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Sonntag, 27. Oktober 2013, 23:34

Pixie für 20m macht Spass

Moin,

ein Funkfreund in der Nachbarschaft "kämpft" gerade mit den Tücken eines Pixie für 20m. Um die Situation nachvollziehen zu können, habe ich ebenfalls einen auf ein Steckbrett aufgebaut. Es geht um diese Schaltung, die sich mein Funkfreund ausgesucht hat. http://www.circuitswamp.org/projects/pixie2.html
Ich habe erstmal die 80m-Variante fertig bekommen. Nachdem ich eine lange Zeit einen selbst eingebauten Fehler gesucht habe, war es soweit. Rund 0,5 Watt HF auf 80m. Weil ich aber auf 20m hinarbeiten wollte verzichtete ich erst einmal auf das Ausgangsfilter.

Nachdem 80m spielte, habe ich den 20m-Quarz (14060 kHz) eingestöpselt. Funktionierte sofort. Auch der preiswert zu erstehende 14.3xx-nochwas Quarz spielte auf Anhieb. Auf 20m liess sich die QRG um rund 10 kHz ziehen.

Um mal zu schauen, was RBN so hergibt, liess ich auf der 14060 den Keyer laufen. In der Anlage das Ergebnis mit rund 50 mW. Italien, klasse. Nach dem nächsten Durchlauf antwortete eine Station. Dazu muss ich sagen, dass ich jeweils 2 Krokoklemmen entfernen muss, um von TX auf RX (TS-520) umzuschalten. Wegen des Elkos in der Spannungsversorgung schwang der Oszillator noch etwas nach. Ein Italiener antwortet, ich hatte nicht mit einer Antwort gerechnet. Ein QSO mit einem Pixie in QRPP, der als Steckbrett auf dem Tisch liegt, hat schon was.

Vom Geburtstagsbesuch wieder daheim habe ich angefangen, systematisch Veränderungen vorzunehmen. Auf 20m soll ja mehr als nur 50mW herauskommen. Ich habe jetzt eine Bauteilkonfiguration, bei der mehr Leistung herauskommt. 0,5 Watt (ohne Ausgangsfilter) am Dummyload. Okay, noch ein RBN-Durchlauf. Ergebnis: VE. Na prima. TF kam noch dazu und selbstverständlich Italien ;-) Siehe Anlage.

Während des A55-OV-Abends habe ich noch schnell den Ausgangstiefpass angebaut. Das Ausgangssignal sieht nun richtig gut aus. Jetzt noch richtige Leistungsmessungen durchführen. Mit 12V auf 20m: 0,41 Watt. Auf 80m (allerdings nur mit dem 20m-Band-Ausgangsfilter) sind es 1 Watt. Mit richtigem Filter wird es sicher geringfügig weniger aber dafür sauberer sein.

Das hat mal wieder Spass gemacht.
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2

Montag, 28. Oktober 2013, 01:27

Hallo Michael .....

welche ANT hast du da bei benutzt ?

vy 72 de Bert SA2BRN -- SE2I

3

Montag, 28. Oktober 2013, 10:10

Hallo Michael ..... welche ANT hast du da bei benutzt ?

Moin Bert, siehe Bild 4. 8)

Zwischen TX-Buchse und dem Beam befinden sich noch ein ATU (hier war er aus), diverse Verbindungselemente und Koaxrelais. Ferner ist die Antenne auf dem Mast schon -zig Jahre alt. Dazwischen vieeel Koax. Möchte nicht wissen, was von 50mW dort oben noch ankommt...

Wenn ich mit dem Probieren fertig bin, werde ich den Empfangszweig des Pixie auch aufbauen.

Für 80m habe ich bereits einen, sogar in SMD-Bauweise. http://www.df2ok.privat.t-online.de/qrp01e.htm#OBEN
Damit ging es sogar Richtung USA. http://www.df2ok.privat.t-online.de/qrp02.htm#OBEN

Hachja, das waren Zeiten... ^^
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4

Freitag, 1. November 2013, 23:03

Moin,

im Moment sieht es schon etwas anders aus. Mit passenden Filtern und einem anderen Endstufentransistor habe ich durch leichte Veränderungen jetzt auf 80m rund 0,8 Watt HF bei 12V und rund 0,5 Watt HF bei 9V erreicht. Auf 20m sind das 0,58 Watt HF bei 12 Volt; 0,34 Watt bei 9V. Das ist aber derzeit alles NUR der reine Senderbetrieb. Noch ist keine NF-Stufe angebaut. Aber es macht Spass, zumal ich mit einem OM im selben Dorf die AFU-Technik vermitteln kann. Also für beide ein Win-Win-Situaition. Der junge OM stammt aus dem kaufmännischem Bereich und wird so mit dem Pixie-Projekt an die Technik mit vielen Facetten herangeführt.
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5

