habe noch mal ein paar Fragen zur W1JR Mantelwellensperre ;-)

  • Hallo Gemeinde …..


    Es soll eine W1JR Mantelwellensperre für folgenden Einsatz getestet werden .

    Leistung max. 10 Watt

    MW 1 für Frequenzbereich ca. 1 MHz bis 11 MHz

    MW 2 für Frequenzbereich ca. 9 MHz bis 30 MHz

    Wichtig, die Bauform sollte die im Bild entsprechen !

    Mit Doppelloch Kernen konnte ich ja schon gute Erfahrungen machen ;)


    habe noch mal ein paar Fragen zur W1JR Mantelwellensperre ;)

    Da werden ja die verschiedensten Ringkerne angegeben.

    Angeblich sollen ja die FT – Kerne da zu am besten geeignet sein !?

    Habe aber auch schon z.B. T200 usw. ( mit verschiedensten Farben ) gesehen.


    Noch habe ich hier etwas von dem 1 mm dickem Teflon Koaxkabel liegen und möchte da mit mal etwas Testen ….


    Frage 1. Wenn ich mir z.B. einen FT140 Kern ansehe, ist der mit verschiedenen -Nummer im

    Angebot : Material: 43, 61, 63, 68, 77,

    Wie kann ich die Entscheidung fällen, welche Material Nr. ich denn benötige ?

    Oder nehme ich besser einen T – Kern und dann, in welcher Farbe ?


    Frage 2. Der FT140 Kern wäre mir zu groß !

    Würde am liebsten einen mit der kleinsten Bauform nehmen.

    Nur, wie finde ich den ( Drahtdurchmesser ist mir ja bekannt ! ) passenden,

    von den Werten her ?

    Wo muss ich drauf achten / entscheiden ?


    Frage 3. In wie fern beeinflusst die Permeabilität die Aufbau Kriterien ( in Bezug auf

    Windungszahl, Aufbaugröße usw. ) ? Ein kleinerer Kern soll ja genau so funktionieren,

    wie ein größerer.


    Frage 4. Wie beeinflusst die Windungszahl die Mantelwellensperre ?

    Viele Windungen auf einen passend kleinem Kern, decken eher den Unteren

    Frequenzbereich ab, bzw. den Oberen Bereich ab ?

    Wie kann ich das ermitteln ?


    In den Baubeschreibungen steht ja meistens . man nehme folgenden Kern …..., man macht so und so viel Windungen drauf, mit dem oder dem Draht.

    Ich möchte erfahren, wie diese Entscheidungen getroffen wurden.

    Warum sollte man den oder den Kern nehmen, wie viel Windungen usw. …...


    Hoffe, das ich meine Fragen Geistreich gestellt habe ?


    Vielen Dank für eure Hilfe von ….


    Bert DM5IE


  • 1. Pulvereisenkerne kommen wegen der notwendigen hohen Wicklungszahl nicht infrage. für 160m bis ~20m nehm ich Material 43, >20m Material 61; ggf. kann man für 160m/80m auch Material 77 nehmen, aber nicht für die kürzeren Bänder wegen der Verluste.


    2. Da bei einer Mantelwellensperre nur Gleichtaktströme im Kern geblockt werden müssen, können sie entsprechend kleiner sein als bei einem transformierenden Balun, wo die ganze Leistung in einen magnetischen Flux gewandelt werden muss; FT-140 sollte bei 100W noch gehen; bei kleineren Leistungen (~30W) kann man FT-82 oder im QRP-Bereich vielleicht auch noch FT-50, das würde ich aber erst einmal ausprobieren.


    3. Material mit einer höheren Permeabilität benötigt weniger Windungen um die gleiche Sperrdämpfung zu erreichen wie bei einem Ringkern mit geringerer Permeabilität und höherer Windungszahl; allerdings haben Materialen mit höherer Permeabilität zu höheren Frequenzen hin grössere Wirbelstromverluste.


    4. eine grössere Windungszahl bedeutet zwangsläufig, dass die Windungen näher beieinander liegen und damit mehr kapazitive Störelemente ins System einfliessen, kapazitive Kopplung, störende Resonanzen usw.

  • vielen Dank Pascal .......

    nun habe ich schon mal eine Basis um mich mit dem Thema zu beschäftigen ;)


    vy 72 / 73 de Bert DM5IE

  • 2. Da bei einer Mantelwellensperre nur Gleichtaktströme im Kern geblockt werden müssen, können sie entsprechend kleiner sein als bei einem transformierenden Balun, wo die ganze Leistung in einen magnetischen Flux gewandelt werden muss; FT-140 sollte bei 100W noch gehen; bei kleineren Leistungen (~30W) kann man FT-82 oder im QRP-Bereich vielleicht auch noch FT-50, das würde ich aber erst einmal ausprobieren.

    Vorsicht! Das gibt schnell mal eine Milchmädchenrechnung, denn das gilt nur für den Fall leichter Unsymmetrien. Wenn das System also schon von Hause aus ziemlich symmetrisch ist. Bei stark unsymmetrischen Antennen oder - worst case - im Falle des Abrisses eines Dipolastes entsteht ein hoher Fluss im Kern, der ihn aufheizt. Ich rate daher dazu, den Kern nicht zu knapp zu bemessen.


    Auch ist zu beachten: bei einem kleineren Kern braucht man mehr Windungen um die gleiche Sperrwirkung wie bei einem größeren Kern aus dem gleichen Material zu erzielen.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited 2 times, last by DL4ZAO ().

  • Ja, leuchtet ein, Günter. soweit haben meine FT-140 auch mal einen abgerissenen Zweig überlebt; meines Wissens gibt es zwischen 140 und 240 keine andere Grösse mehr, wobei der 240er schon ein Ungetüm ist; also bliebe dann nur noch das Stocken von 2 140er; oder vielleicht gibt es die auch in doppelter Höhe so wie einige der Pulvereisenkerne