nicht versucht, bloss die Panele mit den 17.5V alleine.

    Auch da habe ich absolut nichts von RFI bemerkt, aber sie schreiben ja: "Epic has an MPPT charge controller, there is a possibility of RFI"


    Ich bin mir sicher, im "grossen Kanton" kommt gleich der Einwand viel zu Teuer!

    Aber mir ist es Wert, denn ich kaufe gerne einmal richtig....wie zwei mal. ;)


    Ich hoffe ich konnte Dir zu dem Teil genügend Auskunft geben.


    Fredo


    P.S.

    Das ist meine Meinung und Erfahrung, sollte nun einer an diesermeiner Rummosern, hoffe ich das er ein Epic PWRgate hat....

  • Hallo Fred


    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Unsere Kantone haben alle so ihre Eigenheiten ... habe 5 Jahre in HB9 gearbeitet ;)


    Das Epic-Powergate hat schon was. Es ist eigentlich die perfekte Kombination aus Solar-Laderegler und Umschaltung zwischen Netzteil- und Batteriebetrieb. Es gibt ja einige Solarregler mit Lastausgang - die enden aber meistens bei 20A am Lastausgang. Das wird mit einem 100W Transceiver schon knapp. Da sind die 40A des Epic-Powergate schon großzügig ausgelegt. Zudem die Möglichkeit eben wahlweise Batterie- oder Netzteilbetrieb zu machen. Wenn dann noch die Eremit damit funktionieren - was will Funkamateur mehr.


    Wie du selber schreibst, stört dabei ein wenig der happige Preis, Selbstbau ist für mich bei den Strömen aber auch nichts mehr. Zudem ist ja bald Weihnachten.

  • HAllo Dietmar,

    bei deiner Ausgangsfrage kommt noch dazu: Wie wird die Abschaltung am Akku wieder aufgehoben? Laut Beschreibung muss die Solarzelle kurz abgeklemmt und ein Verbraucher angeklemmt werden.

    So finde ich die Absicherung des Akkus eine geniale Sache, aber unter diesem Gesichtspunkt eher negativ. Daher wäre ein Akku ohne diese Sicherheitsschaltungen besser, wenn dieser direkt über einen Laderegler für Solarmodule angeschlossen wird. Dann ist sichergestellt, dass die Leerlaufspannung des Moduls nicht auf die Geräte durchschlägt. Da ein Arbeitsausgang der Regler, wie beschrieben, meist bei 20A schon endet und ich aus Erfahrung weiß, dass die recht empfindlich auf Überlast reagieren und abschalten und dann erst mal der Akku vom Regler getrennt werden muss, ist das auch keine geniale Schaltung.


    Aber:

    Schließe deine Funke dann direkt an den Akku an und montiere dir eine einfache Spannungsanzeige, die dir einfach per LED anzeigt, wenn du unter z.B. 11 Volt kommst oder auch 10,5 Volt. Dann ist der Akku auch gesichert. Sicherungen zum TRX hast du eh drin, also auch hier kann nichts passieren.


    Gruß Stefan

  • Nachtrag

    Ich habe gerade Herrn Beck von Eremit angeschrieben. Nach seiner Aussage ist das BSM in diesem Akku so ausgelegt, dass es nur bei den Grenzwerten anspricht, die außerhalb der Werte liegen, die die normalen Solarregler haben. Somit spricht nichts dagegen, das Solarmodul über einen Regler an den Akku anzuschließen und die Verbraucher ebenfalls direkt an den Akku.


    Gruß

    Stefan

  • Lt. Eremit kann man das Solarpanel direkt an den Akku anschließen, deren BMS regelt das wohl. Da habe ich aber ein komisches Gefühl?!

    Das taete ich nicht, denn ein BMS schaltet immer nahe an der Schmerzgrenze ab und wenn man eine LiFePO Akku zu oft so hoch treibt, lebt er u.U. nicht lange. Abgesehen davon, dass sowohl angeschlossene Geraete sowie das BMS selbst ihre Grenzen haben, was die beim Abschalten anliegende Leerlaufspannung vom Solar-Panel angeht.

    Wie wird die Abschaltung am Akku wieder aufgehoben? Laut Beschreibung muss die Solarzelle kurz abgeklemmt und ein Verbraucher angeklemmt werden.

    So finde ich die Absicherung des Akkus eine geniale Sache, aber unter diesem Gesichtspunkt eher negativ

    Das muss so sein. Wenn es zu einer Ueberladung kommt, schaltet das BMS im Akku ab. Bei den meisten muss zum "Wiederbelebung" aber keine Last angeschlossen werden.

    Daher wäre ein Akku ohne diese Sicherheitsschaltungen besser

    Li-Ion, LiFePO und aehnliche Akkus duerfen und sollten nicht ohne BMS an Endverbraucher verkauft werden. Da kann die Huette bei abfackeln. Wenn man sich welche aus Zellen selbstbaut, muss ein BMS mit ran.

    Schließe deine Funke dann direkt an den Akku an und montiere dir eine einfache Spannungsanzeige, die dir einfach per LED anzeigt, wenn du unter z.B. 11 Volt kommst oder auch 10,5 Volt. Dann ist der Akku auch gesichert. Sicherungen zum TRX hast du eh drin, also auch hier kann nichts passieren.

