OQRP-Contest am 2./3. Januar 2021

  • Hallo Rainer,


    ich wollte eigentlich meinen uSDX testen. Auf 40m keine einzige OQRP-Station - nur PCM. Das gleiche mit meinem TS480. Hab es auf meine provisorische Balkonantenne geschoben: 4m Strahler+Spule.
    Vielleicht waren es aber doch die Bedingungen.

  • Hallo Reiner,

    ohne am Contest teilgenommen zu haben behaupte ich, dass Du da vollkommen normale Beobachtungen gemacht hast.

    Die absolute Spitzenanzeige Deines SA zeigt etwa -53dBm, das sind S9+20 dB Summensignal, aber zu welcher Zeit?

    Ich hänge mal zwei Ionogramme (meines ehem. Arbeitgebers) von heute 1603 und 1903 utc an, das waere der von Dir angefragte Zeitraum.

    Man findet diese unter

    https://lgdc.uml.edu/common/DI…ForStation?ursiCode=JR055

    das neueste unter

    https://www.iap-kborn.de/filea…onosonde/Plots/LATEST.PNG

    Interessant sind die foF2 und die MUF. foF2 ist die kritische Frequenz, bei der gerade noch ein Echo aus dem Zenith (NVIS) erfolgt,

    die lag schon am Nachmittag für DL-Verkehr viel zu niedrig. Die MUF ist die maximal brauchbare Frequenz, bei der noch bei entsprechend niedrigem Abstrahlungswinkel eine Reflektion erfolgt, ist also für den Weitverkehr massgebend.

    Ausgewertet findet man das in den unteren Zeilen des Bildes.

    Die geben an, welche maximale Frequenz über welche Entfernung D noch benutzbar ist.

    Danach wäre 1603utc noch etwas DX (Randeuropa) auf 7 MHz möglich gewesen, 1903 utc sollte 7 MHz tot sein.

    Dazu sollte man bedenken, dass diese Messungen und Bezüge keineswegs QRP bedeuten.

    Erfahrungen aus 50 Jahren Amateurfunk und 12 Jahren als Funkoffizier bei der "christlichen" Seefahrt sagen mir zu dieser Tages- und Jahreszeit (für kleine Leistungen!) vollkommen normal.

    73

    J.

  • Hallo,

    am Sonntag Vormittag gegen 08 UTC sieht alles wieder normal aus. Der Rauschpegel ist 3 S-Stufen niedriger und es sind auch QRP-Stationen da, wenn auch die meisten PMC-TEST rufen. Scheint für meine Verhältnisse sogar recht gut zu gehen bisher. Nur 20m war hier beim Reinschauen sehr leer um die 14.060 gegen Mittag.

    73 Reiner

  • Leider, nur sporadisch im Shack gewesen.

    Am 1. Tag wegen Condx und PMC waren 20 und 40m absolut unbrauchbar.

    Auf 20m auch heute war nicht viel machbar. Dafür 40m ausgezeichnet.


    Rig: uSDX DL2MAN-"Sandwich" . PWR : 3,8-4,5 W. Ant 18m Vertical/Dipole/3 el.Yagi.

    Danke an Alle QSO-Partner 72&Cu !


    CALLSIGN : DL5XJ

    CONTEST : Original QRP Jan - CW

    YEAR : 2021



    Band QSOs Points Multipliers QSO/h Score

    -----------------------------------------------------

    80m 30 30 6 23 36%

    40m 53 53 9 27 59%

    20m 1 1 1 3%

    -----------------------------------------------------

    TOTAL 84 84 16 = 1344

  • Moin, den Ausführungen kann ich mit weitestgehend anschliessen, wobei 40 und 80 schon gingen, wenn auch nur zu bestimmten Zeiten. Ja 20m auch nur den Oliver SV0 hi, aber gehört schon paar Andere nur die mich nicht, trotz 4ELMY

    Was mir zu schaffen gemacht hat, viele Anrufen lagen doch stark neben der qrg das ist bei schmalen Filter und dünnen Signalen schon sehr schwierig, zumal man dann manchmal auch gar nicht weis wem der Anruf galt, da der qrp Bereich schon manchmal eng belegt ist und wenn dann auch noch vy qsd beim call dabei :cursing:


    na dann gl bis zum Nächsten 73 de Peter

  • viele Anrufen lagen doch stark neben der qrg

    Moin Peter,


    weil hier auch Neulinge mitlesen antworte ich ausführlicher.


