NWT4000 neue PC-Software

  • Hallo die Runde,

    allen hier noch ein gesundes neues Jahr. Und weil die Zeit sehr schnell vergeht, habe ich die ersten Tage schon genutzt etwas damit anzufangen.

    Ein paar Ergebnisse sind hier gleich mal hochgeladen. Das erste Bild ist noch mit der alten Software vom Andreas auf meinem XP-Rechner mit dem NWT4000-1

    und auch im zweiten Bild zu sehen mit einer gekauften Messbrücke . Die neuen 100 Ohm Widerstände hatte ich mal vom Uwe, DC5PI , und dazu habe ich noch so

    etwa 20 Stück verschiedene sma Abschlusswiderstände gekauft, aus unterschiedlichen Quellen . Habe davon nur 2 Stück ausmessen können, die ungefähr genau

    50,0 Ohm haben. Pascal, auf dem Bild ist an der Messbuchse ein dünner Draht zu sehen, der dient zur Kompensation des kapazitiven Anteils was das Referenzelement

    mit bringt . Im ersten Bild erkennt man, was so alles passieren kann bei einer Messung , wenn man Adapter oder Messleitungen noch dazwischen schaltet. Die einzumessende

    Helixantenne hatte etwas zuviel an Durchmesser und das dicke Rundmaterial vergrößerte zusätzlich noch den Spulendurchmesser , gerechnet von Leitermitte zu Leitermitte.

    Alles war mechanisch etwas schwer und wurde mechanisch gestützt , etwa an der Stelle wo man die große Glaslinse erkennt. Diese Stütze aus Hartholz verursachte einen

    HF - Kurzschluss , das untere kleine Stück ergab dann die 2,9GHz auf dem Bildschirm. Mit dem zu großen Durchmesser der Helix hatte ich bei etwa 2,1 bis 2,2 GHz die Resonanz

    errechnet. Nun mit der Glaslinse zur Stabilisierung ergab sich dann die im vierten Bild dargestellte Kurve .

    Meine Messbrücke ist die, wo noch drauf steht 1000MHz . Eine weitere mit der Beschriftung 3000MHz , jedoch noch im Orginal, ist noch nicht zu gebrauchen über 1000MHz.

    Die neue Software vom Andreas ist installiert, habe auch die ersten Schritte laut Anleitung durchgeführt , mein Ergebniss bezüglich der DB-Einteilung auf dem Bildschirm

    ist noch stark verbesserungsbedürftig....das Jahr ist noch lang .... hi..


    73 de

  • Hallo Manfred,

    vielen Dank für deine Bilder. Mit den dB-Werten kommst du klar, wenn du einen "neuen Messkopf" kalibrierst. Bei S11( SWV) Messung brauchst du einen 75 Ohm Abschusswiederstand und ein Dämpfungsglied 30dB oder auch 20dB, das kann man verstellen. In die Kalibrierung fliessen alle HW-Komponenten und deren Abweichung mit ein. Ich habe dazu eine kleine Anleitung geschrieben.

    http://www.dl4jal.eu/nwt4x/PDF…schritte_kalibrierung.pdf

    Wenn du das gemacht hast, bist du bestimmt mit der dB Anzeige zufrieden. Eine Displayanzeige, wo nur SWV angezeigt wird gibt es in diesem Programm nicht. Das "beisst" sich mit der Darstellung im "WKM" (Wobbelkurvenmanager) . Werden "Messkopfdaten S11" geladen, wird automatisch im "TAB, dB1" die "SWV Anzeige" gesetzt. Das bedeutet, an jedem Marker, der gesetzt wird, erscheint neben dem dB-wert auch der SWV-Wert.


    73 Andreas


    Hier ein Beispiel: Der Abgleich meiner Patchantenne. "Blau" ist vorher, im WKM eingeblendet; und "rot" ist nach dem Abgleich.

  • Hallo die Runde,


    und danke Andreas. 2 Stück Abgleichwiderstände in sma mit je 100 Ohm hatte ich mir schon angefertigt, werde das mit den 75 Ohm noch nachholen.

    Wünsche allen eine erlebnisreiche Woche...


    73 de

  • Hallo Andreas und Manfred,

    folgendes Problem: Zum Kalibrieren des Netzwerkanalysators wird ein 100 Ohm -Widerstand benötigt. Den gibt es nicht fertig konfektioniert als Abschlusswiderstand, also müsste man ihn selbst an eine Buchse anlöten, was zu Fehlern führen kann.

    Nun meine Frage: Kann man nicht einfach ein T- Glied verwenden, an das 2 Abschlusswiderstände (je 50 Ohm) parallel angeschlossen werden? Dann hätte man doch auch ein Normal für SWR =2.

    Ich werde es gleich mal probieren...

