Spannungswandler 5V -> 90 V

  • Hallo Markus,


    jeder Schaltregler stört .


    Abhilfe ist eine gute zusätzlich Entstörung im Form von Eingangsfilter, Ausgangsfilter und Schirmung. Es muß dir klar sein, daß diese Maßnahmen deinen Wandler um die dreifache Größe anwachsen lassen.

    Eine möglichst hohe Schaltfrequenz verringert zwar die Größe etwas, erschwert aber die Bauelementeauswahl und stellt hohe Anforderungen an das Lay out .

    Ich kenne deinen Wissensstand auf dem Gebiet nicht, aber im Netz gibt es einige Beispiele, die nicht nur NF-mäßig gefiltert sind sondern auch Hf-mäßig.

    Google auch mal nach störarme Netzteile.

    Für deine Zwecke reicht aber auch ein ungeregelter Gegentaktwandler oder besser Gegentaktsinuswandler, da die Eingangsspannung stabil ist und kleine Ausgansspannungsschwankungen ohne Bedeutung sind.


    Auf jedem Falle ist das ein Elektronikgebiet, wo es sehr viel zu lernen und beachten gibt Meßmittel und ein kleines Bauteilelager als Voraussetzung - jedes geschlachtete Schaltnetzteil bietet da Bauteile. Und Spulen wickeln kann da zum Hobby werden.


    Lesenswert: http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Vorwort/Vorwort.html


    Viele Grüße

    Bernd

  • Mit Royer-Convertern habe ich auch mal erfolgreich gespielt.

    Gerade mit einer Stabilisierten Eingangsspannung, klappt das eigentlich ganz gut. Auch der Wirkungsgrad ist super, und die Übertrager kann man aus Schaltnetzteilen ernten. Oder zur not, einen 2*12V Trafo...


    Die anderen Wandler haben aber mitunter noch ein Problem : mit unter 5V also eher so 3,6-4,3V kann man kaum einen Mosfet so richig gut durchsteuern. Es gibt zwar logic level Mosfets.. aber ...

    Man kann sich aber mit einem 2. Wandler behelfen.

    Ein kleiner einfacher, ungeregelter Wandler erzeugt aus den 5V sagen wir mal.. 15V die dann den PWM Controller und damit den Mosfet versorgen.


    Dieser Trick wird z.B. bei vielen E-Zigaretten angewendet. Meine Aktuelle "Dampfmaschine" z.B. holt aus einer 18650er Zelle bis zu 80Watt raus. Und das würde nie und nimmer funktionieren , müsste der Schaltmosfet, das bei 2,5V leisten...


    Noch was : was als PWM regler auch funktioniert, und damit habe ich auch mal just for fun mal ne Anodenbatterie aufgebaut :

    Ein NE555.

  • Hallo Bernd,


    den Link hatte ich auch schon gefunden. Vermutlich mit das Beste, was man zu dem Thema auf deutschsprachigen Seiten finden kann. Fundiertes Wissen, strukturiert dargestellt und nachbausichere Schaltungen - Hut ab. Allerdings :

    jeder Schaltregler stört .


    Abhilfe ist eine gute zusätzlich Entstörung im Form von Eingangsfilter, Ausgangsfilter und Schirmung. Es muß dir klar sein, daß diese Maßnahmen deinen Wandler um die dreifache Größe anwachsen lassen.

    Eine möglichst hohe Schaltfrequenz verringert zwar die Größe etwas, erschwert aber die Bauelementeauswahl und stellt hohe Anforderungen an das Lay out .

    das sehe ich anders. Wenn das Störspektrum des Wandlers in einem Bereich liegt, der mich nicht interessiert, dann muss ich (als Bastler wohlgemerkt) gar nichts filtern. Das würde ja keinen Sinn machen, etwas wegzufiltern, das mich nicht stört. Auch nur deshalb können ja die Chinesen ihren Billig-Kram massenweise in der Bucht verticken. Wenn ich irgendeinen Billig-Wandler an einen Arduino oder sonstwo dranschnalle, wo mich die Eigenschaften des Wandlers und vor allem sein Störspektrum kaum interessieren - OK. Aber schon für einfache Audio-Anwendungen steigen ja die Anforderungen an das Ausgangsspektrum deutlich an.


    Ich habe z.B. die Schaltung des Eintakt-Flusswandlers aus dem Link (s.o.) 1:1 in einem "HV-Modul" aus der Bucht wiedergefunden. Das Ding pfeift schon beim Einschalten und die Komponenten sind so schlecht dimensioniert und so billig, da lohnt sich kein Tuning oder ausschlachten. Tonne auf und rein ;-)


    Aber gut, ich habe meine Schaltungen zusammen für die Erzeugung von neg. Gittervorspannung, Anodenspannung und Heizspannung. 3 Unterschiedliche Schaltwandler, jeweils entspr. der Anforderungen ausgesucht. Alle 3 mit 5V Input. Muss noch testen, ob das im Zusammenspiel alles so funktioniert, dann mache ich mal ein ordentliches Layout und die Stromversorgung ist fertig.


    73 !

    Markus

  • Hallo Markus,


    ist schon richtig, was für dieses Projekt nicht stört könntest Du den Aufwand der Entstörung weglassen. Nur schon wenn Du einen Empfänger daneben stellst, bastelst , reparierst usw wird es dich stören - so meine Ansicht.

    Jeder noch so einfache Schaltregler läßt sich mit Entörmaßnahmen nachrüsten, wird halt größer.

    Das ist ja nur ein Hinweis und jeder kann es machen wie er will.


    Dann viel Erfolg mit deiner Lösung.

    Frohe Ostern

    Bernd

  • Wenn das Störspektrum des Wandlers in einem Bereich liegt, der mich nicht interessiert,

    Moin Markus,


    so denken leider auch die meisten Hersteller von Powerlinemodems oder ähnlichem Kram.

    Insofern müsstest Du das Zeug mögen und lieben, wenn alle Nachbarn um Dich herum sowas hätten. :D


    Diese "is' mir doch egal"-Haltung wäre nicht mein Ding. Zumal wir keine Bastler im herkömmlichen Sinn sind, sondern Funkamateure mit staatlicher Legitimation, die - vereinfacht gesagt - den Luxus haben, selbst auf saubere Signale zu achten. Sollte man sich nicht verscherzen...