Volldraht Litze Blitzstrom

  • Ich lade zu mehr-, fein-, feinst- &Co-drähtig mal eine Tabelle hoch, Auszug aus

    10018_TKD_Techn_Anh_D_L2.pdf . Außerdem noch interessant zu den Verseilungsbegriffen

    MKM_Produktbroschuere_Litzen-Seile_DE.pdf

    Die URLs habe ich leider nicht notiert. Via Firma TKD und MKM bitte selber suchen, falls gewünscht.


    Ich habe selber refreshen müssen, weil die Normbegriffe ab und an wechseln und feste Bedeutungen haben.

    73 Peter


    Nachtrag Beispiel 16qmm:

    mehrdrähtig 7x1,70mm, feinstdrähtig sehr flexibel 2048x0,10mm

  • Danke Peter für die Tabelle: habe bei meinem Erdungsdraht nachgemessen: 7x1,7mm mehrdrähtig, der von mir zur Abgrenzung gegenüber Litze verwendete Begriff " feindrähtig" war falsch.

  • Stefan : nach meinen Erfahrungen mit ETW-Gemeinschaften würde ich mir lange überlegen, ob ich da groß über Antennen und Blitzschutz reden würde. Roland hat ja klar zum Fassadenschutz geschrieben, deshalb noch mal die Rückfrage: kommst Du mit Deiner Antenne hin (<1,5m von der Wand und >2m unter der Dachkante)?? Du wärst damit zumindest derzeit "auf dem Stand der Technik", rein juristisch. Wenn das paßt und man Dir bisher die Antenne nicht verübelt hat, würde ich mich sehr still verhalten.


    73 Peter

    Hallo Peter,

    genau das ist ja das Problem. Die Spitze der Antenne schaut ca. 1,5m über den Giebel raus, ist also höher als das Dach! Ich bin also so oder so nicht in dieser Fasadenschutzsache drin.


    Wegen den Ausagen gegenüber der Hausgemeinschaft würde ich so vorgehen: Ich sage, ich habe nach langer Recherche einen Fachmann gefunden, der sich die Situation angesehen hat und der Meinung ist, dass ich hier die Erdung der Antenne über einen Blitzstromfähigen Anschluß mit Erder am Hauseck ausgeführt werden muss, damit ich wirklich auf der sicheren Seite bin. So sage ich prinzipiell die Wahrheit. Da ich im Haus ein gutes Ansehen habe und auch so sehr gute Kontakte zu den Nachbarn pflege, dürfte der Vorstoß keine negativen folgen haben, zumal ja entstehende Kosten zu meinen Lasten gehen.


    Klar, ich kann jetzt schon sagen, ich habe die letzten 35 Jahre in drei unterschiedlichen Gebäuden Glück gehabt, wird hoffentlich auch weiter gut gehen, aber das wäre ja mich selber angelogen.


    Geht mein Vorstoß schief, muss ich einen anderen Weg einschlagen, über den ich mir dann Gedanken mache, wenn es soweit ist.


    Wegen meinem Vorschlag mit der Dachrinne:

    In einem der Links, die zum Thema gepostet wurden, ist aufgezeigt, wie die Antenne mit einem blitzstromfähigen Leiter auf die Dachrinne geführt wurde und ein Stück nebendran wieder ein blitzstromfähiger Leiter von der Dachrinne entlang dem Fallrohr zum Tiefenerder geführt wurde. Aus dieser Darstellung habe ich abgeleitet, dass dieses erlaubt sei und eigentlich genau meiner Situation wiedergibt, wie ich sie ausführen könnte, ohne groß die Fassade zu verunstalten.


    Gruß Stefan

    Gruß Stefan




    Amateurfunk ist die teuerste Art der kostenlosen Kommunikation!

  • Hallo Stefan, also abgehakt. Wenn das Verhältnis gut ist, wirst Du schon einen Weg finden. Wir hatten eine ETW als Altenteil, da wäre die Gemeinschaft ok gewesen. Im jetzigen 2.QTH werde ich gar nie nicht fragen (bayerische gesteigerte Verneinung), weil min. 2 Klugsch..... gegen fast alles sind, was sie selbst nicht haben. Dann wären bei "Blitz" noch ein paar Ohnmachten fällig.


    Ich halte Dir die Daumen. Blättere aber bitte zurück zu Dipol's zerknautschtem Fallrohr-Beispiel. Da muß Abstand bleiben und nicht der Leiter hinter dem Rohr versteckt werden. Die Dachrinne selbst darf m.E. (Dipol weiß das sicher) nicht als Leiter fungieren. Es gibt aber Klemmhalterungen für die Dachpfannen, damit der Leiter nicht frei auf dem Dach liegt.


    73 Peter

  • In einem der Links, die zum Thema gepostet wurden, ist aufgezeigt, wie die Antenne mit einem blitzstromfähigen Leiter auf die Dachrinne geführt wurde und ein Stück nebendran wieder ein blitzstromfähiger Leiter von der Dachrinne entlang dem Fallrohr zum Tiefenerder geführt wurde. Aus dieser Darstellung habe ich abgeleitet, dass dieses erlaubt sei und eigentlich genau meiner Situation wiedergibt, wie ich sie ausführen könnte, ohne groß die Fassade zu verunstalten.

    Der damals national und im TC 109 in Brüssel normativ federführende Manfred Loidiller beschreibt als Autor der VDE-Schriftenreihe # 6, dass der Versuch die DIN VDE 0855-300 sinngemäß als EN 50280 europäisch bzw. international zu installieren, auf Betreiben von ETSI eingestellt wurde. Die Ablehnungsgründe von ETSI kenne ich nicht, als blitzschutzkundiger RFT-Meister aber auch kein einziges Argument, warum für Antennenanlagen für CB-Funk, Afu und SMATV ein nationaler deutscher Sonderweg mit Abkoppelung von der europäischen EN 50083-1 bzw. der internationationalen IEC 60728-11 erforderlich war.


    Durch seltenen Direkteinschläge verursachte Blitzschäden lassen sich auch mit Antennenerdungen mit ausnahmsweise blitzstromtragfähigen Mastschellen und HES für Blitzschutzpotenzialausgleich mit Zugklemmen nicht auf die eigene Wohnung oder gar nur den Shack beschränken. Dass Versicherungsgutachter den Unterschied zwischen DIN VDE 0855-1 und DIN VDE 0855-300 kennen und wegen einer nach IEC 60728-11 nomkonform ausgeführten Direkterdung einer Afu-Antenne Stress machen, ist äußerst unwahrscheinlich.


    Regenrinnen und Fallrohre, die miteinander hart verlötet oder vernietet sind, dürfen durchaus als "natürliche" Ableitung verwendet werden. Es heißt aber Ableitung und nicht Aufleitung! Stünde deine Antenne auf dem Dach, wäre Aufwärtsleitung von Blitzströmen vermieden, aber auch die beabsichtigte Querführung auf Dachrinnenebene widerspricht dem Ziel primär senkrechter Ableitung und horizontaler Verschleifung auf oder unter Erdniveau.


    Ohne Kenntnis in welcher Höhe über Grund die Antenne steht, wo sich die HES befindet, wie lang der Querweg über die Dachrinne ist und wie Regenrinne und Fallrohr beschaffen sind, kann man nur im Nebel stochern.


    73 Roland