µSDX – Ein Mikro SOTA SSB/CW SDR Transceiver mit Arduino!

  • Hallo,


    Der µSDX ist aus dem QCX entstanden, hat sich aber zu einem eigenständigen Projekt entwickelt. Auf Wunsch von Hans G0UPL hat man den Namen so gewählt, damit keine Assoziation zum QCX entstehen.


    Für den µSDX gibt es (noch) keine Bausätze, sondern Stücklisten und Gerber-Files. Man findet alle Unterlagen im zugehörigen Forum . Hier die Schaltung .


    DL2MAN hat den µSDX für Betrieb auf 80/60/40/30/20m erweitert. Aufbau in Sandwich-Bauweise. Bandwechsel erfolgt mit Arduino. https://www.youtube.com/watch?v=9yOV5YfMbMQ
    Beschreibung etc. unter https://groups.io/g/ucx/files -> DL2MAN uSDX-Sandwich Files with new Serial Resonance Class E Multiband Circuit 






  • Zur Vervollständigung.
    Es gibt den µSDX auch mit bedrahteten Bauteilen (Ausnahmen siehe Bild).

    Pro Band gibt es ein Modul


  • Hallo Uli


    Hast Du den „µSDX-5 Band" bereits aufgebaut?? Oder sind die Bilder von Manuel übernommen??


    Bei mir sollte bis zum Wochenende eigentlich die Bestellung von mouser ankommen. Hoffentlich dann auch die von Reichelt mit ein paar Teilen, die bei mouser relativ teuer sind. Dann gehts ans Löten. Bin schon sehr gespannt. Werde meine "eigentlich aktuellen Projekte" wohl nach hinten schieben - bin schon zu sehr gespannt. Spätestens ab 17. Dezember habe ich Urlaub bis 10. Januar - da sollte dann das erste QSO möglich sein.

  • Hallo Uli und alle zusammen,

    wer hat die Plattinen oder wenigstens die Steckverbindungen bereits fertig montiert?

    Den möchte ich höflich um Paar Bilder bieten.

    Mich interessieren die Kontaktleisten zw. den Plattinen im "Sandwich" - welche Papa/Mama-Teile gehören zu welcher Seite auf dem Mainboard. Leider, ist das auf keinem Bild in dem Building-Manual erkennbar.


    PS. Uli, noch Mal TNX für die PCB's.

  • Hallo Nick

    Im verlinkten Video bei 5:40 sieht man das ganz gut

    und dann nochmal ab 12:00 beim abnehmen des PA/Filter-Moduls

  • Da mir noch Material fehlt habe ich Zeit zum grübeln......sollte ich mir gleich noch ein paar Bandmodule bestellen???

    Und dann kommt mir die Idee, könnte man auf dem unteren Modul mit modernen Bauteilen einen 2m-Transverter unterbringen?? Ein 2m-Allmode-Gerät in dieser Größe würde natürlich sogar die alten IC-202 usw schlagen.......und eine Alternative zum betagten und nicht mehr so richtig lieferbarn Hohentwiel bieten.


    Leider traue ich mir eine 2m-Entwicklung nicht selber zu........aber vielleicht kann man ja jemanden begeistern

  • Hallo uSDX Fan's,


    mir fehlen 2 Teile die ich nur bei Mouser finde (€ 20,- Versandkosten).

    Das sind 1x die Si5351 und 2x 13 Pin die Adafruits-Kontaktleisten für Mainboard.

    Hat evtl. jemand die Teile übrig? Ich würde sie gerne abkaufen (selbstverst. incl Portokosten)

  • Si5351 findet man für um die 5 Euronen in der Bucht ohne zusätzliche Versandkosten.

    Die Kontaktleisten findet man unter Suche nach "Buchsenleiste Arduino Header stapelbar extra lang" - auch in der Bucht, beim langen Fluss ohne as am Ende oder in anderen shops in verschiedenen Längen. Leider nicht direkt in der notwendigen 14Pin-Ausführung - da muss man zum zusammenstückeln wahrscheinlich noch ein wenig feilen.

  • Gibt's eigentlich auch irgendwo eine Beschreibung der Schaltung? Sehe ich das richtig dass der poplige Atmega328 (8bit CPU) die ganze SDR-Rechnerei macht? Das wäre ja sehr beeindruckend.

