G5IJ Antenne

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  • Ich sehe das auch so Günter, dass es sich um eine Antenne mit Impedanztrafo und überflüssiger Wicklung handelt. Nicht unbedingt eine gute Empfehlung.


    73, Peter - HB9PJT


  • Hallo die Rund,


    @ Uwe, DC5PI , danke für die Quelle der gesammelten Antennenkonstruktionen, sind interessante Lösungen dabei .


    Den zweiten Draht bei der G5IJ sehe ich als zusätzliche Kapazität , es erinnert mich an einen Versuch irgendwie die Fläche zu vergrößern um eine größere Bandbreite zu erreichen, in etwa so

    wie bei einer Reusenantenne.


    73 de

  • Den zweiten Draht bei der G5IJ sehe ich als zusätzliche Kapazität , es erinnert mich an einen Versuch irgendwie die Fläche zu vergrößern um eine größere Bandbreite zu erreichen, in etwa so

    wie bei einer Reusenantenne.

    Der Schlankheitsgrad eines Strahlers l/d hat einen Einfluss auf die Bandbreite einer Antenne, das ist das Prinzip einer Reuse. Aber was sollte bei dem G5IJ Konstrukt diese vermeintliche Kapazität mit den zwei parallelen Trafowicklungen am Fußpunkt eines Antennen-Strahlers bewirken? Das müsste man ja in einem Ersatzschaltbild plausibel darstellen können.


    Den Gedanken weiter gesponnen würde die Antenne ja mit einer dritten oder vierten parallelen Wicklung noch breitbandiger werden?


    73

    Günter

  • Die Dicke des Strahlers, wenn es nicht eine Reusenanordnung ist, ist doch auf KW völlig unerheblich. Das wird doch schon deutlich, wenn man sich das Verhältnis Strahlerdicke zu Wellenlänge ansieht. Auf UHV/VHF ja, da ist es schon erheblich, ob das Verhältnis 2mm/2m oder 10mm/2m ist aber bei 2mm/80m ??

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • na, so ganz unerheblich scheint es nicht zu sein. Berechne mal eine Spule zur Verlängerung einer Vertikal auf 80m, die nur 8 oder 10m lang ist. Da gibt es schon Unterschiede in Abhängigkeit zur Dicke, wenn du 2mm oder 20mm nimmst.

    Gruß Stefan

  • Berechne mal eine Spule zur Verlängerung einer Vertikal auf 80m, die nur 8 oder 10m lang ist. Da gibt es schon Unterschiede in Abhängigkeit zur Dicke, wenn du 2mm oder 20mm nimmst.

    Das mag für die Bemessung einer Verlängerung-Spule zutreffen, denn der Schlankheitsgrad ändert den Kapazitätsbelag und damit den Verkürzungsfaktor eines Strahlers, aber hier ging es ja in erster Linie um den Zuwachs an Bandbreite.


    Ein dickerer Leiter hat eine höheren Kapazitätsbelag und einen geringeren Induktivitätsbelag. Das L/C Verhältnis und somit die "Kreis-Güte" der Antenne sinkt, dadurch wird die Bandbreite größer. Der Bandbreitengewinn durch einen dicken Leiter hält sich auf KW in engen Grenzen. Die kommerziellen KW-Antennen verwenden daher Drahtreusen als Dipoläste um eine merkliche Änderung des Schlankheitsgrades und der Bandbreite zu erreichen.


    Um auf die G5IJ Antenne zurückzukommen, ich glaube daher nicht, dass ein zweiter Antennendraht in seiner Wirkung die Bandbreite des Strahlers maßgeblich vergrößert. Und nach wie vor fehlt mir das Verständnis für die Notwendigkeit zweier identischer Sekundärspulen, mit dem der/die Strahler gespeist werden.


    73

    Günter

  • Günter,

    ich hatte schon mal die Vermutung angestellt, dass die beiden Windungen, einen größeren Durchmesser besitzen und somit eine größere Kapazität zwischen den Wicklungen, so dass die Resonanzfrequenz des parallel Schwingkreises in eine Region liegt, indem man bevorzugt arbeiten möchte.

    Alles im Vergl. zu einer Fuchs-Antenne und einem festen Kopplungsfaktor und Transformationsverhältnis L2/L1 (50Ω zu Antenne).


    Meine Berechnungen stelle ich jetzt nicht ein. Man kann darin schon den bevorzugten Frequenzbereich erahnen.

    Aber wir kennen nicht genau den Einfluss eines individuellen Aufbaus und der Länge des Koax-Kabels zum TRX, das hier als zweiter weitere Dipolarm einfließt. Und somit eine Kopplung zur "Erde" darstellt.


    Eine Quellen hatte ich oben schon angegeben, die kann man auf meine Einschätzung gerne lesen.

  • Hallo Miteinander,


    zur Theorie der beiden Drähte, ist mir unter der Dusche eingefallen:

    Der Umfang eines Kreises ist U = 2* π * r = π * d definiert ; mit r Radius, bsw. d Durchmesser


    Wählt man einen doppelt so dicken Draht D2 wie ein Draht D1 hat, dann gilt für den Umfang U2 = 2* U1.


    Das führte mich zur Annahme:

    a) der Entwickler hatte evtl. nur dünnen Draht zur Hand und hat ihn deshalb doppelt verwendet

    oder

    b) die Verarbeitung, das Wickeln auf einen Ringkern, ist mit 2 Drähten halber Dicke einfacher, als mit einem Draht voller Dicke.


    Dass nun zwei gleichwertige Wicklungen entstanden sind, kann nach außen diese Anpassung als "Besonders" herausgestellt haben.


    Weiter kann es sein, nach den russischen Veröffentlichungen, dass man zwei unterschiedliche, für zwei Bänder, gewickelte Antennen gebaute hat, und diese nun an unterschiedlichen "Eingängen" anschließen kann.


    Elektrisch, ist das zu einem Verbindungspunkt gleichwertig - in meinen Augen.

    Siehe den Beitrag G5IJ Antenne von DL4ZAO.