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1

Freitag, 9. Juni 2006, 08:50

Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo,

vorweg gleich ein Dementi: Den hier besprochenen Bausatz gibt es (noch?) nicht.

(Ich bin mir nicht sicher, wo man eigentlich Ideen zu neuen Bauvorhaben / Bausätzen in der Forumhirarchie ablegen soll. Ich versuche es daher einmal hier. Ihr werdet es schon finden.)

Wie sähe eurer Meinung nach ein Einsteigerbausatz für DO-ler aus?

Zielgruppe ungefähr so:
  • Jung (oder jedenfalls noch nicht lange dabei),
  • begeisterungsfähig,
  • aber ungeduldig,
  • mit eher schmalem Geldbeutel, der nach der Prüfung und ersten Amateurfunkausgaben eher leer ist
  • mittelmäßig viel Zeit (nicht ganz so viel wie ein Rentner)
  • so gut wie keine Messmittel
  • wenig Bastelerfahrung,
  • aber auch noch keine Scheu vor SMD oder Spulenwickeln,
  • noch eher gute Augen,
  • kann kein CW,
  • hat einen Computer zur Verfügung
  • und keine Angst davor.

Vy 73

Andreas

2

Freitag, 9. Juni 2006, 09:06

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo,

wie wärs in dem Fall mit dem Warbler (80m PSK31 TRX)?
Preiswert (< 100 Euro) und braucht ausser dem Computer mit Soundkarte (ist bei den jüngeren ja sowieso meist vorhanden) und einer Antenne kein weiteres Zubehör.
Software (Digipan) gibts für lau falls sich das nicht geändert hat und PSK31 liegt doch im Trend :-)

72/73 de Wolfgang
73/72 de Wolfgang, DC9FO

3

Freitag, 9. Juni 2006, 09:11

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Zitat

Original von DC9FO
Hallo,

wie wärs in dem Fall mit dem Warbler (80m PSK31 TRX)?
Preiswert (< 100 Euro) und braucht ausser dem Computer mit Soundkarte (ist bei den jüngeren ja sowieso meist vorhanden) und einer Antenne kein weiteres Zubehör.
Software (Digipan) gibts für lau falls sich das nicht geändert hat und PSK31 liegt doch im Trend :-)

72/73 de Wolfgang


Ist einfach aufzubauen, erfordert keine große Geduld da auch als Gruppenprojekt an zwei Nachmittagen erledigt, funktioniert (meist) auf Anhib, es gint eine umfangreiche deutsche Bauanleitung ..... nicht zuletzt wurde er als Gruppenprojekt entwickelt.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

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4

Freitag, 9. Juni 2006, 09:37

Hi,

ich habe auch lange gesucht aber nix für meine Preisklasse gefunden.
Ich wolte nicht auf ein Band beschränkt sein und ssb solte auch möglich sein.
Daher habe ich mir ein TS180 bei Ebay gekauft.
Was ich vermisse ist ein Baukasten für eine eierlegende Wollmilchsau.
Also Grundgerät 1 Band CW oder SSB mit Digital oder AnalogVFO.
Stufenweise erweiterung auf ALLE Bänder 160-10m plus 50MHz.
Erweiterung auf andere Modis SSB, PSK etc.
Sonstige Erweiterungen Frequenzzähler, SWR ...

Somit kann man mit z.B. CW Monobander anfangen und je nach Geldbeutel erweitern bis zum
folständigen Stationsgerät. QRPler lassen halt die dicke PA weg hi.

vy 73 Dirk
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5

Freitag, 9. Juni 2006, 09:58

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Soweit erst mal die Frage. Ich möchte einige Antworten, die ich auf das Thema schon selbst gefunden habe, zur Diskussion stellen.

Nachtrag: Hoppla - da sind ja schon Beiträge eingetrudelt, ehe ich mit meiner Folgenachricht überhaupt fertig bin. Ich habe das Folgende getippt, ehe ich die Antworten gesehen hatte. Ihr seit ja echt schnell!

Rockmite

Rockmite, Mosquita oder ähnliche kämen im Prinzip in Frage.

Aber wegen "eher ungeduldig" denke ich, die Hürde "CW lernen" sollte man erst einmal möglichst elegant umgehen.

