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1

Samstag, 28. Januar 2012, 23:06

Strom in HL messen

Hallo,

habe 2x12m Dublett mit HL gespeist. Jetzt gibt es bei meinem Tuner - speziell auf 160m - mehrere Einstellungen, bei denen ich ein SWR unter 1,5 bekomme. Damit ich die Leistung nicht im Tuner verbrate, möchte ich den Strom zur Antenne messen.
Meine Frage ist, ob es egal ist an welchem Punkt der HL ich die Ringkerne anbringe. Speziell im Hinblick auf hoch- und niederohmig. Kann es hierbei auch zu falschen Einstellungen kommen und wie sieht die Schaltung aus ?
72/73 de Uli
DF5SF

2

Samstag, 28. Januar 2012, 23:27

Hallo Uli,

hier findest Du zwei Beispiele:

http://www.dl2lto.de/sc/HB_HL.htm


Bei den Ringkernen wird mit dem Übersetzungsverhältnis 1:n auch der Strom 1/n verringert, solange Eingangs- gleich Ausgangsimpendanz ist.

Da wie die bei einer HL nicht kennen, kann man aber mit 600R zur Abschätzung rechnen.

Das ist das gleiche Prinzip wie bei den Richtkopplern, Rin = Raus = 50R.

.
73, Uwe
DC5PI

3

Sonntag, 29. Januar 2012, 14:12

Hallo,

habe 2x12m Dublett mit HL gespeist. Jetzt gibt es bei meinem Tuner - speziell auf 160m - mehrere Einstellungen, bei denen ich ein SWR unter 1,5 bekomme. Damit ich die Leistung nicht im Tuner verbrate, möchte ich den Strom zur Antenne messen.
Meine Frage ist, ob es egal ist an welchem Punkt der HL ich die Ringkerne anbringe. Speziell im Hinblick auf hoch- und niederohmig. Kann es hierbei auch zu falschen Einstellungen kommen und wie sieht die Schaltung aus ?
Für Praktiker ist sicherlich dieser Link sehr anschaulich:
p02.de/wp-content/uploads/2008/08/manuskript-stromsymmetrie. pdf

in Ergänzung zu
http://www.dl2lto.de/sc/HB_SDT.htm

aber eines scheint in allen Berichten gleich: sie gehen von einem Halbwellenstrahler auf der Grundwelle aus...
Wer fragt, ist dumm. Wer nicht fragt, bleibt dumm.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL1EGR« (29. Januar 2012, 16:12)


4

Sonntag, 29. Januar 2012, 15:02

Symmetrie

Hallo,
was meint denn die geschätzte Gemeinde zu folgender These:

Wenn man dafür sorgt, dass sich keine Gleichtaktströme bilden können,
muss der Strom auf der Speiseleitung zwangsläufig betragsgleich aber gegenphasig sein.
Erreicht wird das durch eine Sperre auf der 50 Ohm-Seite des Anpassnetzwerkes bestehend
aus aufgerolltem Koaxialkabel auf genügend vielen Ferritkernen, z.B. a la Kellermann-Balun.
Der indukive Blindwiderstand sollte groß gegen die jweilige Speiseleitungsimpedanz sein.
Das Kabel läßt die Sendeenergie zum Anpassnetzwerk passieren, parasitäre Ausgleichsströme über
das Funkgerät und sonstige Teile werden geblockt.

Wenn das so funktioniert, gibt es auch keinen Grund mehr, Anpassnetzwerke mir mehr als zwei
Bauteilen zu verwenden, Beispiel Webseite von DC9DZ. Mehr als eine Spule und einen Drehko braucht
es nicht, je nach Transfomationsrichtung wird das "querliegende" Blindelement umgeschaltet.
Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist die Vertauschbarkeit von L und C. Damit lassen sich
auch kleine Transfomationsschritte gut beherrschen.
Es treten auch keine Fehlabstimmungen auf, denn das Verhalten eines Reaktanztrafos
ist eindeutig.
hw sat, Oms ?
73, Andreas
DL5CN
dl5cn

