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Mittwoch, 12. April 2006, 09:30

BF Erfahrungsaustausch

Hi,

ich habe mich gerade mal hier im Forum angemeldet. Wir haben hier im OV Soest ein paar BF gebaut. Davon sind mittlerweile zwei komplett ferig, zwei warten noch auf das endgültige Gehäuse. In der letzten Zeit haben wir den BF schleifen lassen, aber vielleicht klappt es ja dieses Jahr das alle fertig sind ;) Aber ich glaube so ein Bauprojet wird ne fertig. Ein OM aus unserer Runde hat jetzt mal einen Bandfilter mit Amidon Ringkernen nach Eric T. Red aufgebaut und in den BF integriert. Klappt ganz ausgezeichnet.

Folgende Probleme ergaben sich bei uns:

Spulenwickeln ist ein Graus. Trotz einer aus einem gebogenem Draht, einem Holzklotz, einer Kugelschreiberfeder von Andreas Do1Dea gebauten Spulenwickelhilfe haben manche mehere Anläufe gebraucht bis brauchbare Spulen dabei rauskamen.

Der NF Verstärker ist für den Lautsprecherbetrieb zu leise. Es wird also noch ein weiterer NF Verstärker mit NF-Notch & CW Filter in meinen BF hineinkommen.

Der ZF-Zug ist ein wenig knapp mit der Verstärkung, es hätten durchaus 5 oder vielleicht 10 db mehr sein können (rein subjektiv). Vielleicht realisiere ich das noch mit einer kleinen Zusatzplatine auf die ein zusätlisches CW-Quarzfilter soll.

Ich hatte Probleme mit der PLL. Diese rastete zwar ein, erzeugte aber ein Mischersignal ca 80-120 Khz unterhalb der Nennfrequenz. Nach allen möglichen Versuchen, inc. Bauteiletausch habe ich dann den Fehler gefunden. Ein Koppel-Kondensator welcher das Signal des VFO auf den einen Teiler der PLL bringen sollte fehlte. Ich hatte vergessen ihn einzulöten. So war das VFO Signal gezwungen nur über die Platine zu koppeln.

Der Abgeich der Bandfilter geht am genausten im Sendebetrieb.

Ich würde gerne eure Erfahrungen mit dem BF kennenlernen.

vy 73
oli

2

Mittwoch, 12. April 2006, 09:54

RE: BF Erfahrungsaustausch

Zitat

Original von dl1oli
Hi,

Hi Oli

Zitat



ich habe mich gerade mal hier im Forum angemeldet.

Eine gute Idee :D

Zitat


Wir haben hier im OV Soest ein paar BF gebaut. Davon sind mittlerweile zwei komplett ferig, zwei warten noch auf das endgültige Gehäuse. In der letzten Zeit haben wir den BF schleifen lassen, aber vielleicht klappt es ja dieses Jahr das alle fertig sind ;) Aber ich glaube so ein Bauprojet wird ne fertig. Ein OM aus unserer Runde hat jetzt mal einen Bandfilter mit Amidon Ringkernen nach Eric T. Red aufgebaut und in den BF integriert. Klappt ganz ausgezeichnet.

wir schwanken immer zwischen den Bandfiltern mit Neosid spulen und denen mit Ringkernen. In der Qualität sind sie ähnlich gut zu bauen, die Ringkernfilter werde größer, weil du zu jeder Spule den Platz für den Abgleichtrimmer brauchst. Im Speaky sind bei ähnlichem Mischkonzept die Bandfilter als abstimmbarer Preselektor mit Ringkernen realisiert.

Zitat


Folgende Probleme ergaben sich bei uns:

Spulenwickeln ist ein Graus. Trotz einer aus einem gebogenem Draht, einem Holzklotz, einer Kugelschreiberfeder von Andreas Do1Dea gebauten Spulenwickelhilfe haben manche mehere Anläufe gebraucht bis brauchbare Spulen dabei rauskamen.

Seit langer Zeit propagieren wir Ingos Spulenwickelmaschine, damit ist das Wickeln von Neosid Spulen ein Kinderspiel. Schau die mal die Seite über Ingos Maschinean (ist auch in allen neuen Baumappen zu finden, wenn Neosif Spulen benutzt werden.