Eine Randbemerkung: Ich bitte, von Diskussionsbeiträgen des Typs "CW lernen ist doch ganz einfach" abzusehen. Wer bereit ist, CW zu lernen, ehe er auf KW QRV wird, findet genug etablierte, gute Bausätze. Hier weiterzulesen wäre für so jemanden Zeitverschwendung. Ich verweise statt dessen auf meine Homepage http://qst.famsik.de/.

Ich habe woanders hier im Forum sehr gemischte Reaktionen auf die Frage erhalten, ob man in CW mit Computerhilfe QRV werden kann. Mein Eindruck nach verschiedensten Reaktionen ist, dass dies eher eine Notlösung ist. Ok zum Schnuppern, aber nicht wirklich empfehlenswert für einen ernsthafteren Einstieg.

Nach einigem Überlegungen finde ich PSK31, wie man in der Zielgruppe sagt, "geil".

Warbler?

Da bietet sich der "Warbler" an.

Aber, ehrlich gesagt, schmeckt er mir nicht. Das Gerät macht PSK31, und macht PSK31 sauber und gut. Aber sonst? Macht es gar nichts. Der Warber ist auf ein paar wenige kHz Bandbreite festgelegt. Und man kann ihn auch nicht sinnvoll später frequenzerweitern. Man baut ihn, er funktioniert, aber das war es auch schon.

Kann man machen. Ich will bestimmt nicht den Warbler schlecht machen.

Aber ich bin doch in meinem Herzen zu sehr CW-Mann, dass ich Anfängern eine Rig empfehlen möchte, die PSK31 kann und Schluss. Mit der man niemals auf der 80m QRP Frequenz in CW zu hören sein wird. Einstieg mit PSK31 - ja. Erst mal QRV. Aber dann sehen wir weiter, nicht wahr?

NF-schmale SSB Phasen-Rig

Ich hatte am letzten Wochenende eine alternative Idee: EIne NF-schmale SSB-Rig nach der Phasenmethode.

Diese Idee möchte ich hier zur Diskussion stellen. Was haltet ihr davon? Hat jemand etwas ähnliches schon mal gebaut und Erfahrungen damit gesammelt?

Ich stelle meine Idee, so weit sie bis jetzt gereift ist, erst mal vor:

Empfangszweig

Ein LO.

Ein HF-Phasendreher für I und Q.

Je ein Mischer für I und Q. Das könnte je ein 602 sein. Ich liebäugle mit CMOS-Schaltmischern, wie sie zum Beispiel im BCR verwendet werden. Diodenmischer sind mir zu teuer / aufwändig.

Dann ein NF-Phasendreher für I und Q.

Das Besondere: Für PSK31 und CW braucht man keine 3 kHz Bandbreite. Ein paar Hundert Hz, zum Beispiel um 750 Hz herum, sollten erst mal reichen. Insofern genügen hier zwei OPAmps. (High-End I/Q RX wie zum Beispiel der Mini-R2 benutzen an dieser Stelle sechs OPAmps.)

Dann das Übliche: Summierer und NF-Verstärker.

Man könnte sogar noch abspecken und einen schlichteren Direktmischer bauen. Der hätte dann den üblichen Nachteil, dass LSB und USB übereinanderliegen. Am Anfang kann man auch damit leben.

Sendezweig

Ein NF-Phasendreher für I und Q. Wieder mit nur zwei OPAmps realisiert. Wieder mit einer NF-Zielbandbreite von ein paar 100 Hz um 750 Hz herum.

Ein HF-Phasendreher für I und Q für den LO. Kann man vom Sendezweig mitbenutzen.

Wieder zwei Mischer. Da ein CMOS-Mischer, ich meine, unter 2 € kostet, kann man hier ruhig je ein Mischerpaar fürs Senden und eins fürs Empfangen nehmen. Getrennt aufbauen und getrennt testen zu können ist hier wichtiger.

Eine linearer Verstärker mit QRP-tauglicher PA. So etwas könnte man zum Beispiel dem Warbler oder der DL-QRP-PA entnehmen.

