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1

Sonntag, 14. Oktober 2012, 08:50

Uni-DDS & Rundfunksender über das ges. 40m Band?

Hallo,
habe den UNI-DDS VFO an stelle eines LC-VFO verbaut. Funktionierte alles wie beabsichtigt. Nun höre ich
gelegentlich den Rundfunksender ( 6.075 Mhz, Dt-Welle) auch schon wenn der DDS-VFO noch in seiner Startroutine
ist, also gleich nach dem Einschalten.
Den Rundfunksender höre ich über´s ganze Band, unabhängig von der VFO Frequenz ? Was kann sich da mischen ?
Natürlich kann ich dann auch die AFU_Stationen empfangen, die überlagern je nach Feldstärke den Rundfunksender.
Ich kann leider nicht intensiv suchen, da der Rundfunksender nicht permanent sendet.
Hat jemand eine Idee, wie man den Rundfunkempfang abstellen kann ?

Besten Dank !

73 de Erich, DL1AZB

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2

Sonntag, 14. Oktober 2012, 09:16

Moin Erich,
Den Rundfunksender höre ich über´s ganze Band, unabhängig von der VFO Frequenz ? Was kann sich da mischen ?

ich würde mal das DDS-Nachfiler prüfen. Erfahrungsgemäß erzeugen DDSe prinzipbedingt außer der Sollfrequenz auch noch etliche andere Frequenzkomponenten.

73 de Roland / DK1RM

3

Sonntag, 14. Oktober 2012, 09:47

Hallo Erich,

um was für einen Empfänger handelt es sich da und auf welchem band tritt das auf ?
Hört sich nach AM-Durchschlag an.
72/73 de Uli
DF5SF

4

Sonntag, 14. Oktober 2012, 10:59

Auf 6075 kHz gibt es schon seit vielen Monaten keine deutsche Welle mehr. Muss also eine andere QRG sein.
73 de Michael, DF2OK Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten. Webseite qrz.com YouTube Twitter
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5

Sonntag, 14. Oktober 2012, 11:09

Hallo Michael,

sri ja Dt.Welle ist das nicht mehr, es war eine kirchliche Aussendung auf 6.075 Mhz. Habe diese QRG ermitteln können, indem ich einen zweiten RX an der gleichen Antenne angeschlossen hatte.
danke 73 de Erich

6

Sonntag, 14. Oktober 2012, 11:11

an Uli,

es ist ein Einfachsuper, welcher mit dem LC-VFO gut funktionierte, aber aus Stabilitätsgründen habe ich dann den DDS-UNI verwendet.

73 de Erich, DL1AZB

7

Sonntag, 14. Oktober 2012, 11:24

Hallo Erich,

Du benötigst umbedingt noch einen Filter nach der DDS Baugruppe.
Die Ausgangsimpendanz ist 200R mit einem Pegel von ca. 80mV.

Hier ist ein Beispiel für ein TP Filter f-3 = 33 MHz
»DO5PI« hat folgende Dateien angehängt:
  • 01-filter.pdf (4,68 kB - 393 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Dezember 2017, 20:35)
  • 02-filter.pdf (9,29 kB - 420 mal heruntergeladen - zuletzt: 30. November 2017, 22:24)
73 de Uwe
DC5PI

8

Sonntag, 14. Oktober 2012, 11:33

@Uwe,

ich kann mir schwerlich vorstellen, dass ein 100 MHz Tiefpass dies Problem löst.
Man stochert auch im Nebel, wenn man außer der Information "Einfachsuper" keine weiteren Informationen über Filterung, VFO Frequenz, ZF-Frequenz und Nebenempfangsfrequenz hat. So dass man Rückschlüsse auf die Entstehung des Nebenempfangs errechnen kann.

vy 73, Günter

9

Sonntag, 14. Oktober 2012, 11:40

Hallo Günter,

ja klar, schmalbandig würde ich auch ein paralell Schwingkreis mit bekannter Güte verwenden.

Deshalb schrieb ich auch dieses Bsp. ein.
73 de Uwe
DC5PI

10

Sonntag, 14. Oktober 2012, 12:12

Hallo Uwe und Günter,
Danke für die Infos.
@ Günter,
ZF liegt bei knapp 9 MHz, ist ein Ladderfilter, VFO dann von ca. 1,8 - 2 MHz.
Mit dem LC-VFO war alles ok.
@ Uwe,
Ja ich werde mal so ein Filter bauen und mit dem Netzwerktester durchmessen und dann einfügen.
Mal sehen oder besser hören was sich tut?