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Beiträge: 60

Hobbys: Selbstbau & QRP / Musik Hören und machen / Pfadfinderei / Geocaching

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5

Sonntag, 29. Januar 2012, 15:02

Ich habe genau das gleiche Problem hier. Ich wollte auch noch wissen, ob das Ding wirklich symmetrisch arbeitet. Also habe ich ganz schlau zwei Ringkerne T-37-6, zwei Widerstände, 2 Dioden, zwei Anzeigeinstrumente und zwei Poti genommen. War aber Schrott. Dioden ungepaart, Anzeigeinstrumente waren nur solche Schätzeisen russ. Bauart die in Tonbandgeräten eingesetzt waren falsche Lastwiderstände usw. Das einzige was ich herausbekommen habe ist, sie ist unsymetrisch. Da ein Aufhängepunkt ca. 12m der andere nur 9m hoch ist und eine Seite knapp über das Hausdach läuft ist das keine Überraschung.
Danach fiel mir ein, das Ha-Jo (DJ1ZB) mal sowas thematisiert hat. Tatsächlich fand ich eine Kopie des Beitrages aus FA 5/97 von ihm über HF-Stromwandler und noch das Manuskript eine Vortrages in Pottenstein (G-QRP-Club). In beiden wird zwar von unsymetrischen 50 Ohm ausgegangen, gilt aber sinngemäß auch für symetrischen Leitungen. Z.B. nimmt man für so was, klar, einen Ferritkern usw. Abschlußwiderstand muss stimmen usw.

Zu dem eigentlichen Problem fand ich im Rothammel eine einfache Schaltung für eine Art unselektiven Feldstärkemesser. Das scheint mir für das Ziel, in welcher Stellung der Matchbox geht die meiste HF in die Luft, am besten geeignet. Das Ding besteht eigentlich aus einer HF-Diode mit gaaaaaanz langen Beinen, die die Hilfsantenne darstellen. Direkt über der Diode wird die Spannung abgegriffen und per Linkleitung im Shack auf das Meßinstrument geführt.
72 de Jan

DL-QRG-AG #GM / AGCW #3669 / NAQCC #6404 / SKCC #10113 / DARC D15
Hobo [80m/30m/20m/15m/10m] / GQ 40 / TS-515 (QRO) / SEG15 // 2x12,5 m an Hühnerleiter

:thumbsup: War's kein Erfolg, war's eine Erfahrung :thumbsup:

6

Sonntag, 29. Januar 2012, 15:46

Hallo,
was meint denn die geschätzte Gemeinde zu folgender These:


Wenn das so funktioniert, gibt es auch keinen Grund mehr, Anpassnetzwerke mir mehr als zwei
Bauteilen zu verwenden, Beispiel Webseite von DC9DZ. Mehr als eine Spule und einen Drehko braucht
es nicht, je nach Transfomationsrichtung wird das "querliegende" Blindelement umgeschaltet.
Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist die Vertauschbarkeit von L und C. Damit lassen sich
auch kleine Transfomationsschritte gut beherrschen.
Es treten auch keine Fehlabstimmungen auf, denn das Verhalten eines Reaktanztrafos
ist eindeutig.

Genau so ist es! Ein T-Match ist mehrdeutig. Es gibt aber eine "Abstimmhilfe" für T-Match :thumbup:

http://fermi.la.asu.edu/w9cf/tuner/tuner.html
73 & cu, Roger

7

Sonntag, 29. Januar 2012, 15:47

ist es viel Aufwand ein Foto hier zu zeigen und ein Schaltbild zu einzustellen?
Wer fragt, ist dumm. Wer nicht fragt, bleibt dumm.

8

Sonntag, 29. Januar 2012, 17:09

Hallo,

vielen Dank für die Links.
habe auf die Schnelle mal einen Klappferrit (unbekannter Herkunft) genommen, mit 10 Windungen bewickelt und mit 50 Ohm abgeschlossen. Dazwischen die HL geklemmt (wie in dem Artikel von P02 beschrieben).
An den 50 Ohm wird mit einem Oszilloskop die Spitze-Spitze Spannung gemessen. Mein Tuner ist ein MFJ Balanced Balance Line Tuner MFJ-974HB.

