Fritzel GPA Sperrkreis klappert etwas. Normal?

  • Meine alte GPA5 wurde zu einer GPA3, also ohne den 80m Aufsatz mit seiner Spule. Bei der Restaurierung und Entfernung verendeter Insekten stellte ich fest, dass der Sperrkreis mechanisch etwas "klockert". Dessen interner hereingeschobener Plastikkoerper sitzt also nicht stramm im Rohr und der Oberteil der Antenne schlackert ein wenig im Topfkreis. Nur minimal, doch weil drinnen ja zwei wichtige elektrische Verbindungen ueber die Schrauben laufen und hier manchmal viel Wind herrscht, meine Frage:


    Ist dieses leichte Schlackern bei den Fritzel GPA Sperrkreisen normal?


    73,


    Joerg, AJ6QL

  • Kann ich mir nicht vorstellen. Das Teil ist ja ständig in Bewegung, sobald nur geringer Wind ist. Hatte selber eine GPA5, aber zu lange her. Rufe bitte mal bei Hofi an. Die haben Fritzel übernommen und auch alle Ersatzteile & Service. Sind bisher immer sehr freundlich und zuvorkommend gewesen. https://hofi.de


    73 Peter

  • Danke, Peter. Da ich nicht in Europa wohne, habe ich gerade deren Kontaktformular benutzt. Ich werde hier berichten, was Hofi dazu meint.


    Ich vermute, die Fritzel Beams haben aehnliche oder gar die gleichen Sperrkreise.


    73, Joerg

  • Leider kam von Hofi keine Antwort. Vielleicht hat jemand noch einen Fritzel 3-Band Beam und kann sich erinnern, ob dessen Sperrkreise mechanisch leichtes Spiel haben. Frueher sahen sie fast gleich aus wie die der GPA Antennen.


    73, Joerg

  • Hallo Joerg,

    vielleicht dauert es etwas oder die haben wegen Covid-19 zu gemacht (seit heute "shut down"). Viele ziehen die Weihnachtsferien vor und dann ist bis 10. Januar 2021 nichts mehr los. Hofi ist personell ein kleiner Betrieb. Ich bin mir nicht sicher mehr wegen dem Namen, aber ich glaube "Fritzel"-Spezialist sind nur 1 oder 2 Leute.


    Zu Deinem Problem: die Sperrkreise müssen doch mit dem Rohr HF-Kontakt haben und halten. Ich meine, daß da kein Spiel sein sollte, bzw. je nach den Anschlüssen radial oder axial alles sitzen sollte.


    Ich habe gerade mal etwas "gestöbert" - Im Funkamateur 2020-10 beschreibt DK7ZB die Reparatur eines Fritzel-Beams (FB33) und hat auch die Sperrkreise "zerlegt". Vielleicht kann der Dir auch bei der GPA5 weiterhelfen, lt. Artikel dk7zb(at)darc.de. Er ist eh' DER Fachmann für ungelöste Antennen-Probleme.


    73 Peter

  • Bei meiner GPA50 war es so, dass es einen Draht gab, der am Ende zu einer Öse gebogenen wurde. Diese hatte auf dem Isolierkörper sitzend dann Kontakt mit der Hülse, die außen drübergeschoben wurde. Durch eine Bohrung der Wand der Hülse hielt nur eine selbstschneidende Blechschraube den Andruck und somit den elektrischen Kontakt aufrecht. Meine klapperte auch irgendwann im Wind, aber funktionierte immer.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist."

  • Bei mir klappern (außer den Zähnen :- ) ) nur bei Sturm die Abspannseile (Schäkel an der Verankerung). http://www.db6zh-9.bn-paf.de/db6zh-2.jpg Mir ist klappern an ungeplanten Stellen suspekt (E-Lehre im Maschinenbau und einige Jahre IT-Lochkartentechnik H/W, bevor mich S/W & Org beim Mainframe erwischte). Am Auto mag ich es ebenfalls Null. Selbst wenn es harmlos ist, würde ich irgendwo mit Isolierband/Plastik versuchen, das ab zu stellen.


