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1

Sonntag, 30. November 2008, 09:20

Fragen zur QRP-PA 2008

Hallo,
einige Fragen zur PA:
Wie sollte der Kühlkörper dimensioniert sein für 10W out PSK31. ?
Ist hierbei Lüfter notwendig ?
Müssen die 3 Leistungstransistoren isoliert auf den Kühlkörper geschraubt werden ?
72/73 de Uli
DF5SF

2

Sonntag, 30. November 2008, 15:34

RE: Fragen zur QRP-PA 2008

Zitat

Original von DF5SF
einige Fragen zur PA:
Wie sollte der Kühlkörper dimensioniert sein für 10W out PSK31. ?

Die Kühlkörper werden in °K/W angegeben. Das bedeutet, das zum Beispiel bei einer Heizleistung von 1W sich dieser bei Dauerbetrieb um und die angegeben °K erwärmt. In Deinem Fall werden höchstens 10W verbraten. Unter der Voraussetzung, das die Rippen senkrecht wie ein Kamin stehen, ergibt sich bei einem Kühlkörper mit 3°/W eine Temperaturerhöhung von 30°C gegenüber der Umgebungstemperatur. Der wird dann im Dauerbetrieb bei 20°C 50°C heiß etc...

Ist hierbei Lüfter notwendig ?

Nein.

Müssen die 3 Leistungstransistoren isoliert auf den Kühlkörper geschraubt werden ?


Hallo Uli,
normalerweise ist das Substrat auch elektrisch mit dem Kühlflansch verbunden, also isolieren. Den nächsten Kühlkörper kannst Du jetzt selbst berechnen.

Schönen ersten Advent
Vy 72/73 de Gerhard

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DC4LO« (30. November 2008, 15:38)


3

Samstag, 13. Dezember 2008, 11:41

RE: Fragen zur QRP-PA 2008

Hallo Gerhard,

bei den Bauteilen sind 3 Isolierfolien beigelegt. Meine Frage hätte sich also erübrigt ....

Aber jetzt noch eine Frage zum anzuschließenden Tiefpaß:
Beim Speaky ist hinter der PA ein Tiefpaß mit 33MHz. Für 80m - 17m wird empfohlen dahinter einen weiteren Tiefpaß (den vom TRAMP) zu schalten. Meine Endstufe ist für 40/30m. Den Tiefpaß vom TRAMP für 40/30m habe ich schon aufgebaut.
Hat es Vorteile, wenn ich zwischen PA und diesem Tiefpaß noch den 33MHz Tiefpaß schalte ?
72/73 de Uli
DF5SF

4

Samstag, 13. Dezember 2008, 12:08

RE: Fragen zur QRP-PA 2008

Zitat

Original von DF5SF
.
Hat es Vorteile, wenn ich zwischen PA und diesem Tiefpaß noch den 33MHz Tiefpaß schalte ?


außer dem Nachteil einer vernachlässigbaren zusätzlichen Durchgangsdämpfung sehe ich keinen Vorteil...
Viel Erfolg.
72/73
Con

DM5AA - DOK V11 - JO64SD
DL-QRP-AG 297 - G-QRP 7939 - AGCW 1957
K1 #1357 - BCR - Mosquita - viele Baustellen

5

Dienstag, 23. Dezember 2008, 17:43

RE: Fragen zur QRP-PA 2008

Hallo,

Peter hat in einem anderen Thread (Messungen an der QRP-PA-2008) zur PA folgendes geschrieben:

......
Die von dir gemessenen Werte für die QRP-PA 2008 entsprechen recht gut denen, die wir selbst gemessen haben. Da Werte um -35dB in der mir bekannten Literatur als gut angesehen werden, geben wir als Betriebsspannung für unsere PA ausdrücklich nur 13,8V an, da das Risiko, die Transistoren bei leichter Fehlanpassung zu zerschießen mit höherer Betriebsspannung enorm ansteigt.
......

vor allem der letzte Satz macht mich stutzig.
In dem mir vorliegenden Datenblatt (http://www.datasheets.org.uk/RD16HHF-datasheet.html) steht
Vdd=15,2V VSWR=20.1 NO DESTROY
Ist es empfehlenswert eine Elektronik vorzusehen, welche die PA bei Fehlanpassung
(während des Abstimmvorgangs mit ZMatch) schützt ?
Wenn ja, wie kann so etwas aussehen ?

