Messung von HF-Spannung wenn Signal-Quellimpedanz unterschiedlich zur Impedanz des Messwerks ist.

  • Hallo an alle Rechenfüchse:

    Meine Signalquelle (7030KHz) hat einen realen Widerstand von 1000 Ohm.

    Ein HF-Messwerk hat 50-Ohm Impedanz.

    Wie muss ich umrechnen, dass die Signalspannung an 1000-ohm mit 50-Ohm Innenwiderstand des Messgerätes richtig gemessen werden?

    Dank und Gruß - Raimund, DL1EGR

  • Hallo Raimund,


    dann nimmst Du bitte noch einen Reihen-Widerstand von Rmess = 950Ω an und kannst es selbst über den Spannungsabfall am 50Ω Messgerät ausrechnen.


    Wir kennen alle: U = I * R


    Mit R50Ω = 50Ω und umstellen, folgt:

    I50Ω = U50Ω / R50Ω = U50Ω / 50Ω


    Rmess = 950Ω

    U950Ω = I50Ω * Rmess


    z.B. über diese Gleichungen:

    (1) mit Teilspannungen: U50Ω und U950Ω

    U1kΩ = U50Ω + U950Ω


    (2) Mit R1kΩ = 950Ω + 50Ω

    U1kΩ = I50Ω * R1kΩ = I50Ω * 1kΩ


    Man kann dies auch in einer Formel schreiben, ich denke Du kannst die Einsetzungen selbst vornehmen.

  • Uwe Ich denke nicht, dass das so geht. Er benötigt ja eine Impedanz von 950 OHm und nicht nur ein R. Woher soll er das nehmen?


    @Bambi könntest du das nicht mit einer HF-Probe messen? also mit einem Diodenkopf hochohmig?


    Gruss Mark, HB9DRN

  • Hallo Mark,


    klar geht das, wenn man von einer Leistungsanpassung ausgeht - er schreibt selbst "1000Ω realen Widerstand" -


    Die 950Ω sind dann Teil seines Messkopfs, in dem man zwei Mini-Melf:

    R950Ω = 950Ω = 560Ω + 390Ω

    verschaltet.

  • Hallo Uwe,


    sehe ich auch so.

    Wenn die Quelle mit einer niederohmigen Last klarkommt, sollte aber m.E. auch die einfache Spannungsteilerregel

    ohne Zusatzwiderstand möglich sein.

    Nach dem Motto : Uquelle = Umess_50 * (1000 Ohm + 50 Ohm) / 50 Ohm


    Uquelle = Leerlaufspannung der Quelle, bei impedanzrichtigem Abschluss wäre die Spannung am Generator dann natürlich Uquelle / 2.


    Richtig ?


    73

    Markus

  • Hallo Raimund


    ich bin nur der Praktiker. Ich empfehle Dir einen HF-Trafo , geht sogar ein kleiner Doppellochkern. Die Gesamt-Windungszahl

    mache mal zu 18Wdg für deine 1000 Ohm. Bei 4 Wdg vom Fußpunkt machst du einen Ausgang für deine 50 Ohm.

    Rechnung 18 zu 4 =xxx ins Quadrat .. mal 50 Ohm macht 1012,5 Ohm. Die Mathematiker könnten es ja mal nachrechnen, wie groß

    dabei der Messfehler ist wegen der 12,5 Ohm Abweichung . Ich mache es in dem ich es aufbaue. Die Impedanz der 4 Wdg auf dem

    Kern sollten größer gleich 200 Ohm sein.

    So etwas Ähnliches betreibe ich aber genau anders herum, mit 3 zu 9 Wdg , um kleinste HF-Spannungen mit normaler HF-Diode

    gleich zu richten und mit einem Multimeter anzuzeigen.


    Nachtrag 12.03. 2019 , 12:38 :

    Raimund , der Umrechnungsfaktor mit meiner Trafo-version ist 4,5 und mit den Vorwiderständen vom Uwe ist er 20, danach hattest

    du ja gefragt.


    Wünsche eine tolle Woche.

    73 de