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  • »do1pil« ist weiblich
  • »do1pil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 53

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1

Freitag, 9. April 2010, 16:16

Antenne fuer KW bei weing Platz

Hi tezame,
ich habe den FT857D. Dieser kann auch KW.
Ich habe leider ein Problem:
Ich kann keine grosse Antenne aufstellen, da
meine Nachbarn schlimm sind.
Wer solche Nachbarn braucht man keine Feinde.

Welche Moeglichkeiten habe ich ?

73 Mary (DO 1 PIL)

http://fliegerin.net/antenne/bild.jpg

PS: ich will max mit 10 Watt senden
QRP - es gibt 1001 Grund dafuer
AGCW: 3538

  • »holgerschurig« ist männlich

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2

Freitag, 9. April 2010, 16:25

Achtung: ich bin Anfänger und noch ohne Praxis. Lege meine Antworten nicht auf die Goldwaage.

Indoor-Antennen fallen Deinem Nachbarn nicht auf. Allerdings ist der Wirkungsgrad beispielsweise einer Magnetic-Loop beim Senden recht schlecht. Wenn Du dann noch QRP machst, wird's nicht besser. Ausweg: CW, PSK31, WSPR etc. Du solltest auch bedenken, daß Du Dich selbst evtl. starken Feldstärken aussetzt, wenn Du eine Sendeantenne direkt neben Dir hast.

Weiterhin kannst Du mal nach "Stealth" und Zusammenhang mit "Antenne" und "Hamradio" googlen. Du bist nicht die erste, der dieses Problem hat, siehe z.B. http://www.dxzone.com/catalog/Antennas/Stealth/. Es gibt da teilweise "verrückte" Lösungen, beispielsweise hatte ich mal eine Webseite gesehen, bei der der OM seine Regenrinne unten am Haus mit einem Plastikrohr isoliert hatte, danach konnte er die Regenrinne als "Inverted-L" anmatchen.

Drittens kannst Du mit so einem kleinen TRX natürlich auch "unterwegs" (z.B. bei Wanderungen) funken. Für Mobil-Betrieb gibt es auch viele Vorschläge, z.B. Draht-Dipole entweder mit Baum&Zwille, oder mit GFK-Mast.

3

Freitag, 9. April 2010, 17:16

vielleicht mal hier als Anregeung für EH-Antennen schauen:

http://www.darc.de/distrikte/f/39/bastel…ichte/2003.html

73
de
Addi / DC0DW

  • »DM3DA« ist männlich

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4

Freitag, 9. April 2010, 18:25

Hallo Mary,

hast Du einen Balkon, Garten oder Terrasse?

Gibt es in Deiner Nähe eine Clubstation eines DARC-Ortsvereins?

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

5

Freitag, 9. April 2010, 21:12

Einsatz für Arthurs Dosenantennen

http://dl7ahw.bplaced.net/Superantenne00.htm


Hallo Mary,

schau Dir mal Arthurs Seiten an. Das super kann man sich ja auch wegdenken, es sind halt Antennen die gut funktionieren, wenig Platz brauchen und wenn man es richtig macht nicht als Antenne zu erkennen sind. Normalerweise sind das Monobandantennen. Ich habe für die Spule auch schon mal eine Rollspule eingebaut. Damit ist die Antenne für viele Bänder abstimmbar. Die Raporte waren gut, die Antenne verhält sich wie eine Vertikal. Der Nahbereich bis 1500 km ist mäßig was weiter weg ist funktioniert gut.
Von Peter 2fi kam die Anregung ein kleines 5Liter Bierfaß zu nehmen und eine Pflanze darauf zu stellen (auf dem Balkon) dann muß man nur abstimmen weil die kapazitive Last veränderlich ist.

Andere Idee: Wenn dein Haus eine Dachrinne hat bei der man das Fallrohr unten isolieren kann, dann kann man im Haus einen Automatiktuner (Smarttuner etc.) setzen und durch die Wand von hinten an das Fallrohr gehen. Das ist dann eine Vertikal mit Dachkapazität. Als Gegengewicht kann man das Heizungssystem im Haus benutzen wenn es geschweißt oder gelötet ist. Moderne geklemmte System gehen nicht.

