Projekt Röhrensummer "Deluxe"

  • Hallo Morsefans,


    möchte die Galerie gleich mal nutzen, um mein Projekt "Röhrensummer Deluxe" in Bildern vorzustellen.

    Das Ding ist noch nicht fertig, zum Start gibt es erstmal das Bild der beiden Röhren, die ich verwenden möchte.

    Ja, es ist definitiv ein Vintage/Retro Projekt mit viel Mechanik. Nix SDR, nix Microcontroller, kein DSP oder FPGA oder CPLD drin.


    Was soll das werden? Ein schnöder Tongenerator. Morsetaste anschließen und es "piept". Aus den Lautsprechern (Mehrzahl).


    Also in meinem Kreativbuch steht:


    - verwende 2 alte Batterieröhren, eine erzeugt den Ton, die andere steuert die Lautsprecher an

    - Stromversorgung mit 3 x 1,5V Batterien (sind ja Batterieröhren :)

    - Gehäuse im Sound-Bar-Style, mit 4 (!) Lautsprechern

    - Anodenspannung rund 30 V mit fertigem Spannungswandler-Modul

    - herausragende Optik, deshalb : Massivholzgehäuse aus Palisander-Holz (aus Altbestand)

    - Lautsprecher mit Stoff-Abdeckung

    - Retro-Design


    Damit die beiden Röhren schön auf dem Gehäuse platziert werden können, habe ich nun 28 Jahre nach meiner

    Metall-Grundausbildung erstmals wieder Drehteile hergestellt. Die beiden Messingringe bilden den optischen

    Übergang vom Gehäuse zum Röhrensockel.

    Weitere Bilder folgen wie gesagt.


    73

    Markus



  • Hallo Markus,


    sehr hübsch. Wie alt sind die Röhren? Und die beiden Metallringe sind wofür gedacht? Kann man die ggf. auch als Eheringe verwenden?:)


    73 de Peter

  • Hallo Peter,

    die Finger möchte ich sehen ;) Habe ein 40x5er Rohr innen aufgedreht auf 33 mm - Durchmesser - nicht Umfang ;) Damit die Röhren reinpassen. Der Verwendungszweck wird in späteren Bildern klar werden. Die S410 von Marconi wurde in deren Katalog (erstmals?) 1928 gelistet. Wie alt die Dinger tatsächlich sind, weiß ich nicht.

    73

    Markus

  • Hier nun die Gehäuseteile aus Palisander-Holz, massiv, ca. 6 mm stark

    Nun noch die Frontplattenbearbeitung, von außen 45 mm, 3 mm tief gebohrt, und von innen dann 50 mm damit die 50er Lautsprecher genau reinpassen





    In die Nut 8 x 3 mm kommt später eine Messingleiste rein.

    TOBE continued...

  • Danke Peter. Der Röhrensummer ist auch genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Dann hatte ich noch das Glück, dass ich diese Röhren durch Zufall bei ebay für einen sagenhaft günstigen Preis gesehen hatte. Geplant waren eigentlich RE074. Die sehen aber nicht so schick aus. In dem Zustand (die Röhren sind NOS mit Schachtel) verlangen viele Händler z.B. auf der Ham-Radio Mondpreise. Teilweise ohne Test der Röhren. Aufgrund der Anodenanschlüsse oben musste ich nun noch 2 weitere Drehteile anfertigen. Aber hat sich gelohnt der Aufwand denke ich. Alternativ kann man übrigens auch RE034, RE054, RE074, RE084, RES094 und viele weitere Röhren dieser Art ohne Modifikation verwenden.

    Das Ding macht ordentlich Krach.

    Würde ich z.B. Stefan Bergsiek für die HAM-Radio ausleihen, wenn er einen Stand hätte. Eignet sich gut zum Tasten-Testen (mit entspr. Keyer-Elektronik davor naürlich)

    73

    Markus

  • Boah, Markus, was für ein Teil!! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Ein Meisterstück. Mehr Worte brauchts nicht.

    73 Michael, DF2OK.

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  • Hallo Andy, Mike,


    danke !

    Innen geht es recht gedrängt zu, Bilder kann ich noch nachliefern.

    Den meisten Raum nehmen die Batterien ein und die beiden Trafos.