  • Hallo Wolfgang,


    den 100 Ohm Abschlusswiderstand habe ich mir selber in einem sma Stecker angefertigt. Benutzt dazu habe ich die kleinen runden Typen, wie sie auf meiner Messbrücke auf dem

    Foto zu erkennen sind. Den widerstand selber schön senkrecht auf den Stift vom Stecker gelötet. Ich habe Stecker in Crimp-Ausführung benutzt , diesen musste ich etwas kürzen,

    so dass nur die Lötkappe vom Widerstand ein ganz klein wenig überstand , Entlötlitze oben drauf und alles verlötet, dann beschriftet , damit man auch weiß , was das sein soll .

    Ein T-Stück in sma habe ich leider nicht da , aber versuchen könnte man es ebenfalls . Bin mal gespannt, ob so etwas mit dem T-Stück bei diesen hohen Frequenzen verwertbare

    Ergebnisse bringt.

    73 de

  • Hallo Manfred,

    genau so machst du es mit den 75 Ohm. Bei Reichelt 2x150 Ohm 1% bestellen (SMD-0805 150). Und die parallel einlöten. So ganz genau brauchen die nicht zu sein wie die 50 Ohm. Es geht darum, das beim Kalibrieren eine definierter Dämpfungswert von -13,98 dB entsteht (75 Ohm, SWV 1,5) oder -9,54 dB (100 Ohm, SWV 2,0). Wenn der Werte etwas abweicht, zeigt nach dem Kalibrieren die Messbrücke trotzdem die richtigen Werte an. Ich habe den Kalibriervorgang deshalb so programmiert, weil (Messbrücke Kurzschluss = 0dB) oder (Messbrücke Offen = 0dB) bei diesen hohen Frequenzen nicht richtig funktioniert und deshalb der unpassende Bezugspunkt ist. Ausserdem messen wir mehr in der Nähe von SWV 1,5 als bei SWV unendlich. Deshalb dieser neue Bezugspunkt beim Kalibrieren des S11 Messkopfes.


    73 Andreas

  • Ja danke Andreas,


    habe ausreichend sma Stecker für H155 , da wird das dann bestimmt auch reinpassen.

    Meine Messbrücke für 3000MHz , so steht es jedenfalls da drauf, werde ich mal zerlegen und versuchen festzustellen, welches Material an Doppellochkernen dort verbaut wurde. Die von dir aufgebaute

    Brücke könnte einem gefallen. Ich habe schon nach den Buchsen mit dem schon montierten Kabel gesucht, aber noch nichts gefunden. Wegen der Mechanik suche ich Buchsen die mit 2 oder 4 Schrauben

    befestigt werden. Werde mal weiter suchen , habe ja Zeit ....


    Schöne Woche...


    73 de

  • Hallo die Runde,


    und Andreas. Habe nun meine Brücke auf der 3000MHz steht zerlegt. Montiert waren 8 Stück Doppellochkerne . Gemacht, wie bei so etwas immer, den Doppollochkern mit 4 Windungen 0,3 Cul bewickelt

    und die Induktivität gemessen. Der Reihe nach vom Brückenausgang gesehen , folgende Werte ermittelt : 1=29,5µH ; 2=30,4µH ; 3=28,9µH ; 4=28,8µH ; 5=44,5µH ; 6=46,1µH ; 7=47,9µH , 8=30,2µH .

    Die Größe der DLK ist 2402 . Ein DLK 43-2402 "sollte" in etwa so ..... 4T in quadrat * AL von 1275 .... eine Induktivität von etwas über 20µH ergeben. Die DLK 1,2,3,4 und 8 würde ich dem 43-er Material zu

    ordnen . Die DLK 5,6 und 7 kann ich nicht zu ordnen. Mit 73-er Material kommen mit 4T etwa 60µH raus und bei 61-er Material so um die 2,4µH . Ich werde aus der Brücke wohl eine Versuchsbrücke machen

    bei der dann auch mal etwas kaputt gehen kann oder auch hinterher in der Tonne landet . Es gibt die schöne Vorlage vom Andreas, dafür besten Dank , wenn man die baut, ist das Ergebnis schon in

    etwa voraussehbar. Vielleicht kann jemand meine Messergebnisse besser zu ordnen.


    73 de

  • Hallo Manfred,

    ich bin mit der Ebay Brücke nicht zufrieden gewesen. Erster Punkt war ein falsches Layout auf der LP. Die 100 Ohm Widerstände waren nur auf einer Seite parallel. Die andere Seite habe sie vergessen. Das kann man aber nicht sofort messen. Man muss die beiden Koaxkabel dazu ablöten. Das darf eigentlich nicht passieren.

    Meine Brücke "Eigenbau" funktioniert sehr gut. Ich hatte aber zuerst keine so genauen SMA 50 Ohm Abschlusswiderstände. Da waren die Messergebnisse der Rückflussdämpfung bei den hohen Frequenzen fast 10dB schlechter. Erst sehr genaue Abschlusswiderstände brachten den Erfolg. Auf manchen Flohmärkten bekommt man solche SMA Widerstände. Wenn die Brücke bei 4,4GHz 20dB Rückflussdämpfung anzeigt, kann man trotzdem noch gut messen. Ich freue mich das die Om's sich mit dem Thema befassen. Es macht doch Spass zu basteln. Weiterhin viel Erfolg.


    vy 73 Andreas