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Beiträge: 216

Hobbys: Selbstbau von allem was funkt...

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1

Montag, 10. Dezember 2007, 19:45

Richtschärfe beim Richtkoppler

Hallo QRP-Fans,

Ich habe mir als Detektor für Vor- und Rücklauf etwas gebaut, dass nach dem klassischen Richtkopplerprinzip funktioniert, wie ich es aus der VHF/UHF Technik kenne.

Habe in ein quadratisches Rohr (Kantenlänge innen 30mm,Länge 15cm) einen Innenleiter eingebaut, der zusammen mit dem 30mm Außenrohr etwa 50 Ohm ergeben sollte. Parallel zu diesem Innenleiter laufen nun zwei dünne weitere Leiter, die ich zum detektieren von Vor und Rücklauf verwende, indem ich sie auf, jeweils einer Seite mit einem Wiederstand abschließe und das verbleibende Ende mit einer Schottky Diode gleichrichte und einem Messwerk zuführe.

Meine Frage:

Die mir bekannten Richtkoppler aus der VHF/UHF Technik sind alle mit einem 50 Ohm Wiederstand abgeschlossen.
Warum erreiche ich, bei meinem Eigenbau, eine vernüftige Richtschärfe erst bei einem Abschluss mit 270 Ohm.??

Kann mir jemand die Zusammenhänge ohne Formelballast erklären. Bin Praktiker...

73 Herbert, DF7DJ

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF7DJ« (10. Dezember 2007, 19:47)


2

Montag, 10. Dezember 2007, 20:41

RE: Richtschärfe beim Richtkoppler

Hallo Herbert,

Dein "weiterer dünner Leiter" bildet ebenfalls ein Stück Leitung. Diese Leitung muss für eine gute Richtschärfe ebenfalls mit dem Wellenwiderstand abgeschlossen werden. Da Du, wie Du schreibst einen dünnen Leiter verwendest, ist diese Leitung zu hochohmig und in Deinem Fall 270 Ohm.
Wenn Du den Durchmesser vergrößerst oder den Leiter etwas dichter an das Außenrohr bringst, sinkt der Wellenwiderstand und Du kommst Deinen 50 Ohm näher. Der Preis, den Du dafür bezahlst, ist die erhöhte Koppeldämpfung.

Gruß

Clemens

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL3ETW« (10. Dezember 2007, 20:42)


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3

Dienstag, 11. Dezember 2007, 16:50

RE: Richtschärfe beim Richtkoppler

Hallo Clemens,

danke für die Aufklärung. das ist ja alles logisch.Ich habe nur nicht weit genug gedacht.

Hatte schon überlegt, wie ich das ganze System auf 50 Ohm halte und hatte mir den Innenleiter berechnet. Über die parallel laufenden Leiter habe ich mir keine Gedanken gemacht.

Alles in allem scheint der von mir eingeschlagene Weg für Kurzwelle nicht optimal gewählt. Die Koppeldämpfung hängt schon sehr stark vom verwendeten Band ab.

Ich habe mir einen Antennenumschalter mit Relais gebaut und den Detektor gleich mit in das Gehäuse integriert.

Ich muss noch mal drüber nachdenken, ob ich das ganze noch optimieren kann.

Vielen Dank für die Hilfe.. Ein frohes Fest.

73 Herbert, DF7DJ

www.df7dj.de