Zitat


Der NF Verstärker ist für den Lautsprecherbetrieb zu leise. Es wird also noch ein weiterer NF Verstärker mit NF-Notch & CW Filter in meinen BF hineinkommen.

warum nicht, wir haben den BF halt für KH Betrieb entwickelt, wer einen speaker möchte baut halt einen NF Verstärker dahinter. Ich benutze in solchen Fällen immer eine Aktivbox.

Zitat


Der ZF-Zug ist ein wenig knapp mit der Verstärkung, es hätten durchaus 5 oder vielleicht 10 db mehr sein können (rein subjektiv). Vielleicht realisiere ich das noch mit einer kleinen Zusatzplatine auf die ein zusätlisches CW-Quarzfilter soll.

Ich denke, dass ist eher subjektiv, du kannst das aber ganz einfach und ohne viel Aufwand so überprüfen, wie ich das gemacht habe:
Ändere einfach den kapazitiven Teiler der die Kreiskapazität für die ZF Kreise bildet. Ich habe auf diese Art mal 12 dB mehr Dampf gemacht. Dadurch hörte sich der BF dann deutlich aggressiver, kräftiger, lauter an, allerdings war das Signal zu Rauschen ebenfalls deutich schlechter geworden was darauf hinweist, dass die Verstärkung vorher doch richtig war.
Unser aller Problem ist manchmal, dass wir "Noisy" Empfänger gewöhnt sind. Bei K2 oder in letzter Zeit bei BCR Demos wurde schon oft vermutet, dass die Empfänger defekt oder taub währen weil alles so ruhig war 8)

Zitat



Der Abgeich der Bandfilter geht am genausten im Sendebetrieb.


ja, das ist richtig. Man sollte allerdings den Abgleich bei möglichst kleiner Leistung machen. Das Bandfilter mit einem RX Signal funktioniert auch, allerdings nur wenn man einen sauberen Messsender hat und ein ANALOG Instrument, mit dem man die Regelspannung beobachten kann und man auch hier darauf achtet, dass man bei kleinst möglicher Regelspannung arbeitet. Mit dem DVM ist das fast unmöglich.

Zitat


Ich würde gerne eure Erfahrungen mit dem BF kennenlernen.

vy 73
oli
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

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Dienstag, 25. April 2006, 11:43

RE: BF Erfahrungsaustausch

Hallo,

auch ich habe vor einiger Zeit den BF aufgebaut.Bei der ZF-Verstärkung hatte
ich das gleiche Problem. Laut Peter DL2FI waren die ZF-Transistoren nicht gerade
die besten, d.h die Dinger waren nicht steil genug. Im QRP-Report wurde
mal eine Mess-Schaltung beschrieben, mit deren Hilfe man die Verstärkung von
Dual-Gate-Mosfets messen konnte. Diese habe ich mir nachgebaut.
Habe mir dann eine Handvoll Transistoren gekauft und diese einzeln vermessen.
Die besten habe ich dann in den BF eingebaut und siehe da knapp 10dB mehr Ver-
stärkung. :)

Ein CW-Filter auf ZF-Ebene habe ich auch nachgerüstet. Habe dieses mit 3 MHz-
Quarzen (4 Stück) als Ladderfilter aufgebaut. Vor dem Filter wird mit Hilfe eines
12 MHz-Oszillators und Mischer (NE602) von 9MHz auf 3Mhz heruntergemischt.
Hinter dem Filter mit gleichem Oszillator und 2-tem Mischer wieder auf 9MHz
hochgemischt. Mit Hilfe des 12 MHz-Oszillators lässt sich die Filterdurchlasskurve
wunderbar schieben (Passband-Tuning). Die Gesamtverstärkung der Filterschaltung ist mit einem Poti einstellbar ung lässt sich auf 0dB Einfügedämfung
einstellen.
Einen Nachteil hat die Sache allerdings. :( Die beiden Mischer erzeugen zusätzliches
Rauschen. Um dieses zu eleminieren musste noch im NF-Zweig ein zusätzliches
Filter rein. Diese Anordnung klappt bei mir recht zufriedenstellend. Vorallem
regeln mir jetzt CW-Signale in der direkten Nachbarschaft den BF nicht mehr zu. :)

Gruss Christian, DF1EA