    73 Peter

  • Mir ist klappern an ungeplanten Stellen suspekt

    Peter, ich mags anderswo auch nicht. Schon gar nicht im PKW, frag' meine XYL. ;)

    Die GPA ist sehr schwer zu erreichen und bei dem nicht so tollen mechanischen Aufbau wollte ich nicht alle halbe Jahre auf den dünnen Antennenmast krabbeln. Zudem war die Stärke der Geräusche, die sich auf den einen Dachbalken der Wohnung übertrugen, ein Maß für die Windstärke. :thumbup:

    73 Michael, DF2OK.

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  • Peter, danke, ich habe gerade an Martin (DK7XB) geschrieben. Es ist wie Michael schrieb, oben sowie unten im Sperrkreis ist der Alu-Draht der jeweiligen Spule zu einer Oese gebogen. Diese Oesen sitzen in Aussparungen im Spuelenkoerper mit Gewinden dahinter, sodass sie nach dem Zusammenschrauben elektrischen Kontakt zur Alu-Huelse bekommen.


    Klar, koennte man mit einigen Wicklungen Kaptonband dafuer sorgen, dass das Spiel moeglichst gering wird. Dann besteht aber die Gefahr, dass sich das Band beim Reinschieben aufraeufelt oder ueber die Zeit sonstwie drinnen festbackt. Mit viel Pech wuerde man den Sperrkreis nicht mehr zerstoerungsfrei zur Reinigung auseinanderbekommen.


    Solche Sperrkreise sollte man gelegentlich zerlegen und reinigen. Es ist erstaunlich, wieviel an Insekten hineinkriecht und dann verendet. Dabei habe ich mit Wenol-Paste auch die Alu-Kontaktflaechen saubergemacht.

  • ..... ich habe gerade an Martin (DK7XB) geschrieben. .....

    Hallo Jörg,

    bitte check der Mail, DK7ZB@..... (... 7 Zulu Bravo). Vielleicht jetzt nur ein Typo wegen US-DE Tastatur (Z neben X). Passiert mir ab und an ähnlich im US Modus mit der DE-Tastatur, habe Win10 für US-EN und DE-DE hergerichtet. Gibt etwas Misch-Masch, aber durch QRL so gewöhnt. Zumindest die System-Dinge sind mir US-EN geläufiger.


    73 Peter

  • Sorry, Peter, war nur ein Tippfehler. Ich hatte schon an DK7ZB@... geschrieben.


    Bei uns zuhause und auch im Ingenierbuero ist alles auf Linux umgestellt. Zum Glueck scheint das mit Amateurfunk gut zu harmonieren. Deutsche Tastaturen habe ich keine mehr in Betrieb, deshalb sind Umlaute auch muehsam. Egal, wenn ich CW wieder richtig drin habe, werden die eh durch den Squeeze-Keyer abgeloest :)

  • An einem Handy? Interessant. Ich habe auch noch eine alte Taste a la Junkers, mit Klappdeckel. Allerdings eine "moderne" Bakelitversion. Bin aber ansonsten Iambic-B Fan.


    Ich habe sehr schnell Antwort von DK7ZB bekommen. Er meinte, das solle nicht schlackern bei der GPA und ich solle es mit Plastikband auffuellen. Also werde ich wohl Kapton-Band nehmen, da das weit glatter und nach aussen weniger klebrig ist als Isolierband. Sollte das nichts werden, montiere ich einen dicken Plexiglasstab parallel zum Sperrkreis, 10-20cm oben und unten ueberstehend, und dann mit Schellen jeweils am Strahlerrohr verzurren. Das wuerde den inneren Koerper zur Seite ziehen und damit gaebe es kein Spiel mehr. Saehe nicht toll aus, aber die Antenne sieht von der Strasse aus eh fast niemand.