73 de Erich

11

Sonntag, 14. Oktober 2012, 13:15

Hallo Erich,

Du solltest dann ein TP-Filter bis 2,2MHz konstruieren. Auch ist die Anpassung an 200R und die impendanzrichtige Einkopplung wichtig.

Ich habe gerade mal meinen DDS-20 mit AD9834-C und 75MHz Takt mit dem Rigol DS1102E angesehen.
Testtek Tastkopf, Bandbreite 350MHz, Stellung 1x 1MOhm.

Das ist dieselbe Platine, aber mit AD9834-C und 75MHz Takt bestückt, die Du auch hast.
Am Ausgang sind zwei Koppelkondensatoren mit 100nF|1µF(MKS) angeordnet, danach greife ich dann das Signal mit dem 1MOhm Tastkopf ab. Somit ist hier auch keinerlei DDS-Ausgagansfilter - auch DDs-Rekonstruktionsfilter genannt - vorhanden.

Hier siehst Du die Spektren der Oberwellen für f0 = 10MHz.

Die Spektren der Oberwellen für die Grundfrequenz f0 = 2MHz kommen im nächsten Beitrag.
»DO5PI« hat folgende Bilder angehängt:
  • ad9834-20db.jpg
  • ad9834-15MHz.jpg
  • ad9834-20MHz.jpg
  • ad9834-30MHz.jpg
73 de Uwe
DC5PI

12

Sonntag, 14. Oktober 2012, 13:16

Hallo Erich,

hier siehst Du die Spektren der Oberwellen für f0 = 2MHz und auch das nicht so schöne Signal.
»DO5PI« hat folgende Bilder angehängt:
  • ad9834-2MHz-spektrum.jpg
  • ad9834-2MHz-6MHz-spektrum.jpg
  • ad9834-2MHz-signal.jpg
73 de Uwe
DC5PI

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13

Sonntag, 14. Oktober 2012, 13:32

Moin Erich,
ZF liegt bei knapp 9 MHz

damit lässt sich doch schon einmal die Frequenz bestimmen, die vermutlich in deinen Mischer gerät, um diesen Effekt zu erzeugen: Entweder ca. 3Mhz oder ca. 15MHz ("höhere" Mischprodukte einmal ausgenommen). Falls der Oszillator des DDS auf 24Mhz schwingt, würde ich mal eher die 3Mhz vermuten -> digitale Teilung durch 8, diese Frequenz existiert bestimmt irgendwo innerhalb des DDS-Chips. Daher könnte der Effekt auch auf einer Einstreuung aus dem Chip beruhen. Kannst du die Position des DDS-Moduls im Transceiver versuchsweise verändern, um einen solchen Effekt zu ggf. entdecken?

Mit dem LC-VFO war alles ok.

Kannst du ggf. "Teile" (Hauptschwingkreis) des ehemaligen Oszillators als Filter "zweckentfremden"? Ich denke da so in die Richtung "Rückkopplungzweig auftrennen, DDS-Signal (entsprechend abgeschwächt) einspeisen".

73 de Roland / DK1RM

14

Sonntag, 14. Oktober 2012, 13:48

Hallo Erich,

hier noch einen steiles TP-Filter f0=2,2MHz.

Vielleicht hilft dir das Design noch weiter.
»DO5PI« hat folgende Dateien angehängt:
  • 01-2.2MHz.pdf (19,83 kB - 294 mal heruntergeladen - zuletzt: 30. November 2017, 22:24)
  • 02-2.2MHz.pdf (23,89 kB - 245 mal heruntergeladen - zuletzt: 30. November 2017, 22:24)
73 de Uwe
DC5PI

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DO5PI« (14. Oktober 2012, 23:35)


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15

Sonntag, 14. Oktober 2012, 13:56

Hallo OM Erich

klemme mal Deinen DDS VFO ab, so dass kein Mischersignal anliegt. Ich vermute mal, dass bei Deinem
Empfänger ein NE602 oder was damit Vergleichbares verbaut ist.
Dein Eingangssignal schlägt ohne VFO Signal über den ersten Mischer bis zum Quarzfilter durch.
Ist Dein Quarzfilter gekapselt ??? ...also bestimmt nur einfache Quarze , wo kein Quarzgehäuse geerdet ist.
Dann bestimmt noch schöne lange Leiterzüge auf der Leiterplatte so dass zwischen Eingang und Ausgang
des Filters die exestierende Kapazität ausreicht das Eingangsrundfunksignal bis zu Deinem zweiten
Mischer durch zu reichen. Dieser ist bestimmt ebenfalls ein NE602 oder Vergleichbares, hinten kommt
dann eben ganz schwach das demodulierte Rundfunksignal raus.
Ich möchte nichts gegen einfache schaltungen sagen oder den NE602 , aber man sollte mit einfachen
Mitteln keine Wunder erwarten.
OM Erich , beschreibe doch mal die schaltung von Deinem Empfänger.... an hand der Schaltung könnten wir dann
weiter analysieren, ein Foto mit dazu ist auch ganz gut..

