Wetting current and CW paddles

  • Hallo,


    hier ein Hinweis auf einen Artikel von Hjalmar, OZ1JHM, auf den ich letzte Woche gestoßen bin. Ein Erstellungsdatum steht nicht dabei.

    Wetting current and CW paddles


    Zu dem Thema kann ich mangels Erfahrung mit der Keyertechnik (Hardware + Software) nichts weiter sagen. Es ist aber vielleicht für den Einen oder Anderen interessant dort einmal nachzulesen. Da sich Hjalmar auch mit dem Bau und der Programmierung von Keyern beschäftigt, sind seine Erkenntnisse sicher nicht von vorne herein von der Hand zu weisen.


    Da das Geben von Hand, außer von der Technik aber auch von anderen, wechselnden individuellen Faktoren des "Bedieners" abhängt, ist die Beurteilung des beschriebenen Effektes nicht ganz einfach. Die kurzen Kontaktzeiten bei flottem CW könnten auch eine Rolle spielen.


    Da mich das Thema speziell in Verbindung mit meinem K3 interessierte, habe ich einen Hinweis auf den Artikel im 'Elecraft Mail Reflector' eingestellt. Außer den unvermeidlichen Beiträgen die mit dem Thema nichts zu tun haben, gab es auch einige Beiträge, die auf den Artikel von Hjalmar eingehen. Ob aber die Erhöhung des Keyerstroms, z.B. beim K3, im direkten Vergleich eine konkrete und spürbare Veränderung ergeben würde, kann man daraus aber nicht ableiten.


    Meine eigenen Messungen: (PicoKeyer und Palm-CodeCube werden mit 3V Knopfzellen betrieben)



    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo Wolfgang,


    die Technik, einen kleinen Strom über Schaltkontakte fließen zu lassen, ist nicht neu. Bereits in den Fernämtern, bei denen Telefongespräche noch per Hand vermittelt wurden, und erst recht in den später folgenden elektromechanischen Vermittlungsstellen (Wählersaal) wurde diese Technik eingesetzt. Sie nannte sich Fritten und der fließende Strom somit Frittstrom.


    Durch eine Spannung (Frittspannung) wird die sich auf dem Kontakt bildende, mehr oder weniger leitende Oxidschicht durchbrochen und so ein geringerer Übergangswiderstand erreicht. In der Regel kam die Frittung dort zum Einsatz, wo kleine Wechselspannungen und somit kleine Wechselströme übertragen/geschaltet werden sollten, also auf den beiden Sprechadern.


    Daher wird das Fritten auch an Morsetasten das gewünschte Ziel (gleichmäßer niedriger Übergangswiderstand) erreichen. Prinzipbedingt gibt ja jeder Keyer schon eine Spannung ab, um die Widerstandsänderung durch den sich schließenden Kontakt erkennen zu können.


    73/72 de Ingo, DK3RED − Nicht vergessen: Der Spaß ist die Energie

  • Hallo Ingo,


    ja, soweit habe ich mich schon informiert.


    Die Frage ist halt, welche praktischen Auswirkungen eine Erhöhung des Keyer-Stroms beim gleichen Gerät hätte. Wahrscheinlich spielt ja auch die Software des Keyers eine Rolle bei der Erkennung des Kontaktes. Man muss es wahrscheinlich bei der theoretischen Betrachtung belassen und bei Gebefehlern im QSO gelegentlich eine der "allgemein üblichen Ausreden" verwenden ;-).


    Bezüglich des K1-Keyers kann ich hier nochmals auf einen interessanten Artikel von K8AX im, QRP Quarterly, Heft 1-2015, hinweisen, da ich das dort beschriebenen Phänomen bei meinem K1 ebenfalls hatte. Seither benutze ich beim K1 einen externen Keyer.


    Das angesprochene Heft lässt sich derzeit noch auf der Seite des QRP-ARCI als "Beispiel-Exemplar" kostenlos herunterladen.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo Funkfreunde,

    Vielleicht hier eine Anmerkung - ich weiss nicht ob ich hier ganz beim Thema bin -:

    Einige Mikrocontroller benutzen statt 2 Digitaleingängen nur einen Analogeingang mit verschiedenen Stannungsteilern für die beiden Paddle- Kontakte, offenbar weil nicht genug Digitaleingänge vorhanden sind z.B. beim Elecraft K1.( ->Link) ; dann kann natürlich der Kontaktwiderstand von Bedeutung sein.

    73

    Heribert

  • Hallo Heribert,


    Dein Hinweis passt genau zum Thema, wobei die Anzahl der digitale Eingänge heute sicher kein Problem mehr sein dürfte.


    Das Thema war damals (9/2012) von mir eröffnet worden, weil mir dieses Verhalten des Keyers bei meinem K1 aufgefallen war. Offenbar war ich aber der einzige.

    2015 hatte ich mir dann das Beispielexemplar des QRP Quarterly angesehen, worin dann zufällig eine genauere Analyse dieses Sachverhalts enthalten war.


    Daher war mir das auch noch gut in Erinnerung, als ich auf den Artikel von OZ1JHM gestoßen bin.

    Aber, wie gesagt, es sollte nur ein Hinweis für diejenigen sein, die dem Thema vielleicht selbst nachgehen wollen.


    73, Wolfgang

    DL2KI


    P.S. Hier noch ein Link zur Elecraft Mailing Liste. Die Beiträge beschäftigen sich ebenfalls mit der Thematik.
            https://www.mail-archive.com/e…an.qth.net/msg142483.html

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

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