  • Der Schaltermischer FST3253 stellt die I- und Q- Signale im Basisband (also NF) bereit. Es handelt sich also um einen Direktmischer -genauer gesagt um zwei, die mit 90 Grad Phasenverschiebung arbeiten. Der Mikrocontroller braucht "nur noch" zu filtern, die Phasen um je 45 Grad zu verschieben und dann vorzeichenrichtig zu addieren.

    Alle klar?

  • Hallo,


    hier ein Bild, wie die Platinen verbunden werden:



    Unten sieht man, wie das Programmiergerät verbunden wird. Ich benutze Arduino IDE mit Pololu USB AVR Programmer V2.1. Gibts im Inet ab ca. 8€.

    Wer sich nicht mit der Programmierung befassen will, kann mir einen leeren ATmega schicken. Geht dann programmiert als Einschreiben zurück.


    Die "Buchsenleiste Arduino Header" dient als Fassung für den ATmega. Ich hab das durch 2*14pol. IC-Fassung ersetzt.


    Bei mir ist die Frontplatine fertig und die Hauptplatine soweit bestückt, dass der ATmega mit der Bedienoberfläche funktioniert.


    Der ATmega übernimmt tatsächlich die ganze Rechnerei. Eine Beschreibung findet man bei github . Es handelt sich hier um die "Urversion" von PE1NNZ, aber prinzipiell hat sich nichts geändert. DL2MAN hat die Endstufe so geändert, dass der Wirkungsgrad > 80% ist. Die aktuelle Softwareversion (1.02m) gibt es hier . Alles sehr beeindruckend!!!

  • Hallo Haiko


    Schaltplan ist oben verlinkt. Ist ziemlich übersichtlich. Sonst ist in den einzelnen Fäden auf groups.io sicherlich auch einiges an Beschreibung verstreut.


    "SDR-Rechnerei" ist relativ. Der µSDX ist ja ein Direktmischer und die Abtastung und digitale Signal-Verarbeitung erfolgt erst auf der NF-Ebene. Das ist bei "echten" SDRs ja anders. Die tasten mindestens die Zwischenfrequenz ab oder als "Direktabtastung" sogar die Eingangsfrequenz. Digitale Signalfilter im NF-Bereich sind dagegen recht überschaubar. Ich weiß (bisher) noch nicht, mit welcher Frequenz der µSDX abtastet - aber gehen wir mal von z.B. 8 KHz aus, dann hat man zwischen den einzelnen Abtastungen 125 µsec Zeit für die Signalverarbeitung. Da kommt ein Atmega noch mit. Fast-Fourier-Transformation muss er ja gar nicht machen. Trotzdem ist das Design eine ganz tolle Leistung.


    Auf den Seiten von QRP-labs ist beim QCX das Prinzip der Seitenbandunterdrückung mit Hilfe der beiden phasenverschobenen Signale sehr gut beschrieben. Der QCX macht das auch auf der NF-Seite analog mit ein paar Operationsverstärker. Im µSDX läuft das dann digital im Atmega. Das Prinzip ist aber das gleiche, soweit ich das sehe. Von daher ist es eine Definitions-Frage, ob eine digitale Signalverarbeitung auf NF-Ebene bereits ein "SDR" ausmacht.

  • Am tollsten finde ich die SSB- Sendeseite, wo ein HF- Generator (SI5351) in der Phase moduliert wird, also ständig ein Signal mit konstanter Amplitude abgibt. Dieses Signal wird dann zusätzlich in der Amplitude moduliert. Genial!

  • Hallo,


    Ein bisschen Historie: die Bezeichnung SDR wurde 2002 durch eine Artikelserie "Software Defined Radio for the Masses" in der QEX in den Amateurfunk eingeführt. Damals konnte nur der NF-Bereich digital (mit Soundkarten) weiterverarbeitet werden. Das wurde mit Digitalisierung im Basisband bezeichnet. Das Prinzip wurde um 1925 von R. Hartley vorgestellt. Natürlich alles analog. Meines Wissens wurden die ersten "Direktabtaster" mit der Flex-6000 Serie (um 2012?) in den Amateurfunk eingeführt.

    Die Artikelserie und weitere Artikel zum Thema SDR findet man bei der ARRL

  • Hi,

    hier ein Ausschnitt des Empfangszweiges vom uSDX. Zwei Ausgänge (CLK0, CLK1) des SI5351 werden auf gleiche Frequenz, aber 90° Phasendifferenz programmiert. Diese gehen an den FST3253, welcher als (Tayloe-)Mischer geschaltet ist. An PC0_ADC0 und PC1_ADC1 sind dann die 90° versetzten I und Q NF-Signale.