Erweiterungsmöglichkeit

Ich freue mich über diese Idee und bin auch ein bisschen stolz darauf, weil so eine Rig nicht so festgenagelt ist, sondern erweiterbar. Teil des Konzeptes ist, dass hier nicht einfach ein Bausatz entsteht, den baut man auf und fertig. Sondern mehr so eine Art Baukasten, mit verschiedenen Möglichkeiten, Dinge zu kombinieren.

Zum einen kann man als LO nehmen, was man möchte. Erst mal mit einem gezogenen Quarz anfangen und nur die PSK-Frequenz auf 80 m und ihre Umgebung abdecken.

Später wirft man den Quarzoszillator raus und spendiert sich einen DDS-VFO. Damit steht einem das gesamte 80m - Band offen.

Noch später spendiert man weitere HF-Phasendreher und Eingangsfilter und kann so auf andere Bänder wechseln. Außer 80 gibt es ja noch 15 und 10.

Die richtig taschengeldfreundlichen DDS-VFO reichen leider von Haus aus oft nicht bis ins 10m - Band. Da hilft entweder ein Frequenzvervielfacher. Oder man mischt mit der (passend gewählten) Quarzfrequenz des Clockgenerators des DDS-VFOs.

Unabhängig von alledem kann man die NF-Phasendreher-Geschichten im Sender und im Empfänger durch das übliche OPAmp-Grab ersetzen (in TX und RX nun ingesamt 12 OPAmps statt 4 für die Phasenschieberei). Damit wird die Rig schlagartig SSB-tauglich.

Wer es lieber digital möchte, wirft den ganzen NF-Zweig raus und setzt statt dessen auf DSP. Auch damit hat man volle SSB-Fähigkeit an Bord.

Das Konzept fängt also relativ einfach an, bietet aber einen Erweiterungspfad bis zum Sprechfunk. Das hat doch was!

Der RX kann von Haus aus sowohl PSK31 als auch CW als auch, wenn auch mit Einschräunkungen, LSB Sprechfunk empfangen. Man kann also gleich am Anfang mit PSK31 als Hauptbetriebsart anfangen, mit CW-Software experimentieren, und bei SSB reinhören.

Einem PSK31 / CW "mixed mode" CW-Lehrgang auf dem 80m - Band steht auch nichts im Wege. Nach meiner Erfahrung ist für erste Gehversuche in CW einen "Rückkanal" sehr nützlich. Das muss ja nicht immer das Telefon sein...

Und wer dann an CW Gefallen findet, reißt die Zelte Richtung PSK31 und SSB hinter sich ab, indem er eine nichtlineare PA mit höherem Wirkungsgrad einbaut. Rucksackfreundlich dürfte die Rig von Haus aus sein.

Was haltet Ihr von dem Konzept? Habe ich irgendwelche Schlaglöcher oder Fallen übersehen, die hier lauern könnten?

Vy 73

Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dj3ei« (9. Juni 2006, 10:30)


6

Freitag, 9. Juni 2006, 10:38

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo, Andreas!

Verkneife mir mal das Zitatengrab. Du wirst selbst rausfinden, auf welchen Deiner Absätze ich mich beziehe.

Warum die einfache Phasenmethode? Der große Nachteil liegt im NF-Phasennetzwerk, wenn man breitbandiger werden will. Mein Vorschlag:

Aufbereitung nach Weaver-Prinzip (braucht kein breitbandiges IQ-Netzwerk für NF).

Alle Mischer CMOS-Schalter. Vorteil: Wenn der Oszillator den nötigen Schaltpegel liefert, gibt es keine Abhängigkeit mehr von diesem (602/612 müßten in allen Kanälen mit exakt gleichem Oszillatorpegel angesteuert werden, um Unsymmetrien zu vermeiden).

Mehr dazu findest Du auf meiner Home-Page (http://www.dj4az.de) im Technik-Bereich.

HW?
73
Hans/DJ4AZ

7

Freitag, 9. Juni 2006, 21:57

Hallo Andreas,

Deine Vorschläge sind interessant und auch ausbaubar, die technischen Probleme mit NF-Phasenschiebern sind aber nicht ohne, wenn man eine vernünftige Seitenbandunterdrückung erreichen will. Peter, DL2FI, hat ja entsprechende Bausätze der Fa. Kanga angekündigt.

