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Montag, 8. August 2005, 12:05

Halbleiteranylyser - Problem bei Messung von Dioden

Dieter, DL2BZE berichtete hier im Forum, dass sein Analyser bei der Messung von Dioden Mist misst. Er hat mir heute den PIC zugeschickt damit ich den in meinem Analyser testen kann.

Ich habe meinen PIC gegen den von Dieter getauscht - alles ok. Probeweise 1N4146, 1N4001, 1N4007 eingesteckt, links rum, rechts rum - alles ok.

Michel, der Entwickler meint dazu, in einem solchen Fall sollte man die Platine sorgfältig säubern, Kriechströme würden eventuell sehr stören. Es gibt noch einen weiteren Hinweis:

An einer Stelle wurden von Profis 4 Analyser zusammen gebaut. Einer davon funktioniert, drei nicht. Der Unterschied: die drei nicht funktionierenden wurden mit ultraflachen Sockeln für IC3,IC4 und IC5 aufgebaut.
Nach Rauswurf der Sockel haben auch diese 3 Analyser einwandfrei gearbeitet.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

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Beiträge: 277

Hobbys: Meßtechnik, Gerätekonstruktion

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2

Montag, 8. August 2005, 13:06

Hallo Peter,
dankeschön für das Testen meines PIC's. Nun weiß ich zumindest woran es liegt. Die flachen Sockel schmeiße ich nun auch wieder raus, und dabei war das ganze nur gut gemeint :O
Was es doch mitunter für Effekte gibt ?(
Schaun wir mal, ob das Ding dann richtig funktioniert, ich bin jedenfalls zuversichtlich!

73 de Dietmar, DL2BZE

3

Montag, 8. August 2005, 13:10

Zitat

Original von DL2BZE
Die flachen Sockel schmeiße ich nun auch wieder raus, und dabei war das ganze nur gut gemeint :O
Was es doch mitunter für Effekte gibt ?(

73 de Dietmar, DL2BZE


Oh ja, bitte!!
Ich habe inzwischen das Handbuch geändert. Bisher stand dort so locker, man solle keine Sockel benutzen wegen der Aufbauhöhe. Jetzt schließe ich die Sockel ausdrücklich generell aus.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