    Scheinbar kümmern sich einige nicht um die Messung bzw. Erfassung ihrer Ablage. Lässt sich - neben Messtechnik - prima mit einem zweiten sauber abgeglichenen (ggf. kommerziellen) TRX prüfen. Einfach mal mit sich selbst sowas wie ein QSO fahren wollen. Da merkt man schnell, wo es langgeht. Zudem kann man das Gehör für die richtige RX-Einstellung trainieren.

    zumal man dann manchmal auch gar nicht weis wem der Anruf galt

    Daher ist es bei dieser Art von Wettbewerb - gerade beim o.g. Problem - sinnvoll, mal wieder normale Betriebstechnik in Sachen Anruf durchzuführen: Call (Gegenstation) de Call (Eigenes).


    Habe den RX oft an und höre nur zu. Ausserhalb von Wettbewerben ist diese "Rufzeichenwerfen" leider bei normalen QSO zu finden: Jemand ruft und es wird nur ein Rufzeichen gesendet. Wegen vieler Conteste und Aktionen ist das wohl leider so geworden. Dabei gilt immer noch die alte Regel sich in die Situation der Gegenstation zu versetzen. Was natürlich bedeutet, gewisse Zusammenhänge zu (er)kennen, die so in den Prüfungskatalogen nicht vermittelt werden.


    Denn woher weiss ich, ob der 'Rufzeichenwerfer' mich meint? Dank toter Zone kann derjenige auch einem antworten wollen, der auf "meiner" QRG ist und den ich vorher nicht gehört hatte. Oder ein anderer auf meine QRG kommt, da er mich nicht hört und der Anrufer dann diesen OP meint. Da nützt auch mein zweimal "qrl?" nicht, wenn da keiner ist, der den in der toten Zone auch hört, dann meine Frage und mir "qrl" beantwortet und ich qsy.


    Also antworte ich i.d.R. nur dann, wenn ich betriebstechnisch sauber angerufen werde, s.o.


    Betriebstechnisch besser ist es auch, bei eigenem Rufen erst mit breitem Filter zu hören, RIT zu benutzen und dann mal links und rechts der QRG zu hören, ob was für mich dabei ist. Und wenn dank Unfähigkeit des anderen derjenige weit weg ist, RIT drin zu lassen und dann mit schmalem Filter das QSO zu fahren. Hinterher RIT natürlich wieder 'rauszunehmen, sonst beginnt ein anderes Problem. ;) Betriebstechnisch ist RIT selbst für die kleinste QRP-Kiste ein Muss.


    Ich bin ja nun > 45 Jahre beim Amateurfunk. Habe die Betriebstechnik mit allem drum und dran als SWL und mit Hilfe alter Hasen aus dem OV selbst erlebt und bekam das korrekt vermittelt. Dadurch, dass heutzutage weniger als 50% im DARC organisiert sind, wird derlei Wissen leider immer weniger weitervermittelt. Die schlechten Angewohnheiten auf dem Band werden von diesen OP, die vlt man gerade die Prügung abgelegt haben, leider oft ungefragt übernommen.


    Gleiches gilt für die sich vermehrende Unsitte, einen CQ-Ruf mit "+", also mit "Verkehrsschluss" zu beenden. (Quelle: https://www.qsl.net/dk5ke/abk.html) Dass derjenige zumindest von mir keinen Anruf bekommt, ist klar. Irgendwo im Netz soll so ein Dokument herumschwirren, wo das "+" als "k" empfohlen wird.


    Aber das ist eine andere Geschichte.