Wer es moderner und kompakter will, sollte zu den Varianten des SoftRockradio greifen. Hier ist das HF-Teil mit den Baugruppen aus USA sehr schnell aufbaubar, den Rest erledigt die SW, die kostenlos zur Verfügung steht.

Weitere Informationen in diesem Forum unter Software Defined Radio / Soft Rock oder der sehr interessanten Home-Page von DJ9CS http://dj9cs.raisdorf.net/SDR-SoftRock.html .


vy 72/73 Gerd, DM2CDB

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »DM2CDB« (9. Juni 2006, 22:08)


8

Freitag, 9. Juni 2006, 22:53

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo, Hans,

ich finde die Weaver - Methode schon interessant. Aber ich halte sie für das derzeitige Projekt für nicht so gut brauchbar. Hauptnachteile aus meiner Sicht:

  • Höhere Schwelle. Gleich am Anfang braucht man für Weaver mehr Material.
  • Jedem M1-Mischer ist ein Filter nachgeschaltet. Da stelle ich mir dann einen OpAmp vor. Lass die M1-Mischer weg, und es bleiben noch genug Bauteile für die Phasenmethode.
  • Die Methode ist wenig bekannt und daher in der Amateurfunkliterator schlecht dokumentiert.
  • Bei der normalen Phasenmethode kann ich zum Beispiel in "Experimental Methods" nachlesen, welche Fehler welche Seitenbandunterdrückungen geben. Welche Korrekturmöglichkeiten muss ich bei der Weavermethode vorsehen? Welche Fehler haben welche Konsequenzen?
  • Bei der Phasenmethode habe ich sowohl die Sender- als auch die Empfängerschaltung greifbar. Bei dir http://www.dj4az.de/t_weaver/w_1a.htm finde ich nur die Senderschaltung, und das auch nur als Prinzipbild.
  • Bei der Phasenmethode kann ich die einzelnen Zweige besser durchtesten. Der I-Zweig alleine und der Q-Zweig alleine müssen sich wie anständige Direktmischerempfänger bzw. DSB-Sender benehmen. Das kann ich leicht prüfen. Ich kann sogar mit nur einem Zweig im RX schon in Betrieb gehen. Wie prüfe ich die einzelnen Zweige eines Weaver-RX oder TX?

Ich stelle mir vor, der Weaver kann Vorteile ausspielen, wenn ich von vorneherein breitbandig arbeiten will. Wenn wir uns hier über DRM-Empfang unterhalten würden - dabei wäre das Prinzip einen Versuch wert. Aber für das bisschen Bandbreite, das man für PSK31 braucht, halte ich ihn, im direkten Vergleich mit der Phasenmethode, für zu aufwändig.

Aber danke, dass du darauf aufmerksam gemacht hast.

Vy 73

Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dj3ei« (9. Juni 2006, 22:59)


9

Samstag, 10. Juni 2006, 11:25

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo, Andreas!

Wieder ohne Füllsel (Zitate) :]

1.) Blockschaltung RX und TX identisch. Umschaltung zwischen Senden und Empfang einfach dadurch, dass die beiden Oszillatoren gegeneinander ausgetauscht werden.

2.) Die Tiefpässe.
Würde hier so etwas vorschlagen wie MAX 239. Voteile: Sehr steiler Übergang zwischen Durchlass- und Sperrbereich (8poliges Cauer-Filter); Grenzfrequenz voll variabel durch Wahl der Ansteuerfrequenz (ist ein Filter mit geschalteten Cs, das Anti-Alias-Filter läßt sich mit dem bereits enthaltenen noch freien OpAmp realisieren). Die effektive Bandbreite des RX/TX wird im wesentlichen durch die Grenzfrequenz dieser Tiefpässe bestimmt; mach das mal mit Aktivfiltern, die aus OpAmps zusammengestopselt werden :(

3.) Dass die "Dritte Methode" nicht besonders gut in der Ham-Literatur dokumentiert ist, liegt wohl daran, dass seinerzeit (Mitte der 1950er-Jahre) die Realisierung problematisch war (u.a. ICs waren damals noch Zukunftsmusik).

