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1

Samstag, 22. Juli 2017, 20:09

Neuer Mode FT8 von Joe Taylor

Hallo,

in der neuen Betriebsart lassen sich fast richtige QSOs fahren und das in einem Affentempo. Und auf dem Band ist die Hoelle los.

Bitte von der WSJT-X Seite die Betaversion 1.8 herunter laden.

Auszug: https://physics.princeton.edu/pulsar/k1j…Notes_1.8.0.txt

Zitat

Brief Description of the FT8 Protocol
-------------------------------------

WSJT-X Version 1.8.0 includes a new mode called FT8, developed by K9AN
and K1JT. The mode name "FT8" stands for "Franke and Taylor, 8-FSK
modulation". FT8 uses 15-second T/R sequences, provides 50% or
better decoding probability down to -20 dB on an AWGN channel, and
maintains good performance on Doppler-spread fading channels. An
auto-sequencing facility includes an option to respond automatically
to the first decoded reply to your CQ. FT8 QSOs are 4 times faster
than those made with JT65 or JT9. FT8 is an excellent mode for HF
DXing and for situations like multi-hop E_s on 6 meters, where deep
QSB may make fast and reliable completion of QSOs desirable.

Some important characteristics of FT8:

- T/R sequence length: 15 s
- Message length: 75 bits + 12-bit CRC
- FEC code: LDPC(174,87)
- Modulation: 8-FSK, tone spacing 6.25 Hz
- Constant-envelope waveform
- Occupied bandwidth: 50 Hz
- Synchronization: 7x7 Costas arrays at start, middle, and end
- Transmission duration: 79*1920/12000 = 12.64 s
- Decoding threshold: -20 dB; several dB lower with AP decoding
- Multi-decoder finds and decodes all FT8 signals in passband
- Optional auto-sequencing and auto-reply to a CQ response
- Operational behavior similar to JT9, JT65


73 de Hajo
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2

Samstag, 22. Juli 2017, 20:20

Hallo Hajo,

den Mode gibt es ja nun schon etliche Tage und auch bei mir stehen schon einige QSO´s mit FT8 im Log.

Was allerdings eine falsche Aussage ist wäre die Sache das man damit "fast" richtige QSO fahren könnte.
Es wird sich nach dem gleichen Schema (fertige Macros) wie bei JT65 oder JT9 gerichtet. Ebenso ist die
Zeichenanzahl ebenfalls beschränkt. Muss ja auch denn sonst könnte man die 15 Sekunden Intervalle ja
nicht einhalten.

Was leidet ist die Effizienz der Dekodierung. Hier geht es eben "nur" bis -20 dB während man bei JT65/JT9
doch schon wesentlich bessere Resulatate erreicht bis -30 dB, bei JT65 mit JTDX gar noch tiefer wenn man
da gut einstellt.

Schnell ist es aber allemal, da kann man nicht meckern. Ein QSO ist innerhalb einer Minute im Log und nach
dem ersten Doppelklick auf ein Call arbeitet die Software automatisch weiter und bringt das QSO ohne
weiteres Zutun des OP zuende.

Für DX Betrieb mit Signalen an der Grasnarbe und dazu mit kleinen Leistungen wird sich aber wahrscheinlich
eher JT65 nicht so leicht verdrängen lassen, da kommt FT8 nicht mit.

;) ;)
73´s Jürgen , Red Pitaya SDR 5 wtts, 2 x 6,5 m indoor ... Member Log4OM Betatest Team

3

Samstag, 22. Juli 2017, 20:28

Moin,
Schnell ist es aber allemal, da kann man nicht meckern. Ein QSO ist innerhalb einer Minute im Log und nach
dem ersten Doppelklick auf ein Call arbeitet die Software automatisch weiter und bringt das QSO ohne
weiteres Zutun des OP zuende.
So einen Doppelklick kann man ja schnell automatisieren, dann braucht man gar nicht mehr dabei zu sein & kann sinnvolleren Taetigkeiten nachgehen :D

73, Tom
DARC I18 |DL-QRP-AG #1186|G-QRP #14624|FISTS #15933|SKCC #13896|LIDS #88 https://twitter.com/DL7BJ

4

Samstag, 22. Juli 2017, 21:24

Moin,
Schnell ist es aber allemal, da kann man nicht meckern. Ein QSO ist innerhalb einer Minute im Log und nach dem ersten Doppelklick auf ein Call arbeitet die Software automatisch weiter und bringt das QSO ohne weiteres Zutun des OP zuende.
So einen Doppelklick kann man ja schnell automatisieren, dann braucht man gar nicht mehr dabei zu sein & kann sinnvolleren Taetigkeiten nachgehen :D 73, Tom
Müssen wir doch das Forum auf die neue Version umstellen, dann gibt es den Daumen, dann ist ein Kommentar in einer Sekunde erledigt :D nee, war ein Scherz, so viel Zeit muss sein in einem Hobby, das sich der Kommunikation verschrieben hat. Übrigens war mein erstes QSO mit einem Automaten 1976. Auf dem Weg von Düsseldorf nach Essen hörte ich auf 2m einen CQ Ruf in CW. Ich antwortete, bekam auch einen Rapport. Erst als ich etwas fragte merkte ich, dass ich einem automatischen Anrufbeantworter aufgesessen war.
73/2 de Peter, DL2FI
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5

Samstag, 22. Juli 2017, 22:10

Moin,
Schnell ist es aber allemal, da kann man nicht meckern. Ein QSO ist innerhalb einer Minute im Log und nach
dem ersten Doppelklick auf ein Call arbeitet die Software automatisch weiter und bringt das QSO ohne
weiteres Zutun des OP zuende.
So einen Doppelklick kann man ja schnell automatisieren, dann braucht man gar nicht mehr dabei zu sein & kann sinnvolleren Taetigkeiten nachgehen :D

Ja - ein kleines AHK script und los geht es.