Und zum guten Schluß soll die Betriebsspannung noch abgesichert werden. In meinem Datenblatt steht nichts zum maximalen Strom.
Habe mal gerechnet: 12W bei 50% Wirkungsgrad = 24W => 2A bei 12V + 0,3A Ruhestrom => Sicherung mit 2,5 ... 3A
Ist das so OK ?
72/73 de Uli
DF5SF

6

Dienstag, 23. Dezember 2008, 19:24

RE: Fragen zur QRP-PA 2008

Zitat

Original von DF5SF
Hallo,

Peter hat in einem anderen Thread (Messungen an der QRP-PA-2008) zur PA folgendes geschrieben:

......
Die von dir gemessenen Werte für die QRP-PA 2008 entsprechen recht gut denen, die wir selbst gemessen haben. Da Werte um -35dB in der mir bekannten Literatur als gut angesehen werden, geben wir als Betriebsspannung für unsere PA ausdrücklich nur 13,8V an, da das Risiko, die Transistoren bei leichter Fehlanpassung zu zerschießen mit höherer Betriebsspannung enorm ansteigt.


......

vor allem der letzte Satz macht mich stutzig.
In dem mir vorliegenden Datenblatt (http://www.datasheets.org.uk/RD16HHF-datasheet.html) steht
Vdd=15,2V VSWR=20.1 NO DESTROY
Ist es empfehlenswert eine Elektronik vorzusehen, welche die PA bei Fehlanpassung
(während des Abstimmvorgangs mit ZMatch) schützt ?
Wenn ja, wie kann so etwas aussehen ?

Hallo Uli,
da hast du etwas halb interpretiert. Die maximale Drain Source Spannung darf nicht überschritten werden, sonst sind die Transistoren hinüber. Bei den von uns spezifizierten 13,8V ist die Gefahr relativ klein, dass bei Fehlanpassung diese Drain-Source Spannung durch HF Spiten überschritten wird. Bei dem Beitrag, auf den sich meine Antwort bezog war von einer Versorgungsspannung > 20V die Rede.
Grundsätzlich sollte man zum Abstimmen mit einem ATU jeglicher Art vorher die Leistung reduzieren, es gibt nämlich auch noch andere gefährdete Bauteile. Wir haben z.B. bei den K2 Feldtestgeräten die Relais in den TPF abgefackelt woraufhin dann die K2 Firmware so modifiziert wurde, dass die Abstimmleistung automatisch auf 2W begrenzt wird.

Zitat



Und zum guten Schluß soll die Betriebsspannung noch abgesichert werden. In meinem Datenblatt steht nichts zum maximalen Strom.
Habe mal gerechnet: 12W bei 50% Wirkungsgrad = 24W => 2A bei 12V + 0,3A Ruhestrom => Sicherung mit 2,5 ... 3A
Ist das so OK ?


Wenn du 50% erreichst, dann ist das ein guter Wert für eine A/B Endstufe, rechne eher mit 45%.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

7

Dienstag, 23. Dezember 2008, 20:06

RE: Fragen zur QRP-PA 2008

Zitat

Original von DF5SF
[...]
vor allem der letzte Satz macht mich stutzig.
In dem mir vorliegenden Datenblatt (http://www.datasheets.org.uk/RD16HHF-datasheet.html) steht
Vdd=15,2V VSWR=20.1 NO DESTROY

Das sieht doch gut aus.

Ist es empfehlenswert eine Elektronik vorzusehen, welche die PA bei Fehlanpassung
(während des Abstimmvorgangs mit ZMatch) schützt ?
Wenn ja, wie kann so etwas aussehen ?