    73 Michael, DF2OK
    Die Zeit minimiert die Löcher im Sieb der Bekanntschaften. (Clemens, 5.11.2004)
    ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    Edited 13 times, last by DF2OK ().

  • Miacheal - Danke für Deine klärenden Worte!

    Der eine hat eine Frequenzablage von 650Hz, der nächste 800Hz, der nächste wieder anders... Da ist so ziemlich alles drin und wenn das Filter zu schmal ist, die eigene Ablage...

    Ich lausche weiterhin mit meinem Audion - aber das ist wiederum eine andere Sache.

    KX-3, K2 u.v.a. Geräte kennen bei mir auch einen Schalter, um das Filter für das "einspielen auf das QSO". Wenn sich dann die Funkverbindung etabliert hat, geht es auf schmaler oder ganz schmal. Ich nutze auch sehr gerne die Empfangsverstellung (RIT) um einem davonlaufenden Sender zu folgen. Kann ja sein, dass der dazu gehörende Empfänger wie eine Eins steht.

    An meinem PARASET ist es dann eher umgekehrt: da ist der Sender per Quarz stabil, der Empfänger ein Audion. _Nach den ersten QSO`s damit bekommt der Begriff "ich habe ... gearbeitet" dann seine ursprüngliche Bedeutung zurück.

    In diesem Sinne immer gute langandauerde QSO`s - Raimund - DL1EGR -

  • Scheinbar kümmern sich einige nicht um die Messung bzw. Erfassung ihrer Ablage

    ja ich denke ich bin da schon sehr genau abgelichen mit nicht nur einem Gerät denke ich und nach über 60 Jahren nur CW behaupte ich das auch fast zu beherrschen, aber zum Glück gibt es ja Heutzutage Wasserfälle da kann man dann 3Khz nach links und rechts alles abedrehen


    73 Peter

  • Hallo Michael ...


    Generell bin ich bei Dir... In einigen Bereichen ist das Niveau sicher gesunken. Man kann dazu stehen, wie man mag.. Aber das wäre eine andere Diskussion.


    Ich habe sporadisch am OQRP Contest teilgenommen. Am Sonntagmorgen mit dem KX2 im 2. QTH und am Mittag daheim mit dem IC 703. Ich fand es toll und werde wieder mal dabei sein. Für mich war es spannend zwischen den anderen starken CW-Contest-Stationen die OQRP Teilnehmer zu finden.

    In Sachen (Betriebs-) Technik war wohl alles dabei und bei manch einer Station hatte ich den Eindruck, dass es sich beim Gegenüber nicht unbedingt um ein Highend Gerät, sondern vielleicht um einen eher einfach gestrickten (und dann vielleicht nicht ganz so transceiven, frequenzstabilen) Selbstbau handelt - Das fand ich schon mal klasse!

    Auch Gegenüber mit 4 Irrungen in 5 (Wörtern) Infos fand ich durchaus symphatisch. Es vermittelte mir den Eindruck, dass es aufgeregte Leute ohne die Contestabgebrühtheit waren... Und genau dafür sehe ich diese Art Contest an: Sich mal zutrauen..., Geräte testen..., QSO-Erfolg und damit Spaß haben!


    Aber vielleicht sehe ich das auch zu tolerant...


    Viele Grüße - Armin

  • Aber vielleicht sehe ich das auch zu tolerant...

    Nein, Armin, alles im Lot.


    Ich kenne das, was geschrieben worden ist und war nur auf Ursachenfindung. Alles ist Hobby und soll Spaß machen. Und da tut es ja auch. Dass parallel zum OQRP ein anderen Wettbewerb läuft, hat halt seine Kehrseiten.


    Ich lese in der Auswertung gerne die Berichte, wie es den einzelnen Teilnehmern ergangen ist. Die gibts auch in der SPRAT, wenn bspw. der legendäre walve day gelaufen ist. Oder dort in der Members News. Ich mag solche Schilderungen. :)

    73 Michael, DF2OK
    Die Zeit minimiert die Löcher im Sieb der Bekanntschaften. (Clemens, 5.11.2004)
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