Teensy 3.6 Convolution SDR (DD4WH)

  • Was soll das werden? **** ein SDR- RX für 12 kHz .. 30 MHz


    Der Autor der Original- Software schreibt dazu:


    "Reception of longwave, medium wave and shortwave signals from about 12kHz to 30Mhz [the newest software version additionally supports undersampling reception of strong FM broadcast signals 88 - 108MHz in HiFi quality and STEREO]"


    Man kann also damit auch UKW- Ortssender hören.


    Was braucht man zum Aufbau: (je 1 Stück)
    - Teensy 3.6 33,25€
    - Audio Adapter 13,95€
    - Display TFT 2,4" (TJCTM24024-SPI) ca. 8€
    - SI5351A Modul 4...12 € (China / Deutschland) besser: Modul von SV1AFN
    - 74ALVC74
    - 74CBTLV3253
    sowie drei Drehgeber.


    Das Projekt wurde von Frank, DD4HW hier veröffentlicht:
    https://github.com/DD4WH/Teensy-ConvolutionSDR


    Mich hat das Prinzip der hier angewendeten I/Q- Verarbeitung begeistert.
    Die Fotos zeigen meine ersten Schritte.

  • Hallo Wolfgang,


    für die Signalverarbeitung in dem Projekt schon mal ein 'Daumen hoch' - noch ein paar Blöcke dazu und man könnte evt. LTE decodieren :thumbsup:
    Aber das Gehäuse in der verlinkten Quelle - Oh Mann, da bekomme ich Magenkrämpfe ;( :thumbdown:


    73
    Markus

  • Ein tolles Projekt Wolfgang.
    Deiner Umsetzung des DD4WH Projekts werde ich gespannt folgen. Meines Erachtens ein weitaus vielversprechenderer Ansatz als der Simple-SDR.
    Bei SDR-RX, die auf Basisband I/Q Verarbeitung beruhen, ist abgesehen von der digitalen Signalverarbeitung die Leistungsfähigkeit des QSD Decoder Frontends ausschlaggebend. Gleich dahinter dann die Qualität des Sound-Interfaces. Beides war beim Simple-SDR nicht optimal.


    Was an diesem Standalone-SDR-Projekt reizvoll erscheint, ist die Verwendung eines x-beliebigen QSD. So kann man schnell mit einem bewährten Fertig-Kit wie dem Receiver-Modul von QRP Labs zu einem einfachen KW.SDR gelangen oder man setzt auf den Selbstbau des aufwändigeren Frontends von DD4WH. Die Zukunft des SDR geht zwar mehr in Richtung zu den Directsamplern, was aber in den bastlerfreundlichen Basisband SDR an Potential steckt, kann man beim RX des KX3 anschaulich erleben.


    73
    Günter

  • Es geht weiter

    Für den Eingangsteil möchte ich mich an den Vorschlag von PA0RWE anlehnen. Gegenüber meiner vorherigen Variante sehe ich folgende Vorteile:

    - Bessere Symmetrie durch Vermeidung des 1:1:1 Eingangs- Trafos.

    - Vorstoß in höhere Frequenzbereiche möglich (74ALVC74 als Teiler)

    Jetzt warte ich erst mal auf Bauteile...


    https://pa0rwe.nl/wp-content/u…2015/07/sdr_schematic.gif


    Besserer SI5351- Baustein (links) von SV1AFN

  • Mein Problem: Platinenherstellung

    Weil ich seit Monaten keine Platinen mehr hergestellt habe, brauchte ich drei Versuche, um ein halbwegs brauchbares Exemplar zu erzeugen. Im Nachhinein fand ich Empfehlungen, z.B. von DH4YM, doch leider ohne konkrete Angaben:

    Platinen herstellen


    Ich verwende folgende Technologien:

    - KiCad zur Leiterplattengestaltung
    - Tintenstrahldrucker Canon IP 3600 mit InkJet- Folie, manuelle Einstellung auf höchste Auflösung, maximalen Kontrast und Dunkelheit, Druckmedium: T- Shirt Transferfolie

    - Kopieren auf Bungard Basismaterial mittels ca. 50 UV- LED's (15 min.) in 10 cm Abstand

    - Entwickeln mit 1% NaOH bei ca. 20°C

    - Abreiben mit feuchtem Küchentuch

    - Ätzen mit 120g auf 500 ml Na2S2O3 (Natriumpersulfat) bei ca. 45°C


    Das hat alles schon mal geklappt, aber diesmal leider nicht so recht befriedigend.

