Wimo GP-3 eigenartiges Phänomen

  • Ich hatte einige Jahre ein GPA5 von Fritzel in Betrieb. Die Radiale sind sehr sensibel zu montieren und müssen auseinander laufen (parallel "geht in die Hose"). Sie sind im übrigen kein "Erdnetzersatz", sondern abgestimmte Dipol-Hälften (geknickter Dipol, keine Vertikal mit Erdnetz, bei der GPA5 von Fritzel ist für 80m nur die Vertikal wirksam, auch ohne Radiale). Verglichen mit Fritzels GPA ist es normalerweise so, daß auf 20m das längste Radial (3) und die gesamte Vertikal wirksam ist. Auf 10m das kürzeste Radial (1) und die Länge Vertikal bis zum Sperrkreis. An sich müßten es, falls wie bei Fritzel, zwei Sperrkreise in dem Gehäuse sein. siehe https://hofi.de/pdf/de/Vertikal%20Antennen.pdf . Auf Seite 4 im PDF ist es für die GPA30 (ganz links) recht schön gezeichnet. Ich habe damals auch Kompromisse machen müsen, aber direkt parallel ....... das mag die Antenne überhaupt nicht.


    Ich würde es bei den Maßen lt. Angabe für die Vertikal lassen wie beschrieben (sonst funktioniert es mit dem Sperrkreisen nicht richtig). Die A-Länge muß unbedingt stimmen. Bei B evtl. mal probieren, 20m müßte abstimmbar sein, aber evtl. auf Kosten von 15m - da vermute ich keinen echten Erfolg. An sich läuft die Feinabstimmung mit verkürzen der Radiale (umlegen, nicht absäbeln). Bei den Radialen kann evtl. in der Höhe des Fußpunktes etwas gemogelt werden, um die zwei "parallelen" wenigstens in der Schräge etwas zu entkoppeln. Die 120° rundum gingen bei mir damals auch nicht, aber spreizen soviel es eben geht, auch in der Höhe des Fußpunktes. Da ändert sich zwar das SWR, aber die Antenne wird funktionieren.


    73 Peter

  • Hallo Peter,


    danke für den Link . Werde das Dokument mal mit zu Hilfe nehmen bei der MMANA Anfrage. Das in dem Zwischenstück zwei Sperrkreise enthalten sind , ist sehr stark anzunehmen. Werde aber erst zum

    Wochenende dazu kommen die Simulation zu starten.


    73 de

  • Hallo Manfred

    ein 10m und ein 15m Sperrkreis sollten enthalten sein, denke ich. Ich bin jetzt folgendermaßen verblieben. Ein Radial für 20m, Länge 5,44m ein Radial für 10m Länge 2,54 und das Metallgitter des Balkonss, ca. 2,5qm mit der Antennenmasse verbunden. WSPR Test mache ich am Wochenende bisherige weitere FT8 Verbindungen erfolgreich. Mal sehen, wie es weiter geht.

    73, Günter

  • ...... das Metallgitter des Balkonss, ca. 2,5qm mit der Antennenmasse verbunden. ....

    Ich bin mir nicht sicher, ob das sinnvoll ist. Die "Antennenmasse" (Vertikal ??) entspricht einem halben lambda/2-Dipol (=L/4). Die vergleichbare Fritzel GPA 30 ist isoliert am Standrohr befestigt (Artikel (23) im Montageplan https://hofi.de/pdf/de/GPA%2030.25.pdf ). Damit erdest Du eine Dipolhälfte, falls das Balkongitter geerdet ist (sollte es eigentlich sein - prüfen !!). Ohne Erdung des Balkongitters verstimmst Du alles erheblich. Bitte behalte bei der Montage einen "geknickten Dipol" im Hinterkopf :-) .


    73 Peter


    Nachtrag DF2OK: Fritzel hat bei den FBx3 Beams 10m und 15m Sperrkreis/Spule in einem Packet, nach der zitierten Doc (Teil 10 im Montageplan) auch bei der GPA 30, vermutlich ist es hier ebenso (Fritzel-Nachbau).

  • Zum Balkongitter: auch ohne armdickes Grün/Gelb werdet ihr erstaunt sein, welch niedrige Impedanz einbetonierter Stahl hat. Manchmal besser als der Hauptschutzleiter, hi. Den Anschluß an die Antenne an soetwas könnte man nicht resonanten am Boden liegenden oder vergrabenen (bedämpften) Radials gleichsetzen.

    Das Konzept der Antenne setzt aber offenbar auf L/4 elevated radials.

    Und ja, bei zu dichter / paralleler Annäherung verschieden langer radials "verschwinden" die kürzeren. Unschön, wenn aus L/4 plötzlich L/2 wird.....

    Eine prima Spielwiese zum Thema elevated radials ist ja die MP-1 / HF-P1. Erstaunlich, wie die auf verschiedene Radials reagiert.

    Ein Vorschreiber empfahl ein Sperrglied aufs Koax. Dem schließe ich mich gerne an....

  • Hallo Jochen,

    es ist ein uralter "Streit" seit den GPAs von Fritzel, ob die in entsprechender Höhe (Hausdach,...) als L/4-Vertikal (mit einem L/4 Radial pro Band als Ersatzerde/Gegengewicht) oder als "insgesamt elevated Knick-Dipol" läuft. Meine GPA5 war damals auf einem 20stöckigen Hochhaus und lief bei der Höhe super. Auf 40m war die Vertikal komplett außen vor und hat dafür 2 verkürzte l/4-Radiale. Das damalige Dach war ein Blechdach mit Brüstung und die Radiale mußten definitiv auf Abstand vom Blech und über Brüstungshöhe. Bei elevated und auch vergrabenen Radials bei Vertikalantennen wird es echt kompliziert (Bodenleitfähigkeit mit Boden-(Erdungs-)Verlust & Co.). Im Grund sind die Radiale nicht bedämpft, sondern strahlen Leistung (Verlust) in den Boden. Geht etwas ins Philosophische (Blickwinkel) :-) .

    73 Peter

  • Volle Zustimmung.

    Btt.: wenn alle Radials ab sind und die Resonanzen stimmen, dann hat sich die Speisekabelhülle als Radial "geopfert."

    Resonante Radials lassen sich ebenso gern von nahem Metall verstimmen wie der Strahler selbst.

  • Hallo Günter,


    es könnten wirklich 2 Sperrkreise in dem Mittelstück verarbeitet sein. Das kannst du leicht herausbekommen, wenn das obere Teil für 20m mal nicht vorhanden ist , aber die Radials für 10 und 15m ,

    dann mit deinem Messgerät die Antenne prüfen. 10m sollte unverändert stimmen und dann mal die 15m kontrollieren. Interessant wäre das Ergebnis schon.

    So etwas wie du dort jetzt aufbaust habe ich horizontal gebaut , aber beide Seiten mit Sperrkreisen . Ich hatte unter Dach nur 2x9,5m zur Verfügung und es mussten alle Kurzwellenbänder rein .

    Für 60m muss ich noch mal etwas arbeiten aber die anderen Bänder ergeben seit vielen Jahren eine gute Grundlage für meine wenigen Aktivitäten.

    Deine Messungen mache mal direkt im Speisepunkt der Antenne , jedenfalls nicht mehr als 40cm Speiseleitung. Mal ohne und mal mit Balkongitter .


    73 de