Es gibt Möglichkeiten berichte mal

73 de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

6

Freitag, 9. April 2010, 21:17

Apropos Dachrinne: Ist sie aus Kunststoff und - nach Möglichkeit - umlaufend, dann kannst Du in die Rinne ebenfalls eine isolierte Drahtlitze einlegen und diesen Draht irgenwie anpassen. Z-Match oder ähnliches. Das Gegengewicht kannst Du im Fallrohr unterbringen. Oder in der Wohnung unterm Teppich. Oder unter der Deckenverkleidung. Oder der Wandverkleidung...

  • »hb9chb« ist männlich

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7

Samstag, 10. April 2010, 08:30

Hallo Mary und andere "Antennengeschädigte"

Meine Station ist in einer kleinen Mietwohnung, da gibt es auch nur wenig Platz für eine Antenne und die soll möglichst unauffällig sein.
Wie ich das Problem gelöst habe ist in meiner Homepage beschrieben. Vielleicht gibt es da auch eine Idee die für Dich hilfreich ist.
Seit etwas mehr als 1 Jahr benutze ich auch die Dachrinne als Antenne. Das Fallrohr aus Kupfer verläuft direkt neben meinem Balkon im 4. Stock.
Angepasst wird mit einem automatischen Antennetuner von LDG. Das geht natürlich auch mit jedem anderen Antenentuner wie ZM-4 usw.
Mit der Dachrinne hab ich zum ersten Mal auf 40m DX-QSO geführt. Seit es wieder Sonnenflecken gibt gab es damit auch DX auf 20 15 10m.
Dazu ist zu bemerken dass es wahrschainlich keine 2 genau gleichen Dachrinnen gibt, erst recht nicht wenn man auch die Umgebung einbezieht.
Das gilt auch für alle anderen Behelfsantennen am Balkon. Z.B. muss ich auch mal die Antenne nachstimmen wenn der Nachbar seine Sonnenstore ausfährt.

Ich hoffe dass diese Ausführungen ein klein wenig beigetragen haben dass Dein Antennenproblem gelöst werden kann.

73 de HB9CHB, Martin

  • »holgerschurig« ist männlich

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8

Samstag, 10. April 2010, 09:19

Hallo Martin !

Du schriebst, daß Du bei Deiner Balkonantenne einfach auf Höhe Deines Balkons angekratzt hast. Dann sit die Antenne "nach unten", zur Erde nicht isoliert? Hast Du dann nicht massenweise Verluste in Richtung Erde?

Habt Ihr in der Schweiz so etwas wie ein Selbstanzeigeverfahren? Ich stelle mir eine Dachrinnenantenne in DL als schwierig vor, insbesondere in den Punkten Selbstanzeige und Einhaltung der Schutzabstände. Etwas später in Deiner Homepage schreibst Du, daß Du nur 10W auf KW und 20W auf UKW machst ... aber dennoch dürfte es schwierig sein, für so eine Antenne die Feldstärken zu bestimmen und nachzuweisen, daß sie eingehalten werden ?!?!

Deswegen habe ich das in meinem ersten Post als "verrückte" Antenne bezeichnet (die Idee an sich finde ich eher "cool"). Es gibt aber noch verrücktere Antennen, ein Amerikaner hat mal einen Baum "angematcht" :-)

  • »DK1RM« ist männlich

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9

Samstag, 10. April 2010, 12:24

Moin Mary,
Welche Moeglichkeiten habe ich ?

kommst du mechanisch und elektrisch -> Kontakt anklemmen (notfalls mit "Krokodilklemme") an die Dachrinne (in deinem Bild links von der X50) heran? Wie sieht das Fallrohr aus? Übergänge (Knicke) aus Kunststoff (wie bei mir)?