    Für die Lautsprecher musste ich extra flache Typen von Visaton nehmen, sonst hätte es nicht gepasst.

    Die Potis sind ebenfalls lange gesucht und teils ins Holz versenkt damit die Batterien dahinter passen.


    73

    Markus

  • Hallo Markus,


    beim Stöbern fand ich Deinen Röhrensummer.

    Alle Anerkennung ! Große Klasse !


    Gewundert hat mich nur die Anodenspannung.

    Mit 30V liegst Du mitten im negativen Ast.

    Ist es eine Art Negadyn-Schaltung ?

    Das Schaltbild würde mich interessieren.


    Gruß, Jürgen DL2JMB

  • Hallo Markus,


    wenn ich das sehe, hüpft mein Mechanikerherz ganz hoch. Das ist ja wirklich eine Sahnestück, vor mit den Röhren von Marconi!

    Eine tolle Arbeit.


    72 & 73 de

    Jürgen, DF3OL

  • Hallo Jürgen,


    vielen Dank ! Ja, Holz ist ein wunderbarer Werkstoff, finde ich. Es macht mir Spaß, damit zu arbeiten. Das sind keine Wochenendprojekte - es braucht immer einige Bleistiftskizzen (manchmal 20 - 30), bis ich ein endgültiges Design/Konstruktion gefunden habe, dass ich bauen will. Manchmal hilft der Zufall, da hat man das passende Holz, ein paar Röhren für 20 EUR und der Rest findet sich auch noch.

    Du bist ja auch ein Holzgehäuse-Fan, wie ich gesehen habe. Gefällt mir.


    Bei meinem aktuellen Projekt dominiert allerdings Edelstahl-Blech. Es wird eine Nixie-Uhr (ja, nichts neues) mit 6 x ZM1040 in einem geschlitzten V4A-Ofenrohr, Helligkeit dimmbar, synchronisiert via DCF-77, mit Eigenbau Spannungswandler 180V, wahrscheinlich noch LED-Hintergrundbeleuchtung, mit Bewegungssensor zum Ein-/Ausschalten der Röhrenanzeige und alle Leiterplatten und die Mikrocontroller-Software mache ich selbst. Passt hier vielleicht nicht rein, es hat nix mit QRP zu tun. Aber es gibt da noch zwei, drei andere Gerätchen, die thematisch passen würden, da könnte ich mal Fotos machen.


    73

    Markus

  • Hallo Markus,

    auch eine Nixie-Uhr passt in dieses Forum. QRP und Selbstbau steht ja im Namen. Sicher sind wir gespannt wie die Uhr dann aussieht.

    Da ein Mikrocontroller die Steuerung übernimmt kann du sicher auch UTC und ähnliche Zeitzonen anzeigen.

  • Moin,


    toll, echt toll!


    Aber so viele Uhren erinnern mich immer an etwas ... Hast Du zufälligerweise einen DeLorean in der Garage? ;)


    73, Tom

  • Servus Tom,


    Danke! In der Garage: nur ein alter Simson. :D

    Übrigens, eine Uhr zeigt eine falsche Uhrzeit an (20:44). Sie wird normalerweise zuerst eingeschaltet mit allen DCF77 Uhren, den diese werden sonst massiv durch die anderen Uhren gestört (Hochspannungserzeugung). Meine DCF77 Uhren schalten die Nixie Spannung erst nach der Synchronisation, oder erzeugen die Hochspannung in dem der zweite Trafo mit seiner Kleinspannung an die Kleinspannung des ersten Trafos angeschlossen wird. So erzeugt der zweite Trafo Hochspannung und zwar getrennt vom Netz.

    Die Nixie Uhr mit der falschen Uhrzeit synchronisiert zwar jede Minute, aber der Empfang wird leider eben durch die anderen Uhren gestört und ich habe da immer noch nicht den richtigen Quarz eingebaut. Wenn die Uhr alleine läuft, merkt man das nicht, denn innerhalb einer Minute wird die Zeit nicht so falsch und eben sofort immer wieder korrigiert.

    Der Quarz wird natürlich demnächst ausgetauscht, dann passt es wieder. :thumbup:


    Was nicht passt sind meine Ausführungen und Thema des Threads (OT) und bevor man sich hier aufregt, mache ich lieber Schluss.


    vy 73/72, awdh! Christoph, DL9CHR