Bakenempfang PA0RYL (10mW) und Reduzierung der Störungen (man-made-noise) um 6dB

  • Hallo Tom,

    danke, aber ich meine was anderes, ich versuche es zu erklären: Versucht mal, ab 21:00Uhr die 10mW Bake auf 3.555,55kHz zu empfangen oder einen 100mW Träger in die Nähe der QRG zu positionieren und diesen an Hand der Kurve nach ein paar Sekunden zu sehen. Mit so wenig Leistung einen ordentlichen Ausschlag auf dem Bildschirm hinzubekommt, macht Mut mit QRPP und darunter mal wieder QSOS zu versuchen.

    mein Resumee:

    - Bake mit 10mW zu empfangen macht Spass, dann weißt man, dass der eigene Störnebel nicht so schlecht ist (welche Bake in EU sendet auf 80 oder 40 oder 30m mit 10mW ?)

    - man kann seine eigene 100mW Aussendung dort sehen, wenn die Antenne einen entsprechenden Wirkungsgrad hat und man sein man-made-noise etwas reduzieren kann. Die Kurve auf dem Bildschirm ist besser, als auf irgendeinem WEB-SDR Radio, auch kann man in der vorgegebenen Filterbandbreite dazu noch seine Aussendung hören.

    - beides gleichzeitig ist schon toll, hab so etwas noch nie erlebt, schade, dass mein KX-3 unter 100mW so ungenau ist

    - das ganze klappt im Sommer natürlich eher am Abend, wenn die Tagesdämpfung verschwunden ist.

    - ich glaube, die Bake PA0RYL steht in der Nähe von Utrecht und der RX-Perseus steht in DL, in Haselünne. Man sieht ja auch die Empfangskurve, die die Bake PA0RYL bei dem WEB-SDR Betreiber in Haselünne erzielt

    Winni

  • DK6JK

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  • Wie sagt man so schoen: Probieren geht ueber studieren. - Meine Erfahrungen sind die, dasz Antennen immer dann unerwaret gut funktionieren wenn wenigstens eine "Haelfte" besonders groszflaechig ist. OV-Kollege hat mit simplem, rel. kurzem Draht, ich glaube so

    15m lg. - 30cm ueber der (Flach-)Dachhaut (6 Stockwerke) mit SG230 aber metallene Hausfassade als Gegengewicht die tollsten Verbindungen sowohl auf 80/40, als auch bspw. 20m. Mobilfunk auf 40m klappt bei mir auch so dasz keiner merkt das ich mobil bin.

    Zum experimentieren nutze ich inzw. ein leeres Oelfass als Gegengewicht. Da laesst sich alles reproduzierbar abstimmen, auch mit

    kleinen Mobilantennen, wie bspw die vom DK2RZ. So etwa 0,5 - 1m2 Oberflaeche bringen gute Ergebnisse (Gegengewicht / Erde statt radials)

    Was noch aussteht in wie weit es zusaetzliche, signifikant bemerkbare Vorteile gibt wenn man auch den Strahler entsprechend Groszflaechig

    ausfuehrt. Frueher mal angefangen mit Radials als GP-Gegengewicht. Aber ich denke da ist inzwischen alles oft genug veroeffentlicht

    worden, bspw. dasz ein "bischen Flaeche" direkt um die Antenne herum bessere Ergebnisse bringt als wenige lange Radials. Wen man

    die verwendet klappts "irgendwie" mit 3 oder 4 und wenn man dann eine Steigerung erzielen will kann man mehr als 10 auslegen bis es sich

    wirklich bemerkbar macht.

    Aberf eigentlich wollte ich zu der Alufolie nachfragen: Gabs da keine Kontaktprobleme beim Uebereinanderlegen um die Flaeche entspr.

    grosz zu kriegen ? - Bzw. wie wurde ein guter Kontakt zw. den Folienstuecken erreicht?

    Ich habe dazu folgendes im Hinterkopf: im QRL gab es mal unerklaerlichen Brandgeruch und als man den aufgestaenderten Boden aufnahm

    sah man an unzaehligen Uebergangsstellen der Bodenplatten, die auch unterseitog mit alu belegt waren schwarze Brandspuren. Das ganze uebrigens nach einem Gewitter. Wir hatten damals die Theorie dasz es "Blitzkriechstroeme" gewesen sein koennten. Blitze und HF sind sich

    ja nicht so ganz unaehnlich .... ..

  • Hallo Jürgen,

    danke für die neuen Infos und den Bericht zu deinen Erfahrungen, da kann man von dir lernen, bzw. Du machst Mut, statt Drähte, Metallflächen als "Gegengewicht" zu nutzen:

    - hab beim Probieren über die Jahre an 5 verschiedenen QTH`s, die ich hatte, ähnliches festgestellt, insbesondere dass Metall-Fläche als "Erde" sich vor Jahren, als wir noch in Stereoanlagen und Fernsehern zu hören waren, sich erfolgreicher und effektiver als Drähte zeigten

    - ich hab bei der Beschreibung meiner Antenne immer gesagt, das ich großflächige Gegengewichte nutze, damit ich mir die HF aus dem Haus, aus der Wohnung halte, und, dass ich so dafür sorge, dass die HF, dass die Abstrahlung von meinem Draht aus ging und die Gegegengewichte, die nie resonant sein durften, einfach nicht "strahlten" (bin techn. Laie, daher die Argumentation)

    - die Idee und Erfahrung mit dem Ölfass bestätigt, dass die Jungs, die portabel in der Heide oder am Flussufer funken, ihr "Fahrrad" hinlegten, es als Gegengewicht nutzten und den Draht unten an der Angelrute einspeisten.

    - zur Alufolie,...ich war faul und hab sie lediglich 1/2 Rollenbreite überlappend ausgelegt und zum Schluss, wenn der Boden des Zimmer mit Folie ausgelegt war, hab ich noch ein zwei Lagen quer darüber gelegt, hab dann die OSB-Platten draufgelegt usw. Hab an verschiedenen Stellen mit OHM-Meter gemessen, war immer o.k.

    - dein Freund mit dem Draht knapp über dem Dach hatte wahrscheinlich Glück, dass die Hausfassade nicht mit der Dachkonstruktion verbunden war, so dass die Hausfassade das Gegengewicht darstellte und der Draht oder die metallische Dachkonstruktion mit dem kapazitiv in 30cm darüber abgespannten Draht der strahlende Teil der Antenne war. So kann ich mir gute Ergebnisse erklären.

    - Deine Erklärung mit den Folgen des Blitzes zeigt, was so ein Blitz direkt bzw. indirekt verurschen kann.

    - hat Spass gemacht Deinen Beitrag zu verfolgen,

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    Winni