schönen Sonntag , de
Manfred , dl3arw

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16

Sonntag, 14. Oktober 2012, 14:06

Moin Manfred,
Dein Eingangssignal schlägt ohne VFO Signal über den ersten Mischer bis zum Quarzfilter durch.

müsste dieser Effekt nicht auch schon vor dem Austausch des VFO aufgetreten sein?

73 de Roland / DK1RM

17

Sonntag, 14. Oktober 2012, 14:32

@DL1AZB

stell doch am besten mal deine Schaltung ein. Alles Andere ist doch mehr oder weniger Kaffeesatzlesen.

vy73, Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (14. Oktober 2012, 15:05)


18

Sonntag, 14. Oktober 2012, 15:32

Hallo lbe Om´s

die Schaltung des TRX findet ihr hier: http://www.kn-electronic.de/stlp-pics/HP-40M-MINI-STLP.jpg

Ich habe den original VFO gegen eine UNI-DDS getauscht und den Pegel vom DDS noch angepasst, d.h. mit einem einstufigen Verstärker auf das Niveau angehoben. Das Ganze spielte ca.ein halbes Jahr ohne Probleme oder es ist mir nie aufgefallen?

Zur Not könnte ich den Originalzustand wieder herstellen, alle Teile sind noch verbaut, nur elektrisch außer Betrieb, um zu hören ob das Phänomen weiter vorhanden ist. Das DDS-VFO-Signal speise ich am abgetrennten Original-VFO Ausgang ein.

73 de Erich

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19

Sonntag, 14. Oktober 2012, 17:35

Hallo Erich

Danke für die Schaltung vom OM Klaus. Nochmal zu meiner Anfangsfrage, wann tritt diese Effekt auf ???
Nur in der Einschaltphase des DDS-VFO oder generell beim Betrieb des Gerätes ??
Dann , wie und wo ist der DDS-VFO eingebaut oder ist er ein externes Gerät ?
Wie hast du die DDS-VFO - Einspeisung realisiert, mit einem Koppelkondensator oder galvanisch getrennt
mittels Übertrager ???
Zur Schaltung , wie Du sie hier eingestellt hast.... der Ausgang des 1. Mischers ist herrlich symetrisch
realisiert . Die Beschaltung der PINs 1 und 2 für HF -Eingang ist zwar unsymetrisch , aber so , wie ich den
Konstrukteur kenne , ist das Gerät / die Schaltung eigentlich in seiner Funktion vorher getestet worden.

Also , Erich , wann treten diese Effekte auf ????

73 de
Manfred , dl3arw

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20

Sonntag, 14. Oktober 2012, 17:58

Hallo OM Roland , DK1RM

der bisherige interne VFO hat keine Anlaufzeit, er gibt beim Einschalten gleich seinen richtigen Pegel
und richtige Frequenz aus. In der Jetzigen Konstruktion läuft der DDS-VFO erst an, es dauert etwas
Zeit bis die erforderlichen Zustände erreicht sind. Dazu kommt jetzt noch zwischen DDS-VFO und
Mischer ein zusätzlicher Verstärker. Der könnte in der Zwischenzeit und auch generell etwas
an Fremdfrequenz einfangen und dann verstärkt zum Mischer schicken.
Hochfrequenz geht zwar ihre eigenen Wege , und mit Erich bekommen wir das schon heraus.
Ich hatte mal einen HB-1A hier auf dem Tisch und der hatte ebenfalls Rundfunkdurchschlag.
Besonders bei geöffnetem Gehäuse dann sehr stark. Der DDS-Mischerpegel war dabei
in der richtigen Größe und bei schwachen Signalen auf dem Band konnte ich im Hintergrund
Rundfunk höhren auf 40 , 30 und 20mtr . Nicht immer , aber besonders am späten Abend.

73 de
Manfred , dl3arw