    Direkt an einem ungesicherten LiFePO Akku sollte man das nicht tun. Mit BMS ja, aber dann keinesfalls ein ungeregeltes Solar-Panel ranhaengen. Wenn dabei das BMS abschaltet, scheppert es im TRX. So hat mal jemand seinen IC-7100 verloren, es war zuviel drin verschmort und nicht mehr reparierbar.

    das Solarmodul über einen Regler an den Akku anzuschließen und die Verbraucher ebenfalls direkt an den Akku

    So wuerde ich das auch machen, an einen Akku mit BMS. Dann hat man auch genug Spitzenstrom zur Verfuegung.


    73, Joerg

  • Hallo Jörg,

    einen LiFePo kann man durchaus ohne diese Sicherheitsbeschaltung betreiben. Das ist auch noch sicherer als ein LiPo, der immer ohne Sicherheitsbeschaltung kommt. Beim Laden muss eine Elektronik vorhanden sein, die dafür sorgt, dass die Zellen wieder gleichmäßig geladen wird.

    Ich betreibe hier 4 Lipos, den Ältesten seit 2014 und die haben alle keine integrierte Elektronik. LiFePo-Zellen sind wesentlich robuster und bescheren dir nicht dieses Spektakel, wenn sie hochgehen, wie ein Lipo. Deswegen kann man LiFePo durchaus ohne Sicherheitselektronik betreiben, wie sie Eremit anbietet. Eremit hat hier eine "Idiotensichere" Elektronik eingebaut, dass so gar nichts passieren kann, auch wenn man einen Kurzschluß macht oder den LiFePo direkt an ein Netzteil anschließt.


    Gruß Stefan

  • Moin Stefan,


    Sicherer als Li-Ion sind LiFePO auf jeden Fall. Doch wenn man sie ueberlaedt, koennen sich darin Dendriten bilden und eine Zelle kurzschliessen. Dabei kann es schonmal etwas "exotherm" zugehen, die Energie muss ja irgendwo hin.


    https://www.researchgate.net/publication/275403167_Failure_Investigation_of_LiFePO4_Cells_under_Overcharge_Conditions


    Ohne BMS wuerde ich sie schon deshalb nicht betreiben, weil bei Ueberladung die Lebensdauer der betreffenden Zelle rasant abnimmt, von 1000 auf 10 Zyklen oder so und bei den recht gesalzenen Preisen schmerzt das.


    73, Joerg

  • Und was würdet Ihr nun Dieter Empfehlen.... um auf den Ursprung des Fred's und seine Frage zurückzukommen??


    Quote


    Wenn nicht direkt, welchen Regler würdet Ihr empfehlen?

  • @Fred

    Siehe Post Nr 7, da habe ich es geschrieben!

    Jörg

    Etwas Hirn einschalten vor Beginn des Ladevorgangs und auch während des Ladevorgangs verlängert die Lebensdauer von jedem Akku! Mit der richtigen Spannung am Ladegerät oder der richtigen Ladekurve auch ohne BMS kein Problem. Dann gibt es auch kein überladen.


    Theoretisch kannst du auch ein Ladegerät mit 14 Volt und 50A an die Batterie anschließen, das BMS lässt das zu, selbst 200 A wird es zulassen. Ob das aber der Lebensdauer dienlich ist? Laut Herrn Beck von Eremit und laut den dort abgelegten FAQ lohnt es sich, vorher damit zu beschäftigen.

    Gruß

    Stefan

  • DL8SFZ


    Hast Du einen Tipp für einen reinen MPPT-Regler der keine (wenige) Störungen auf KW verursacht? Einen Lastausgang braucht er nicht, da ich die direkt an den Akku anschließe

  • Hallo Dietmar,

    auf genau diese Info warte ich auch noch, dass irgendjemand einen umfassenden Test macht und sagt, dieser hier geht! :)


    Ich habe von PreVent einen in Betrieb, der versaut dir von 20m bis 10m alles, was geht. Während ich Betrieb mache, schalte ich das Panel einfach aus, dann ist Ruhe auf den Bändern. Aber das ist ja bei dir nicht Sinn und Zweck.


    Gruß Stefan

  • Hast Du einen Tipp für einen reinen MPPT-Regler der keine (wenige) Störungen auf KW verursacht? Einen Lastausgang braucht er nicht, da ich die direkt an den Akku anschlie

    Dietmar, die Regler der Firma Genasun sollen leise sein, hier ein Video dazu mit Bandscope Ergebnissen, Vergleich Genasun zu China-Regler:


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    Sie haben einen Lastausgang, muss man ja nicht benutzen. Jedoch die maximale Panel-Spannung und Strom (oder Leistung) beachten.


    Das Zwirbeln und Zwitschern vom China-Wandler ist fast genau das, was ich hier auf KW staendig hoere. Von Dachanlagen, wo die Ingenieure zu wenig Ahnung hatten. Bevor ich CQ rufe, muss ich immer sehen, wo die Zwitscherer gerade sind und 1-2min lang beobachten, in welcher Richtung sie wandern. Dann den Frequenzbereich waehlen. Mit Glueck haelt das eine Stunde Ragchew oder wenigstens 30min. Gelegentlich hat der andere OM die 1500W Endstufe zugeschaltet, um sein Signal durchzupruegeln. Ich gehe fast immer sofort nach QSO-Start auf 150Hz Bandbreite. Muss heutzutage leider sein.


    Das T-Shirt von Eric im Video haette ich gern :)


    73, Joerg

  • AJ6QL Hallo Jörg


    danke für dem Tipp - die 5A Version kostet in GENASUN.EU mit Versand nach DL so um die €140,-, die 10A Version ca. €180,- etwas weniger wie das EPIC-PWRGATE von WMR.


    ... mal weiterdenken ...