4.) Die Wahl zwischen "schmal-/breitbandig" wie gesagt eine Auslegung/Ansteuerung der Tiefpässe zwischen den Mischern.

5.) SB-Unterdrückung: Prinzipiell entsteht gar kein wirkliches "falsches" Seitenband. Dieses erscheint lediglich - in invertierter Frequenzlage - innerhalb des "richtigen". Zu prüfen z. B. durch Abhören in RX. Wirkt wie ein Zwitschern/Grummeln im Hintergrund (Abgleich auf möglichst hohen "Störabstand" vornehmlich durch Pegelangleichung de beiden Kanäle).

Dass ich auf meiner HomePage keine ausführliche, dimensionierte Schaltung veröffentliche, liegt einfach daran, dass ich jedem seine eigene Realisierung freistelle.

Dass der Weaver auch nicht gerade so einfach ist wie etwa ein Rockmite, gebe ich gerne zu. Aber ich möchte behaupten, dass er der einfachen Phasenmethode überlegen ist (allein schon wegen des Wegfalls des breitbandigen NF-Phasenschiebers und wegen des von Haus aus "nicht vorhandenen" falschen" Seitenbandes).

73 und schönes Wochenende
Hans/DJ4AZ

10

Samstag, 10. Juni 2006, 18:31

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo Andreas,

mich interessiert auch schon lange mal solchen phasenkompensierenden TRX zu bauen- auch gerade Weaver da es dazu wenig Info's gibt (Nebenbei, auf der Web- Seite von B.Kainka stellt er seinen Beitrag zu einem 80m Weaver-TRX aus der CQ DL 1983 vor). Aber als Anfängerprojekt ist die Filtermethode bzw. der SW+ wohl besser geeignet. Falls zu teuer, dann sollte den DL9RM TRX mal wiederbeleben...
Interessant ist auch das mehr in DX gepflegte Kultprojekt BITX 20 aus Indien. Leider habe ich die Original- Webseite von Farhan nicht zur Hand, aber Bei www.qsl.net/py2ohh findet man die brasilianische Variante des BITX und auch die Adresse zurOriginalwebseite.

72/3 de DL8MOG, Manfred

11

Samstag, 10. Juni 2006, 19:19

Taschengeld Trcvr

Kann nur mit der Erfahrung zu meiner Mosquita dienen: habe inzwischen 2 Stck. aufgebaut (funktionsfertige Platine, aber der Einbau ins Gehaeuse laesst auf sich warten..) - Ich kenne de allgemeine Taschengeldlage nicht so genau, aber der mueszte doch zu finanzieren sein. Als normaler Arbeitnehmer hatte ich natuerlich keine Probleme mit der Finanzierung - aber das ist wohl immer so: ein 7000 Euro-Diaetenbezieher wird auch nicht verstehen, warum ein normalverdienender Familienvater sich nicht einen 60000-euro teuren Daimler kauft....
Wenn jmd drum verlegen ist (und sich nicht vor ein bischen Bastel-/Restaurierungsarbeit scheut) fuer den haette ich fuer 150,- Euro auch noch einen FT7(B)...
73
Juergen
nnnn

12

Samstag, 10. Juni 2006, 22:06

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo, Manfred,

Zitat

Original von DL8MOG
Interessant ist auch das mehr in DX gepflegte Kultprojekt BITX 20 aus Indien. Leider habe ich die Original- Webseite von Farhan nicht zur Hand, ...

http://www.phonestack.com/farhan/bitx.html

Kein IC, sondern (bis auf die Endstufe) nur Simpeltransistoren, wie man das Stück für so 5-10 Cent (in Deutschland) kaufen kann. Doppelbenutzung einiger kritischer Bauteile, wie Quarzfilter und Mischer, bei RX und TX.

Dann das Zitat, da verschlägt es mir die Sprache: "Instead of expensive and hard-to-get toroids, we have used ordinary tap washers." (An Stelle teurer und schwer beschaffbarer Ringkerne benutzen wir normale "tap washer". - (Was ist ein "tap washer"? Ein Spulenkörper?))

Und ich habe die kleinen roten Ringe dutzendweise in meiner Bastelkiste rumliegen. Das macht einen echt bescheiden, das zu lesen! Diese Inder sind wirklich Spitze! Ich wünsche ihnen von Herzen alles Gute!

