Endgespeiste Monobandantenne Lambda 1/2 Anpassung über LC-Tuner , Fuchskreis oder Balun ?

  • Hallo,

    Da bei QRP Betrieb jeder Milliwatt zählt, frage ich mich, wie kriege ich meine hochohmige Lamda1/2 Endgespeiste Monobandantenne ( 20 Meter ) am besten angepasst ?

    Welche Anpassung hat den besten Wirkungsgrad , LC Tuner (Manuell) , Fuchskreis oder Balun oder was sonst... ?

    Oder doch lieber ein Dipol ? :-)


    tschüss und 73

    Peter DL5PSP

  • Hallo Peter,


    im Thema über „HyEnd Antennen Erdung „ wurde ja schon einiges geschrieben zu dieser Antennenform.

    Ich persönlich nutze bei mono-Band Antennen einen J-Pol zur Speisung.

    Ist geerdet und benötigt kein Gegengewicht/counterpoise ist aber fast 20m lang.

    Die abgestimme Zweidrahtleitung darf nicht am Boden aufliegen oder stark abgewinkelt sein.


    73 de Ralf dl5if

  • Hallo Peter und Mitleser,


    die J-Antenne finde ich nicht schlecht, wenn man nur auf einem Band arbeiten will .


    Antenne ist Lambda-Halbe lang und wird über eine am Ende kurzgeschlossene Lambda-Viertel-Leitung gespeist; der Speisepunkt liegt in der Nähe des Kurzschlusses( 50 Ohm).


    Version 1: Als kurzgeschlossene Lambda-Viertel-Leitung habe ich 300 Ohm Kabel ( diese alte rosa Fernsehkabel) genommen. Den Speispunkt kann man durch Abtasten mit Stecknadeln ertasten... Eine solche Antenne habe ich als Drachenantenne benutzt, der Speisepunkt hat dann schon eine gewisse Höhe. Das Kabel sollte nicht auf der Erde liegen.


    Version 2: Koaxkabel als kurzgeschlossene Lambda-Viertel-Leitung : dabei kann das Anpassungsstück auch auf der Erde liegen oder aufgerollt werden. siehe: http://www.sota-dl.de/sc/sota-dm_tips_e02.htm


    73

    Heribert

  • Hallo,

    danke für die vielen Antworten


    Hallo Ralf und Heribert,

    Das man über eine Kurzgeschlossene Lambda Viertel Leitung seine 50 Ohm suchen kann, kenne ich auch, die Frage ist nur wie " schonend " ist diese Anpassung soll heißen, wie gut ist diese Methode vom Wirkungsgrad verglichen mit den anderen Möglichkeiten.


    Hallo Uwe,

    danke für den Link.

    Hätte nicht gedacht das der Unterschied zwischen Balun 1:64 oder 1:49 zum Fuchskreis so gering ist.

    Bestimmt ist aber die Spulengüte vom Parallelschwingkreis ( Fuchsantenne ) ein großer Faktor.


    Hallo Roger,

    Nun ich habe einen LC-Koppler, ich habe den MFJ 16010 "Langdrahttuner" das ist ein LC Koppler der kann alles anpassen was länger als Lambda Viertel ist.

    Und wenn der Draht kürzer ist als Lambda Viertel ( ob das Sinn macht sei mal dahingestellt ) könnte man noch Ein und Ausgang am Tuner vertauschen.

    Wenn der noch den besten Wirkungsgrad hätte, dass wäre ja super.

    Wobei ich dann gleich die nächste Frage habe, ein LC Tuner kann ja jede Länge anpassen aber welche Anpassung ist da wiederum die beste

    Anpassung von Lambda Halbe oder vielfache also absolut hochohmig, oder irgendwelche Zwischenlängen des Drahtes wo der Ohmwert ( 300 - 400 Ohm ) noch moderat ist,

    oder ( theoretischer Natur ) 51 Ohm auf 50 Ohm , was könnte der LC Tuner am besten vom Wirkungsgrad ?


    tschüss und 73

    Peter DL5PSP

  • Hallo Peter,


    dieses Thema ist von der ARRL und Anderen z.B. PA0FRI schon untersucht worden. Wenn sich deine Antenne im mittelohmigen Bereich befindet,

    bereitet das in der Regel die wenigsten Probleme. Das betrifft alle Tuner. Wenn die Antenne recht niederohmig ist, hast du die höchsten Verluste.


    73, Roger

  • "wie kriege ich meine hochohmige Lamda1/2 Endgespeiste Monobandantenne ( 20 Meter ) am besten angepasst ?"


    Deine Antenne wird eine Lastimpedanz im Bereich von 2kOhm darstellen.Damit gibt es hinsichtlich des Wirkungsgrades keine

    Alternative als einen Fuchskreis! Auch diese HyEndfed-Antenne mit dem 1:49 oder 1:64-Trafo ist nur ein Kompromiss (zu Lasten des Wirkungsgrades), weil man sich beim Multibandbetrieb das Abstimmen sparen will.


    Aber wenn es sich tatsächlich um eine Monoband-Anwendung handelt, möchte ich meine Antwort noch etwas präziser ausführen: Mit einem genau für dieses Band dimensionierten Fuchskreis!


    Warum ich so "zwanghaft" an dieser Idee mit dem Monoband-Fuchkreis "klebe"? Wegen des Wirkungsgrades! Man kann ja auch aus 5cm Kupferdraht einen Bügel biegen und den mit einem großen Drehko auf dem 20m-Band in Resonanz bringen. Aber der große Drehko hat zur Folge, dass der Fuchskreis nur einen geringen Wirkungsgrad hat. Daher benutze ich keine Multiband-Fuchskreise und auch keine solchen, wo Windungen der Spule kurzgeschlossen werden. Mein Motto: Ein Band - ein Fuchskreis!


    73 de Andy DH5AK

  • Hallo Roger,

    ich habe mir die Internetseite von PA0FRI angeschaut, sehr interessant, danke für Deinen Tipp.


    Hallo Uwe,

    Deine exemplarische Messergebnisse habe ich mir angeschaut, danke


    Das Interesse mit der Anpassung von hochohmigen Drahtantennen hat noch einen andere Grund für mich.

    Ich will mir eine Mobilantenne für 20 und auch 40 Meter fürs Auto bauen.

    Da ich das nur über einen Magnetfuß realisieren kann, bin ich halt auf die Idee gekommen eine Hochohmige Mobil-Antenne zu verwenden oder zu Bauen natürlich stark verkürzt, wie eine Wendelantenne oder ähnlich.

    Hochohmige Antenne deshalb, wegen der einfacheren Anforderung an die Erdung ( Magnetfuß ), dass ist mein Plan.

    Ist das eine gute Idee oder eher nicht ?

    Ich habe mal danach Gegoogelt aber nichts gefunden.


    tschüss und 73

    Peter