73 de Roland / DK1RM

  • »hb9chb« ist männlich

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10

Samstag, 10. April 2010, 12:50

Hallo Holger,

Ob das Rohr zur Erde isoliert ist oder nicht lässt sich in der Wohnung nicht feststellen, da hier im 4. Stock keine HF-Erde vorhanden ist.
Hab nur mit dem Ohmmeter geprüft, ob zwischen dem Rohr und dem Balkongeländer eine leitende Verbindung besteht. Das ist nicht der Fall. So kann ich annehmen dass mindestens eines von beidem nicht geerdet ist.
Das überraschende an diesem verrückten Murks ist dass das funktioniert. Die Resultate sind besser als mit der weiter oben (in der Homepage) beschriebenen kurzen Vertikalantenne.
Hab auch probiert was ist wenn ich das Geländer als Strahler und das Rohr als Gegengewicht anschliesse: Das Resultat war deutlich schlechter. Das liess sich auch nicht mit dem Tuner auf ein zulässiges SWR abstimmen.
Zum Anzeigeverfahren in der Schweiz: Eine Ortsfeste Anlage muss hier bei der Gemeinde oder dem Kanton per Baugesuch angemeldet werden. Ein Standortdatenblatt mit Schutzabtände usw. muss ausgefüllt werden wenn die Ortsfeste Anlage eine Strahlungleistung von > 6W EIRP aufweist.
Darum ist bei mir nichts fest aufgebaut. Das ist eine Portabel-Anlage die jederzeit ohne Werkzeug entfernt werden und an möglichst beliebigem anderen Ort aufgestellt kann.
Die Antenne wird auch immer abgebaut wenn die Anlage nicht in Betrieb ist. Das Kriterium ist bei einer solchen Anlage dass sie nicht mehr als 800 Std pro Jahr am gleichen Ort in Betrieb ist, sonst gilt auch das als Ortsfest. Wenn ich in mein Logbuch schaue dann komme ich mit Mühe auf 300 Std. Und davon ist das Meiste nur Zuhören, also nicht Senden.
Die Berechnung zum Datenblatt hab ich trotzdem für mich gemacht. Unter Berücksichtigung der wahrscheinlichen Verluste würde ich mit 100W Output in CW auf allen KW-Bändern die Grenzwerte gerade erreichen. Diese Antenne lässt sich aber mit keinem Modell berechnen. Das gilt auch für alles andere was so nah am Gebäude steht. Es ist nämlich nich vorauszusehen was alles noch in Resonaz geraten kann und dann auch strahlt. Deshalb geh ich nur mit ca 20% der Output-Leistung raus. Das schont auch die Endstufe bei dem Gebilde das ja kaum auf 50Ohm in Resonanz ist.
Mir ist klar dass derartige Gebilde nicht in allen Punkten den Vorstellungen der meisten Funkamateure entsprechen. Für mich ist nur entscheidend dass ich irgenwie QRV bin. Eine Magnetische Antenne im Inneren der Wohnung wäre bez. Sicherheitsabstände sicher die schlechtere Lösung als etwas aussen an der Fassade.

73 de HB9CHB, Martin

11

Samstag, 10. April 2010, 13:33

Hallo Mary,

da hast Du ja mein Lieblingsthema angeschnitten.

Meinen Vorrednern kann man eigentlich nur wenig hinzufügen.

Was ich Dir aber sagen möchte ist, dass Du Dich von OMs die vermeindlich immer alles besser wissen nicht beirren lassen darfst. Ich habe in der Vergangenheit viel Zeit verbraten mit Überlegungen und Argumenten warum eine Antenne nicht geht statt sie einfach zu bauen und zu funken. Wenn die strahlenden Gebilde noch so verrückt sind, es geht irgendwie doch immer. Klar ist das dann kein Vergleich mit einem Beam auf dem Dach. Aber das ist ja eh klar. Und ich bin der Meinung, ich funke lieber mit einer nicht optimalen Antenne als gar nicht. Über die Optimierung kann man sich später immer noch Gedanken machen.

Viel Spaß beim Experimentieren und halte und auf dem Laufenden.