Samstag, 2. November 2013, 14:50

Moin,

ein neuer Tag und ein offenes 20m-Band. Gestern abend hatte ich den NF-Zweig des Pixie gesteckt und schon die ersten Signale gehört. Mit allen Änderungen, die ich damals am NF-Teil des 80m SMiTe schon vorgenommen hatte, ging das ganz gut. Auf Bewährtes verzichte ich bei so einem Minimal-TRX dann doch nicht, hi. ;) Heute mal den DX-Monitor RBN bedient und auf 20m CQ gerufen. Es kam erstmal kein QSO zustande, aber RBN zeigte schon was. Prima. Kurz vorm Mittagessen die Schleife nochmal laufen lassen: Bingo! :thumbup:

IZ8CGQ, Rino aus Neapel von 1207 - 1218 UT. 579 erhalten, 599 gegeben. Er war mit einem Icom und 35 Watt unterwegs und nutzte eine LW als Antenne. Ich mit 0,5 Watt und dem 3-Ele Beam.

Mein allererstes PIXIE-2 QSO auf 20m! Läuft ;-)

Nun fehlt noch die Wiederholung von 80m QSOs mit diesem Gerät. Mit dem SMiTe ging es ja schon.
Anbei Bildmaterial. Nachtrag: Jetzt auch eine Tondatei vom Contestgeschehen.
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6

Freitag, 15. November 2013, 16:40

Hallo Michael,
ich habe mir inzwischen die nötigen Bauteile besorgt und denke gerade darüber nach, wie ich meinen Pixie aufbauen soll.
Als ich mir die Fotos von Deinem Breadboard angesehen habe, ist mir eine Modifikation aufgefallen, die nicht mit der Schaltung auf http://www.circuitswamp.org/projects/pixie2.html übereinzustimmen scheint.

Neben dem Quarz sieht man einen schwarzen Transistor Q3 sowie Rs/Cs. Nach welcher Schaltung hast Du hier gearbeitet?

Handelt es sich hier um die "W1FB rit mod" (PIX2OAUD.BMP)?

Hat sich die automatische RIT bewährt? In den Pixitip Files wird das ja diskutiert.

Viele Grüße

Karl-Heinz

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF9RU« (15. November 2013, 19:20)


7

Freitag, 15. November 2013, 16:57

Moin Karl-Heinz,

stimmt, ich habe die Variante von W1FB (PIX2OAUD.BMP) gewählt. Die W1FB-RIT, die für den 80m TRX sehr gut funktioniert, ist auf 20m so nicht zu gebrauchen. Beim Senden ist der 14060-Quarz vom FA auf der QRG. So soll es ja auch sein. Bei Empfang ist die Ablage allerdings nicht unter 2 kHz zu bringen, das ist dann schon SPLIT-Betrieb, hi.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die 20m-Version ohne RIT beim Tasten durch den Lastwechsel schon genug Ablage erzeugt und gut funktioniert. Diese Version ist allerdings noch nicht die letzte, denn ich werde noch ein L zum Ziehen der Grundfrequenz mit einbauen.

Es ist also noch einiges an Ideen vorhanden.
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8

Samstag, 16. November 2013, 15:31

Hallo,

auch hier tut inzwischen ein Steckbrett-Pixie 2 seinen Dienst.

Ich bin echt überrascht, wie gut der Direktüberlagerungsempfänger funktioniert.

Eine Frage habe ich:

Als Verstärker/Mischer hatte ich einen BFY50 vorgesehen. Als Mischer funktioniert er auch. Aber mit dem BFY50 wird kaum mehr Leistung als vom Oszillator kommt abgestrahlt. Der Transistor müsste - laut Vielfachmessgerät-Test - in Ordnung sein. Mit einem 2N2222 nimmt der Pixie an einer 9V Batterie auf 40 m ca. 30 mA Strom auf. Mit dem BFY50 nur 14 mA, Beim Empfang sind es 9 mA.

