Gemessene Empfangsleistung in Volt/m umrechnen?

  • Eine bekannte hat mich angefragt, ob ich in ihrer Wohnung die Feldstärke von einem Mobilephone Sendemast prüfen kann. Die Grenzwerte hier sind frequenzabhängig 4 bis 6 Volt pro Meter. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das gemessene Signal mit Spectrum Analyzer und Lambda/2 Dipolantenne von dBm in Volt pro Meter umrechnen kann?


    73, Peter - HB9PJT

  • Du rechnest erst die dBm in Milliwatt um, d.h. dB über ein m = 1 milli-Watt.


    Dann rechnest Du bei bekannter Leistung und dem Eingangswiderstand Deines Speccys (50oder75 Ohm ??) die Spannung aus.


    Hilft Dir das ?? Ich bin zu faul zum Formelpuzzeln, die baue ich mir immer je nach Messung um und habe die nicht auswendig eingebrannt, d.h. Bleistift, Papier und Nachdenken ........ kontra Faulheit.


    Der dB Faktor ist 10^(dB/10) mal 1 mW, der Rest via R=U/I und N=U*I verbuchseln.....


    73 Peter

  • Du rechnest erst die dBm in Milliwatt um, d.h. dB über ein m = 1 milli-Watt.

    Hilft die Tabelle dBm, Vrms, Vp-p und Leistung in 50 Ohm Systemen ?

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Danke für Eure Info. Jedoch muss ich Volt pro Meter als Ergebnis haben. Also die Feldstärke. Und NICHT die Umrechnung von dBm in Volt oder Watt etc.


    73, Peter - HB9PJT

  • Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das gemessene Signal mit Spectrum Analyzer und Lambda/2 Dipolantenne von dBm in Volt pro Meter umrechnen kann?


    Du brauchst dazu den Wandlungsfaktor deines Dipols. Bei Messantennen liefert der Hersteller eine Kalibriertabelle mit.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • HB9PJT : sorry, "Eine Lösung hatte ich, sie paßte nur nicht zum Problem". :-) DL4ZAO hat die passende Antwort. Vielleicht kannst Du von einer ähnlichen Antenne eine Kalibriertabelle abstauben oder per Vergleichsmessung mit einem kalibrierten Meßgerät erstellen. Allerdings ....... die Profi-Dinger sind sauteuer und da brauchst Du schon einen guten Freund, der Dich nicht als Konkurrenz betrachtet.


    Ich bin hier in der Gemeinde (DL) den umgekehrten Weg gegangen und habe aus der Standortbescheinigung zurückgerechnet. Die Standortbescheinigungen sind in DL öffentlich zugänglich, per Gemeinde (Bauamt) mit geschlossener User-Group bei der BNetzA auch dort mit Detailangaben. Nach DL Umweltinfo....-Gesetz kann die jeder Betroffene einsehen. Man bekommt als Ergebnis die maximale Feldstärke / Strahlungsleistung zur Entfernung heraus. Meistens reicht das den Betroffenen und in der Praxis ist die reale Leistung um 30% der maximalen bis auf kurze Spitzen.


    Der Speccy ist nicht unbedingt erforderlich, weil die Leute i.d.R. die gesamte Strahlungsbelastung wissen wollen. D.h. denen ist die QRG wurscht, weil sie vom UKW-Sender o.ä. auf dem Turm oder näherer Umgebung ebenfalls "bestrahlt" werden.


    In meinen Fällen habe ich auf den "Salzburger Vorsorgewert" zurück gerechnet und da dazu der Abstand groß genug war, war Ruhe in der Gemeinde............... (ein verrücktes Thema).


    Falls Dein HB-userid auch Schweiz als QTH bedeutet, muß ich zur Gesetzeslage passen.

    73 Peter


    PS Die Rückrechnung von damals habe ich dokumentiert, aber nach einem Home-Page Crash nicht mehr hoch geladen. Falls Interesse, bitte PN.

  • Hallo Günter, leider habe ich keine Messantenne für diese Frequenzen. Jedoch sollte der Wandlungsfaktor doch zu bestimmen sein für ein Dipol. Leider habe ich dazu keine Info gefunden.


    73, Peter - HB9PJT

    Du brauchst dazu den Wandlungsfaktor deines Dipols. Bei Messantennen liefert der Hersteller eine Kalibriertabelle mit.


    73

    Günter

  • Hallo Güter, besten dank für den Link. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das genau verstehe.


    Ich habe gerade ein Rechnenbeispiel gemacht. 1000 MHz, Dipol mit 2.15 dBi und 0 dBm Leistung gemessen am Spektrumanalyser:

    • In der Formel 4.12 erhalte ich einen Korrekturfaktor K[dB/m] von 28.076
    • 28.076 dB/m Korrekturfaktor + 0 dBm gemessen ergibt 28.076 dBm /m bzw. 0.64 Watt
    • Muss ich jetzt die Spannung berechnen mit der Freiraumimpedanz von 377 Ohm und 0.64 Watt? Das würde 15.5 Volt pro Meter ergeben

    Irgendwie habe ich das noch nicht ganz verstanden. Vielleicht kannst Du mir da noch weiter helfen?


    73, Peter - HB9PJT