73 de thomas, dk2nb
DK2NB Thomas JN59NI DOK B13 - MA12 - RockMite 14MHz - Elecraft T1 - Kenwood TS-480SAT
DL-QRP-AG #1131 AGCW #2109 G-QRP-Club #10385 GTC #256 EPC #2020 GM25

  • »DF5WW« ist männlich

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12

Samstag, 10. April 2010, 18:03

Ich glaube irgendwer hat mal ganz treffend gesagt "Besser eine schlechte Antenne als garkeine" und das kann man so unbedenklich stehen lassen ..... Wenn ich mich recht entsinne hatte Mary mir schonmal eine Mail geschickt mit der Frage wie ich das damals bei mir gelöst hatte ......

Ich hatte zwar den Vorteil eine G5RV unter Dach unterbringen zu können (mit etlichen Knicken und Winkeln) aber über der Antenne war Dachisolierung mit Alufolie. Trotz der grauen Theorie das sowas nicht funktionieren kann ging es trotzdem mit FT-817 und in PSK31 bis ZL3RG ...... HF sucht sich ihren Weg :D

cu :thumbsup:
73´s Jürgen , 5 wtts, 2 x 13,5 m doublet as inverted V on a 12m GFK Pole ...Member Log4OM Betatest Team

13

Samstag, 10. April 2010, 19:32

...statt sie einfach zu bauen und zu funken. Wenn die strahlenden Gebilde noch so verrückt sind, es geht irgendwie doch immer. (...) ich funke lieber mit einer nicht optimalen Antenne als gar nicht. Über die Optimierung kann man sich später immer noch Gedanken machen.
Bingo. Eindlich mal ein praktischer Beitrag, der mir aus der Seele spricht! Während die Theoretiker alle Varianten diskutieren, haben die Praktiker schon das WAC gearbeitet. 8) Alles, was HF empfängt, wird auch HF abstrahlen können. Es ist nur eine Frage des 'anmatchens'.

Beispiel Regenrohr: Ber der Entfernung zum Erdboden ist es vollkommen wumpe, ob das unten isoliert ist oder nicht, jedenfalls für HF-Belange. Da ist soviel Wirkfläche vorhanden, die noch sicher abstrahlen wird.

Bei dem Foto der Ankoppelung sehe ich allerdings keinen blanken Draht, sondern noch eine Isolierung, die da um das Rohr gewickelt ist. Wird das Fallrohr induktiv eingespeist? Ja, klar, Dein Betrag sagt was anderes, aber ich sehe auf dem Foto keinen blanken Draht am Fallrohr. Ist das eine optische Täuschung?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF2OK« (10. April 2010, 20:49)


  • »holgerschurig« ist männlich

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14

Samstag, 10. April 2010, 21:05

Zitat

Während die Theoretiker alle Varianten diskutieren, haben die Praktiker schon das WAC gearbeitet. 8) Alles, was HF empfängt, wird auch HF abstrahlen können. Es ist nur eine Frage des 'anmatchens'.
Und des Wirkungsgrades. Und Du übersiehst, daß wir in Deutschland Gesetze wie EMVU oder BEMFV haben, ob Du sie nun magst oder nicht. Ich bin gezwungen, Sicherheitsabstände einzuhalten bzw. zu garantieren. Und das geht scheinbar nicht mit allen denkbar möglichen Antennen. 10 EIRP sind sehr schnell erzeugt.

Da fand ich HB9CHB's Beitrag sinnvoll, denn er hat geschrieben, wieso er aus seiner Sicht das in HB machen darf.

