Tipps zum Annecke 200 Watt symmetrischen Antennenkoppler

  • Wenn der RX vom TRX die genormte 50 Ohm Eingangsimpedanz hat und man die Antenne für ein gutes SWR auf 50 Ohm einstellt, ist die Abstimmung für Sender und Empfänger immer identisch, auch wenn man nach Rauschen abstimmt.

    Sicher Peter, gemeint ist, dass bei den breitbandigen Anpassgeräten das Rauschmaximum nur schwer zu ermitteln ist, dass man oft ziemlich daneben liegt. Beide Freunde schrieben, dass sie vorher mit dem ZM4 gearbeitet haben.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo Ralf,


    nun entdecke ich immer mehr interessante Beiträge. Leider hatte ich das Forum in den letzten Jahren sehr vernachlässigt.


    Ich hatte auch viele Jahre den Annecke-Koppler, damals noch vom Hersteller direkt in Friedrichshafen gekauft. Gute mechanische Ausführung, funktionierte sehr gut bei mir. Ich hatte damit 2 x 13,5m bis 2x 38m Dipole über Hühnerleiter gespeist. Wenn ich die Anpassung nicht auf 1:1 abstimmen konnte, veränderte ich die Länge der Hühnerleiter. Der Einfluß der Feuchtigkeit war auch feststellbar. Aber man konnte ja alles wieder abstimmen.


    Entgegen von Expertenmeinungen nagelte ich meine Eigenbauhühnerleiter an die Hauswand oder an einen Holzbalken. Später mit 54m Wireman mußte ich auch einige Meter an den Wänden ganz nahe befestigen. Dabei sind die Verluste zur Antenne bestimmt gestiegen. Aber bei KW mit dem QSB ist das beim cw-Betrieb nicht aufgefallen.


    Meinen Koppler habe ich nach einem "erzwungenem" QTH-Wechsel verkauft. Nun verwende ich eine kleinen unsymmetrischen Koppler mit einem Balun 1:1 für undefinierte Impedanzen ( nach Wolfgang Wippermann ). Feldstärkeunterschiede in mehreren 100m Entfernung zwischen symmetrischem Annecke und dem unsymmertrischen Koppler mit Balun am Ausgang, gab es kaum.

    Wichtig beim Annecke ist, dass man alle paar Jahre die Kontakte mit einem Glasfaserpinsel reinigte. Danach gab ich vorsichtig einen Tropfen Ballistol auf den Kontakt, also keine Sprühflasche.


    Das war wohl der letzte Handwerker in Deutschland, der einen Antennenkoppler im Lande herstellte.


    72 & 73

    de Jürgen, DF3OL

  • Hallo Jürgen.


    Ich hatte mich ganz gut mit dem Annecke Koppler angefreundet.

    Letztendlich bin ich aber doch oft zu faul zum Abstimmen per Hand.

    Außerdem bin ich auch häufig vom ORL aus Remote QRV und da muss es zum Bandwechsel schon ein automatischer Tuner sein.


    Ich nutze, so wie Du auch, einen unsymmetrischen Tuner nach N7DDC und einen Balun für undefinierte Impedanzen nach Wippermann.


    Ich habe mir einige Mühe gemacht und ein Antennenstrom Messgerät nach DL6GL gebaut und habe damit dann die Antennenströme zwischen Annecke und Tuner mit Balun verglichen.

    Bis 20 Meter war weder in Symmetrie, noch im Pegel ein Unterschied zu sehen. Darüber hinaus war der Annecke symmetrischer und hatte auch mehr Pegel, vermutlich ist mein Balun nach oben hinaus mit mehr Verlusten behaftet. In wie weit das am Ende bei der Gegenstation zu bemerken ist, sei mal dahingestellt.


    Der N7DDC hat mit Balun, Gehäuse, etc. keine 80€ gekostet und stimmt, nach Änderung der Werte im EEPROM, einwandfrei, sicher und schnell ab.

    Siehe auch hier.


    Letztendlich wird der Annecke wieder in den Markt gehen und einem anderen OM Freude bereiten.

    Hier steht er rum und dafür hab ich zu wenig Platz in Shack.


    Bei mir hat sich das tägliche Lesen hier im Forum und bei Groups.io zum festen Bestandteil des Tages entwickelt.

    Gerade hier im Forum finde ich immer wieder gute Anregungen und Hilfe.


    Gruß

    Ralf, DL1BAX