  • Du hast ja hoffentlich die gekreuzten Finger des Emoticons gesehen :) . Die Taste hat mir Ende der 50er in der Lehre ein ehemaliger Panzersoldat geschenkt, war seine Taste. Er hat nur statt der Kniehalterung Pertinax unterlegt. Fabrikat ... keine Ahnung. Damit habe ich mit einem anderen Gesellen, ex Berufsfunker, meine ersten Gehversuche in CW gemacht ("remote" per zweistufigem "Grip-Dipper" mit EL12spez.). Der Mensch fing bei ihm (DJ4..) bei 150 BpM per Handtaste an, aber ich wurde "ge- bzw. erduldet". Erinnerungsstücke .....


    Zur GPA5: ich wäre mit allen Anbauten, die die Windlast vergrößern, sehr vorsichtig. Der Sperrkreis sitzt schon recht weit oben. Meine war damals in exponierter Lage auf einem 20stöckigen Hochhaus, ging super. Bei Sturm habe ich die aber auch schon extrem durchgebogen gesehen. Hätte nie gedacht, daß das Teil auf die Spitze gesehen fast gefühlte 45° Biegung ohne Bruch schafft. Der Hebelarm ist groß. Innen auffüllen ist schon wesentlich besser.


    viel Erfolg und 73 Peter

  • Hätte nie gedacht, daß das Teil auf die Spitze gesehen fast gefühlte 45° Biegung ohne Bruch schafft. Der Hebelarm ist groß.

    Moin Peter,


    ging mir absolut genauso. Nach knapp 40 Jahren wars dann soweit. Siehe Foto. Der nächste grössere Windhauch hat dann aus der GPA5 eine prima Monoband GPA für 10m gemacht.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist."

  • 150 BpM mit einer Handtaste, wow. Ich kam mit einer selbstgebauten Squeeze-Taste in Iambic-B in meinen Spitzenzeiten gerade mal auf 110-120 BpM. Das ist nach Jahrzehnten ohne Afu fast alles weg und muss ich neu lernen.


    Bei meiner GPA ist bisher nur der 80m Puengel abgeraucht, im wahrsten Sinne des Wortes. 1200W CW hat der nicht ausgehalten, die Spule brannte ab, der Plastikkoerper schmolz und das Dingen klimperte vom Dach. Hat zum Glueck niemanden getroffen. Ich habe zwar einen neuen Aufsatz gekauft, doch den montiere ich hier nicht mehr. Letzte Nacht hatten wir kurzzeitig so einen Sturm, der mit so einer 80m-Verlaengerung u.U. den Sperrkreis mechanisch ueberlastet haette. Lokalbetrieb laeuft hier eh mehr auf 40m ab, wobei lokal 1000-2000km bedeutet.


    Als eventuelle Verstaerkungsstab wuerde ich 1.5cm*1.5cm einen Plexiglasstab, den ich fuer Afu-Zwecke billig aus einer abgebauten Schaufensterdekoration gekauft habe. Der kaeme in den Windschatten.

  • ..... Als eventuelle Verstaerkungsstab wuerde ich 1.5cm*1.5cm einen Plexiglasstab, den ich fuer Afu-Zwecke billig aus einer abgebauten Schaufensterdekoration gekauft habe. Der kaeme in den Windschatten.

    Bitte Humor einschalten :) : Das Pinnchen beruhigt aber nur Deine Nerven. Da wäre eine Fangleine besser, dann findest Du den Sperrkreis wenigstens wieder. Nicht böse sein, aber ich mußte spontan lachen. Die Form wird ungünstiger, die Fläche vergrößert (außer der Wind hält sich an Deine Vorgaben) und dank Hebelarm bricht es dann woanders eher.


    Nix für ungut, probiere es aus, ich würde da nichts ändern. Man sagt doch immer, ein Guter hält's aus .....

    73 und frohe Feiertage, Peter