Aber ein Vorteil hat der Mode - es belastet die QRQ Endstufe nicht so wie JT65 - somit vermute ich, das die "Krokodile" nach und nach den "Spass" an FT8 vermiesen werden.

6

Sonntag, 23. Juli 2017, 00:23

betr. " dann arbeitet die software automatisch "

Das funktioniert aber nur brauchbar wenn die Zeit / das Timing stimmt , von beiden Stationen .

Signale mit -30db brauche ich z.b. nicht anrufen , die hören mich eh nicht ( allenfalls mit viel Glück ) mit meinen ca. 4 Watt an der mag. loop , insofern ist FT8 für mich eine Bereicherung , bezogen auf die Dauer eines " QSO " .

Wenn man den ganzen Tag aktiv in FT8 Betrieb gemacht hat und wechselt dann auf JT65 ist das schon ein krasser Unterschied .

Mehr oder weniger Stationen habe ich mit FT8 im Vergleich zu JT65 bisher nicht arbeiten können .

Daher ist für mich bis jetzt der einzige Vorteil die Geschwindigkeit , immerhin .
Gruss

Uli

7

Sonntag, 23. Juli 2017, 13:34

Hallo,

abgesehen von den reflexhaften defaetistischen Bemerkungen von Tom ;-) sehe ich diese Betriebsart als ein interessanter Beitrag zur Weiterentwicklung digitaler Betriebsarten, ohne die viele OMs keine Moeglichkeit haetten wenigstens ab und zu in die Luft zu kommen. Ich finde es faszinierend, dass es Joe Taylor gelungen ist, das Protokoll noch weiter zu verbessern und somit den Experimentalcharakter unseres Hobbys zu unterstreichen. Ich wuerde sogar noch einen Schritt weiter gehen: Fast alle seine Entwicklungen stehen an der Spitze der technischen Erfolge und haben mit hobbymaessigem Dilettantentum absolut nichts mehr zu tun. (siehe auch die Beitraege mit WSPR die Phaenomene der bisher kaum erforschten ionosphaerischen Bedingungen in der Antarktis, wissenschaftlich zu untersuchen.)

Eingentlich sollten wir darauf stolz sein, dass da jemand unter uns ist, der sein Wissen und sein Koennen der Allgemeinheit frei zur Verfuegung stellt und man sollte diese Versuche unterstuetzen, um weitere Entwicklungen zu ermoeglichen.

Abgesehen davon, ich wiederhole mich, wird aus der 5 Watt Station eine 50 Watt Anlage, mit der Moeglichkeit Antennen, Bedingungen, ... zu evaluieren. Und so einfach ist es nicht, man muss sich schon mit der Betriebstechnik auseinandersetzen , um zum Erfolg zu kommen und mit anderen OMs in Verbindung zu treten.

73 de Hajo
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dl1sdz« (23. Juli 2017, 14:52)


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8

Sonntag, 23. Juli 2017, 13:59

Hallo Hajo,

eine interessante Weiterentwicklung ist das allemal, deshalb spiele ich ja u.a. neben CW auch mit den Digimodes
und insbesondere auch mit den neuen wie T10 bei JTDX oder FT8 bei WSJT-X.

Als gehandicapter (Antennen allesamt in einer 30 m² Dachwohnung) weis man die Digimodes schnell zu schätzen
wenn man was ins Log bekommen will. Bei CW bekommt man zwar meist ganz brauchbare RBN Spots aber das war
es dann auch meist. Will sagen mit CQ ruft man sich einen Wolf und niemand kommt zurück.

Obwohl es natürlich auch anders geht wenn man auf einem Band ist das doch sehr stark Bedingungsabhängig ist
wie bspw. 2m. In meiner Wohnung hängt, neben der Drahtschleife für die KW, auch noch eine 6 Element DK7ZB
Yagi und damit sind mir während der guten SporadicE Öffnungen immerhin 3 2000 km Verbindungen gelungen mit
den 25 Watt aus meinem TR-751E. Davon 1 x CW und 2 x SSB. Für Digi ist da noch nicht aufgerüstet aber schnelle
Modes wären da sicher auch nicht verkehrt. Joe und sein Kollege haben FT8 ja eigentlich gerade für SporadicE
Verbindungen entwickelt wo die Öffnungen manchmal eben sehr schnell wieder weg sind.

Ich Denke mal das sich dieser Mode eben auch gerade auf den SporadicE lastigen Bändern mehr durchsetzen wird
als auf den längeren Bändern wo die Bedingungen stabiler sind und wo man eher Wert auf eine gute Dekodiertiefe
legt.

Wie ich ja schon oben schrieb wird sich bei DX wohl JT65 bei den Digimodes noch lange halten.

;) ;)
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