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4

Mittwoch, 10. August 2005, 14:50

Und wieder einige graue Haare mehr ;)
nochmals vielen Dank Peter für das rasche Testen meines PIC's, er war gestern per Post zurück. Die Sockel hatte ich inzwischen ausgebaut. Irgendwelche verdächtige Stellen konnte ich allerdigs nicht ausmachen. Nun den getesteten PIC wieder rein und... Fehlanzeige, genau das gleiche komische Verhalten wie vorher. Dioden wurden nicht erkannt und PNP Transistoren wurden mit extrem kleiner Ube ermittelt (oft nur um die 70 mV) und auch mit sehr geringer Stromverstärkung.
Was nun, nochmalige Widerstandsmessungen aller Pins gegen Ub und Masse (natürlich ohne den PIC). Aber da schien alles normal zu sein, keine Nebenschlüsse, die eingelöteten Widerstände hatten die erwarteten Werte. Bei den ja nun eingelöteten Analogschalter-IC's sah auch alles normal aus. Die "Ein- bzw. Ausgangswiderstände" der IC's lagen so bei 6 - 9 MOhm und waren an allen Meßelektroden (J1, J2, J3) in etwa immer gleich.
Verzweifelung machte sich breit, nochmals die Schaltung vorgekramt, und was sehe ich? R17 wird als einzigster Punkt (außer der Eingang von IC1 natürlich) von VIN ( = VBAT) gespeist!
Ja warum das denn? An PIN 4 (Port AN2) des PIC steht dann immer 0,5 x die Batteriespannung an. Und genau das wurde mir immer zum Verhängnis! Ich wollte mämlich schlau sein, und betreibe das Gerätchen über ein 12V Steckernetzteil. Der Spannungsregler sollte damit ja kein Problem haben. Bei 12V Ubat Spannung stehen an PIN4 dann aber 6 V an. Das könnte dem PIC schon zuviel sein! Aber warum hat der Michel das gerade so gemacht???
Spannungsüberwachung der Batterie? Offenbar nicht, denn zwischen 6V (da geht die Anzeige auch schon aus) und 13 V (mehr wollte ich dem PIC Eingang, wo ja dann 6,5 V anstehen, nicht zumuten) kommt keinerlei Hinweis auf Über- oder Unterspannung.
Offenbar dienen die 4,5 V bei Nennspannung der Batterie von 9 V als Referenzspannung des DAC im Inneren des PIC. Ist aber nur so eine Vermutung von mir, aber eventuell kann Peter den Michel mal nach der Bedeutung dieser Spannung befragen.
Jedenfalls funktioniert mein Halbleitertester bis genau 11,9 V ganz ordentlich. Ab 12 V erscheint während einer Diodenmessung die Auschrift "no Component". Zwischen 6 und 11,9 V ändern sich einige der Meßergebnisse geringfügig, ein Hinweis darauf, daß diese 4,5 V doch als Referenz genutz werden.
Damit ich nicht im unpassenden Moment eine neue Batterie brauche, betreibe ich den Halbleiteranalyser über eine DC-Buchse doch von einem 12 V Netzteil. Den Leiterzug der zu R17 führt habe ich neben PIN 16 vom IC3 unterbrochen und versorge R17 nun von diesem Punkt mit den den stabilisierten 5 V. R17 habe ich auf 1,1 kOhm geändert.
Nun "funzt" der kleine Tester ganz prima, nur daß ein Kurzschluß zwischen der linken und der rechten Klemme immer mit 6 Ohm angezeigt wird. Den Null-Abgleich (Kalibration) habe ich selbstverständlich vorher durchgeführt. Werden die anderen Eingänge miteiander verbunden, werden die zu erwartenden 0 Ohm angezeigt. Aber das ist nicht ganz so tragisch.
Jedenfall bin ich um eine Erfahrung reicher und habe ein sehr praktisches Meßgerätchen mehr in meiner Bastelbude. Ich glaube, das Teil werde ich oft benutzen und kann jedem ernsthaften Selbstbauer nur ermutigen, sich das überaus nützliche Gerätchen zuzulegen, eine Investition die sich gerade bei intensiver Nutzung schnell lohnt!
=)

73 de Dietmar, DL2BZE

5

Mittwoch, 10. August 2005, 16:14

Zitat

Original von DL2BZE

Spannungsüberwachung der Batterie? Offenbar nicht, denn zwischen 6V (da geht die Anzeige auch schon aus) und 13 V (mehr wollte ich dem PIC Eingang, wo ja dann 6,5 V anstehen, nicht zumuten) kommt keinerlei Hinweis auf Über- oder Unterspannung.
Offenbar dienen die 4,5 V bei Nennspannung der Batterie von 9 V als Referenzspannung des DAC im Inneren des PIC. Ist aber nur so eine Vermutung von mir, aber eventuell kann Peter den Michel mal nach der Bedeutung dieser Spannung befragen.
73 de Dietmar, DL2BZE


Hallo Ditmar,

danke für den sehr anschaulichen Bericht :D

Michel betont in seinen Unterlagen, dass ab dieser Version der Firmware eine Überwachung der Batteriespannung eingebaut ist. ich werde ihm deine Beschreibung übersetzen und nachfragen, ob das über den Widerstand gemacht wird oder ob der zur Referenzierung dient.

Die 6 Ohm zwischen den äußeren Anschlüssen zeigt mein Analyser ebenfalls, das schein normal zu sein.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

  • »oe1vz« ist männlich

Beiträge: 4

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6

Mittwoch, 10. August 2005, 20:27

Halbleiter Analyzer

Hallo QRP Gemeinde !