    Seht selbst. Das linke Exemplar will ich weiterverarbeiten.

  • Hallo Wolfgang,


    so aus meiner Erfahrung mit der Platinenherstellung sieht es für mich so aus, dass deine Belichtungszeit zu kurz ist.


    Wenn dann nichts passiert, gibt man dann gern noch ein bisschen Natriumhydroxid dazu, damit dann endlich was passiert.


    … und dann wird der Photolack abgeätzt, wo eigentlich die Leiterbahnen sein sollten. ...also die fasche Vorgehensweise.


    Vielleicht können ja andere noch ihre Meinung dazu sagen, dass Wolfgang das nächste Mal happy mit seinen Platinenherstellungsergebnissen ist und er sich der eigentlichen Entwicklungsarbeit widmen kann.


    Wenn dann die Platine geätzt ist, muss ja noch der restliche Fotolack entfernt werden.

    Die meißten nehmen dann Lösungsmittel.


    Esgibt ein sehr viel einfacheres Verfahren: Die Platine nach dem Ätzen noch einmal längere Zeit belichten und ein zweites Mal in die Entwicklerlösung legen. Der restliche Fotolack, der jetzt belichtet ist, wird nun entfernt und man erhält eine super Leiterbahn zum Löten ohne Einsatz von Lösungsmitteln.

  • Hallo Wolfgang,


    als Hinweis zur Platinenherstellung:

    - ich empfehle einen Laserdrucker, dann kann man mit Tonerverdichter arbeiten und man erhält ein perfektes Druckergebnis auf Folie

    - die NaOh Lösung bereite ich immer mit warmem Wasser zu

    - Verfallsdatum beim Platinenmaterial beachten ! Dein Ergebnis rechts sieht für mich nach überlagertem Basismaterial aus

    Wenn Du alle "Prozessparameter" so wie immer eingestellt hast, kann es eigentlich nur am Platinenmaterial liegen


    73

    Markus

  • Hallo Markus,


    ich halte es für schwierig bis fast unmöglich hier die Ursache im Forum zu ergründen. Ich kann all deine drei genannte Hinweise entkräften, ich verwende einen Tintenstrahldrucker, nehme Wasser für die NaOH-Lösung aus dem Kaltwasserstrang (ob Sommer oder Winter) und habe öfter schon abgelaufenes Basismaterial verwendet und dennoch Leiterbahnen mit einer Breite von 0,125mm auflösen können. Jeder Prozessschritt hat mehrere Parameter, die man ausprobieren muss. Hat man erst mal alle herausgefunden, dann ist es wie Kuchen backen.


    Bei einem Lieferanten ist mir mal aufgefallen, das der Fotolack unterschiedliche Entwicklungszeiten aufweist und zwar abhängig davon, ob doppelseitig oder einseitig beschichtet. Daher gilt für mich: Der Entwicklungprozess ist beendet, wenn das weg zu ätzende Kupfer "blitz-blank" zum Vorschein kommt. Die Leiterbahnen müssen dann schon gestochen scharf sichtbar sein. Sind diese bereits ausgefranzt oder unscharf, dann wird das nichts. Kann man sehr schön im oben referenzierten Beitrag erkennen. Dann muss man sich den Belichtungsprozess genauer ansehen, Stichwort Belichtungsreihe. An der Folienvorlage liegt es in der Regel nicht. Doppeltes ausdrucken, zwei Folien übereinander oder sonstige "Tipps" dieser Art bringen gar nichts. Die Folie muss nicht 100% lichtdicht sein, es reicht ein guter Kontrast. Einziger Fehler bei der Folienvorlage mit großer Auswirkung ist, wenn man die Layoutfolie so ausdruckt, dass der Toner/Tinte nicht auf dem Fotolack aufliegt, sondern noch die Foliendicke dazwischen ist. Das gibt Streuungen und führt zur Belichtung ungewollter Stellen. Kann man aber mit spiegelverkehrtem Ausdruck entsprechend erreichen.