Im Moment ist der 2N2222 eingebaut. Es interessiert mich nur, ob es eine Erklärung für diese Beobachtung gibt.

Viele Grüße

Karl-Heinz

PS: Ergänzende Info

Vss am Kollektor des Verstärker/Mischer Transistors nach dem 100 nF Kondensator ohne Filter an 50 Ohm-Widerstand:
2N2222 = 9 V
BFY50 = 6 V
(gemessen mit Oszi HM705)

Signalform: 2N2222 sieht fast wie ein Sägezahnsignal aus, beim BFY50 = astreine Sinusschwingung

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9

Samstag, 16. November 2013, 16:00

Hallo Karl-Heinz,

der BFY50 hat nur eine Transitfrequenz(Verstärkung=1) von 60MHz ,
der 2N2222A dagegen 300MHz...
Das erklärt auch das schöne sinusförmige Signal:
Die Oberwellen des Oszillators werden (fast) nicht mehr verstärkt.

Viel Erfolg!

Peter/DL3PB

10

Samstag, 16. November 2013, 16:20

Hallo Peter,

vielen Dank für die Erklärung! Es gibt soooo viele Vokabeln zu Googlen, wenn man mal anfängt, Verstehen zu wollen :-)

Im Moment tut der BFY50 wieder Dienst im Pixie.

Ich habe versucht, anhand der Datenblätter zu verstehen, welcher Parameter dafür verantwortlich ist, dass beim 2N2222 eine deutlich höhere Vss nach der Verstärkung gemessen werden kann als beim BFY50. Für mich sehen die Daten sehr ähnlich aus.

Vielleicht kann mir da noch jemand einen Tipp gehen. Es geht mir ums Verständnis. Ansonsten bin ich mit dem Pixie ja sehr zufrieden. Ich habe gerade mein Tiefpassfilter, das ich vor kurzem für den Raspberry Pi als WSPR Bake gebastelt hatte, für den Pixie zweckentfremdet. Jetzt liegt bei beiden Transistoren ein schönes Sinus-Signal am Antennenausgang an.

Viele Grüße

Karl-Heinz

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11

Sonntag, 17. November 2013, 10:52

Hallo Karl-Heinz,

der entscheidende Faktor ist die Transitfrequenz - eine brauchbares Diagramm gibt's hier:

Bei dieser Frequenz hat der Transistor faktisch keine Verstärkung mehr, leider nimmt die
Verstärkung bereits weit unterhalb der Transitfrequenz drastisch ab.

Wie man o.g. Diagramm entnehmen kann geht die Verstärkung schon bei einem Zehntel
der Transitfrequenz auf ca. 70% zurück, im Falle des BFY50 mit ft=60MHz also schon
bei 6 MHz(!) - bei 14MHz, also etwa einem Viertel der ft, sind es sogar nur noch etwa 40%.
Anders der 2N2222 mit ft=300MHz, er hat bei 14Mhz noch etwa 90% seiner Grundverstärkung.

Die Oberwellen des Oszillators, die für die nicht sinusförmige Wellenform verantwortlich sind,
werden vom BFY50 wegen ihrer höheren Frequenz noch schlechter verstärkt als die Grundwelle
und so relativ gesehen abgesenkt - das spart das Tiefpassfilter um den Preis einer insgesamt
niedrigeren Ausgangsleistung - trotzdem keine Alternative, da das Tiefpassfilter im Empfangsfall
die einzige Vorselektion ist!
(Besser wäre hier ein Bandfilter, das aber schnell mehr als die Hälfte der Ausgangsleistung schluckt,
wenn man es auf gute Vorselektion optimiert)

72/3

Peter/DL3PB

12

Sonntag, 17. November 2013, 11:16

Bei dieser Frequenz hat der Transistor faktisch keine Verstärkung mehr, leider nimmt die
Verstärkung bereits weit unterhalb der Transitfrequenz drastisch ab.


Kleine Korrektur: Unterhalb der Transitfrequenz nimmt die Verstärkung des Transistors zu (nicht ab). Die Transitfrequenz ist die Frequenz, bei der die Wechselstrom-Verstärkung eines Transistors auf 1 abgesunken ist. Der Verstärkungsabfall eines Transistors mit zunehmender Frequenz erfolgt kontinuierlich: oberhalb der Transitfrequenz bis zur Grenzfrequenz des Transistors ist das Produkt aus Verstärkung und Bandbreite konstant.

