Antennenanalysator von EU1KY


Die QRP-Gemeinschaft trauert um QRPeter, DL2FI.
Wir haben einen Freund und Seelenverwandten verloren. Wir wünschen allen Angehörigen viel Kraft und Zuversicht in diesen traurigen Zeiten.
In tiefer Trauer
Die DL-QRP-AG
  • Hallo Wolfgang,


    danke für das Lob, geht natürlich runter wie Öl... zumal ich kein professioneller Konstrukteur bin.


    Natürlich kann da jeder die Dateien runterladen und modifizieren. Falls damit jemand was anfangen kann: ich habe dazu Fusion360 benutzt.
    Ich bin allerdings nächste Woche offline - bitte nicht wundern, wenn auf Fragen keine zeitnahe Antwort kommt.


    Gruß
    Martin

  • Auf Grund eines Vorschlages von UT5ST habe ich im Fenster "Generator" die AM- und FM- Modulation programmiert, allerdings als recht breitbandige Lösung mit Tastung des Oszillators im 500 Hz- Takt.
    Das Signal ist also keinesfalls sinusförmig moduliert, sondern das Signal erzeugt einen kleinen Lattenzaun. Man hört es sehr laut im Kontrollempfänger (klingt wie ein Computerstörsignal)...


    Nachtrag: Es ist nun nicht mehr weit bis zu einer Spektrum- Anzeige.(Siehe Foto)
    Es fehlen noch Skalen, Cursorsteuerung und Spreizung. Im 1. Bild wird der Bereich 2 MHz - 30 MHz gezeigt. Als Testschwingung dienen 3755 kHz vom internen Generator.


    Das 2. Foto entstand heute ( 6.5.18 )


    Nachtrag: neue Version steht zum Testen bereit.
    http://wkiefer.de/x28/test1/F7Discovery.bin


    Wie man im 3. Foto sieht, ist auch die Unterdrückung der Spiegelfrequenz gelungen. Von Sonderfällen einmal abgesehen...

  • Hallo zusammen,
    ich habe heute etwas mit einem billigen Bluetooth-Modul HC-06 (http://r.ebay.com/sU7EQq) herumgespielt, um damit eine kabellose Verbindung zwischen Analyzer und bluetoothfähigem Notebook herzustellen. Dazu habe ich die serielle Schnittstelle des Moduls mit der COM2-Schnittstelle des Analyzers verbunden. Diese steht als USART6 auf der Sockelleiste CN4 zur Verfügung. Die Versorgungsspannung (+5V) und Masse kann man sich z.B. von der Sockelleiste CN6 abgreifen.


    CN4, Pin 1 (D0): RX
    CN4, Pin 2 (D1): TX
    CN6, Pin 5: +5V
    CN6, Pin 6: Gnd


    Das Modul muss man zunächst noch auf die Baudrate 38400 umstellen. Dafür habe ich das BT-Modul über einen Serial/USB-Wandler an das Notebook angeschlossen und mit dem Terminalprogramm Teraterm das BT-Modul konfiguriert. Wichtig scheint zu sein, dass man beim Abschicken eines Kommandos ein CRLF anhängt (bei Teraterm in den Terminal-Einstellungen "Neue Zeile->Absenden->CRLF"). Bei der Konfiguration sollte das Modul keine BT-Verbindung aufgebaut haben. Wenn alles richtig ist, kann man im Terminalprogramm das Kommmande "AT" eingeben und sollte dann als Antwort ein "OK" bekommen. Die Baudrate wird bei meinem Modul mit dem Befehl "AT+UART=38400,0,0" gesetzt. Weitere Infos dazu: http://www.instructables.com/i…f-HC-05-Bluetooth-module/.


    Nach dem Pairen des BT-Moduls z.B. mit dem Notebook tauchen dann im Gerätemanager zwei neue COM-Ports auf. Bei mir heißen diese z.B. "Standardmäßige Seriell-über-Bluetooth-Verbindung (COM4)" und "Standardmäßige Seriell-über-Bluetooth-Verbindung (COM5)". Einer dieser Ports lässt sich für die Verbindung verwenden (ausprobieren) und kann dann z.B. im Programm "AntScope" eingetragen werden. Im Analyzer muss man noch als serielle Schnittstelle "COM2" auswählen.


    Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung ist ganz passabel: Verbindung über mehrere Zimmer eines Stockwerks und sogar vom Obergeschoss durch die Betondecke ins Erdgeschoss. Ab und zu muss man den Run-Befehl mal wiederholen, um die Daten zum Programm zu übertragen - warum das so ist, weiß ich noch nicht.


    Gruß
    Peter

  • Prima, Peter! Solche guten Ideen treiben das Projekt voran.


    Weil mich Justas, LY2BOK darauf aufmerksam machte, ist nun die gemessene Kabellänge im Fenster "TDR" (Time Domain Reflectometry) vergößert dargestellt, damit man sie besser lesen kann.
    Ja, man kann mit dem Gerät auch die Länge eines Koax- Kabels messen. Dazu wird am Kabelanfang eine Folge von Schwingungungen eingespeist, jeweils die reflektierte Leistung gemessen und daraus die Amplitude in Abhängigkeit von der Zeit berechnet. Mittels FFT. Aus der Laufzeit schließt man unter Berücksichtigung der Ausbreitungsgeschwindigkeit auf die Länge.
    Wer das erfunden hat! - Ich finde es toll. Mein bescheidener Beitrag bestand darin, den größten "Peak" aufzufinden und den Cursor genau dorthin zu setzen.

  • Hallo Wolfgang


    Das funktioniert prima, vielen Dank für die verbesserte Darstellung. Wer die TDR erfunden hat, konnte ich nicht finden, doch in dieser Application Note des Geräteherstellers Keysight ist das Verfahren im Detail beschrieben.


    Jetzt bin ich wirklich gespannt, was du als Nächstes implementieren wirst. Im OV wurde mein Gerät bewundert. Muss wohl bald mal darüber referieren...


    73, Markus HB9BRJ

  • Der lokale Oszillator kann in beliebigen Schritten verstimmt werden. Durch das Prinzip des Direktmischers ist die Zuordnung des unbekannten Signals zur erzeugten Differenzfrequenz nicht eindeutig: fo + fx und fo - fx erzeugen die gleiche Differenzfrequenz. Nun kann man die Differenzfrequenz mit Hilfe der FFT auf 100 Hz genau bestimmen. Allerdings nur im Bereich 0,4 kHz bis 18 kHz. Ich habe einmal aufgezeichnet, wie man mit Hilfe mehrerer Messungen zu eindeutigen Ergebnissen kommt. Grün gezeichnet sind die "sicheren Bereiche", denn aus zwei erfolgreichen Messungen kann man eindeutig das Seitenband bestimmen, und damit die unbekannte Frequenz. Man braucht also für ein Intervall von 38 kHz drei Messungen. Dann gibt es keine Doppelbilder mehr.
    Das muss nur noch programmiert werden...


    Nachtrag: Inzwischen habe ich die Methode etwas effizienter machen können, (rechtes Bild.) Bald ist eine neue Version im Netz.

  • Liebe Freunde des Antennenanalysators EU1KY!
    Nach mehreren Tagen des Suchens fand ich endlich eine Lösung für die selbst gestellte Aufgabe. Nun funktioniert das Menü "Spektrum" auch für kleinere Intervalle, also mit höherer Auflösung. Getestet habe ich bisher nur im 80m- Band. Vielleicht könnt Ihr mich mit umfangreicheren Tests unterstützen.
    Die Programme sind im Ordner "test".
    http://wkiefer.de/x28/test/F7Discovery.bin

  • Hallo Wolfgang,
    Wie hast du deine Spektren als Bilder gespeichert? Gibt es eine unsichtbare Schaltfläche für die Funktion "Save snapshot"?


    73, Markus HB9BRJ

  • Hallo Markus, diesen Button gibt es noch nicht. Es sind ganz einfach Fotos...
    73, Wolfgang


    P.S. Es wurde bereits gemeldet, dass bei Bandbreiten größer als 200 kHz Bildanteile versehentlich gelöscht werden...
    Wird in Kürze behoben.


    P.P.S: Dieser Fehler ist behoben.


    ++++ und es traten neue, andere fehlerhafte Effekte auf. Sind nun beseitigt.


    http://www.wkiefer.de/x28/test/F7Discovery.bin