Jetzt habe ich auf minimales SWR (besser 1,2) abgestimmt. Anzeige bei Tuner und TS480 identisch.

160m
Möglichkeit 1: 5,6Vpp
Möglichkeit 2: 4,5Vpp, ca. 80%
80m
es gibt nur eine Möglichkeit
40m
Möglichkeit 1: 430mVpp
Möglichkeit 2: 320mVpp, ca. 75%
30m
Möglichkeit 1: 470mVpp
Möglichkeit 2: 430mVpp
Möglichkeit 3: 340mVpp, ca. 72%
20m
es gibt nur eine Möglichkeit
17m
meine Antenne lässt sich hier nicht abstimmen
15m/12m/10m
es gibt nur eine Möglichkeit.

HW?
»DF5SF« hat folgendes Bild angehängt:
  • messung.jpg
72/73 de Uli
DF5SF

9

Sonntag, 29. Januar 2012, 17:15

Hier mal ein Link zum Thema:

http://www.lltuners.nl/index.php/led-meter.html

73 de Klaus DM4TJ

10

Sonntag, 29. Januar 2012, 17:47

Hallo Andreas,

du bist auf dem richtigen Weg, wir hatten das Thema Unsymmetrischer Koppler für symmetrische Antennen
hier im Forum auch schon behandelt.

Evtl. hilft Dir auch das Paper von Wolfgang, DG0SA

Arme-Leute-Antenne

und die Balunbausätze für undefinierte Impedanzen weiter.
73, Uwe
DC5PI

11

Sonntag, 29. Januar 2012, 19:19

Hi,
hier die Schaltung vom Balanced Balance Line Tuner MFJ-974HB
»DF5SF« hat folgendes Bild angehängt:
  • mfj.jpg
72/73 de Uli
DF5SF

12

Sonntag, 29. Januar 2012, 19:41

Reaktanztrafo

Hallo,
ich habe ein schnelles Schaltbild gebastelt. Die Schaltung ist der von DC9DZ auf dessen Webseite ähnlich.
Wie schon erwähnt, kann man L und C vertauschen und erhält dann einen Hoch- oder Tiefpass.
Das Grundprinzip der Reaktanztransformation besteht darin, dass der kleinen
Impedanz ein Blindwiderstand in Reihe geschaltet wird und der großen einer parallel.
Auf der Betriebsfrequenz kompensieren sich die Blindelemente.
Wohl gemerkt, es gibt keine Resonanz !
Die Betriebsgüte der Elemente ist klein und damit der Wirkungsgrad hoch.
Und es gibt nur eine einzige eindeutige Einstellung.
Für die jeweilige Transformationsrichtung, größer oder kleiner 50 Ohm, wird die Spule
im Beispiel vor oder hinter das C geschaltet oder gesteckt.
Wichtig scheint es, zu erkennen, dass die Drossel das entscheidende, zentrale Bauteil ist.
Pulvereisenkerne haben hier nichts verloren, es wird L benötigt.
Wie in dem Artikel von Om Kellermann beispielhaft zu lesen ist, entsteht eine wirksame
Koaxialdrossel z.B. durch viele hintereinandergeschaltete Teilwicklungen auf Ferritkernen und hat gleichzeitig eine
geringe Eigenkapazität.
Nicht durch einen symmetrischen Koppler sondern durch eine wirksame Gleichtaktunterdrückung
auf der 50 Ohm-Seite wird die Symmetrie "erzwungen".
Das ist alles nicht neu aber es finden sich immer wieder aufwendige Konstrukte, die m.E. nicht erforderlich sind.
Nicht verschweigen sollte man, dass die Abstimmelemente hf-mäßig "hoch" liegen, ein isolierter Aufbau ist
zwingend.
73, Andreas
DL5CN
»dl5cn« hat folgendes Bild angehängt:
  • Reaktanztrafo.jpg
dl5cn

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