Ein Beispiel:
Der BFY50 hat laut Datenblatt eine Transitfrequenz von 60 MHz. Bei dieser Frequenz ist seine Strom-Verstärkung nur noch 1. Bei 15 MHz, (ein viertel von 60 MHz) ist die Verstärkung 4 (weil: Bandbreite x Verstärkung = konstant)
Der 2N2222A hat laut Datenblatt eine Transitfrequenz von 300 MHz. Bei dieser Frequenz ist seine Verstärkung nur noch 1. Bei 15 MHz, (ein zwanzigstel von 300 MHz) ist die Verstärkung 20

Die Transitfrequenz ist zusätzlich auch vom Ruhestrom, also vom Gleichstromarbeitspunkt abhängig. Außer bei Hochfrequenztransistoren wird leider die Kurve mit der Stromabhängigkeit der Transitfrequenz in den Datenblättern "vergessen". Am angehängten Beispiel eines BC107 sieht man aber den Einfluss. In HF Schaltungen ist deshalb beim Austausch eines Transistors gegen einen anderen Typ oft auch eine Anpassung des Gleichstromarbeitspunktes erforderlich.

73, Günter
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13

Sonntag, 17. November 2013, 11:32

Hallo Peter, hallo Günter,

ich hätte nie gedacht, dass sich dieses Detail so gravierend auswirken würde. Herzlichen Dank für die geduldige und fundierte Erklärung.

Ich werde gleich testen, wie sich die beiden Transistoren auf 80 m verhalten.

Ich habe inzwischen die Beschaltung des LM 386 anhand verschiedener Schaltungsalternativen verändert. Die wichtigste Änderung war von Pin 5 (Ausgang) mit einem 100 nF C und einem 10 Ohm R auf Masse zu gehen. Diese Version ist sowohl in der Pixie Variante "Smite" als auch in meinem HB1B realisiert.

Noch eine Bemerkung am Rande:

es ist beeindruckend, wie einfach ein Transceiver sein kann. Für mich ist es aber bei dem heutigen Kontestgetümmel (nehme an, dass es ein Kontest ist) SEHR schwer mich auf eine Station zu konzentrieren. Man hört einfach zu viele Stationen gleichzeitig. Es geht halt nichts über ein Quarzfilter.

Vielleicht investiere ich ja noch etwas Zeit, mit einem NF-Filter zu experimentieren.

Viele Grüße

Karl-Heinz

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14

Sonntag, 17. November 2013, 12:42

@Günter
wo wir schon bei sprachlichen Ungenauigkeiten sind:

oberhalb der Transitfrequenz bis zur Grenzfrequenz des Transistors ist das Produkt aus Verstärkung und Bandbreite konstant.
? ?(

@Karl-Heinz

NF-Filter hilft nur bedingt - es bleibt halt ein provisorischer Direct-conversion Empfänger d.h. man hört beide Seitenbänder,
da braucht es gute Nerven, ausserhalb von Contesten geht's aber.

72/3

Peter/DL3PB

15

Sonntag, 17. November 2013, 12:53

@Günter
oberhalb der Transitfrequenz bis zur Grenzfrequenz des Transistors ist das Produkt aus Verstärkung und Bandbreite konstant.
? ?(


Was irritiert dich daran, Peter?
Das Diagramm und das Beispiel hier machen das deutlich.
Oder invers ausgedrückt: Ab der Grenzfrequenz fg0 eines Transistors fällt mit zunehmender Frequenz dessen Stromverstärkung mit 6dB/Oktave (Verdoppelung der Frequenz ergibt Halbierung der Verstärkung). Die Frequenz, bei der die Verstärkung auf den Faktor 1 abgefallen ist, ist die Transitfrequenz fT.

73, Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (17. November 2013, 13:24)


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16

Sonntag, 17. November 2013, 13:43

Was irritiert dich daran, Peter?