Übrigens: ich bin natürlich notgedrungen ein Theoretiker, und das WAC werde ich auf absehbare Zeit nicht machen. Habe ja auch erst am Dienstag meine Prüfung :-) Das ich schon "alle" Möglichkeiten diskutiere ... nehme ich mal als Lob auf :-)
Ber der Entfernung zum Erdboden ist es vollkommen wumpe, ob das unten isoliert ist oder nicht, jedenfalls für HF-Belange. Da ist soviel Wirkfläche vorhanden, die noch sicher abstrahlen wird.
Hmm, bist Du sicher? Ich habe mal einen Artikel über Beverage-Antennen gelesen. Dort wurde konstatiert, daß die eher zum Empfangen geeignet sei. Ein Merkmal der Beverage ist ja, das am "fernen" Ende ein ohmscher Widerstand von ca. 500 Ohm gegen Erde dran ist. Wenn man eine Beverage zum Senden nimmt, würde dort die meiste Sendeenergie verbraten werden. Wenn nun 500 Ohm bei einer Beverage an einem seeeeeehr weit entfernten Ende schon so stören, wieso sollte dann eine geerdete Regenrinne hier besser sein?

Zweitens: wenn ich eine Antenne habe, die "aufhört", habe ich ja am Ende immer einen Stromknoten/Spannungsbauch. Wenn an dem Ende aber nun ein Übergangswiderstand zur Erde ist, trifft das nicht zu. Also muß das Gebilde dann gänzlich andere Parameter haben (Resonanz, Fußpunktwiderstand, Abstrahlcharacteristik, wasweissich). Vielleicht kann man die dann immer noch "anmatchen", aber ein SWR nahe 1 heißt ja noch lange nicht, daß auch meine gesamte Energie in die Luft geht ...

Vielleicht würde ich als Praktiker das dennoch einfach mal versuchen, wieso auch nicht. Allerdings gehöre ich zu der Sorte Menschen, die eines Tages dann doch wenigstens ein Teil der Theorie verstehen wollen :-)

  • »hb9chb« ist männlich

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15

Samstag, 10. April 2010, 21:07

Hallo Michael DF2OK,
Was Du beim Regenrohr siehst ist keine Isolierung, sondern sog. Weidezaunlitze. Das gibt es bei der Landwirtschaft. Das ist im Prinzip eine farbige Nylonschnur, bei der Drähte drumherum gewickelt sind. Das lässt sich besser um das Rohr binden, macht auch Kontakt, und falls ein Nachbar mal hinschaut sieht er eine farbige Schnur.
Kannst natürlich auch blanke Kupferlitze oder so nehmen. Das nehm ich auch für Langdrahtantenne auf dem Balkon, als "getarnter Draht".
72 de HB9CHB, Martin

16

Samstag, 10. April 2010, 22:22

Moin. Ist immer wieder interessant zu lesen, mit welchen der '4 Ohren' (Psychologie) die Menschen Informationen verarbeiten und bewerten. ;-)

@Holger: Ich wünsche Dir erst einmal alles Gute für die Prüfung! Mein Text war keine persönliche Kritik an niemanden, das würde anders aussehen. Aber wenn Du eine Bewertung möchtest, dann ist es als Lob gemeint :-) Selbstverständlich spielen die von Dir genannten Faktoren eine Rolle, keine Frage. Wenn es aber AUSSCHLIESSLICH (also ohne Gesetzesvorschriften mit allem 'drum und 'dran) darum geht, HF abzustrahlen, dann wird halt das, was HF empfängt auch welche abstrahlen. Nicht mehr und nicht weniger war gemeint :-) Beispiel: Im Spionagebereich hatte der sendende Agent so gut wie nie die optimalen Antennenmöglichkeiten. Es war nur wichtig, dass er a) zur verabredeten Zeit auf b) der genannten Frequenz qrv war. Die "Ohren" musste dann die Empfangsstation haben, das ist klar. Es 'ging' aber so gut wie immer.

Es kann so gut wie alles angepasst werden, was aus Metall ist. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. So wird berichtet, dass selbst Bäume angepasst worden sind. Ja, das geht. Ferner wurden Antennen in der Erde vergraben. Natürlich war damit ebenfalls erfolgreicher Funkverkehr möglich. Wurde u.a. im Vietnamkrieg gemacht.