Man könnte mit einem Kippschalter 2xUM ein 3dB Dämpfungsglied einschleifen. 4x1,2K Metallfilmwiderstände 2W vorne und hinten parallel und in der PI-Schaltung 1x18 Ohm dazwischen. Dann ist das SWR immer besser als 3:1. Siehe bei Gerd DM2CDB: http://dm2cdb.homepage.t-online.de/auto-saver.htm

Und zum guten Schluß soll die Betriebsspannung noch abgesichert werden. In meinem Datenblatt steht nichts zum maximalen Strom.
Habe mal gerechnet: 12W bei 50% Wirkungsgrad = 24W => 2A bei 12V + 0,3A Ruhestrom => Sicherung mit 2,5 ... 3A
Ist das so OK ?


Hallo Uli,
ich habe meine Antworten in blau rein geschrieben. Im Datenblatt steht was von max 62,5 Watt, was dann bei 13,8V einen Strom von 4,2A bedeutet. Ich denke, mit einer Sicherung von 3A flink bist Du gut bedient.

Nachtrag: man kann auch ohne zu Senden mit einer Antennenrauschbrücke abstimmen und Strom sparen:
http://www.mydarc.de/dh3wl/dk9nl/ATUB-29-Dateien/ATUB-29.htm

Schöne Festtage...
Vy 72/73 de Gerhard

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DC4LO« (23. Dezember 2008, 20:50)


8

Dienstag, 23. Dezember 2008, 21:11

Hallo,

ich hatte auch noch eine FRage, wieso sollten die Transistoren Isoliert angebracht werden?

Die Befestigungsfläche ist doch eh mit der Source verbunden?
Ich habe nun mittlerweile die 4. Eigenbauvariante gebaut und nicht Isoliert.

Oder wird bei der QRP-Verson ein Sourcewiderstand benutzt?

73´ René
73´René

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DJ1YR« (23. Dezember 2008, 21:12)


9

Mittwoch, 24. Dezember 2008, 12:44

Zitat

Original von DJ1YR
Hallo,

ich hatte auch noch eine FRage, wieso sollten die Transistoren Isoliert angebracht werden?

Die Befestigungsfläche ist doch eh mit der Source verbunden?
Ich habe nun mittlerweile die 4. Eigenbauvariante gebaut und nicht Isoliert.

Oder wird bei der QRP-Verson ein Sourcewiderstand benutzt?

73´ René


Nein, aber die Benutzung der Siliconscheiben verbessert die Wärmeabfuhr weil damit Unebenheiten / Rauhtiefe von Transistor und Kühlkörper ausgeglichen werden. Metall auf Metall ist nicht wirklich glatt und zu festes Anschrauben von TO220 Gehäusen führt dazu, dass sie nicht mehr plan aufliegen.

Wir sind in solchen Fragen immer darauf bedacht, auf der Sicheren Seite zu liegen. Seit ich beim ersten QSO auf einer Wildnistour mit dem Kajak an der Litauischen Grenze meinen QRP Sender zerstört habe gemacht habe weil die Antenne unbemerkt umgefallen war achte ich auf Robustheit.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

10

Freitag, 26. Dezember 2008, 09:10

Hallo Peter,

die PA leistet maximal 10 W out bei 10 mW in. Was mache ich mit einem TRX, der selbst min. 1 W out produziert? Dämpfungsglied zwischen? Oder kann T1 das vertragen??
73,
Torsten, DL8KFO

11

Freitag, 26. Dezember 2008, 10:10

RE: Fragen zur QRP-PA 2008

Hallo Thorsten,
beim Dämpfungsglied werden die 1 Watt in Wärme umgesetzt und das u.U. in einem kleinen Gehäuse .....
Würde deswegen versuchen, die Ansteuerung der PA zurückzunehmen, indem du entweder den Arbeitspunkt des Treibers verstellst oder VOR der PA das Dämpfungsglied einfügst.
Was ist das für ein TX, vielleicht hat schon jemand eine Möglichkeit realisiert.

Ich benutze die PA an einem SoftRock TRX, der macht standardmäßig auch ca. 1 Watt.
Dessen Endstufe habe ich erst gar nicht bestückt, sondern bin gleich vom Treiber auf T1.. Die PA macht in dieser Konfiguration max. 13 Watt (auf 7MHz)

Viel Spass beim Basteln.
72/73 de Uli
DF5SF

12

Freitag, 26. Dezember 2008, 10:13

Zitat

Original von DL8KFO
Hallo Peter,

die PA leistet maximal 10 W out bei 10 mW in. Was mache ich mit einem TRX, der selbst min. 1 W out produziert? Dämpfungsglied zwischen? Oder kann T1 das vertragen??