Hallo Günter,

ich hätte es so formuliert:

Oberhalb der Grenzfrequenz bis zur Transitfrequenz des Transistors...

anderenfalls ensteht der Eindruck, dass die Grenzfrequenz oberhalb der Transitfrequenz liegt,
es sei denn, man denkt noch in Wellenlänge :D

Gruß

Peter/DL3PB

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Sonntag, 8. Dezember 2013, 19:23

Moin,

heute habe ich mal die guten Bedingungen auf 20m ausgenutzt und die CQ-Schleife laufen gelassen. Primäres Ziel: Schauen, wie weit und wie gut ich via RBN zu hören bin. Wie so oft gibt es dabei hier und da mal ein QSO. Mit der Antenne Richtung Süden war es ein Italiener, der mit einem K3 und 5 Watt QRV war. Stefano war begeistert mein VLP Signal zu hören, das merkte ich ihm an. Nach dem schönen QSO von zwei G-QRP-Club-Mitgliedern rief ich weiter CQ und drehte die Antenne Richtung Westen. Bis auf die Einträge bei RBN kein QSO. Neben der QRG "wärmte" sich eine SP9-Station auf. Frage mit QRL? und dann rief er CQ. Mit dem VXO des Pixie, der jetzt 11 kHz überstreicht, dann auf sein Signal gezogen. Das heisst bei mir: rund 200 Hz Mithörton. Beim ersten Anruf hat er mich verstanden. Allerdings mit dem RST 599 mehr Contest-Style. Okay, er kam aus SPFF-036. Aber immerhin, einwandfrei lesbar. Mit der Rückseite der Antenne...

Mit dem Engländer, der sehr gemütlich sein CQ gab, konnte ich nach dem 3. Anlauf in Kontakt treten. Den Grund nannte er mir: Ich war etwas zu weit von der QRG weg. Nach der Vorstellung fragte er nochmal nach der Ausgangsleistung. Er hatte es richtig verstanden: 400mWatt. Er kannte den Pixie und antwortete: "hard work". Wie Recht er hatte...

Wer noch nie einen Pixie an einer guten Antenne am Ohr hatte, kennt das Signalgemisch nicht, dass der scheunentorbreite RX liefert. Gut, das Gehör kann CW-Zeichen filtern. Geht. Anstrengend, wenn jemand auf dem "anderen Seitenband" fast genau in guter Tonlage zu hören ist. Aber der BC-Durchschlag von Radio China (in diesem Fall das englisches Programm, hi) das mit gutem QSB immer mal den Tom beiseite drückte, war schon kräftig. Wie dem auch sei, das QSO lief über mehrere Minuten.

Gestern und heute konnte ich dank vieler Signale noch dieses und jenes an der 20m-Version verändern. Dieser kleine TRX macht immer noch Spass. Aber irgendwann muss der Kleine mal in ein Gehäuse. Mal schauen, wann ich dazu komme.
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18

Montag, 9. Dezember 2013, 11:51

20m-Pixie

Moin,

ein paar Zeilen zum aktuellen Gerät für das 20m-Band, denn das Gerät wurde meistens für 80m gebaut. Dazu finden sich genug Informationen im Netz.

In der Anlage befindet sich der Plan. Dank des Contestes und den vielen Stationen und guten Signalen konnte ich auf 20m noch ein paar Kleinigkeiten optimieren. Dabei wollte ich die Empfangsqualität im Auge behalten.

Ich habe das Gerät bislang nur auf dem Schaltbrett aufgebaut. Bekanntermaßen spielen dort die vorhandenen Kapazitäten der Leiterführungen des Steckbrettes eine Rolle. Gerade bei 14 MHz kann das "so'ne und solche" Auswirkungen haben. Ich habe noch keine fertige Platine erstellt. Ein grobes Layout unter Target existiert bereits. Allerdings wird die nicht heute, nicht morgen und sicher auch nicht mehr dieses Jahr fertig. Ugly Construction oder Manhattan-Style funktionieren ja auch. Und: Provisorien funktionieren meist richtig gut. Einer meiner Funkfreunde schrieb: "Mach' bloss keine Platine 'draus, dann spielt das nicht mehr." ^^

Für die kleine Optimierung der 20m-Version wurde der Emitterwiderstand R1 des Oszillators auf 820 Ohm veringert. Das gab einen Tick mehr Ausgangsleistung plus leichter Verbesserung des Empfanges. Ein noch geringerer Widerstand reduziert die Empfängerempfindlichkeit, weil das Mischverhältnis von Eingangssignal und Oszillatorsignal ungünstig wird. Dazu steigt der Stromverbrauch ohne weiteren Nutzen unnötig an.

Was die Ausgangsleistung betrifft, so habe ich nochmal mit der Spule L2 herumprobiert. In den bekannten Schaltungen für eine 20m Version steht oft ein Wert von 2,2 uH. Das wollte ich nochmal testen. Eine stete Veringerung der Induktivitätswerte von 22uH der 80m-Version ergab, dass 2,2 uH wirklich sehr zu empfehlen ist. Das brachte mehr Leistung und der RX spielt gut.