Um zum Thema zurückzukommen: Logischerweise sollten dabei neben gesetztlichen Bestimmungen auch das technische Optimum gefunden werden. Meine Zeilen sollen lediglich zu einem "etwas" entkrampften, entspannten Denken (und idealerweise Handeln) führen :-) Somit Mary anregen, einfach mal zu probieren, was geht. Und auch was nicht.

Ich habe mal aus Spass an der Freude an unserem Haus meinen QRP-TRX mit einer Z-Match an die Metalldachrinne angeschlossen. Auf 40m dann auf Minimum SWR abgestimmt und einfach mal ON, 9A und so gearbeitet. Mit 5W, CW und auf ersten Anruf. Mal eben so aus Jux. Es geht also :-)

@Martin: Jaaa, das ist es. Ich kenne derartige Leitungen, weil ich sie selber genutzt habe. Allerdings war der Kunststoff nur rot. Ferner sind die sehr dünnen Drähte aus Nirosta.

<Ironie an> Sicher würden die Fachleute behaupten, dass dünne Drähte überhaupt nicht gut sind und Nirosta sowieso nicht :-) </Ironie> Trotzdem habe ich diese Leitung mal für eine sehr lange Antenne benötigt. Und auch mal parallel an der Drachenleine hochgezogen.

Vielleicht liegt es an meinen vielen Jahren, die ich schon auf dem Buckel habe, um an einige Sachen entkrampft und locker heranzugehen. Dazu passt auch folgende Weisheit: Alle sagten: "Das geht nicht". Dann kam einer, der wusste das nicht und schon funktionierte es.

QRP is FUN :-)) Salü.

  • »DK7QB« ist männlich

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17

Sonntag, 11. April 2010, 17:00

Hallo !

Ich weiß ja nich, ob die Nachbarin garnicht sehen möchte, oder du was kleineres Aufbauen kannst ..... aber blos keine Störungen verursachen sollst ?

Als erstes würde ich Behaupten : eine ANT die man nicht sieht ( Sehr kleine ANT ) kann auch nicht gut abstrahlen.
eine ANT die man etwas sieht, kann etwas abstrahlen.
eine ANT die man sehen darf, kann schon sehr gute Dinge Leisten.

Zweitens : Erwarte von Wunder - ANT keine Wunder ! Die strahlen auch was ..... aber mit welchem Wirkungsgrad !?
QSO´s sind damit auch mit Sicherheit gefahen worden ..... aber wie oft und wo hin ?!?

Ich stand mit 14 Jahren vor dem selben Problem ..... und die ANtworten waren : Kaufe direine XY - ANT aus dem Laden und dann kannst du was machen !
Aber ich konnte auch mit den Laden ANT nicht viel arbeiten ! Waren einfach Falsch Plaziert usw.

Nach vielen Jahren und auch vielem Ausprobieren, bin ich zu der Meinug gekommen, das man sich Besser selber was aus Draht oder Rohren Bauen sollte.

An deiner Stelle, würde ich evtl. einen Jeep ANT Fuß besorgen ( Kann dir einen zusenden wen du möchtest ) und die passenden Stäbe.
Dann eine kleine Metallülate in der Dorfschmiede machen lassen ( Kostet ein paar EURO ... wenn nicht sogar Umsonst ) und baue dir auf dem Balkon eine GP. Nimm da Geländer als Gegengewicht und schon kannst du von 28MHz bis 10MHz Senden und Empfangen.
Was du auf jeden Fall immer Benötigst ist ein Antennen Tuner ! Entweder selber was Bauen, oder bei e..y oder Funkboerse usw. einen Automatischen ATU suchen. Das Teil kannst du ein AFU-Leben lang immer wieder einsetzen !!!!!

Alternative 2. : Eine Fieberglasrute ( kann dir Bilder senden wie du die Günstig und sehr stabil aufbauen kannst ) und dann einen Draht Dipol auf diese Angelrute kleben ( ISO-Band ), dann etwas Hühnerleiter Kabel und einen kleinen 1:4 BALUN ( natürlich selber gebaut ) einfügen und schon geht es mit 10 W auf die Bänder.