Auch ich habe mir den Halbleiter Analyzer gebaut und oh " Wunder" das Ding hat
auf Anhieb funktioniert . Iich habe eine grosse Freude damit.
Vor diesen Bausatz hatte ich noch das HF Multimeter zusammen gelötet.
Da gabe es ein Problem , es war ein Minatur Relais kaputt , vermutlich durch Überhitzung beim
Löten , obwohl ich aufgepasst hatte.
Es war aber kein grosses Problem für mich da ich ein ähnliches
printbares in der Bastekiste fand.
Diese beiden Geräte sollten meiner Meinung bei keinem Bastler fehlen
Das HF Multmeter hat mir
beim Analyzer Bausatz bereits geholfen.
Der Aufdruck auf den diversen Kondensatoren war selbst mit Lupe nicht zu lesen.

Nun warte ich mit Sehnsucht auf das BCR , die beiden Messgräte werden mir dabei sicher
eine grosse Hilfe sein, besonders die L , C , sowie Leistungsmessung.

In Zukunft wird bei mir jeder Wiederstand , Kondensator ,Spulle und Halbleiter vor dem
Einbau gemessen. So werde ich mir sicher einige graue Haare ersparen können.
In der Vergangenheit ist es schon öfter passiert dass ich mehr Zeit für die Fehlersuche
als für den eigentlichen Aufbau der Platine benötigte.

Ja man lernt halt auch mit 65 und etwas schlechten Augen , noch dazu .
Best 72,73 de Werner OE1VZ

7

Sonntag, 14. August 2005, 00:04

Hallo und einen schönen guten Tag,

ich habe heute das Messgerät ebenfalls zusammengebaut und das Gerät ging sofort, was eigendlich verdächtig bei einem Bausatz ist, Hi.
Nun habe ich aber festgestellt, das bei vielen Transistoren die Pinbelegung nicht stimmt und auch einfache Transistoren als Darlington in der einen Richtung und wenn ich sie drehe als normale angezeigt werden.
Die Reihenfolge E B C müsste beim drehen eines Transistors C B E sein und dies stimmt selten. Die Stromverstärkung Hfe ist in der Reihenfolge E B C zb. 6 und in der Reihenfolge C B E zb. 250. Sind die Werte abhängig vom Einstecken des Testobjektes und stimmt die Pinbelegung erst dann wenn der Wert Hfe am größten ist.

Bei einfachen Dioden kommt nur in einer Richtung ein Messwert zustande und bei Leuchtdioden kann man durch Pulsleuchten die Messung sehen und komischer weise werden auch in beiden Richtungen Messwerde und Symbole angezeigt.
Ebenfalls habe ich beimTesten mit bekannten Transistoren die Anschlußfolge der Pins als nicht korrekt angezeigt bekommen.
Bei drehen des Transistors muß sich dir Reihenfolge auch drehen und dies stimmt nicht bei meinem Gerät nicht. Wenn dies aber bei unbekannten Transistoren der Fall ist, ist einen nicht geholfen.
Wie soll mann dann wissen, ob die dargestellte Pinanschlußfolge stimmt.
Was sind die Ursachen, den das Handbuch ist etwas dünn und wie sind die Erfahrungen beim Testen.

MfG DG8NGJ Klaus aus Coburg

8

Sonntag, 14. August 2005, 13:08

Halbleiter-Analyser

Hallo QRP-Freunde !

Auch ich habe meinen Halbleiteranalyser gestern fertiggebaut und das Gerät lief auf Anhieb wunderbar und liefert auch einwandfreie korrekte Resultate soweit ich das überprüfen konnte. ( Habe gerade vorhin noch einige Transistoren und Dioden durchgemessen. Die Pins wurden korrekt angegeben und wenn man den Transistor dreht ändert sich auch das Anschlussbild entsprechend. )

Ein Kränzchen möchte ich auch dem QRPproject winden für die schnelle Lieferung des Bausatzes ( Sonntag bestellt und am Donnerstag das Gerät bereits erhalten hier in HB ).