Insgesamt kommt (in Indien) ein Gesamtbudget von etwa 7 Dollar dabei heraus - für eine komplette SSB-Rig nach der Filtermethode. Taschengeldfreundlicher geht's nimmer!

Ich denke, für einen deutschen Teenager darf es gerne das Dreifache kosten, wenn er sich dadurch Lötarbeit spart und vor allem die Geschichte an Nachbausicherheit für Anfänger gewinnt.

Vy 73

Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dj3ei« (10. Juni 2006, 22:15)


13

Samstag, 10. Juni 2006, 22:17

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo Andreas,

Zitat

Original von DJ3EI
Dann das Zitat, da verschlägt es mir die Sprache: "Instead of expensive and hard-to-get toroids, we have used ordinary tap washers." (An Stelle teurer und schwer beschaffbarer Ringkerne benutzen wir normale "tap washer". - (Was ist ein "tap washer"? Ein Spulenkörper?))


Ein "washer" ist eine Unterlegscheibe und "Tap" ist u.a. eine Wasserleitung.
Also sicher nichts was wir bei uns als Spulenkörper kennen :-)


vy 73 de
Wolfgang
73/72 de Wolfgang, DC9FO

14

Samstag, 10. Juni 2006, 22:30

Genauer: Ein Dichtungsring für Wasserhähne :D

15

Sonntag, 11. Juni 2006, 20:29

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Das erinnert mich alles an eine Aufgabe, die wir am letzten Dienstag in einem Elternseminar zur Sozialpädagogik nach Alfred Adler hatten:

Eine Gruppe steht dicht gedrängt auf einer Decke. Die Aufgabe ist diese Decke herum zu drehen ohne sie anzfassen oder sich daneben zu stellen. Gruppe A (Väter, Mütter) hatten die Aufgabe nach 15 Minuten gelöst. Gruppe B (Lehrer, Lehrerinnen und Sozialarbeiter hatte nach 5 Minuten 3 Diskussionskreise gebildet, die eifrig bemüht waren, eine Lösung zu erarbeiten. Wenn nicht das Ende des Seminares gekommen wäre, würden die dort heute noch stehen und diskutieren.

Jungs, seid mir nicht böse, aber wie wäre es denn, wenn ihr wieder auf den Teppich zurück kommt, auf diese Weise werdet ihr in 5 Jahren noch über einen Taschengeld Transceiver für Jugendliche diskutieren.

Lest euch doch mal die bisher eingegangenen Beiträge hintereinander weg durch und sortiert sie.

Ausgangspunkt: Es sind Kinder, es muss preiswert sein, PSK alleine reicht nicht, CW alleine schon gar nicht.

Bisheriger Endstand: Ein Phasentransceiver an dem sich schon jede Menge Cracks die Zähne ausgebissen haben gegen einen Weaver Transceiver den es so gar nicht gibt gegen ein Dritte Welt Projekt das von Kindern kaum nachbaubar sein dürfte gegen Mosquita CW only. Selbst der hervorragende, aber inzwischen völlig durch Weiterentwicklungen überholte DL9RM Transceiver wird wieder ausgegraben. Von einem einfachen SSB Transceiver finde ich nichts mehr.

Das erinnert mich auch noch an meinen Freund George Dobbs, G3RJV der einmal einen Audion Empfänger für seine Kinder veröffentlcht hat. Einen Audion RX mit gaaaanz schmalem CW Filter und George hat sogar auf 40m VK damit gehört .... für die Kinder, versteht sich 8)

Meine Empfehlung:
bildet eine kleine Arbeitsgruppe, rechnet den LeForty II auf 80m um, schmeisst alles raus was teuer und verzichtbar ist (Display usw) baut drei Prototypen auf, schickt mir die Dinger rüber und ich schreibe euch die Baumappe dazu.
Damit kann man dann SSB und PSK machen und wer kann, der kann auch CW damit machen.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

