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  • »SE2I« ist männlich
  • »SE2I« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 954

Hobbys: QRP, CW, QSL, Antennen und Maste, QRPPP,

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1

Dienstag, 22. November 2016, 13:41

Gummi ist nicht gleich Gummi …... beim Antennenbau !

Gummi ist nicht gleich Gummi …... beim Antennenbau !

Hallo Freunde …..
mein Freund baut ja gerade an einer Dreiband GP ( http://forum.db3om.de/ftopic25169.html ).
Da bei haben wir keine Resonanzstelle finden können.
Nach dem mein Freund dann noch mal mit einem Ohm Meter dran gegangen ist, hat er überraschende Feststellungen machen müssen.

Er verwendete als Rohr Halterungen, Rohrschellen aus dem Sanitär Bereich, die Gummi als Zwischeneinlage besitzen. Beim messen des Widerstand des Gummi´s war die Überraschung Riesen Groß ! Das Gummi hatte kaum Widerstand und stellt deshalb zu Masse hin, fast einen Kurzschluss dar !
Als Montageplatte hat er eine s.g. Panzerlatte ( Boden für PKW Anhänger ) aus Holz verwendet,
Auch diese hatte nach einigen Regentagen einen geringen Widerstand, ob wohl die Platte mit Lack, zus. geschützt wurde.
Um die Gummi´s aus zu wechseln, wurde ein Schlauch von für einen Fahrradreifen erworben.
Test mit Ohm Meter ….... auch Niederohmig im K-Ohm Bereich !

Also …... unheimlich aufpassen, wenn Gummi für HF Anlagen verwendet werden soll.
Erst mit einem guten Ohm Meter messen, ob der Widerstand im Unendlichen Bereich liegt.

Will nicht wissen, wie viele Antennen aus diesem Grund nicht Richtig funktionieren.

vy 73 de Bert SE2I
»SE2I« hat folgendes Bild angehängt:
  • Rohrschelle.jpg

2

Dienstag, 22. November 2016, 16:21

Hallo Bert,

danke für die Info - hätte ich so nicht vermutet !

73 de Klaus DM4TJ

  • »DL2VER« ist männlich

Beiträge: 215

Hobbys: Amateurfunk, Selbstbau, Reisen

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3

Dienstag, 22. November 2016, 17:18

Lieber OM Bert,

da hat es Dich leider voll erwischt.
Es ist in der Tat ein verbreiteter Irrtum, dass Gummi oder andere Kunststoffe zwangsläufig isolierend sind.
Fakt ist, dass insbesondere bei schwarzen Kunststoffen häufig Ruß beigemischt worden ist, um die Eigenschaften zu beeinflussen, beispielsweise die Leitfähigkeit (Kontaktmatten in Fernbedienungen), die mechanische Festigkeit (Autoreifen) oder die UV-Beständigkeit (Kabel).
Sobald die Perkolationsschwelle überschritten wird, werden Kunststoffe durch die Beimengung von Ruß (oder anderer leitfähiger Partikel) leitfähig.
Daher sollte der Praktiker genau das tun, was Du vorgeschlagen hast: Einfach mal den Widerstand messen :)
Kunststoffe im Freien verwittern ohne UV-stabilisierende Zusätze leider relativ schnell, daher mischt man gerne Pigmente oder Füllstoffe bei.
Es gibt ein paar Ausnahmen, z.B. Silikongummi, bei denen die Bindungsenergie größer ist als die der einfallenden Sonnenstrahlung.

73 de Heiko, DL2VER

4

Dienstag, 22. November 2016, 17:21

Hallo Bert,
das schwarze im Gummi ist Ruß, Ruß ist Kohlenstoff sogar fast rein, und der leitet. Mit einer Carbonfaserangel unter einer Mittelspannungsleitung angeln hat auch schon einige Angler getötet. Auch das ist leitender Kohlenstoff.
73 de uwe df7bl

Heiko war schneller
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.