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Montag, 10. Dezember 2007, 21:56

Pufferstufen im "Western Moutaineer"

Hallo Selbstbauer,
W7ZOI hat in „Experimental Methods in RF Design“, Fig. 12.9, die angehängte Pufferstufe verwendet. Die Kollektorstufe mit T2 liefert am Ende des R10 einen akzeptablen 7,03 MHz-Sinus, solange die Basis des T4 nicht verbunden ist. Den R7 verringerte ich auf 6,8k, so dass der Sinus noch „schöner“ wurde.
Dann baute ich die Emitterstufe mit T4 auf. An Stelle der von W7ZOI genannten Ferritperle FB43-2401 verwendete ich für den Tr1 einen Ringkern FT37-43. Wenn ich die Basis des T4 mit R10 verbinde, wird der Sinus etwas verzerrt. Das sehe ich auf einem Oszi mit einem 10:1-Teiler an der Basis von T4 und hinter C18.
Kann mir jemand sagen, warum das so ist, ob das normal ist und was ich ggf. dagegen tun kann? Ich hatte mir so gedacht, dass die Emitterstufe noch linear im A-Betrieb arbeitet, d.h., dass was reingeht, kommt unverfälscht wieder raus? Spricht man beim Betrieb des T4 noch von Kleinsignalbetrieb? Weil der T4 mittels R10 direkt an den Emitter des T2 gekoppelt ist, habe ich Probleme, wie eigentlich der Arbeitspunkt des T4 eingestellt ist? Interessieren würden mich auch die Funktionen und das Dimensionieren von C17, R22, R21 und des Tr1 mit 15:6 Windungen?
Am Senderausgang liegt ein Tiefpaß, der möglicherweise alle diese Verzerrungen ausbügelt?
Für jeden Hinweis aus der funkenden Bevölkerung zum Klären oben gestellter Fragen oder zu einschlägigen Literaturhinweisen ist dankbar:
Roland, DF8IW
»DF8IW« hat folgende Datei angehängt:
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2

Dienstag, 11. Dezember 2007, 00:53

RE: Pufferstufen im "Western Moutaineer"

Hallo Roland,

die 5V Betriebsspannung des Emiiterfolgers scheint hier ein Druckfehler zu sein. Damit ergeben sich nur ca. 1 bzw. 2mA Ruhestrom für die Transistoren, von Linearbetrieb keine Spur, der Emitterfolger wird dadurch vom VFO total übersteuert. Ändere die Betriebsspannung beider Stufen auf 12V und die Signalreinheit (bzw. der jeweilige Betriebstrom) sollte auch besser werden. Durch verkleinern von R9 und R22 arbeitet die gesamte Pufferstufe noch linearer.

C17 dient zur vollen HF-mäßigen Überbrückung (10n ... 100nF) des R22 und dieser seinerseits zur Einstellung des gewünschten Ruhestromes für z.B. A-Betrieb. Der Ausgangstrafo setzt auf ca. 50-100Ohm runter, obwohl hier, selbst bei nur 7MHz, eine recht hohe Blindkomponente vorhanden sein sollte da der 2N3904 kein echter HF Transistor ist.
vy 72/73, Reinhold.

3

Dienstag, 11. Dezember 2007, 09:07

RE: Pufferstufen im "Western Moutaineer"

Hallo Reinhold,
die +5V sind kein Druckfehler. Es handelt sich hier um ein Portabel-CW-TRX, wobei der VFO und die 1. Pufferstufe bewußt mit 5V versorgt sind. Je geringer die Versorgungsspannung desto weniger Leistung wird im VFO-Transistor verbraten, desto besser seine thermische Stabilität. Ein geringer Verbrauch tut weiterhin dem Akku gut.
Der Emitterfolger arbeitet für sich zufriedenstellend linear- erst beim Anschalten der nächsten Stufe mit dem T4 gab es die Nichtlinearität. R9 und R22 habe ich schon verändert- ohne Erfolg.
Der 2N3904 ist ein echtes Schnäppchen mit bei 7 MHz noch ausreichender Grenzfrequenz.
73, Roland, DF8IW
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4

Dienstag, 11. Dezember 2007, 21:59

RE: Pufferstufen im "Western Moutaineer"

Hallo Roland,

Zitat

Original von DF8IW
Hallo Reinhold,
die +5V sind kein Druckfehler. Es handelt sich hier um ein Portabel-CW-TRX, wobei der VFO und die 1. Pufferstufe bewußt mit 5V versorgt sind. Je geringer die Versorgungsspannung desto weniger Leistung wird im VFO-Transistor verbraten, desto besser seine thermische Stabilität.


klar, das trifft für den VFO Transistor zu, der Puffer / Treiber sollte aber nicht mit zu wenig Strom betrieben werden. 1 bzw. 2-3 mA sind eindeutig zu wenig. Die Pufferstufe soll ja laut Beschaltung eigentlich linear arbeiten!

Zitat

Ein geringer Verbrauch tut weiterhin dem Akku gut.


Stimme ich auch zu, man sollte aber nicht zu sehr untertreiben :D, bei 12V für den Emitterfolger ist die Stromaufnahme noch immer klein genug, selbst für das sparsamste Portabelgerät.