72 de Werner, HB9DJS

9

Sonntag, 14. August 2005, 14:19

Zitat

Original von dg8ngj
Hallo und einen schönen guten Tag,

ich habe heute das Messgerät ebenfalls zusammengebaut und das Gerät ging sofort, was eigendlich verdächtig bei einem Bausatz ist, Hi.
Nun habe ich aber festgestellt, das bei vielen Transistoren die Pinbelegung nicht stimmt und auch einfache Transistoren als Darlington in der einen Richtung und wenn ich sie drehe als normale angezeigt werden.

MfG DG8NGJ Klaus aus Coburg


Hallo Klaus,
na, so wie du die Messpraxis beschreibst, geht es dann wohl doch nicht, was bei diesem Bausatz aber wirklich ungewöhnlich ist. Entweder liegt ein Problem mit dem Prozessor vor, oder du hast beim Aufbau einen Fehler gemacht Vielleicht schaust du noch mal alle Bauteile genau an, es sieht verdächtig danach aus, dass du bei den Widerständen welche verwechselt hast. Wenn du den Fehler alleine nicht findest, schick mir den Anylyser bitte zu (direkt an QRPproject)
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

10

Sonntag, 14. August 2005, 14:55

Grüß Gott,

hier ist nochmals DG8NGJ Klaus aus Coburg und wie immer auch beim PC, der Fehler sitzt vorm PC.
Ich habe also heut früh, nachdem so einige Gedanken vorm Schlafengehen gestern im Kopf kreisten, das Teil nochmals auseinander genommen und alles nachgeschaut.

Nichts annormales aufgefallen und nun hatte ich mich entschlossen, nach dem die Bauteilbestückung fehlerfrei war, diese auszumessen.
Bei der Vergleichsmessung der drei gleich aufgebauten Wiederstandsnetzwerke aus jeweils 10k,100k,100ohm und 1k stellte ich bei einem fest, das der R6 10k nur 7k anzeigte und der R3 100k nur 56k.
Nun verglich ich die Pins der 3 ICs gegen Masse miteinander und es war kein Fehler messbar.
Nach der optischen kontrolle mit der Lupe fand ich ein Lödfaden vom R9 1k nach dem daneben liegenden C1. Nach dem beseitigen des Fadens geht der kleine Wunderkasten hervoragend.

Interessant sind natürlich die Möglichkeiten der Auswirkungen bei winzig kleinen Fehlern und ich hoffe, das auch meine Dummheit einen anderen hilfreich sein kann.

Also nichts für ungut, das Teil ist geil und hilft einen Bauelemente mit einer Funktionsgewissheit
wieder zu verwenden.

Ich wünsche auch den anderen viel Spass damit.

73 DG8NGJ


















möglichen Fehler die durch

11

Sonntag, 14. August 2005, 15:04

Zitat

Original von dg8ngj
Grüß Gott,


Nach der optischen kontrolle mit der Lupe fand ich ein Lödfaden vom R9 1k nach dem daneben liegenden C1. Nach dem beseitigen des Fadens geht der kleine Wunderkasten hervoragend.

Interessant sind natürlich die Möglichkeiten der Auswirkungen bei winzig kleinen Fehlern und ich hoffe, das auch meine Dummheit einen anderen hilfreich sein kann.

73 DG8NGJ



mni tnx, Klaus. Fehler machen wir alle mal. Gut finde ich dass du hier im Forum offen schreibst, was die Ursache war, weil das wirklich allen anderen hilft!
Ich wünschte mir mehr davon, weil damit der Sinn des Forums, vor allem Anfängern Hilfe und Stütze zu sein, viel besser erfüllt würde.
Viel Spaß mit dem Analyser.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)