Alternative 3 : Besorge dir beim Örtlichen Elektriker ein stück 6qmm oder 10qmm Maßiv Leitung ( ca. 4 m ). Dann eine Dachlatte von ca. 1,2 m Länge und mache diese Senkrecht ( mit 3 kleinen Winkeln aus dem Baumarkt ) auf ein Stück Größeres Holzbrett von ca. 30 x 30 cm. Zuerst schneidest du dir ein sechstel vom Draht ab, für die Koppel Schleife. Dann biegst du den Draht Kreis rund und machst die Runde Schleife nach oben offen mit Kabelbinder auf diese Dachlatte. Zwischenzeitlich Besogst du dir bei einem Klub Mitglied noch einen alten Rundfunk Dreko von 300 bis 500 pF. Diesen lötest du mit einem Kräftigen Lötkolben am oberen Ende zwischen das offene Ende. Unten kommt noch eine Koppelschleife, die Mittig auf die Schleife unten gelötet wird und dort eine PL-Buchse an und auflöten. ( Siehe bei der Zeichnung ). Schon hast du eine Magnetantenne mit wenig Geld gebaut. Evtl. mal andere Drehkos verwenden um den Frequenzbereich aus zu Testen. Aber nie mehr wie max. 10 W auf dieses ebilde geben, da sonst du Fuken zwischen den Drehko Platten zieschen !.

Viel Erfolg bei den Antennen und lasse mal lesen was es gebracht hat !

vy 72 / 73 de Bert SA2BRN -- DK7QB
»DK7QB« hat folgendes Bild angehängt:
  • AFU - Magnetantenne.JPG

  • »DF5WW« ist männlich

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18

Sonntag, 11. April 2010, 19:10

Hühnerleiter & Balun ????? Den aber doch höchstens wenn man damit auf einen "normalen" ATU will ..... An einem "echten" symmetrischen Koppler braucht man das nicht und da ist auch keiner drin versteckt ..... ?( ?(
73´s Jürgen , 5 wtts, 2 x 13,5 m doublet as inverted V on a 12m GFK Pole ...Member Log4OM Betatest Team

19

Sonntag, 11. April 2010, 20:32

Hallo Mary,
eine Loop ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Ein noch mehr als Du antennengeschädigter OM im Nachbarort arbeitet mit 10W SSB und PSK alles mit 2 Loops. 80m und 40m mit einer grösseren, die restlichen Bänder mit einer kleineren. Über Loop-Antennen gibt es so unendlich viele Bauanleitungen (wie auch Gerüchte, hi) im Netz, aber eine sehr praktikable möchte ich Dir auf den genannten Seiten empfehlen. Die Version 1habe ich hier liegen und gerne genutzt, die Version 2 könntest Du sicher schnell realisieren. Ich habe mir den Luxus erlaubt - damit ich auch den Allwellen-RX mit der Antenne nutzen kann - statt der umschaltbaren Kondensatoren einen Drehko zu nehmen. Das geht, ist aber ohne Feintrieb recht spitz abzustimmen. Ob Du das Ding nun sauber getarnt in eine Pflanze auf den Balkon stellst oder im Zimmer betreibst, bleibt Dir überlassen. ;)

  • »DK1RM« ist männlich

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20

Sonntag, 11. April 2010, 21:09

Moin Bert,
Als erstes würde ich Behaupten : eine ANT die man nicht sieht ( Sehr kleine ANT ) kann auch nicht gut abstrahlen.
eine ANT die man etwas sieht, kann etwas abstrahlen.
eine ANT die man sehen darf, kann schon sehr gute Dinge Leisten.

Stimme ich zu, nur in diesem Fall (wie auch bei mir) liegt der "Trick" darin, die sichtbare ANT (für "Unwissende") nicht als ANT erscheinen zu lassen. Dachrinnen sind da ein gutes Beispiel. Aber auch z.B. (nicht geerdete) Balkongeländer oder "Rankgitter für Pflanzen"... Hier ist ein wenig Phantasie gefragt...

73 de Roland / DK1RM