Zitat

Der Emitterfolger arbeitet für sich zufriedenstellend linear- erst beim Anschalten der nächsten Stufe mit dem T4 gab es die Nichtlinearität. R9 und R22 habe ich schon verändert- ohne Erfolg.


Im Leerlauf ist der Emitterfolger zwar ausreichend linear, mit T4 steigt aber die Belastung, zumal dieser mit nur 1mA (!) Betriebsstrom keine Leistung für T4 liefern kann. Es handelt sich ja um ein CW Gerät (?), das TP-Filter der Enstufe entfernt schlußendlich die enstandenen Oberwellen.
vy 72/73, Reinhold.

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Mittwoch, 12. Dezember 2007, 18:29

RE: Pufferstufen im "Western Moutaineer"

Hallo Reinhold,
danke für Deine Tipps. Ich werde mal der Sache nachgehen, wie ich dem T4 mehr Leistung bieten kann. Mir fiel gerade noch auf, dass über R23 ein Dioden-Ringmischer im RX eine sauberes LO-Signal erhalten soll. Deshalb werde ich mich nicht damit zufrieden geben, dass schon nach der 2. Pufferstufe mit T4 gut sichtbare Verzerrungen auftreten. Oberwellen erwarte ich nur in der Endstufe, die im C-Betrieb arbeiten soll- dann muß der Tiefpaß am Senderausgang zeigen, was er kann. Ich arbeite leider noch nach der Methode "Versuch und Irrtum". Schön wäre es, zu verstehen, warum ein Bauelement so dimensioniert wurde und nicht anders. Ich sollte wohl ein E-Technik-Studium mit Schwerpunkt HF-Technik beginnen :-) Am Wochenende mach ich wieder den Lötkolben warm.
73, Roland, DF8IW
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6

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 19:31

RE: Pufferstufen im "Western Moutaineer"

Hallo Roland,

Zitat

Original von DF8IW
Mir fiel gerade noch auf, dass über R23 ein Dioden-Ringmischer im RX eine sauberes LO-Signal erhalten soll.


Das mit dem Diodenringmischer kam mir etwas spanisch vor :P, man kann nicht über R23 (1,5k) + Ausgangimpedanz von T4 einen solchen 50Ohm Mischer treiben. Da ich das Buch ja habe, konnte ich nachsehen und habe festgestellt es handelt sich um einen normalen NE612. Da macht die Beschaltung Sinn, der NE612 brauch nicht viel Ansteuerleistung. Das der Sinus nicht sehr sauber ist, ist auch kein Grund zur Sorge. Mischer jeder Art lassen sich ja effizient auch z.B. mit Rechtecksignale schalten, das ist ja ein zielmlich "unsauberer" Sinus ;).


Zitat

Deshalb werde ich mich nicht damit zufrieden geben, dass schon nach der 2. Pufferstufe mit T4 gut sichtbare Verzerrungen auftreten. Oberwellen erwarte ich nur in der Endstufe, die im C-Betrieb arbeiten soll- dann muß der Tiefpaß am Senderausgang zeigen, was er kann.


Stör Dich nicht an den Verzerrungen, der Autor hat tatsächlich auf minimalem Stromverbrauch gesetzt. Ich dachte zuerst damit soll eine typ. 5W Endstufe angesteuert werden, das ginge aber mit der kleinen Treiberleistung ganz und gar nicht. Es handelt sich ja nur um 0,5W, da kann die Schaltung so bleiben wie sie ist!

Zitat

Ich arbeite leider noch nach der Methode "Versuch und Irrtum". Schön wäre es, zu verstehen, warum ein Bauelement so dimensioniert wurde und nicht anders. Ich sollte wohl ein E-Technik-Studium mit Schwerpunkt HF-Technik beginnen :-) Am Wochenende mach ich wieder den Lötkolben warm.
73, Roland, DF8IW


Das ist kein Problem, wir können die gesamte Schaltung und deren Dimensionierung in kleinen Schritten durchgehen wenn Du möchtest. Ein Studium ist nicht notwendig, ein paar E-Technik Grundlagen reichen für den Anfang aus.
vy 72/73, Reinhold.

7

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 20:48

RE: Pufferstufen im "Western Moutaineer"

>Das ist kein Problem, wir können die gesamte Schaltung und deren Dimensionierung in kleinen Schritten durchgehen wenn Du möchtest. Ein Studium ist nicht notwendig, ein paar E-Technik Grundlagen reichen für den Anfang aus.[/quote]

Hallo Reinhold,
dieses Angebot nehme ich gern an. Ich sende Dir mal eine E-Mail.
73, Roland, DF8IW
***Ich baue selbst, also bin ich.***

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Donnerstag, 13. Dezember 2007, 21:40

Eine kurze Info: Bei Yahoo gibt s eine "EMRFD" Gruppe, die sich mit den Schaltungen aus dem Buch beschäftig. Ab und zu schaut auch der große Meister mal rein.
http://groups.yahoo.com/group/emrfd/

Die erkannten Duckfehler in dem Buch finden sich auf Wes' homepage.
http://w7zoi.net/


Gruß
Kurt-Erich