Anregungen für den Selbstbau von Portabelantennen und Zubehör

  • Hallo,

    Ich verstehe nicht, wozu man diesen Erdleitungskoppler bei einer nicht resonanten Antenne benötigt. Wenn die Antenne nicht resonant ist, braucht es ja sowieso einen Antennenkoppler.


    genau so geht es mir auch. Dies ist einer der Gründe, warum ich mir so ein Gerät einmal aufgebaut habe, nachdem ich mir einige Artikel dazu angesehen habe und auch mal in die MFJ-Manuals geschaut habe . Auch auf YouTube gibt es Videos zu dem Thema "artifical ground" bzw. "ground tuner", die man sich ansehen kann. MFJ hat derartige Tuner aktuell im Angebot und von Annecke gab es so ein Gerät ebenfalls einmal zu kaufen.


    Von DH5AK gab es auch hier im Forum mal einen Hinweis: RE: Die Quax Antenne

    Vielleicht hat er ja so einen Koppler und kann dazu etwas mehr berichten.


    Jedenfalls habe ich mich dann entschlossen, einmal so ein Gerät aufzubauen, zumal der Aufwand hierfür ja sehr gering ist. Wer kein analoges Instrument hat, kann genauso gut eine LED verwenden und auf maximale Leuchtstärke abstimmen. Siehe z.B. "DL-QRP-AG Multiband Fuchskreis".


    Der Vorteil für mich liegt darin, das ich mich nicht mit theoretischen Betrachtungen oder Vermutungen beschäftigen muss, sondern mit einem realen Gerät ausprobieren kann, was man damit machen kann, oder ob es überhaupt einen Nutzen der Vorteil für mich bringt.

    Im Gegenteil, wenn die Erdleitung als Serienkreis niederohmig gemacht wird, wird sie zur Haupt-Strahlungsquelle.

    Ja Günter dass müsste dann so sein. Zumindest hat das Gegengewicht dann einen hohen Anteil an der Abstrahlung. Hierbei wird die räumliche Lage des Gegengewichtes wohl eine wichtigere Rolle spielen. Ich bin ja selbst mal gespannt, was sich da noch so alles ergibt.


    Aber es ging ja nur um "Anregungen für den Selbstbau". Wenn sich noch jemand angeregt fühlt, kann er ja vielleicht zur Aufklärung der Frage beitragen.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

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  • MFJ-931, ARTIFICIAL GROUND scheint dafür zu sein, dass RFI in der Station bekämpft werden kann, wenn man zwischen Erdung und Station eine Erdleitung hat. Mit dem MFJ-931 kann dann die Erdleitung kompensiert werden.


    Dies ist meiner Meinung aber nur erforderlich, wenn die Antenne nicht korrekt ausgeführt ist und die Erdung der Station zu einem Teil der Antenne wird. Wenn die Antenne korrekt aufgebaut ist und Mantelwellensperre oder BALUN eingesetzt werden, gibt es keinen Einsatzbedarf für eine künstliche Erdung. Wenn in einer Station RFI auftritt, wenn sie nicht geerdet ist, ist das ein klares Zeichen, dass die Antenne nicht in Ordnung ist.


    https://cdn.shopify.com/s/file…/MFJ-931.pdf?v=1586534089


    73, Peter - HB9PJT

  • Der Vorteil für mich liegt darin, das ich mich nicht mit theoretischen Betrachtungen oder Vermutungen beschäftigen muss, sondern mit einem realen Gerät ausprobieren kann, was man damit machen kann, oder ob es überhaupt einen Nutzen der Vorteil für mich bringt.

    Am besten ist man verbindet Beides, die theoretische Betrachtung mit der praktischen Erfahrung. Es ist immer gut, zu wissen warum etwas geht oder nicht geht.

    Wäre daher schön, wenn du über deine Erkenntnisse mit dem Erdleitungskoppler berichten würdest. An welcher Stelle möchtest du ihn einfügen?


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Das war der Artikel, den ich gesucht hatte. Vielen Dank Frank und auch an Günter für die aufschlussreichen Artikel. Eigentlich hätte mir das mit "endgespeist" als Suche ja in's Auge springen sollen ... :-/
    vy 73
    Eike

  • Hallo Günter,


    bei mir steht die praktische Seite im Vordergrund, da mir hinsichtlich der Theorie vieles fehlt. ich muss mir da vieles anlesen und bin froh, das es Leute gibt, die die theoretische Betrachtung zu verschiedenen Themen in gut verständlichen Artikeln abdecken. 30 Jahre Amateurfunk-Abstinenz kann man nicht aufholen.


    Bezüglich Antennen und der Anschlussvarianten muss ich mir noch Gedanken machen. Ich benutze primär leichte, kürzere (~ 10,80m bis 21,60m ) "random wire" Drähte mit kürzeren Gegengewichten, die auf dem Boden liegen und über 1:4 Balun, 1:9 UnUn oder über BNC-Adapter direkt am K2 angeschlossen werden. Hier könnte man mal sehen, welche Auswirkungen ein solcher Koppler auf die Konfiguration hat.

    Einen Erdleitungskoppler habe ich portabel (nur QRP-CW) bisher allerdings nicht vermisst, und bin daher hier völlig offen.



    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

    Edited once, last by DL2KI: Ergänzt. ().

  • Hallo,


    die Tage habe einmal mit einem 58 ' Draht und dem Erdleitungskoppler einige Versuche gemacht.

    • Der Draht direkt (BNC-Adapter), über 1:1 Balun für undefinierte Impedanz, 1:4 Balun oder 1:9 Unun am K2.
    • Als Gegengewicht 1 x 4m, 2 x 4m, 1 x 8m, 1 x 8m + 1 x 4m direkt am K2, Balun oder UnUn.
    • Und das Gleiche mit dazwischen geschaltetem Erdleitungskoppler.


    Mit einem log. Pegelmesser nach DD7LP wurden die Feldstärken überprüft.

    http://www.darc-husum.de/pegelmesser.html


    Demnach gibt es keine großen Unterschiede, die den Aufwand der zusätzlichen Abstimmung des Erdleitungskopplers rechtfertigen würden. Alle Feldstärkemessungen bewegten sich ungefähr im gleichen Bereich. Von daher fällt dieses Anwendungsgebiet für mich aus. Möglicherweise wäre die Anwendung als zusätzliche HF-Gerätemasse denkbar, wobei ich hier im QRP-Bereich aber noch nie Probleme hatte.


    Also: Ein schönes Bastelprojekt und man hat halt so einen Erdleitungskoppler mal real ausprobiert. Wandert also zunächst mal in die "Vitrine".



    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Kurzer Hinweis:

    auf Anregung eines einzelnen Herrn hab ich gut Geld für Material und ordentlich Zeit in das Projekt Quax investiert.

    Wens interessiert, der kann das hier ja irgendwo nachlesen...


    Besonders kurze oder kompakte Konstrukte sollten immer (frequenzabhängig) im Zusammenhang mit ihrer Umgebung betrachtet werden.

    Btt.: der Kreis schließt sich, dem TE gehts um portable Konstrukte. Im freien Feld benimmt sich eine kurze Vertikal eben deutlich besser als 1,5m vor der Hauswand am Balkon.


    Beispiel: die MP-1. Draußen im Feld, womöglich noch mit elevated Radials, beta match, für 40 und tiefer (mit längerem Strahler), da klappt das alles ganz gut. An der Hauswand eben nicht.


    73! Jochen