Ein wenig Probieren mit den Ausgangsfilterwerten brachte keine Verbesserung; die angegebenen Werte sind in Ordnung. Selbst eine Windung mehr oder weniger bei L3 bringt keine große Veränderung. Ich habe 2 Spulen angefertigt, die ich umstecken konnte. Das Signal ist auf dem Scope entsprechend sinusförmig.

Es ist ein DSB-RX, daher sollte sich der OP darum kümmern, bei welcher Drehrichtung mit welcher C-Änderung auf eine Gegenstation abgestimmt wird. Sonst sind wir ggf. auf dem falschen Seitenband. Das Probieren funktioniert mit einem 2. TRX ganz gut. Beide Geräte dann am Dummy betrieben und so kann man sich gegenseitig "arbeiten" sowie das Abstimmen üben.

Wichtig: Die Tonablage zwischen RX und TX beträgt nur 200 Hz! Ein guter und empfindlicher HiFi-Kopfhörer mit passendem Schalldruck hilft dabei, die tiefen Töne zu hören. Doch Vorsicht: Die Tastumschaltgeräusche sind bei einem guten HiFi-Hörer heftig! :wacko: Eine Lautstärkeeinstellung funktioniert bei das Verschieben der Hörmuscheln auf dem Ohr. In-Ear-Hörer sind mit Vorsicht zu geniessen!

Als Abstimmhilfe dient ein kleiner Aufkleber auf dem Steckbrett unter dem VC1. Siehst Du auf dem Foto des letzten Beitrages: Wenn ich im Uhrzeigersinn die Kapazität erhöhe und der Ton dabei tiefer wird, wird es klappen. Dann nur noch den RX-Ton bis auf rund 200 Hz 'runter und ich bin 'drauf.

Später gönne ich mir den Luxus und werde L5 und VC1 doppelt ausführen sowie mit einem Umschalter zwischen RX und TX umschalten. Noch besser wäre ein Mini-Stromstoss-Relais mit Zeitverzögerung. Früher (tm) nannte man das KOX. Allerdings glaube ich, dass das den 'Rahmen' des kleinen Gerätes sprengt. :whistling: Ein Kippschalter mit kurzen Anschlussdrähten wird es auch tun. :thumbup:

Die Werte im beiligenden Schaltbild (R1, L2, Ausgangsfilter) sind jetzt für das 20m-Band optimiert. Für 80m wird R1 wieder auf 1K erhöht, L2 beträgt dann 22uH und der Ausgangskreis muss für 80m ebenfalls anders dimensioniert werden. Dort sind aber gängige Werte im Netz verfügbar.

Die umfangreichen Schaltungs- und Abblockmaßnahmen rund um das NF-IC haben sich besonders auf dem 80m-Band und mit der G5RV, die ordentlich Pegel liefert, bewährt. Auch wenn es Mehraufwand bedeutet - er lohnt sich!

Sicherlich könnte das eine oder andere noch herauszukitzeln oder zu optimieren sein, aber ich bin kein Meßprofi. Das überlasse ich gerne anderen OM. Und - hey - das ist ein Spasstransceiver mit Lerneffekten. ;-) :D

Nachtrag: Die etwas seltsame Quarzdarstellung mit der parallelen Fassung dazu hat nur den Grund, dass ich mir beim Platinenlayout von Target eine Eselsbrücke geschaffen habe.
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19

Montag, 9. Dezember 2013, 13:49

Moin Michael,
wenn Du jetzt noch die +Seite an der Drossel L2 mit 10nF Keramik gegen Masse abblockst, wird das der Stabilität der HF von Vorteil sein (HF-Erde fehlt). 8)
Vy 72/73 de Gerhard

20

Montag, 9. Dezember 2013, 16:49

Moin Michael,
wenn Du jetzt noch die +Seite an der Drossel L2 mit 10nF Keramik gegen Masse abblockst, wird das der Stabilität der HF von Vorteil sein (HF-Erde fehlt). 8)
Siehst Du, gut dass Du das schreibst. Auf dem Steckbrett ist ein derartiger Kondensator - allerdings 100nF - direkt neben dem 220uF montiert. Das muss ich gleich mit in die Schaltung übernehmen.

Der wäre mir doch glatt beim Layout untergegangen, danke für den Hinweis. :thumbup:
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