Dipol 2x 6.5m - warum diese Länge ???

  • Moin,

    Längen, die Du vermeiden solltest bzw. die sich gut eignen, findest unter http://www.hamuniverse.com/randomwireantennalengths.html bzw. in der Grafik von http://udel.edu/~mm/ham/randomWire/combos.png

    Viele Grüße und schönes Wochenende!

    Peter DL3NAA


    Wenn man den Gedanken aufgreift, kann man aus den dort als geeignet angegebenen Drahtlängen folgende Tabelle erstellen, die man dann als Grundlage verwenden könnte. Der Draht liegt ja schon bereit: "PATCH-C5U 30 GR".



    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo,

    auch ich wollte mir einen Multiband-Dipol aufbauen. Diagonal über das Grundstück stehen max. 28m zur Verfügung.

    Was ich wußte:

    Die Impedanz am Tuner soll keine Extremwerte annehmen. Sonst werden die Verluste sher hoch oder der Tuner kann die Anpassung nicht mehr durchführen.

    Die Antennenleitung transformiert die Impedanz in Abhängigkeit von

    • Länge
    • Wellenwiderstand - diesen Punkt beachten viele nicht

    Antenenneleitung:

    Wireman gibt es mit 300 und 450Ohm

    Aus verschiedenen Quellen erfuhr ich, vor allem bei Nässe sind die Verluste hoch ( Kriechströme auf dem Steg)

    Darum entschied ich mich für den Selbstbau einer Hühnerleiter mit Material von DX-Wire.

    Für Berechnungen mit einer Excel-Tabelle wurde ich bei DL6GL fündig.

    Hier kann man für eine größere Anzahl Kabellängen und Frequenzen berechnen

    Berechnungen bietet auch HamVNAS von DL1JWD

    Diese Software bietet ein genaueres Berechnungsmodell, aber immer nur für eine Frequenz

    Die Tabellen von DL6GL habe ich auf OpenOffice angepaßt und funktional erweitert:

    Es können min. und max. Werte für L und C im Tuner eingegeben werden. Mit abhängigen farblichen Formatierungen wird die Realisierbarkeit angezeigt.

    So kam ich auch auf einen Dipol 2x 13,5m + Hühnerleiter 600Ohm 8,5m

    Die Impedanz am Tuner liegt zwischen 50 und 700 (1000) Ohm

    Die Bänder 12m und 10m erreichen das nicht, sind aber auf Grund der Ausbreitung derzeit nicht für mein Interesse.

    Wichtig ist, daß die Spule möglichst eine kleine Induktivität bekommt. Denn in ihr entstehen die meisten Verluste.

    Spule:

    Luftspule: Keine magnetischen Verluste in einem Kern, aber starkes Streufeld und viele Windungen = langer Draht mit ohmschen Verlusten

    Ringkern: Magnetische Verluste im Kern > passendes Material auswählen, geringes Streufeld, weniger Windungen > geringere ohmsche Verluste


    73

    Hans-Jürgen

  • Moin,


    bei meinen Portabel-Antennen aus Netzwerkkabel oder dünnen Drähten verwende ich gerne die 2mm Stecker und Buchsen aus dem Hirschmann Laborprogramm. Damit kann man z.B auch HL-Verlängerungen (2-3m) herstellen, die man verwenden kann, wenn auf dem einen oder anderen Band die Anpassung mit dem Antennenkoppler bei der gewählten Standard-Länge nicht optimal ist. Zudem ist man hiermit relativ Flexibel mit den Längen der Hühnerleiter, je nach Montagesituation der Antenne.


    Wenn man dann seine Anpassgeräte, Balune, etc. einheitlich mit passenden 4mm Polklemmen ausstattet, passen die 2mm Stecker auch genau in die dort vorhanden Bohrungen.


    An die Polklemmen kann man dann beliebige Drähte anklemmen, oder Drähte mit 2mm, als auch mit 4mm Steckern verwenden.


       




    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Im Gegenzug sollte man aber eine einfache Lösung für Portabel nicht außer acht lassen:


    Ein Dipol, der einfach an der passenden Stelle eine Steckstelle hat, die je nach gewünschtem Band zusammengesteckt oder getrennt wird. Dann kann man auch normales Koaxkabel verwenden.


    Warum 2 x 6,5m/13,5m/27m wurde ja schon erklärt. Diese Längen funktionieren auch für Vertikals, brauchen aber ordentliche Radials oder guten Boden. Gefällt mir persönlich irgendwie am Besten, weil ein einfacher Schiebemast dann ordentlich gerade steht und nicht so wackelig in der Landschaft...


    Gruß

    Stefan

  • Hallo Stefan,


    so einen sog. "Linked-Dipol" für 40m - 15m habe ich auch hier. Funktioniert als resonanter Dipol ebenfalls gut. Zum Bandwechsel muss man den Dipol abbauen, umstecken und wieder aufbauen. Koaxkabel ist hier RG58 (ca. 39g/m). Leichter wäre das mit RG174 (ca. 11g/m).


    Bei der Gelegenheit habe eben mal das Gewicht meiner Rolle Netzwerkkabel "PATCH-C5U 30 GR" überprüft. Der ganze Wickel wiegt ca. 109g. Bei einer Drahtlänge von 29m x 4 x 2, ergibt das ca. 0,47g/m. Ein kompletter Dipol 2 x 13,5m und ~ 12m HL wiegt dann ca. 24g. 2-3 Dieser Antennen in unterschiedlichen Abmessungen und eine HL-Verlängerungsleitung passen dann in eine Hosentasche. Umbau für Bandwechsel ist nicht erforderlich.


    Für die "Linked-Dipole" gibt es hier einen schönen "Designer": Linked Antenna Designer


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

    Edited once, last by DL2KI ().