16

Sonntag, 11. Juni 2006, 21:13

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo Andreas,
ich würde hier nur auf Bewährtes zurückgreifen mit deutscher Bauanleitung - sonst wird der Frust zu groß.
Ich mache mal folgenden Vorschlag nachdem ein PC/Notebook vorhanden ist:
Schritt1 (ca. 165€):
20m PSK31 Transceiver
Schritt 2 (ca. 45€):
Erweiterung um einen DDS-VFO. Für den DDS von AK-Modul (http://www.ak-modul-bus.de/stat/dds_generator.html) gibt es noch eine tolle Bedienoberfläche für den PC mit 10Hz Abstimmschritten, mehreren Speichern, ZF wird automatisch addiert/subtrahiert) .....
Schritt 3 (ca. 60€ ??)
Software WixW2, dann kann man an fast allen digitalen Betriebsarten teilnehmen (auch SSTV)
Schritt 4 (ca. ??? €):
Eigenentwicklung NF-Aufbereitung für SSB-Senden.

Schritt 1 - 3 hab ich schon realisiert und es hat auf Bekannte unheimlich Eindruck gemacht, daß man am Bildschirm den Text lesen kann und auch Bilder (SSTV) sieht.
Vom Gepiepse (CW) waren sie nicht zu begeistern.

Ich sage meinen Bekannten immer, daß man mindestens 600€ aufwenden muß, um aktiv Amateurfunk auf KW zu betreiben.
Zu hoch oder zu niedrig ??
72/73 de Uli
DF5SF

17

Sonntag, 11. Juni 2006, 21:49

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo,
habs in meinem letzten Beitrag vergessen:
Die Software ist von PE0FKO und heißt DDSTune (http://home.ict.nl/~fredkrom/pe0fko/DDSTune/)
»DF5SF« hat folgendes Bild angehängt:
  • DDSTune.jpg
72/73 de Uli
DF5SF

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18

Sonntag, 11. Juni 2006, 23:20

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hallo Uli,

leider ist eben ein TRX für 20m nicht das, was wir für die Einsteiger brauchen.

Nach dem derzeitigen Stand der Verlautbarungen sollen die Bänder 160m, 80m, 15m und 10m für die Inhaber eine Klasse-E-Zulassung freigegeben werden. Und da wäre was für 15m angesagt, weil auf 80m doch nur recht selten DX gearbeitet werden kann (ok, zur Zeit ist 15m auch nicht der Hit, aber die Zeiten werden sich bessern!).

Vielleicht ist dieser Thread ja schon die Grundlage für das traditionelle DL-QRP-AG-Brainstorming in Friedrichshafen.

P.S.: Für den Bau eines Prototypen stehe ich jederzeit bereit, aber Entwickeln in so großem Stil ist nicht mein Ding.
vy 72 de DH8DAP, Frank aus Schwelm nr Wuppertal, JO31PG
www.golf19.de

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  • »DJ4JZ« ist männlich

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19

Montag, 12. Juni 2006, 08:12

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Hi alle,
und denkt daran, die Kid's müssen es auch bauen können. Sie mögen keine Scheu vor SMD's etc haben, aber haben die auch das richtige Werkzeug?
Da meine ich, dass diskrete Technik wohl besser geeignet ist oder aber eine Mischung von vorgefertigten Baugruppen.
Was meint Ihr dazu?
vy 73 Jürgen DJ4JZ
vy73 Jürgen

20

Montag, 12. Juni 2006, 08:26

RE: Taschengeldfreundlicher Einstiegsbausatz für frischgebackene (junge) DO-ler

Zitat

Original von DJ4JZ
Hi alle,
und denkt daran, die Kid's müssen es auch bauen können. Sie mögen keine Scheu vor SMD's etc haben, aber haben die auch das richtige Werkzeug?
Da meine ich, dass diskrete Technik wohl besser geeignet ist oder aber eine Mischung von vorgefertigten Baugruppen.
Was meint Ihr dazu?
vy 73 Jürgen DJ4JZ


Beim Treffen der DL-QRP-AG in Jena haben ein Dutzend Kinder den Fuchsjagd RX von DL2AVH in SMD Technik gebaut. Werkzeug wurde von mir mitgebracht:

1 Standard Lötkolben mit Bleistiftspitze und 1 Pinzette pro Person.

Da bekam manch gestandener OM das große Staunen.
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)