Ne, das geht schief...
Bei Verwendung der PA als "Nachbrenner" sind 3 Punkte wesentlich:

1. Verringerung der Ansteuerleistung durch Dämpfungsglied oder Rücknahme Power Steuergerät
2. HF-Vox oder PTT (vom Steuergerät) um im Empfangsfall mit dem Antennensignal an der PA vorbeizukommen
3. Tiefpaß für die entsprechenden Bänder

QRPproject könnte dafür doch mal ein Modul anbieten? :D ?( ?(
Eine kleine separate 10W-PA ist für viele sicher ein lohnendes Obvjekt.

Schönen zweiten Feiertag
72/73
Con

DM5AA - DOK V11 - JO64SD
DL-QRP-AG 297 - G-QRP 7939 - AGCW 1957
K1 #1357 - BCR - Mosquita - viele Baustellen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DM5AA« (26. Dezember 2008, 10:18)


13

Samstag, 3. April 2010, 18:59

Hallo Miteinander

ich habe die qrp pa 2008 zusammengebaut und einige Messungen durchgeführt, von denen ich ein Resultat nicht ganze vrstehe - ich habe bis jetzt keine Erfahrung mit HF Leistungsverstärkern.

Beim langsamen Erhöhen der Eingangs-Sinussspannung wird die Ausgangsspannung ab ca. 2 Watt Ausgangsspannung etwas verzerrt, für mich ein Zeichen, dass Nichtlinearitäten auftreten. Die Ausgangsleistung nimmt jedoch bis zu ca. 10 Watt linear mit der Eingangsleistung zu.

Meine Fragen:
Ist die Verzerrung des Sinus in Ordnung,
was für Leistungen sind bei den ersten paar Harmonischen bei voller Aussteuerung zu erwarten,
wie gross ist der DC-Strom, kurz bevor die Ausgangsspannung in Sättigung geht?

73 de Andreas

14

Samstag, 3. April 2010, 19:16

Hallo Miteinander ich habe die qrp pa 2008 zusammengebaut und einige Messungen durchgeführt, von denen ich ein Resultat nicht ganze vrstehe - ich habe bis jetzt keine Erfahrung mit HF Leistungsverstärkern. Beim langsamen Erhöhen der Eingangs-Sinussspannung wird die Ausgangsspannung ab ca. 2 Watt Ausgangsspannung etwas verzerrt, für mich ein Zeichen, dass Nichtlinearitäten auftreten. Die Ausgangsleistung nimmt jedoch bis zu ca. 10 Watt linear mit der Eingangsleistung zu. Meine Fragen: Ist die Verzerrung des Sinus in Ordnung, was für Leistungen sind bei den ersten paar Harmonischen bei voller Aussteuerung zu erwarten, wie gross ist der DC-Strom, kurz bevor die Ausgangsspannung in Sättigung geht? 73 de Andreas
Hallo Andreas, 1.eine gute Gegentakt PA produziert innerhalb der erlaubten Aussteuerung natürlich trotzdem Obwerwelle, Überschreitet mann die erlaubte Ansteuerung, nehmen die Oberwellen darmatisch zu. Messen kann man das nur mit dem Analyzer. 2. Auch das Steuersignal wird Oberwellen enthalten. Der Abstand dieser Oberwellen zum Sollsignal wird möglicherweise mit Erhöhung der Steuerleistung schlechter. Da es sich bei der PA um einen Breitbandverstärker handelt, werden diese Oberwellen auch verstärkt. Die Beantwortung deine Fragen hängt also stark damit zusammen, wie sauber das Steuersignal ist. Ein TPF oder ein BPF zwischen dem Ausgang des Signalgenerators und der PA hilft, die tatsächlichen Werte der PA zu erhalten. Quantitative Aussagen sind nur mit dem Analyzer möglich.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)